Gastspiel bei jungen Eisbären in Berlin
Nach dem überzeugenden 6:2 vom Freitag gegen die Starbulls Rosenheim gastiert der Eishockey-Oberligist EC Hannover Indians am morgigen Sonntag (16.12.2007, 14.30 Uhr, Wellblechpalast) in Berlin-Hohenschönhausen bei den Eisbären Juniors Berlin. Während Hannover als Dritter der Nordstaffel 47 Zähler auf dem Konto hat, rangiert der Nachwuchs des Berliner DEL-Clubs mit 18 Punkten auf dem vorletzten Platz.


Doch auch wenn die „kleinen“ Eisbären einen auf dem Papier vermeintlich leichten Gegner darstellen, werden die Großstadtindianer über die gesamte Spielzeit hellwach und hoch konzentriert agieren müssen. Immerhin ist fast die gesamte Berliner Truppe – die jüngste der ganzen Oberliga – auch für die DEL spielberechtigt und Akteure wie der Ex-Freiburger Gregor Stein oder der Weißwasseraner Elia Ostwald haben auch schon einige Erfahrung im ESBG-Bereich gesammelt. Eine Schwächung erfuhren die Berliner – mit einer Erfolgsquote von 10,37 % das Oberliga-Team mit der geringsten Durchschlagskraft in Überzahl – kürzlich durch die Abgänge von René Kramer und Thomas Pielmeier, der in der abgelaufenen Saison in 58 DEL-Spielen für die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg auf vier Scorerpunkte (ein Tor) kam. Das Duo wechselte gemeinsam zum Zweitligaspitzenreiter Kassel Huskies. Die entstandenen Lücken müssen nun Felix Thomas (Defensive) oder Markus Ziesche und Patrick Flynn (Sturm) schließen. Alle drei sind trotz ihres jungen Alters – der 22-Jährige Flynn ist bereits der „Methusalem“ des Trios – schon gestandene Oberligaspieler und können das junge Team führen.


Im Tor baut Berlins neuer Trainer Derek Mayer – der in Kanada geborene Defender absolvierte zwischen 1996 und 2001 im DEL-Trikot der Eisbären über 200 Partien in Deutschlands höchster Spielklasse und gehörte danach lange Jahre zu den Stützen des EC Bad Tölz und SC Riessersee – vor allem auf Tobias Güttner. Der 25-Jährige galt 2006/07 per Förderlizenz der Hamburg Freezers als sicherer Kandidat für ein Engagement beim ECH, absolvierte letztlich jedoch kein Spiel am Pferdeturm – zumindest nicht in einem Hannoveraner Trikot. Beim 6:2-Vorrundensieg des ECH im November 2006 gegen Ravensburg hütete Güttner das Tor der Oberschwaben. Insgesamt kam der frühere Stuttgarter in der abgelaufenen Spielzeit auf sieben Einsätze für Ravensburg und drei für die Juniors der Berliner Eisbären.

Zweiter Mann im Berliner Gehäuse ist Etienne Renkewitz. Der 19-Jährige hat die verletzungsbedingte Wettkampfpause in der gesamten letzten Saison bravourös weggesteckt und durfte sich heuer beim 4:0-Sieg gegen Süd-Schlusslicht Miesbach im November bereits über einen Shut-out freuen.


Gegenüber dem Kader der Berliner Jung-Eisbären dürfte Hannovers großes Plus die Erfahrung und Routine sein, die es morgen auszuspielen gilt. Mit hoher Konzentration, Disziplin und der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die gegen Rosenheim bereits gezeigt wurde, haben die Indians trotz der weiterhin angespannten Personalsituation – Roman Kondelik Jan Welke, Michael Dahms, Sebastian Deml, Bryan Phillips und Steve Slaton fallen verletzt aus, der Einsatz von Kapitän Seppi Staltmayr ist zumindest fraglich – gute Chancen, drei wichtige Punkte einzufahren. Aufgrund der kurzen Entfernung und der frühen Anpfiffzeit um 14.30 Uhr werden sich sicher auch einige ECH-Fans auf den Weg nach Berlin machen, um im bei Juniors-Spielen leider nur spärlich besuchten Wellblechpalast (die Leitung der Partie obliegt Hauptschiedsrichter Andreas Kissing vom TUS Wiehl Eissport-Club e.V.) für Heimspiel-Atmosphäre zu sorgen.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (2) - 15.12.2007 um 23:35

Gäste beim Fanstammtisch
Am kommenden Montag (17.12.2007) findet in Otto´s Sportspub am Altenbekener Damm ab 19 Uhr der letzte Fanstammtisch des laufenden Jahres statt.

Neben Geschäftsführer Peter Bertrang werden sich Roman Kondelik, Alexander Engel und Sven Breiter den Fragen der Fans stellen.
Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 15.12.2007 um 20:14

Starkes Powerplay als Basis
InfoDie Starbulls Rosenheim am Abend sicher beherrscht haben die EC Hannover Indians. Durch den 6:2 (2:1,2:0,2:1)-Erfolg gegen die Oberbayern rutschte der Gastgeber in der Nordstaffel wieder um einen Tabellenplatz nach oben, viel wichtiger war für die über 2700 Fans am Abend aber der Fakt, dass das eigene Team endlich wieder einmal 60 Minuten überzeugend auftrat und zugleich auch noch die volle Punktzahl einfahren durfte. Gegen die bis auf den tadellosen Schlussmann O. Häusler allerdings auch restlos enttäuschenden Starbulls waren in der Schlussphase sogar Großchancen en masse für einen Kantersieg vorhanden, nach Saisontor Nr. 100 durch J. Chamberlain konnte allerdings nur mehr J. Anderson den Endstand fixieren. Mit einer ähnlich guten Leistung dürfte auch der nicht einfache Gang am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Eisbären Juniors aus Berlin zu stemmen sein.

Erwartungsgemäß ohne eine komplette starting six (Kondelik – Dahms/Staltmayr – Welke/Phillips/Deml) mussten die Hannover Indians am Abend versuchen die letzten Negativerlebnisse gegen die bislang so auswärtsstarken (9:5 Siege) Rosenheimer vergessen zu machen. Dabei helfen sollten eine charakterstarke Leistung des noch enger zusammen rückenden Teams, eine sichere Defensive und ein Blick in die Historie – denn der letzte Sieg des Traditionsclub am Pferdeturm datierte aus dem Jahre 1995, als der Starbulls-Keeper noch K. Friesen hieß.
Eine von Hannover zunächst engagiert, noch aber sichtbar verunsichert gestaltete Anfangsphase, sah den Gast zunächst mit 2:0 an Torschüssen vorn, doch klingeln sollte es erstmals hinter Bulls-Torhüter O. Häusler, der bei der ersten Indianschance überhaupt gegen den Schuß aus Nahdistanz von J. Anderson keine Abwehrmöglichkeit besaß – zuvor hatte R. Huddy sich entschlossen ins Drittel gearbeitet und K. Du seine Klasse gezeigt, als er trotz seiner geringen Masse nicht von der Scheibe zu trennen war und Anderson prima bediente (7.). Von jetzt auf gleich war Hannover im Spiel angekommen und zelebrierte tolles Angriffshockey; als den Fans angesichts von vier vergebenen Topchancen (spektakulärste Szene der Pfostenschuss von R. Huddy (9.)) hintereinander schon Schlimmes schwante, konnte K. Doyle im Powerplay einen Hammer von P. Baumgartner ins Netz verlängern und hochverdient auf 2:0 stellen (13.), doch Überzahl ist eine Disziplin, die die Rosenheimer Topreihe um Hilger/Smith/Snowden ebenfalls im Schlaf beherrscht: das erste von zwei 5:3-Powerplays brachte die Gäste Dank Oldie Hilger aus dem Nichts wieder ins Spiel, die zweite Gelegenheit „killten“ die Indians jedoch bravourös und gingen somit völlig verdient mit einer Führung zum ersten Pausentee.

Die sicher agierende Hintermannschaft um den wieder einmal in die Defensive zurückbeorderten F. Krull war auch im zweiten Durchgang die Basis für ein weiterhin überlegen geführtes Spiel der Indianer. Zwar enttäuschten am Abend insbesondere die Reihen eins und zwei der Oberbayern, gefielen lediglich die Vorstöße der jungen S. Stiebinger und S. Wenzel, doch bedenkt man das abendliche Durchschnittsalter der Indiansabwehr von 21,7 Jahren vor dem 20-jährigen Schlussmann S. Agricola, der die letzten durchwachsenen Leistungen eindrucksvoll abschüttelte und von Beginn an sehr sicher wirkte, so kann das Kompliment an die Hannover Indians nicht groß genug ausfallen. Insbesondere F. Krull war wieder einmal sofort defensiv präsent und lieferte wie selbstverständlich die Vorlagen zu den Toren drei und vier, als zunächst D. Meyer einen 3:1-Konter per Flachschuss nutzte (23.) und anschließend K. Du sein erstes Indianstor in Überzahl glückte (36.). Ein vergebener Alleingang von R. Suchomski war eine der wenigen weiteren Chancen, bis hierher stimmte am Abend endlich einmal die Effizienz vor dem Tor.

Dies sollte sich im Schlussabschnitt jedoch noch ändern, denn nach dem nächsten Powerplaytor von J. Chamberlain, der spektakulär aus spitzem Winkel in den Giebel traf (43.), spielten sich in der Starbulls-Defense wiederholt Wild-West-Szenen ab. Im steten Bemühen um den 5:2-Anschluß rannten die Rosenheimer beinahe minütlich in nun stets blitzschnell vorgetragene Indianskonter. Soli von S. Breiter, K. Doyle und K. Du, Schüsse aus Nahdistanz von R. Huddy, J. Chamberlain und erneut Du – sämtliche „Sitzer“ endeten bei Gäste-Keeper O. Häusler, der seinen Starbulls ein Debakel ersparte und sogar noch einmal selbst jubeln durfte, als erneut die SBR-Altstars im Powerplay verkürzen konnten (52.).
Den sehenswerten Schlusspunkt setzte allerdings folgerichtig Hannover, als J. Anderson mit einem DEL-reifen Handgelenksschlenzer fast von der blauen Linie genau in den Winkel traf (56.), was die endlich wieder einmal feiernde Indiansanhängerschaft singend registrierte.

Fazit: mit einer tadellosen Vorstellung haben die Hannover Indians die Starbulls Rosenheim verdient geschlagen. Dabei besaß der Kader trotz nur noch 15 Feldspielern am Abend immer noch die größere Qualität als jener der Oberbayern, die ihrerseits allerdings lange Zeit auch nur auf drei Reihen zurückgriffen. Die heuer erneut so unbequem zu spielenden Eisbären Juniors werden am Sonntag erneut eine ähnliche Leistung abfordern, erneut wird es dabei auf die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ankommen, denn die Hauptstädter sind defensiv 07/08 eine ganze Klasse stärker als in den Vorjahren.
Die Starbulls Rosenheim werden sich am Sonntag nicht noch einmal dermaßen harmlos präsentieren, sich defensiv wieder sortieren und für die Joker aus Kaufbeuren ein ernster Konkurrent sein. Schließlich haben die Oberbayern heuer regelmäßig nach schwachen Spielen zumeist sofort charakterstark geantwortet.


Fr.,14.12.07:
Hannover Indians – Starbulls Rosenheim
6:2
(2:1,2:0,2:1)

Tore: 1:0 (7.) Anderson 7, 2:0 (13.) Doyle 18 5-4, 2:1 (18.) Hilger 5-3, 3:1 (23.) Meyer 6, 4:1 (36.) Du 1 5-4, 5:1 (43.) Chamberlain 18 5-4, 5:2 (52.) Smith 5-4, 6:2 (56.) Anderson 8.

Strfm.: ECH 12 – SBR 10

Zusch.: 2726

HSR: Fischer

Top(+): Eine geschlossene Mannschaftsleistung, an der auch Reihe drei um den engagierten Leader D. Meyer ihren Anteil hatte. Das Konterspiel im Schlussdrittel spielte den Indians perfekt in die Karten, doch auch zuvor stimmte die Leistung offensiv endlich auch einmal bei 5:5, wo mit Kindergartenabwehr ein eindrucksvolles 3:0 erspielt wurde.

Flop(-): Allenfalls die vergebenen Torchancen im Schlussabschnitt, das hier gegangene hohe Tempo könnte den kleinen Kader in nur 39 Stunden überdies noch teuer zu stehen kommen.

GWG: D. Meyer (23.)

Beste Akteure: S. Agricola, F. Krull – O. Häusler

Bes.:
- Ende der Serie für den Ironman: nach 113 Pflichtspielen am Stück fehlte Indianskapitän J. Staltmayr heute erstmals. Verletzt passen müssen hatte der 27-jährige zuletzt gar vor über zweieinhalb Jahren
- zum zweiten Mal 07/08 alle drei Spieldrittel gewonnen
- in den letzten neun Partien immer mindestens ein Powerplaytor erzielt


ECH: Agricola,(Jenike) – Morrow,Krull,Engel,Thomson,Baumgartner,Sondermann – Chamberlain,Doyle,Breiter,Huddy,Du,Anderson,Rohatsch,Meyer,Suchomski.

SBR: Häusler,(Haase) – Dalmao,Rohner,Gegenfurtner,P.Senger,Metcalf,Peters – Hilger,Smith,Snowden,Gottwald,Schneider,Kofler,Wenzel,Stiebinger,Weismann,Schütz,Bucheli.
Autor: os - Kommentare (0) - 14.12.2007 um 23:32

Fanstammtisch in Otto´s Sportspub
Der Fanstammtisch in Otto´s Sportspub am kommenden Montag (17.12.2007) wird um 19 Uhr beginnen.
Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 14.12.2007 um 02:54

Dezimiert gegen die Starbulls Rosenheim
Eine schwere Aufgabe vor heimischem Publikum erwartet am morgigen Freitag (14.12.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) die EC Hannover Indians, deren Personalsituation weiterhin angespannt ist. Beim Kräftemessen des Vierten der Eishockey-Oberliga Nord (44 Punkte) gegen die Starbulls Rosenheim, die mit 47 Zählern Fünfter der Süd-Staffel sind, müssen die Hausherren auf vier Stammspieler verzichten. Torhüter Roman Kondelik (Fingerbruch) kann gegen den bayerischen Traditionsclub genauso wenig mitwirken wie Abwehrspieler Michael Dahms (Innenband) sowie die Stürmer Jan Welke (Hüftprobleme) und Bryan Phillips (Leistenoperation). Hinzu kommt der Langzeitverletzte Steve Slaton, während bei Sebastian Deml (grippaler Infekt) und Seppi Staltmayr, der sich in Füssen eine Gehirnerschütterung zuzog, der Einsatz zumindest fraglich ist.


Keine guten Rahmenbedingungen also für das Aufeinandertreffen mit dem früheren DEL-Club Rosenheim, der seinerseits allerdings auch einige Ausfälle zu verkraften hat. So muss Headcoach Markus Berwanger auf Stürmer Robert Schopf aufgrund eines Armbruchs verzichten. Der 18-Jährige Anton Bernard bestreitet am Wochenende ein Länderspiel für sein Heimatland Italien und steht den Starbulls daher nicht zur Verfügung.

Dennoch können die Gäste ein starkes Team ins Rennen schicken, das vorbildlich die Verbindung zwischen Routine und jugendlichem Elan schafft. Auf der einen Seite Rosenheimer Haudegen wie Patrick Senger, Mondi Hilger und Andi Schneider, die teilweise sogar in der DEL jahrelang erfolgreich ihren Mann standen – Senger auch bei den Hannover Scorpions -, auf der anderen Seite junge Cracks aus dem eigenen Talentschuppen, die problemlos den Sprung vom Nachwuchs- in den Profibereich geschafft haben. Hierzu gehören beispielsweise Stephan Stiebinger oder Simon Wenzel.


Auch zwischen den Pfosten stimmt die Mischung bei den Starbulls. Oliver Häusler, seit 2003 wieder für die Starbulls auf dem Eis und mit seinem Heimatclub 1994/95 und 1997/98 18-mal in der DEL auf dem Eis, kann an guten Tagen Spiele alleine entscheiden. Zudem sammelte der 32-jährige Routinier auch bei Stationen in Geretsried und Bad Aibling reichlich Oberliga-Erfahrung und spielte zwischen 1995 und 1997 für die Blue Devils aus Weiden in der damaligen Oberliga-Süd. Der 26 Jahre alte Robert Haase lief bis auf ein Intermezzo in Geretsried in der Bayernliga seit 2000 immer für seinen Stammverein, die Starbulls auf – in allen Klassen von der bayerischen Bezirksliga bis zur DEL. Dabei hat er bewiesen, dass im Ernstfall auf ihn Verlass ist und er bedenkenlos eingesetzt werden kann. Heuer kann Haase allerdings erst einen Oberliga-Einsatz für sich verbuchen, zu konstant sind momentan die Leistungen Oliver Häuslers.


Der Defensivverbund der Rosenheimer wird geprägt von starken Kontingentspielern und routinierten Rückkehrern, die wie Patrick Senger ihre Eishockeykarriere in Rosenheim begannen und nun wieder für ihren Stammverein auflaufen. Topscorer unter den Verteidigern – und nach Punkten fünftbester Verteidiger der gesamten Oberliga – ist Duncan Dalmao. Der Kanadier, im Vorjahr noch für Basingstoke Bison in Großbritannien aktiv, bringt es nach 24 Matches auf 29 Scorerpunkte (fünf Tore). So ist es auch sein Verdienst, dass Rosenheim mit einer Erfolgsquote 22,49 Prozent momentan das fünftbeste Powerplay aller Oberligisten hat, während der ECH mit einer Quote von 20,79 Prozent auf Rang neun steht.

Weitere Schlüsselfiguren der Abwehr sind der Ex-Tölzer Michael Rohner, Allrounder Andi Schneider – der frühere Bietigheimer kann auch im Sturm eingesetzt werden – und der erst vor der Saison von den Pensacola Ice Pilots aus der ECHL nach Rosenheim gekommene Nate Metcalfe. Gemeinsam mit dem früher für die Hannover Scorpions spielenden Patrick Senger – auch er kann im Bedarfsfall im Sturm spielen – und dem schon für Heilbronn, Essen und Bad Tölz in der 2. Bundesliga aktiven Christian Gegenfurtner bildet der US-Amerikaner Metcalfe ein routiniertes und versiertes Abwehrgerüst. Eher der jungen Garde zuzurechnen sind hingegen Nikolaus Senger und Maximilian Peters, die als Eigengewächse mit gerade einmal 18 Jahren bereits gezeigt haben, wie gut sie in der Oberliga zurecht kommen und viel Potential besitzen.


Im Sturm kann SBR-Trainer Markus Berwanger auf die Dienste eines Routiniers bauen, um den ihn wohl die halbe Liga beneidet: Raimond „Mondi“ Hilger. Der mittlerweile 42 Jahre alte Ex-Nationalspieler, der 1993/94 mit dem EC Hedos München Deutscher Meister wurde und auch danach für die Starbulls und die München Barons lange in der höchsten Deutschen Spielklasse aktiv war, erlebt seinen x-ten Frühling und ist mit 21 Zählern (10 Tore) aus 24 Spielen drittbester Rosenheimer Scorer 2007/08.

Übertroffen wird er nur von Rückkehrer Ryan Smith, der nach dem Abgang von Phil Aucoin nach einem Gastspiel in Belfast an die Mangfall zurückkehrte und in 15 Spielen bereits wieder 25 Scorerpunkte (sieben Tore) gesammelt hat. Die Vorsaison begann der 34-jährige „Old School Hockey Player“ aus Kanada bei den Ratinger Ice Aliens, wo er in zwölf Spielen 17 Punkte sammelte (sieben Tore). Nach der Insolvenz der Außerirdischen zog es Smyth gen Süden nach Rosenheim. Dort absolvierte der Stürmer noch 22 Spiele, bei denen er zwölfmal ins Schwarze traf und 27 Treffer vorbereitete.

Mit Abstand treffsicherster Rosenheimer ist jedoch John Snowden. Der Amerikaner von den Reading Royals, neben Defender Dalmao der zweite Übersee-Import direkt aus der ECHL führt die teaminterne Scorerwertung mit 18 Toren und 20 Vorlagen aus 26 Spielen an. Ligaweit beschert ihm dies Rang 17 bei den Topscorern. Doch nicht nur die Ausländerpositionen sind in Rosenheim hochkarätig besetzt. Zu jungen Talenten wie Simon Wenzel, Stefan Stiebinger und Daniel Bucheli gesellen sich noch etliche erfahrene Deutsche, die dafür sorgen, dass die Süddeutschen schwer auszurechnen sind.

Allen voran Manuel Kofler, der seit 2001 ununterbrochen in der DEL spielte (über 250 Einsätze für München, Iserlohn, Hamburg und zuletzt die Augsburger Panther) und nach der Rückkehr zu seinem Heimatclub in 17 Oberliga-Spielen neun Punkte (vier Tore) erzielen konnte. Gemeinsam mit dem früheren Heilbronner Stephan Gottwald, dem Ex-Regensburger Paul Weismann und „Aufsteiger“ Markus Schütz, den es von den Tower Stars Ravensburg nach dem Sprung in die 2. Bundesliga zurück in die Heimat zog, soll der Hüne Kofler (1,92 m/93 kg) die Starbulls in die Play-offs führen.


Auf dem Weg dorthin möchten die EC Hannover Indians morgen freilich zum Stolperstein werden, was jedoch sehr schwer wird. Angesichts der Verletzungssorgen des ECH müssen die verbliebenen Cracks bis an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus gehen, um Rosenheim Paroli bieten zu können. Nur wenn es gelingt, die Chancenverwertung gegenüber den letzten Spielen deutlich zu verbessern und unnötige Strafzeiten zu vermeiden, ist für die Großstadtindianer von Trainer Joe West in der von Hauptschiedsrichter Sven Fischer (Hamburger SV) geleiteten Partie gegen die Starbulls Rosenheim eine Überraschung möglich.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 13.12.2007 um 17:55

Montag Fanstammtisch in Ottos Sportspub
Am kommenden Montag (17.12.2007) findet in Otto´s Sportspub der nächste Fanstammtisch der EC Hannover Indians statt.

Welche Gäste neben Geschäftsführer Peter Bertrang noch dabei sein werden, wird am Freitag bekannt gegeben.
Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 13.12.2007 um 13:58

Indians kassieren 3:8 in Füssen
InfoDem Kräfteverschleiß und Ausfall diverser Stammspieler Tribut zollen mussten am Sonntagabend die EC Hannover Indians. Beim Altmeister EV Füssen setzte es für das dezimierte Team von Headcoach Joe West – Torhüter Roman Kondelik fiel ebenso verletzt aus wie die Verteidiger Michael Dahms, Steve Slaton und die Angreifer Bryan Phillips, Marian Rohatsch, Jan Welke und Sebastian Deml, hinzu gesellte sich im Laufe des Spiels noch Abwehrrecke Seppi Staltmayr – eine unerwartet deutliche 3:8 (1:2, 0:1, 2:5)-Niederlage. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Rostock und Weiden fielen die Großstadtindianer damit auf Tabellenplatz vier der Eishockey-Oberliga Nord (44 Punkte) zurück.


Im ersten Durchgang im Allgäu konnte der ECH das Spiel noch offen gestalten. In den ersten Minuten hatten die Großstadtindianer die besseren Möglichkeiten auf ihrer Seite, konnten wie in den Spielen zuvor aber selbst beste Torchancen nicht erfolgreich nutzen. Gerade als Hannover eine Unterzahl überstanden hatte, bestrafte Füssens Routinier Eric Nadeau diese Nachlässigkeit und brachte seine Farben in Front (5.). Die Indians zeigten sich dadurch jedoch unbeeindruckt und kamen immer wieder zu hochkarätigen Möglichkeiten. Der Ausgleich sollte jedoch erst in Spielminute 12 gelingen, als Jamie Chamberlain in Überzahl einen Füssener Abwehrfehler eiskalt auszunutzen verstand. Auch im Anschluss machten die Gäste das Spiel, Tore gab es allerdings nur für die Füssener Fans unter den 671 Zuschauern zu bejubeln. Defender Nick Anderson besorgte in der 17. Spielminute das 2:1 für den EVF, das zugleich den Stand nach dem ersten Drittel darstellte.


Zu Beginn des zweiten Drittels wirkte Füssen entschlossener und erspielte sich etliche gute Möglichkeiten, doch der hellwache Sandro Agricola im Tor des ECH wusste eine höhere Führung der Gastgeber zunächst zu verhindern. Gegen Andrej Naumanns Schlenzer in die kurze Ecke (26.) war allerdings auch der Youngster im Indians-Tor machtlos, so dass die Gäste aus Niedersachsen fortan einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten. Der ECH ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und überstand mit vereinten Kräften auch eine Füssener Drangphase nach rund der Hälfte der Spielzeit unbeschadet. Je näher das Drittel seinem Ende kam, desto stärker wurde Hannover. So verpasste Kyle Doyle in der 40. Spielminute mit einem satten Schuss an den Pfosten den möglichen und verdienten Anschlusstreffer für die Gäste.

Schon zuvor hatte der ECH einen weiteren Nackenschlag wegstecken müssen: Kapitän Seppi Staltmayr wurde nach einem ungeahndeten Füssener Stockstich benommen vom Eis geführt und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die erste Diagnose lautete Verdacht auf Gehirnerschütterung und es steht zu hoffen, dass sich der Routinier, dem wir an dieser Stelle baldige Genesung wünschen, keine schwerwiegendere Verletzung zugezogen hat.


Nach Staltmayrs Ausfall startete der ECH weiter dezimiert ins letzte Drittel, war aber nach wie vor gewillt, die Partie umzubiegen. Dies gelang zunächst auch gut, denn erneut Jamie Chamberlain konnte Füssens Goalie André Irrgang in der 45. Minute überwinden – nur noch 2:3 aus Sicht der Indians. Der Jubel der Blau-Weiß-Roten war jedoch noch nicht richtig verklungen, als Eric Nadeau für Füssen wiederum erfolgreich war und praktisch im Gegenzug erneut für die Gastgeber traf. Nach 46 gespielten Minuten war der alte Zwei-Tore-Abstand zugunsten des EVF also wieder hergestellt.

Je länger die Partie nun dauerte, desto mehr schwanden dem ersatzgeschwächten ECH die Kräfte. In der 48. Minute besorgte Füssens Eric Nadeau mit dem 5:2 die Vorentscheidung, doch Hannover gab sich noch nicht geschlagen. Wiederum im Powerplay gelang Jamie Chamberlain nach 52 Minuten der dritte Hannoveraner Treffer. In der nun folgenden Schlussphase musste Hannovers Torhüter Andreas Jenike – er hatte Sandro Agricola nach 46 Minuten abgelöst – noch drei Mal hinter sich greifen: Füssens Nick Anderson per Doppelschlag (54./59.) und Tom Fiedler (55.) schraubten das Ergebnis auf 8:3 aus Sicht der Gastgeber, was zugleich die höchste – und um mindestens zwei Tore zu hoch ausgefallene – Saisonniederlage der EC Hannover Indians bedeutete.



Bis zum nächsten schweren Heimauftritt gegen die Starbulls Rosenheim am Pferdeturm (14.12.2007, 20.00 Uhr) steht für die EC Hannover Indians vor allem zu hoffen, dass sich die prekäre Personalsituation zumindest ein wenig entspannt. Darüber hinaus wird sicher an der Chancenverwertung gearbeitet zu werden, um möglichst schnell wieder in die Erfolgsspur zurückkehren zu können.



EV Füssen – EC Hannover Indians 8:3 (2:1, 1:0, 5:2)
Tore: 1:0 (04:06) Eric Nadeau (Florian Häfele, Tom Fiedler), 1:1 (11:04) Jamie Chamberlain (Kyle Doyle, Peter Baumgartner) 6-5, 2:1 (16:03) Nick Anderson (Markus Vaitl), 3:1 (25:14) Andrej Naumann (Robert Scharpf, Raphael Rohwedder), 3:1 (44:22) Jamie Chamberlain (Fabian Krull, Dennis Meyer), 4:2 (45:02) Eric Nadeau (Christian Krötz, Florian Häfele), 5:2 (47:39) Eric Nadeau (Henri Virta, Tom Fiedler), 5:3 (51:28) Jamie Chamberlain (Kyle Doyle, Thomas Morrow) 5-4, 6:3 (53:17) Nick Anderson (Henri Virta, Christian Krötz) 4-3, 7:3 (54:27) Tom Fiedler (Florian Häfele, Florian Bindl) 4-4, 8:3 (58:26) Nick Anderson (Matthias Ziegler, Sebastian Eickmann)

Strafminuten: EV Füssen 12, EC Hannover Indians 12 + 10 Disziplinarstrafe gegen Thomas Morrow
Zuschauer: 671
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.12.2007 um 00:50

Liveticker
Einen Liveticker vom Spiel in Füssen gibt es heute ab 18 Uhr unter http://www.ech-liveticker.de
Autor: Manitu - Kommentare (0) - 09.12.2007 um 17:11

Indianer-Gastspiel in Füssen
Nach der 3:5-Heimniederlage am Freitag gegen Nord-Spitzenreiter Dresden, bei der sich die EC Hannover Indians teuer verkauft haben, aber aufgrund mangelnder Chancenverwertung um ein besseres Ergebnis gebracht wurden, reisen die Schützlinge von Trainer Joe West am morgigen Sonntag (09.12.2007, 18.00 Uhr) zum derzeit torgefährlichsten Team der gesamten Oberliga. Beim EV Füssen (115 Treffer in 23 Partien) wird Schwerstarbeit auf die Defensive der Großstadtindianer um Thomas Morrow, Seppi Staltmayr und Peter Baumgartner zukommen.


Dass die Leopards aus dem Allgäu die durchschlagskräftigste Offensive aller 19 Oberligisten besitzen, ist vor allem zwei Akteuren zu verdanken: Eric Nadeau und Garrett Festerling. Der 33-jährige Franko-Kanadier Nadeau, seit 2004 in Füssen und zuvor vier Spielzeiten für die Kemptener Eisbären aktiv, ist momentan Topscorer seines Clubs und hat nach 21 absolvierten Partien 49 Punkte (19 Tore) gesammelt. Die Vorlagen des Routiniers finden meist einen dankbaren Abnehmer in seinem Landsmann Garrett Festerling. Der 21 Jahre alte Angreifer, der erst während der Saison in den Königswinkel kam und im Vorjahr für die Regina Pats in der WHL und die Oklahoma City Blazers in der CHL auflief, hat voll eingeschlagen und brachte es in 17 Matches für den EVF auf 48 Punkte (20 Tore). Damit hat Festerling nicht nur den enttäuschenden Jason Weitzel, für den die Position im Angriff des Altmeisters ursprünglich vorgesehen war, vergessen lassen, sondern sich gemeinsam mit Teamkollege Nadeau auch die Positionen fünf und vier der Topscorer-Wertung der Oberliga gesichert. Allerdings zog sich Festerling kürzlich einen Bruch des großen Zehs zu, als ihn beim Füssener 6:4-Coup beim EHC Klostersee ein Puck am Fuß traf. Aus diesem Grund fehlt der Stürmer morgen gegen den ECH.

Dessen ungeachtet hat Füssen eine starke Angriffsabteilung, schließlich können nicht nur Festerling und Nadeau Tore schießen. An der geballten Offensivpower des Tabellensiebten der Oberliga Süd (36 Punkte) hat auch der ukrainische Puckkünstler Ruslan Bezshchasnyy gehörigen Anteil. Der 28 Jahre alte Angreifer glänzt mit 23 Assists aus genauso vielen Partien vor allem als Vorbereiter, ist nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe beim 5:1-Sieg der Füssener in Erfurt am Freitag gegen Hannover allerdings gesperrt. Mit dem früheren Ravensburger Andrej Naumann und dem Ex-Berliner Tom Fiedler, der zuletzt in der 2. Bundesliga beim ETC Crimmitschau spielte, hat EVF-Coach Dave Rich jedoch weitere Akteure in seinem Kader, die durchaus einen „Scoring Touch“ besitzen und für – mitunter entscheidende – Treffer gut sind. Hinzu kommen in Füssen schon traditionell Nachwuchsakteure aus der heimischen Talentschmiede, die wie Florian Häfele, Markus Vaitl oder Johannes Mayr schon bewiesen haben, dass sie in der Oberliga verlässliche Stützen sind.


Tragende Säulen in der Abwehr der Allgäuer sind zwei Kontingentspieler: Henri Virta und Nick Anderson. Der 24 Jahre alte Finne Virta – jüngerer Bruder des mittlerweile in Freiburg spielenden Turo Virta – ist mit 36 Punkten (11 Tore) nicht nur punktbester Defender seines Teams, sondern nach Punkten auch bester Verteidiger der gesamten Liga. Sein Teamkamerad Nick Anderson aus Kanada hat zwar insgesamt zehn Zähler weniger (25) auf seinem Konto, aber genau so viele Tore erzielt wie Virta. So rangiert der Rechtsschütze auf Rang sieben der Verteidigerwertung der Oberliga.

Während dieses Duo also vorrangig für die offensiven Impulse im Spielaufbau verantwortlich ist, haben die Eigengewächse Christian Krötz, Florian Bindl und Routinier Robert Scharpf eher defensive Aufgaben. Für körperlich robustes Spiel steht der Ex-Stuttgarter Markus Wartosch, der ebenfalls dem Füssener Nachwuchs entstammt und gemeinsam mit etlichen Youngsters aus dem eigenen Talentschuppen die Abwehrriege des EVF komplett macht. Einer der jungen Cracks, der erst 17 Jahre alte Leopold Prantl, wird gegen die Großstadtindianer allerdings zuschauen müssen. Den Verteidiger zwingt eine Hüftverletzung zur Pause.


Bis auf Prantl, Festerling und Bezshchasnyy hat Füssens Trainer Dave Rich jedoch seine Bestbesetzung zur Verfügung und kann auch zwischen den Pfosten auf ein ausgeglichenes und eingespieltes Duo vertrauen: André Irrgang und Christian Krüger. Beide haben jeweils zwölf Spiele absolviert, so dass man gespannt sein darf, wer gegen die Indians den Vorzug erhält. Während der 29 Jahre alte André Irrgang den Leopards bereits seit 1999 die Treue hält – der Linksfänger spielte zuvor in Weißwasser – und 2007/08 gegen die Eisbären Juniors Berlin bereits einen Shut-out verbuchen konnte, spielt Christian Krüger erst seit dieser Spielzeit wieder in Füssen. Zuletzt war der 24-jährige Rückkehrer, der zwischen 2002 und 2004 schon einmal am Füssener Kobelhang spielte, bei den Schwenninger Wild Wings in der 2. Bundesliga im Einsatz. Zweitliga-Erfahrung konnte Krüger auch in Bietigheim sammeln, zudem hat er insgesamt 22 DEL-Einsätze für Hamburg, Nürnberg und die Berlin Capitals absolviert.



So stellen die Leopards des EV Füssen mit ihrer starken Offensive morgen eine hohe Hürde für die EC Hannover Indians dar, zumal mit Bryan Phillips, Roman Kondelik, Jan Welke und Michael Dahms weiterhin vier Akteure verletzt ausfallen. Um dennoch erfolgreich sein zu können, müssen die Großstadtindianer – zusätzlich noch ohne den Langzeitverletzten Steve Slaton – wie schon beim 5:3-Hinspielsieg am Pferdeturm im Oktober kompromisslos und engagiert in die Zweikämpfe, um Füssen nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Können Ryan Huddy, Jamie Chamberlain und die übrigen Angreifer der Blau-Weiß-Roten zudem die herausgespielten Torchancen besser nutzen als noch gegen Dresden, haben die Indianer - mit 44 Zählern momentan auf Position zwei der Oberliga Nord rangierend - alle Trümpfe auf ihrer Seite, die von Hauptschiedsrichter Franz-Josef Trainer (EHC Bad Aibling) geleitete Partie für sich zu entscheiden.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 08.12.2007 um 23:46

Viel versucht, aber Eislöwen cleverer
InfoSchon Heimniederlage Nummer vier quittieren mussten am Freitag Abend die EC Hannover Indians gegen die Dresdner Eislöwen. Beim 3:5 (0:3,2:1,1:1) gegen den alten Oberligarivalen aus den Jahren 1999-2005 verdienten sich die Gastgeber gegen den abgezockteren Gast dennoch ein Lob für ihren nimmermüden Kampfgeist, denn wieder einmal war eine ECH-Partie auch nach einem zwischenzeitlichen 0:3 noch lange nicht entschieden.

Nur eine Woche nach dem Vergleich mit Südprimus Tölzer Löwen stand für die Indians gegen den klaren Nordfavoriten Dresdner Eislöwen der zweite `Zahltag` ins Haus. Über 3500 Zuschauer sorgten 60 Minuten lang für eine tolle Stimmung, wozu auch die Partie beitragen sollte, denn acht Tage nach dem Taktikfestival hieß es gegen die Sachsen in alter Tradition `Visier hoch und los`. Wie in den meisten der bisher absolvierten 32 Aufeinandertreffen sollte es auch am Abend kein langes Abtasten geben, die Indians, bei denen Neuzugang Kevin Du Reihe zwei um R. Huddy und J. Anderson als Center führte, brannten tolle fünf Anfangsminuten ab, konnten aber wie schon so häufig in den letzten Wochen tolle Einschusschancen nicht verwerten und fanden immer wieder ihren Meister in Eislöwenkeeper M. Marik. Die Eislöwen kamen nach fünf, sechs Minuten zu ersten eigenen Angriffen, hatten allerdings weiterhin ihr Augenmerk auf die Defensive zu legen, in der es insbesondere brannte, wenn K. Du und der auf der Außenposition gleich wieder etwas stärker wirkende R. Huddy zusammen wirbelten. Der Neu-Indianer war sofort präsent, zeigte sich stark am Bullypunkt, läuferisch exzellent und mit schneller Auffassungsgabe, auch spielerisch passte es mit seinen linemates auf Anhieb.
Unter dem Strich jedoch zählen nur Tore und die so unglaublich erfahrene (über 500 DEL-Partien, rund 1400 Zweitligaspiele) Eislöwenmannschaft zeigte sich von allem hannoverschen Wirbel unbeeindruckt, brauchte selbst für Torerfolge nur minimalen Aufwand: dreimal wurde die Scheibe zwischen Minute 12 und Minute 20 vor den ECH-Kasten gespielt, dreimal schlug es hinter S. Agricola ein – M. Guggemos, R. Weilert und K. Gardner in Überzahl sorgten auf den Rängen für einen Schock, die eigentlich prima spielenden Indians lagen bei 20:00 scheinbar rettungslos im Hintertreffen.

Mit bewundernswerter Moral betraten die Hannover Indians die Eisfläche für den zweiten Durchgang und versuchten weiter unermüdlich Gästekeeper M. Marik zu überwinden. Alle optische Überlegenheit sollte jedoch erst in Minute 30 fruchten, als S. Breiter in einer 4:4-Situation einen beherzten Antritt hinlegte und D. Meyer bediente, der direkt verwandelte (30.). Die schon ab Minute 21 auf Ergebnisverwaltung spielenden Gäste hatten mit den nun noch einmal bewundernswert hochschaltenden Indians in den folgenden Minuten ihre liebe Müh und Not, doch bewahrte die ohne A. Carciola und M. Rohde angetretenen Eislöwen ihr großartiges penalty-killing vor einem durchaus möglichen Kippen der Partie. Aus fünf Überzahlspielen am Stück resultierte für Hannover lediglich das 2:3-Anschlußtor, das T. Morrow bei 5:3-PP per Direktschuss von der blauen Linie erzielen konnte (38.).
Kaum komplett zogen die Gäste sofort wieder etwas an, arbeiteten Dank ihrer individuellen Klasse ihrerseits ein 5:3-Überzahlspiel heraus und spielten dieses in Blitzmanier zum vorentscheidenden 2:4 aus, als D. Musial einen Agricola-Rebound sicher verwerten konnte (40.).

Auch Abschnitt drei sollte spektakulär verlaufen. Gerade als eine weitere Eislöwen-Strafe abgelaufen war, stellte K. Doyle mit einem tollen Schlagschuss auf 3:4 (43.) – ein symbolisches Bild des unbedingten Willens Hannovers, denn nicht nur im Überzahlspiel zuvor war dem Kanadier das ein oder andere vermeintlich leichte Anspiel misslungen, doch ohne zu resignieren ging der Indians-Topscorer voran und brachte den Gastgeber wieder für kurze Zeit ins Spiel zurück. Noch bevor Hannover jedoch den Gästekasten weiter in Verlegenheit bringen konnte, schlug der Tabellenführer wieder eindrucksvoll zurück. Nach einem Bully im eigenen Drittel zelebrierten K. Gardner und D. Musial ihre Klasse mit einem Galakonter und sorgten mit dem 3:5 für die vermeintlich endgültige Entscheidung (48.), die der ECH immer noch nicht akzeptieren wollte. Alleine die drei 1:1-Situationen von K. Doyle, R. Huddy und J. Chamberlain, die alle alleine vor Eislöwenhexer M. Marik ihren Meister im tschechischen Torsteher fanden, hätten zwingend weitere Tore bringen müssen, beiden Teams unterliefen nun defensiv einige Stellungsfehler, was auf das zweite Drittel zurückzuführen war, als beide Teams über lange Zeit aufgrund pausenloser Über- und Unterzahl lediglich mit zweieinhalb Reihen gespielt hatten. Die Zuschauer freilich fanden Gefallen am pausenlosen Auf und Ab auf dem Eis, der ECH jedoch sollte auch in einer finalen 6:4-Situation nicht noch einmal verkürzen können, ein Schuss an den Innenpfosten des leeren Tores hätte vielmehr beinahe noch das 3:6 gebracht (60.).

Fazit: auch wenn Indianer auf Eislöwen trafen, der Vergleich zweier Hunde umschreibt das Spiel am Abend besser. Hier das wuselig lebhafte Jungtier aus Hannover, das mit seinem Spieltrieb und seiner Begeisterung aber auch einer Spur Naivität Sympathien auf den Rängen sammelte, dort der betagte und erfahrene Veteran aus Dresden, der auf einen sicheren Keeper aufbauend nur dann den Kopf hob, wenn es ums Fressen (sprich: Tore) ging.
Es bleibt zu hoffen, das die Hannover Indians ihre ungemein kraftraubende Aufholjagd nicht mit einem weiteren Rückschlag am Sonntag in Füssen werden bezahlen müssen. Den Dresdner Eislöwen kann beinahe zur Hälfte der Oberligarunde wohl bereits zu Platz 1 im Norden gratuliert werden. Einen Vorsprung von elf Punkten plus Nauheimheimspiel in der Hinterhand dürfte sich die clevere Truppe aus Sachsen nicht mehr nehmen lassen, schon am Sonntag dürfte der nächste Heimsieg in der Eisarena gegen den EC Peiting winken.


Fr.,7.12.07:
Hannover Indians – Dresdner Eislöwen
3:5
(0:3,2:1,1:1)

Tore: 0:1 (12.) Guggemos, 0:2 (16.) Weilert, 0:3 (20.) Gardner 5-4, 1:3 (30.) Meyer 5 4-4, 2:3 (38.) Morrow 3 5-3, 2:4 (40.) Musial 5-3, 3:4 (44.) Doyle 17, 3:5 (48.) Musial.

Strfm.: ECH 18 – DDE 30

Zusch.: 3507

HSR: Seckler

Top(+): Wie sooft ist die Moral der Hannover Indians positiv zu erwähnen. Auch das Fehlen eines kompletten Blocks hinderte den ECH am Abend nicht daran, den bei 20:00 noch geschockten Anhängern noch eine tolle Partie zu liefen. Darüber hinaus ist das Debut von K. Du als gelungen zu bezeichnen.

Flop(-): `Hoffentlich hebt der Schiedsrichter den Arm` - als Indiansfan muss man diesen ungewöhnlichen Gedanken 07/08 wohl häufiger haben, denn dass Hannover nach 24 Spielen überhaupt einen Play-Off-Platz belegt, das liegt fast ausschließlich an den tollen special teams. Heißt es allerdings 4:4, oder, wie zumeist, 5:5 auf dem Eis, dann weist das Zahlenmaterial erschreckende Werte von 5:7, bzw. 42:50 Toren auf. Als Mitfavorit bei gleicher Spielerstärke nach 24 Partien so deutlich im Minus, das kann nicht der Anspruch der Hannover Indians sein.

GWG: D. Musial (40.)

Beste Akteure: D. Meyer, K. Du - M. Marik, K. Gardner


ECH: Agricola,(Jenike) – Morrow,Engel,Staltmayr,Baumgartner,Thomson,Sondermann – Chamberlain,Doyle,Breiter,Huddy,Du,Anderson,Suchomski,Meyer,Rohatsch,Krull.

DDE: Marik,(Pascha) – Zajac,Weilert,Lundmark,Linke,Maier,Stolikowski – Musial,Sikora,Gardner,Schmerda,Cermak,Hruby,Guggemos,Vit,Glück,Mikesz,Pipp.
Autor: os - Kommentare (0) - 08.12.2007 um 00:00

Mit Du ins Top-Duell gegen Dresden
Am Freitag blickt die Eishockey-Oberliga gespannt nach Hannover. Die gastgebenden EC Hannover Indians, mit 44 Zählern aktuell Zweiter der Gruppe Nord, empfangen die Dresdner Eislöwen zum Spitzenspiel in Deutschlands dritthöchster Spielklasse (07.12.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover). Die Gäste aus Sachsen haben 52 Punkte auf ihrem Konto und belegen damit nicht nur souverän Rang eins im Norden, sondern untermauern auch ihren Anspruch auf eine sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga.



Auf dem Weg dorthin möchte der ECH allerdings zum Stolperstein werden und wie schon im Hinspiel, das 3:2 nach Verlängerung an die Eislöwen ging, punkten. Erstmals wird dabei Neuzugang Kevin Du mit der Rückennummer 72 für die Indians auflaufen. Der 22-jährige Kanadier kam zuletzt in neun Spielen für die Wheeling Nailers in der ECHL auf fünf Scorerpunkte (ein Tor). Zuvor spielte der rechts schießende Angreifer, der vietnamesischer Abstammung ist, vier Spielzeiten für Harvard University in der NCAA. 2006/07 konnte er dort in 33 Spielen 25 Punkte (fünf Tore) bei 27 Strafminuten für sich verbuchen.

Trotz der Neuverpflichtung - Du erhält zunächst einen Probevertrag - wird das Match gegen Dresden aber eine schwere Aufgabe für Seppi Staltmayr, Kyle Doyle und Co., kann doch Dresdens neuer Trainer Marian Hurtik eine routinierte Truppe ins Rennen schicken, die aufgrund ihrer Ausgeglichenheit neben den Tölzer Löwen wohl „der“ große Aufstiegsfavorit ist.


Hochkarätig sind bereits die Torhüterpositionen besetzt. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten in der Vorbereitung hat sich Michal Marik, vor der laufenden Spielzeit vom norwegischen Club Stjernen Hockey an die Elbe gewechselt, als ganz starker Rückhalt erwiesen. Dies belegt die Statistik des 32-jährigen Tschechen, der in seinem Heimatland zuletzt 2006/07 auch für den Erstligisten Mlada Boleslav spielte und zwei Jahre zuvor auch einmal beim HC Litvinov in der Extraliga zum Einsatz kam. Mit einem Gegentorschnitt von 2,49 pro Partie rangiert Marik nach 19 Matches ligaweit auf Rang sieben, sein Shut-out-Wert von drei Spielen ohne Gegentor weist ihn als Besten in dieser Disziplin aus.

Dem steht Norbert Pascha, nominell die Nummer zwei der Gäste, kaum nach. Der frühere Bayreuther hat nicht nur in seiner Zeit in Dresden (seit 2003) bewiesen, dass er zu den stärksten deutschen Keepern der Oberliga gehört. Dies untermauert der 26-Jährige derzeit mit einem Wert von 1,42 Gegentoren pro Match, der ihm nach fünf Partien Rang vier in der ligaweiten Statistik einbringt. So kann Dresden auf zwei Torhüter bauen, die gerade in dieser Kombination zum Stärksten gehören, was die gesamte Oberliga zu bieten hat.


Die Ausgeglichenheit der Defensive setzt sich bei den Verteidigern fort. Herausragender Akteur ist momentan der Ex-Peitinger Jason Lundmark. Der 24 Jahre alte Kanadier bringt mit 1,93 Meter Körpergröße nicht nur Gardemaß in die Abwehr, sondern glänzt mit 28 Punkten (12 Tore) in 22 Spielen auch als Aktivposten für Powerplay und Spielaufbau (und ist zugleich nach Punkten viertbester Defender der gesamten Oberliga). In diese Kategorie fällt auch Roman Weilert. Der frühere Heilbronner, der zuvor in Regensburg und der Lausitz lange Jahre Zweitliga-Erfahrung sammeln konnte, hat bereits fünf Tore erzielt und in 21 Partien 13 weitere vorbereitet.

Nach durchwachsenem Beginn konnte sich der Slowake Martin Zajac, der vom Extraligisten HK 36 Skalica im Sommer 2007 aus seinem Heimatland nach Dresden kam, auf hohem Niveau in seinen Leistungen stabilisieren. Mit 17 Scorerpunkten (sieben Tore) leistet der 26-Jährige einen wichtigen Beitrag zur Offensivkraft der Dresdner Hintermannschaft. Vorrangig defensive Aufgaben hat hingegen der frühere Weißwasseraner Marcel Linke, der seit 2005 für Dresden aufs Eis geht und in dieser Spielzeit bislang 13 Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte (drei Tore in 22 Matches). Vervollständigt wird der Eislöwen-Defensivverbund von Tobias Stolikowski (sieben Scorerpunkte, davon ein Treffer, in 14 Spielen) und Youngster Andreas Maier (20 Jahre, 22 Spiele, vier Vorlagen), die im abgelaufenen Spieljahr noch gemeinsam mit Roman Weilert für die Heilbronner Falken aufliefen und dort wichtige Eckpfeiler in dem Team waren, das den Aufstieg in die 2. Bundsliga schaffte. Von ihrer Erfahrung wollen nun auch die Elbstädter profitieren, deren letzte Stelle in der Abwehr mit Martin Hamann besetzt ist. Der letztjährige Kaufbeurer konnte aufgrund einer langwierigen Verletzung bislang jedoch erst ein Saisonspiel absolvieren und muss erst wieder zu seiner Form finden. Dennoch ist die Eislöwen-Defensive gut bestückt und zeichnet sich auch dadurch aus, dass über die einzelnen Positionen hinweg kaum ein Leistungsgefälle sichtbar ist.


Dies trifft auch auf den Sturm der Gäste zu. Zwar rangiert Topscorer Kevin Gardner, letztes Jahr noch für den EV Füssen aktiv und bei den Oberliga-Topscorern auf Platz sieben zu finden, mit 42 Punkten (davon 15 Tore) aus 22 Spielen klar vor Petr Sikora. Der Tscheche, zuletzt für den SC Riessersee am Puck und zwischen 2001 und 2006 schon einmal für die Eislöwen im Einsatz, kann nach 22 Matches 36 Punkte (neun Tore) vorweisen, doch haben insgesamt sechs Angreifer aus Dresden bereits 15 oder mehr Scorerpunkte erzielt – beim ECH ist dies erst fünf Stürmern gelungen. Neben Gardner und Sikora bauen die Dresdner vor allem auf die Treffer des Ex-Wolfsburgers David Musial, der 2004/05 mit den Grizzly Adams noch in der DEL spielte. In der laufenden Saison, seiner dritten im Dresdner Dress, hat der 32 Jahre alte Angreifer in 22 Spielen zwölfmal selbst getroffen und 17-mal die Scheibe für seine Mitspieler zum Torerfolg aufgelegt.

Besonderes Augenmerk wird der ECH am Freitag sicher Petr Hruby zukommen lassen. Der frühere Regensburger durfte sich im Hinspiel im Oktober über drei Tore freuen, womit er die Großstadtindianer in Dresden quasi im Alleingang auf die Verliererstraße schickte. Insgesamt kommt der 31-Jährige nach 21 Spielen auf eine Bilanz von zehn Toren und 16 Assists. Genauso viele Zähler, allerdings nur fünf Tore, hat David Cermak nach 22 gespielten Partien auf seinem Punktekonto. Mit 37 Jahren gehört der gebürtige Tscheche zu den erfahrensten Cracks der Eislöwen und kann in Deutschland auf Stationen in Regensburg, Crimmitschau, Schweinfurt, Hassfurt, Bayreuth und zuletzt wieder Regensburg zurückblicken.

Noch nicht ganz so weit herumgekommen, aber auch 15 Jahre jünger, ist Michael Schmerda. Vor seinem Engagement in Dresden spielte der Freiburger bei seinem Heimatclub in DEL und 2. Bundesliga. In der laufenden Saison stehen für ihn nach 22 Spielen neun Tore und sechs Assists zu Buche, so dass der Angreifer die Dresdner Riege der „15-Punkte-Stürmer“ komplettiert.

Ein besonderes Match wird die Partie am Pferdeturm sicher für Markus Rohde. Der 28-Jährige wechselte vor der Saison nach zwei Spielzeiten im Dress des ECH Richtung Dresden und wird gegen seine alten Teamkameraden voll motiviert sein – wie allerdings auch die verbliebenen Indians-Cracks im Duell mit ihrem früheren Mitspieler. Vervollständigt wird Dresdens Abteilung Attacke durch den bereits seit 2002 bei den Eislöwen aktiven Pavel Vit, den Ex-Selber Klilian Glück und Markus Guggemos, der in der vergangenen Spielzeit für die Zweitligisten Wolfsburg und Essen auflief.

Zudem gibt Eislöwen-Cheftrainer Marian Hurtik, der zuletzt zwei Jahre lang den Bayernligisten Pinguine Königsbrunn coachte und zwischen 1998 und 2000 Assistenztrainer des damals noch als Nürnberg Ice Tigers firmierenden DEL-Clubs Sinupret Ice Tigers war, auch zwei jungen Talenten die Chance, sich in der Oberliga zu präsentieren und endgültig durchzubeißen. Jiri Mikesz (zuletzt Eisbären Juniors Berlin/OL) und Erik Pipp (zuletzt ESV Kaufbeuren/2. BL), beide 20 Jahre alt, wollen in der Elbmetropole endgültig den Durchbruch zum Stammspieler schaffen. Verzichten müssen die Gäste beim Gastspiel in Hannover allerdings auf Adriano Carciola. Der Ex-Kasseler ist nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe, die er am Sonntag gegen Bad Tölz kassierte, gesperrt.



Ungeachtet dieses Ausfalls sind die Dresdner Eislöwen in allen Mannschaftsteilen ausgeglichen und hochkarätig besetzt. Die EC Hannover Indians werden am Freitag (geleitet wird die Partie von Hauptschiedsrichter Roland Seckler vom TuS Geretsried) also bis an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um dem Favoriten ein Bein stellen zu können. Gegen das zweitbeste Überzahlteam der Liga (Erfolgsquote 25,76 %, die Indians nehmen mit 21,74 % Rang sechs dieser Wertung ein) müssen die Niedersachsen – mit einer Penalty-Killing-Quote von 86,86 % ihrerseits zweitbestes Unterzahlteam (mit einer Quote von 87,88 % schneidet nur Dresden noch besser ab) – engagiert und clever in die Zweikämpfe gehen, um die starken Techniker aus der sächsischen Landeshauptstadt nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Zudem gilt es für die Schützlinge von Trainer Joe West, geduldig und mit möglichst geringer Fehlerquote zu agieren und unnötige Strafzeiten zu vermeiden. Schlagen die Großstadtindianer im entscheidenden Moment dann eiskalt zu und verwerten die voraussichtlich wenigen Torchancen konsequent, bestehen gute Aussichten auf einen stimmungsvollen Eishockey-Abend mit dem besseren Ende für die EC Hannover Indians.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 06.12.2007 um 13:43

Indians gewinnen in Erfurt
InfoNach drei Niederlagen endlich wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt sind am Sonntagabend die EC Hannover Indians. Der Tabellenzweite der Eishockey-Oberliga Nord setzte sich bei den Black Dragons des EHC Thüringen 4:2 (0:0, 3:1, 1:1) durch und hat nunmehr 44 Zähler auf seinem Konto.


Schon im ersten Drittel waren die Großstadtindianer, bei denen Sandro Agricola einmal mehr Roman Kondelik zwischen den Pfosten gut vertrat, das Team mit den größeren Spielanteilen. Da sich Dragons-Torhüter Kai Fischer jedoch mehrfach auszeichnen konnte und auch Sandro Agricola auf Seiten des ECH etliche gute Paraden zeigte, endeten die ersten 20 Minuten torlos.


Dafür begann das Mitteldrittel ganz nach dem Geschmack der Gäste aus Niedersachsen. Nur 52 Sekunden nach Wiederanpfiff war es Ryan Huddy, der nach Vorarbeit von Marian Rohatsch die Führung für die Indianer erzielte. Die Cracks von Trainer Joe West kamen nun immer besser ins Spiel und erspielte sich etliche hochkarätige Möglichkeiten, so dass das 2:0 durch Jamie Chamberlain in Überzahl nach 29 gespielten Minuten beinahe schon logische Konsequenz war. Erfurt zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, kämpfte weiter verbissen um seine Chance, ins Spiel zurück zu kommen und wurde nach 33 Minuten mit dem Anschlusstreffer durch Scott Corbett belohnt.

Die EC Hannover Indians waren jedoch auch anschließend hoch konzentriert und konterten im Stile einer Spitzenmannschaft. Kurz vor Ende des zweiten Abschnitts nutzte Josiah Anderson ein Powerplay und stellte mit dem 3:1 den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her, mit dem es auch ins Schlussdrittel ging.


Dort hielten die schwarzen Drachen aus Thüringen weiterhin gut dagegen und die Indians machten zu wenig aus ihren Möglichkeiten. So sollte noch einmal zittern angesagt sein, als Erfurts Defender Jamie Wright mit dem 3:2 seine Farben wieder ins Spiel brachte (51.). Hannover behielt in der hektischen Schlussphase jedoch den Überblick und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. In der letzten Minute, als Kai Fischer den Erfurter Kasten bereits zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hat, wurde Jamie Chamberlain auf dem Weg in Richtung des leeren Dragons-Gehäuses regelwidrig gestoppt. Schiedsrichter Stefan Franz sprach dem Kanadier daraufhin korrekterweise ein technisches Tor zu, das den Schlusspunkt unter eine kampfbetonte Partie setzte, in der der ECH aufgrund der größeren Spielanteile verdientermaßen als Sieger vom Eis ging.



EHC Thüringen Erfurt Black Dragons – EC Hannover Indians 2:4 (0:0, 1:3, 1:1)
Tore: 0:1 (20:52) Ryan Huddy (Marian Rohatsch), 0:2 (28:20) Jamie Chamberlain 5-4, 1:2 (32.09) Scott Corbett (Jamie Wright, Pavel Vait), 1:3 (39:25) Josiah Anderson (Peter Baumgartner, Ryan Huddy) 5-4, 2:3 (50:35) Jamie Wright (Scott Corbett, Harry Kulczynski) 5-4, 2:4 (59:21) Jamie Chamberlain (technisches Tor) 4-6

Strafminuten: Erfurt 18, Hannover 12
Zuschauer: 342
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 02.12.2007 um 21:44

Gastspiel beim Schlusslicht in Thüringen
Die Tabelle der Eishockey-Oberliga weist 26 Punkte Differenz aus. Auf dem Papier scheint der sonntägliche Auftritt des Nord-Dritten EC Hannover Indians (41 Zähler) beim Letzten EHC Black Dragons Thüringen in Erfurt (02.12.2007, 18.00 Uhr, Eishalle Erfurt) eine klare Angelegenheit zu sein. Doch bekanntlich sind angeschlagene Gegner die gefährlichsten, und nicht nur der Erfurter 2:1-Coup kürzlich gegen die Rostocker Piranhas zeigt, dass der Weg zu drei Punkten für die Indians morgen kein Spaziergang werden wird. Um das Eis als Sieger verlassen zu können, muss die Mannschaft von Trainer Joe West von Beginn an über die gesamte Spielzeit genauso konzentriert sein wie am Freitag gegen Bad Tölz und zudem die Chancenverwertung noch einmal deutlich verbessern.


Dann hat der ECH gute Voraussetzungen geschaffen, um bei den ums wirtschaftliche Überleben kämpfenden Thüringern die Oberhand zu behalten. Während die Großstadtindianer personell bis auf den Langzeitverletzten Steve Slaton voraussichtlich aus dem vollen werden schöpfen können, steht Erfurts neuem alten Trainer Thomas Belitz, der die Mannschaft vor der Saison an Stefan Kagerer abgab und sie nach dem Zusammenbruch des Regensburgers beim Hinspiel in Hannover (6:3 für die Indians) wieder übernommen hat, seit Wochen nur ein Rumpfkader zur Verfügung. So mussten sich die Drachen aufgrund finanzieller Zwänge – die Zuschauerzahlen in Erfurt pendelten sich nach den letzten Niederlagen der stets aufopferungsvoll kämpfenden Truppe bei rund 200 treuen Anhängern ein – von einem halben Dutzend Spieler trennen.


Torhüter Marco Ohmann, Oliver Bernhardt, Harry Kulczynski, Brad Mehalko, Sven Schröder und Marc Pinizzotto wurden freigestellt, um die Kosten zu senken. Lukas Heise und Andreas Nickel wirken aus disziplinarischen Gründen nicht mehr mit. Die durch die Abgänge der teilweise bis zur 2. Bundesliga erfahrenen Akteure entstandenen Lücken füllen nun Juniorenspieler aus dem vereinseigenen Talentschuppen. Die machen ihre Sache in Person von Florian Brink, Marcel Axtheim oder Oliver Kammerer zwar sehr gut, doch die Personalnot nicht geringer: „Wir haben zu wenige Junioren, um den Kader vernünftig aufzufüllen“, verdeutlicht Neu-Coach Thomas Belitz das Dilemma. Als Ausweg suchen die Thüringer derzeit nach Akteuren aus unterklassigen Clubs der Region, die für kleines Geld die Chance nutzen wollen, sich in der Oberliga zu präsentieren. Hier sind allerdings noch keine Abschlüsse in Sicht, so dass auch morgen gegen die Indians vermutlich nur etwas mehr als ein Dutzend Feldspieler aufgeboten werden können. Zudem ist der Einsatz des früheren Stuttgarters Timo Basse in der Drachen-Defensive aufgrund einer Knöchelverletzung fraglich.

So werden wenige Routiniers in Diensten des EHCE versuchen, im Verbund mit eigenen Junioren den EC Hannover Indians das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dazu sollen vor allem die Tore des Kanadiers Scott Corbett beitragen, der mit 13 Treffern in 23 Partien momentan erfolgreichster Schütze des Aufsteigers ist. Unterstützt wird er von Sebastian Buchwieser, wie Timo Basse 2005/06 noch für die Stuttgart Wizards in der Oberliga aktiv. Der Mittenwalder ist mit 21 Punkten (zehn Tore) nach 23 Spielen drittbester Punktesammler der Black Dragons. Diese Wertung wird angeführt von Zbynek Marak. Der 36-jährige Tscheche spielt seine zweite Saison in Erfurt und sammelte zuvor bereits in Wilhelmshaven Deutschland-Erfahrung. Nach ebenfalls 23 absolvierten Partien hat er acht Tore und 20 Vorlagen auf seinem Konto stehen.


In der Defensive liegt die Hauptlast auf dem Kanadier Jamie Wright, der in 21 Spielen neun Scorerpunkte, davon zwei Tore, verbuchen konnte. Letzter verbliebener Routinier der Abwehr ist Pavel Vait. Der 35-Jährige spielte für die Lausitzer Füchse und den ETC Crimmitschau schon in der 2. Bundesliga und ist mit seiner Erfahrung Vorbild für Junioren wie Maximilian Dimitrovici, der nun beweisen kann, dass er das Zeug für die Oberliga hat.


Diesen Beweis schon längst erfolgreich angetreten hat hingegen Kai Fischer. Der DEL-erfahrene Keeper – Fischer absolvierte zwischen 1994 und 2000 insgesamt 20 Partien für Düsseldorf und Oberhausen in der höchsten deutschen Spielklasse – war in der Oberliga zuletzt 2004/05 für die Hügelsheim Hornets aktiv und verhindert mit soliden Leistungen Woche für Woche höhere Erfurter Niederlagen. Zudem konnte er sich beim überraschenden 1:0 gegen Leipzig Mitte Oktober schon einen Shut-out gutschreiben lassen. Vertreten wird der 30-Jährige von Youngster Martin Otte, dem Stammkeeper der Erfurter Bundesliga-Junioren.



Betrachtet man die sportlichen Voraussetzungen, spricht am Sonntag (das Spiel wird geleitet von Hauptschiedsrichter Stefan Franz vom ESV Bergisch Gladbach) alles für die EC Hannover Indians. Doch gerade weil die dezimierten Erfurter befreit aufspielen können, sind sie besonders gefährlich und dürfen keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Thomas Morrow, Nils Sondermann und Co. müssen stets konsequent und kompromisslos agieren, in den Zweikämpfen genauso wie im Abschluss. Gelingt dies, wäre alles andere als ein Sieg Hannovers eine große Überraschung – auch wenn der EHC Thüringen durch die kurzfristige Bekanntgabe eines neuen Brust-Werbepartners (ein Internetportal aus dem Bereich der Wohnungswirtschaft) noch einmal neuen Schub erhalten und damit einen Erfolg eingefahren hat, der am Ende für die Rettung des Thüringer Eishockeys bedeutsamer sein könnte als jeder Punktgewinn.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 01.12.2007 um 23:37

Topduell geht an fehlerlosen Gast
InfoSich für die schmerzhafte 1:2-Heimniederlage gegen die Hannover Indians Anfang Oktober revanchiert haben am Freitag Abend die Tölzer Löwen beim Rückspiel am hannoverschen Pferdeturm. Dabei gelang den `Buam` bei ihrem sechsten Gastspiel bei einem Nord-Vertreter erst der erst zweite Sieg in einer Partie, die der Klasse des Hinspiels nur wenig nachstand – das Match hatte erneut über weite Strecken Zweitliganiveau. Die bessere Chancenverwertung und ein fehlerloser Defensivauftritt ließen die Isarwinkler am Ende als verdienter Sieger vom Eis gehen und bescherten Hannover die dritte Niederlage in Folge.

Mehr als 3300 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen für das mit Spannung erwartete Top-Spiel. Und beide Teams, zuletzt nicht immer an der Leistungsobergrenze, waren von Beginn an gut drin im Match, das intensive Zweikämpfe, zwei taktisch geschickt operierende Kontrahenten und nach etwa sechs Minuten auch Torchancen bot. Hatte die Anfangsphase selbstbewusst agierende Löwen gesehen, so hätte die 1:0-Führung zwingend an den ECH gehen müssen, doch binnen 45 Sekunden konnten S. Breiter (allein vor T. Ower) und J. Welke (mit seinem Lieblingsmove von hinter dem Tor kommend ebenfalls freistehend) zwei tolle Gelegenheiten nicht nutzen. Ansonsten hatte der Gast die größere Anzahl an Torschüssen, die gut arbeitende Indiansdefensive ließ jedoch nur Schüsse mittlerer Qualität zu, die den sehr sicher agierenden S. Agricola nicht in Verlegenheit brachten. Im Anschluss an das einzige Überzahlspiel in Abschnitt eins, der von HSR Györgyicze wohltuend flüssig laufen gelassen wurde, verzeichnete Hannover dann noch eine faustdicke Dreifachchance, doch die Scheibe sprang im Stile einer Flipperkugel lediglich mehrfach durch den Tölzer Torraum und nicht zum hannoverschen 1:0 hinter die Torlinie (14.).

Auch Durchgang zwei bot über weite Strecken das, was die Zuschauer in den Zweitligastadien der esbg Woche für Woche zu sehen bekommen: hohes Tempo, flüsige Kombinationen und kaum fehlerhafte Aktionen ließen die Uhr auch in diesem Drittel schnell herunterlaufen, das Offensivauftreten der Gäste blieb allerdings stets eine Spur zwingender als bei Hannover, das sich im Angriffsdrittel nur seltenst behaupten konnte, während die Löwen durch schnelles Passspiel und die individuelle Klasse ihrer Topakteure immer wieder starke Ansätze zeigten, die im entscheidenden Moment gut stehende Indiansdefensive um die sich nach M. Dahms Ausfall glänzend einfügenden N. Sondermann und R. Thomson allerdings auch nicht entscheidend überwinden konnten. In solch engen Spielen sind es dann Einzelaktionen oder Powerplaysituationen, die zu Toren führen – folgerichtig sollte es nach 34 Minuten dann doch 1:1 heißen. Hatte zunächst Buam-Kapitän F. Zeller (die offizielle Statistik sah M. Baindl als Torschützen) mit einem gewaltigen Schlagschuss aus der halblinken Distanz seinen einstigen Mannschaftskameraden Agricola düpiert (32.), so antwortete Hannover, das im Powerplay von Woche zu Woche sicherer wird, postwendend mit einem Baumgartner`schen Knallbonbon zum 1:1 (34.). Nach weiteren Minuten verteilten Spiels sollte Minute 38 bereits die Vorentscheidung bringen. Nach gewonnenem Bully im Indiansdrittel drückte F. Kirschbauer aus dem Handgelenk ab und überraschte den regungslosen Agricola zum 1:2 (38.).

Parallelen zu Liga 2 gab es auch im Schlussabschnitt. So zählt das „Nach-Hause-Fahren“ von knappen Vorsprüngen eine Liga drüber bei zumeist engen Spielständen zum Alltag - die Tölzer Löwen zeigten sich auch in dieser Disziplin bereits reif für höhere Aufgaben und ließen in den letzten zehn, zwölf Minuten nichts mehr anbrennen. Zuvor allerdings hatte Hannover zwingend auf 2:2 stellen müssen. Ein open-net für T. Morrow, der den Puck nicht richtig traf, ein Spagat von T. Ower gegen einen one-timer von K. Doyle und als Krönung ein Unterzahl-Alleingang von S. Deml, der über den Kasten lupfte – das waren „Sitzer“, die in so engen Partien definitiv genutzt werden müssen. Die nun ganz auf Defensive bauenden Tölzer kamen nur noch selten zu richtigen Entlastungsangriffen, hatten aber wie schon bei den Treffern eins und zwei am Abend auch das nötige Glück auf ihrer Seite. So war vor dem 1:3 durch S. Schönberger (54.) das ECH-Tor eindeutig verschoben, doch der ansonsten so starke HSR Györgyicze beging seinen einzigen Fehler, ließ die Partie weiter laufen und nahm Hannover so die Chance auf ein spätes Comeback, denn mit der Zwei-Tore-Führung war die Partie endgültig entschieden, die letzten „Halbchancen“ der Indians pflückte der stoische T. Ower mühelos weg.

Fazit: in einem lange Zeit engen und spannenden Match geht der Sieg für die Löwen absolut in Ordnung. Gestützt auf eine sichere Hintermannschaft war der Gast rechtzeitig zum Top-Match in Top-Verfassung und agierte mit allen drei Angriffsreihen ohne Niveauverlust, zeigte sich zudem taktisch clever. Am Sonntag im Knüller gegen die Dresdner Eislöwen darf mit einer weiteren Klassepartie gerechnet werden, dann wohl auch wieder mit Punkten der beiden ECT-Starstürmer Mulock/Dubé, die am Abend wie schon im Hinspiel von den Indians toll neutralisiert wurden.
Für Hannover wurde wieder einmal deutlich – starker Gegner, starkes eigenes Spielniveau. Nach zuletzt stärkeren Offensiv- und mehr als durchwachsenen Defensivauftritten klemmte es heute allenfalls im Angriffsbereich, wo man zum Dritten Male 07/08 bei 5:5 ohne eigenes Tor blieb. Ansonsten war man ein toller Partner der Löwen in einem Top-Match, das vor einem etwaigen Wiedersehen beider Teams im Frühjahr noch ein Mal unterstrich, warum der ECH als Mitfavorit, die Buam aber als Topfavorit auf den Aufstieg in Liga zwei zählen...


Fr.,30.11.07:
Hannover Indians – Tölzer Löwen
1:3 (0:0,1:2,0:1)

Tore: 0:1 (32.) Zeller, 1:1 (34.) Baumgartner 9 5-4, 1:2 (38.) Kirschbauer, 1:3 (54.) Schönberger.

Strfm.: ECH 6 – TöL 14

Zuschauer: 3302

HSR: Györgyicze

Top(+): Wie aus dem Nichts zum Topniveau – nach unerklärlichen Defensivfehlern in Miesbach und Halle war der ECH am Abend von Beginn an hellwach und hätte den Topchancen nach das Eis nicht als Verlierer verlassen müssen. Man darf gespannt verfolgen, ob man auch beim sonntäglichen Gastspiel in Thüringen die eigene Leistung erneut am Gegner ausrichten wird.

Flop(-): Ein Spiel auf Messers Schneide, 3300 Fans auf den Rängen, toller Sport, nur ein knapper Rückstand, doch eine bedingungslos mitgehende, das Team zum Sieg treibende Kulisse suchte man am Abend vergeblich. Sicherlich auch bedingt durch die Art Hockey, die 07/08 auf Topniveau geboten wird – es geschehen nur wenig Fehler, das Einschnüren eines Gegners, das Entwickeln von Dauerdruck ist kaum mehr möglich, so gesehen haben die Tölzer Löwen durch ihr taktisch gutes Agieren auch „Hannovers 6. Mann“ gut aus dem Spiel genommen.

GWG: F. Kirschbauer (38.)

Beste Akteure: J. Staltmayr, T. Morrow – T. Ower, A. Borzecki

Bes.:
- neunmal in Folge hatte Hannover zuletzt daheim das 1:0 geschafft, Serie gerissen
- neunmal in Folge hatte J. Chamberlain zuletzt am Stück gepunktet, Serie gerissen
- seit dem legendären Brill-Spiel (1:5 vs. Ravensburg) im März 2006 hatte Hannover freitags daheim immer gepunktet (14-mal), Serie gerissen
- erstmals seit den Jahreswechsel 06/07 wieder drei Punktspiele in Folge verloren
- erstmals 07/08 daheim nach dem zweiten Drittel zurück gelegen
- 3302 Fans bedeuten Saisonrekordkulisse

ECH: Agricola,(Kondelik) – Engel,Morrow,Staltmayr,Baumgartner,Dahms,Sondermann,Thomson – Chamberlain,Doyle,Breiter,Welke,Huddy,Deml,Anderson,Suchomski,Krull,Rohatsch,Meyer.

TöL: Ower,(Huber) – Borzecki,Pfaff,Morin,Kirschbauer,Göldner,Bergmann – Mulock,Dubé,Zeller,Waldowsky,Campbell,Schönberger,Urban,Baindl,Mangold,Melchert.
Autor: os - Kommentare (0) - 30.11.2007 um 23:41

Bad Tölz gastiert am Pferdeturm
Beim letzten Auftritt vor heimischer Kulisse boten die EC Hannover Indians ihren Fans eine mitreißende Partie und setzten sich verdientermaßen 6:1 gegen die Piranhas des Rostocker EC durch. An diese starke Darbietung möchte der Eishockey-Oberligist aus Niedersachsen am Freitag (30.11.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) anknüpfen, wenn mit dem EC Bad Tölz der Tabellenführer der Südgruppe im Kulttempel gastiert. Mit einer ähnlich couragierten Leistung wie Anfang Oktober, als die Schützlinge von Trainer Joe West mit unbändigem Siegeswillen in den letzten beiden Spielminuten einen Rückstand drehten und drei Zähler aus dem bayrischen Oberland entführten, möchte der ECH auch morgen Abend gegen die offensivstarken Tölzer Löwen punkten.


Dabei wird bereits der Start in die Partie entscheidend sein. Gelingt es den Indians, anders als bei den Auswärtsauftritten in Deggendorf, Miesbach und Halle selbst wieder einmal in Führung zu gehen, wäre bereits ein wichtiger Baustein für einen Erfolg gesetzt. Zudem müssen die Hausherren wie beim 2:1-Hinspiel-Sieg um jeden Zentimeter Eis kämpfen und den offensivstarken Tölzern – mit 105 Treffern sind die Bayern derzeit torgefährlichstes Team der gesamten Oberliga – mit jedem Zweikampf zeigen, dass die Punkte in Hannover bleiben sollen.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, wird freilich auch viel davon abhängen, wie gut die Abwehr der Großstadtindianer den Tölzer Paradesturm um Yanick Dubé, Travis James Mulock und Florian Zeller in den Griff bekommt. Das Trio zeichnet bislang für 52 Tore und damit exakt die Hälfte aller Löwen-Treffer verantwortlich. Routinier und Eigengewächs Florian „Floppo“ Zeller, zuletzt beim EHC München in der 2. Bundesliga am Puck, ist dabei mit 19 Toren der Goalgetter, während der frühere Augsburger Yanick Dubé als komplettester Spieler des Dreigestirns mit 51 Punkten (16 Tore) aus 22 Matches ligaweit Topscorer ist. Der Kanadier T.J. Mulock, in der vergangenen Saison bis zur Insolvenz noch für die Ratinger Ice Aliens am Puck, stellt mit 17 Toren und 26 Vorlagen aus 22 Partien gute Allroundfähigkeiten unter Beweis.

Nicht nur die Topformation von Löwen-Coach Axel Kammerer, der am Dienstag ein 6:1 gegen Degendorf Fire bejubeln durfte, auch die Stürmer-Plätze dahinter sind hochkarätig besetzt. Eine Führungsrolle nimmt Terry Campbell ein. Der Deutsch-Kanadier, durch Karriere-Stationen in Iserlohn, Augsburg, Essen, Ingolstadt und zuletzt Bietigheim mit reichlich Erfahrung – auch in der DEL – gesegnet, ist mit seinen 39 Jahren Leitfigur für junge Akteure wie Marcel Waldowsky oder die Eigengewächse Sandro Schönberger und Christoph Fischhaber. Der Ex-Weidener Waldowsky, im vergangenen Spieljahr als 22-Jähriger mit 29 Treffern zweitbester Torjäger der Blue Devils, sammelt auch bei den Löwen fleißig Punkte und kann nach 23 Matches bereits acht Tore und zehn Beihilfen vorweisen.

Vervollständigt wird der Löwen-Angriff vom Ex-Heilbronner Martin Melchert, dem zweitligaerfahrenen Franz Mangold – 2006/07 31-mal für den EHC München im Einsatz – und Christian Urban, der bereits seit 2002 in Bad Tölz spielt und somit auch auf vier Zweitliga-Spielzeiten mit den „Buam“ zurückblicken kann. Hinzu kommen noch einige Cracks aus der vereinseigenen DNL-Talentschmiede wie Daniel Mötsch und Martin Leismüller.


In der Abwehr des ECT liegt die Hauptlast auf Adam Borzecki. Der polnische Ex-Nationalspieler mit AHL-Erfahrung (Manchester Monarchs und Hershey Bears), seit 2005 im Isarwinkel, ist Dreh- und Angelpunkt der Hintermannschaft. 27 Scorerpunkte (vier Tore) aus 22 Partien belegen das Offensivpotential des 29-Jährigen, doch sorgt er durch seine körperliche Präsenz (1,89 m, 96 kg) auch für die nötige Sicherheit der Abwehr. Unterstützt wird der Linksschütze vor allem von Jean Philippe Morin. Der 27 Jahre alte Kanadier war zuletzt in Großbritannien für die Belfast Giants aktiv und belegt mit 15 Scorerpunkten (vier Tore) nach 23 gespielten Matches derzeit Rang zwei bei den Verteidigern der Tölzer Löwen.

Gemeinsam mit Adam Borzecki ist Morin mit dafür verantwortlich, dass der EC Bad Tölz aktuell das zweitbeste Powerplay der Liga vorweisen kann (Erfolgsquote 25,61 %, die Indians rangieren mit 21,92 % auf Platz acht dieser Wertung).

Doch nicht nur dieses Abwehrduo vermag offensive Akzente zu setzen. Dies gelingt auch Eigengewächs Michael Pfaff, der aus der Tölzer DNL-Mannschaft rasch den Sprung zum Stammspieler im Oberliga-Team seines Heimatclubs schaffte. Dort ist Pfaff mit 14 Scorerpunkten (drei Tore) aus 23 Spielen derzeit drittbester Verteidiger, was die Punktausbeute angeht. Weniger für offensive Impulse als vielmehr für robustes Körperspiel ist hingegen Roman Göldner zuständig. Der 26-Jährige, der vor der Saison wie Marcel Waldowsky aus Weiden zu den Löwen wechselte, gilt als kompromissloser Abräumer vor dem eigenen Gehäuse. In der abgelaufenen Saison sammelte Göldner bei den Blue Devils 176 Strafminuten, in Bad Tölz hat er bislang 56 kassiert, dafür aber schon sieben Scorerpunkte (ein Tor) gesammelt.

Mit Florian Kirschbauer und Michael Fichtl komplettieren zwei Eigengewächse den Defensivverbund, die der Tölzer DNL-Schule entstammen und nun sukzessive die Eishockey-Oberliga herangeführt werden sollen.


Dort längst angekommen ist Thomas Ower. Der aus Schwenningen stammende 21-Jährige war in der letzten Saison – noch im Trikot der Blue Devils – die Entdeckung auf der Torhüterposition und komplettiert nach Roman Göldner und Marcel Waldowsky das Trio, das aus Weiden gemeinsam nach Bad Tölz wechselte. Die Torhüterstatistik weist den Linksfänger derzeit mit einem Gegentorschnitt von 2,67 und einem Shut-out in der gesamten Oberliga auf Rang sechs aus (Indianer Roman Kondelik rangiert mit einer Quote von 2,86 Gegentoren pro Spiel auf Platz 11, Sandro Agricola befindet sich mit einem Gegentorschnitt von 3,49 an Position 24).

Kürzlich haben die Verantwortlichen der Tölzer Löwen die Weichen zudem bereits im Hinblick auf die Play-offs gestellt und mit Sebastian Vogl vom ERC Ingolstadt einen weiteren Keeper an die Isar gelotst. Der Landshuter Vogl hinterließ bei seinen fünf Einsätzen für die Löwen einen starken Eindruck und könnte sich im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zum entscheidenden Trumpf des Kammerer-Teams entwickeln. Der 21-Jährige ist im Besitz einer Förderlizenz des DEL-Clubs ERC Ingolstadt und hat so wie sein neuer Teamkollege Thomas Ower, der ebenfalls eine Förderlizenz des ERCI erhalten hat, die Gelegenheit, sich in Deutschlands höchster Klasse zu beweisen.

Angesichts der starken Konkurrenz wird sich Damen-Nationaltorhüterin Viona Harrer wohl mit ihrem Ersatz-Status abfinden müssen. Auch wenn für die 20-Jährige in dieser Oberliga-Saison erst ein Kurzeinsatz gegen die Juniors der Eisbären Berlin heraussprang (drei Gegentore in 20 Minuten), trägt sie doch ihren Teil dazu bei, dass die Tölzer Löwen zwischen den Pfosten sehr ausgeglichen besetzt sind.


Dies gilt freilich für alle Mannschaftsteile des Freitagsgegners der Indians. Trotz überragender Einzelspieler sind im Kollektiv kaum Leistungsunterschiede feststellbar. So werden die komplett antretenden Löwen eine harte, schwer zu knackende Nuss für die Großstadtindianer werden. Um auch im zweiten Vergleich mit dem Süd-Spitzenreiter die Oberhand zu behalten, muss der ECH wie im Oktober hellwach sein und hoch konzentriert agieren, geduldig spielen und im entscheidenden Moment eiskalt zuschlagen. Gelingt es Kyle Doyle und Co. zudem noch, unnötige Strafzeiten zu vermeiden, bestehen gute Aussichten, einen stimmungsvollen Eishockeyabend vor toller Kulisse (Schiedsrichter der Partie ist Levente Györgyicze vom EHC Troisdorf) zum besseren Ende für Hannover zu führen.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (1) - 29.11.2007 um 09:58

Informationen zu den Auswärtsfahrten
Da der geplante ECH-Sonderzug, wie bereits bekannt gegeben, in dieser Saison nicht rollen wird, können Anmeldungen auf die “ECH Weihnachtsour” umgeschrieben werden oder die Anzahlung wieder ausgezahlt werden. Möglich ist beides an Heimspieltagen am Fanprojektstand hinter der Osttribüne im Eisstadion am Pferdeturm.

Der Doppeldecker zur ECH-Weihnachtstour am 23.12.2007 zum Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren ist mit 55 Leuten (Fassungsvermögen 66) schon sehr gut gefüllt und geht auf jeden Fall auf Reisen! Verkleidungen jeglicher Art, die mit Weihnachten zu tun haben, sind bei dieser Motto Tour herzlich Willkommen! Der Preis für diese Fahrt beträgt 50 € (incl. Karte). Los geht es um 7 Uhr am Pferdeturm (nicht um 8 Uhr wie ursprünglich angekündigt)!!!

Der Weihnachtsmann wird bei dieser Fahrt auch mit an Board sein und hat einen Sack voller Getränke dabei.

Zum Spiel der Indians bei unseren Freunden in Freiburg, wird es eine Fahrt über zwei Tage geben. Hier sind aktuell nur noch 4 Plätze frei. Wer also dabei sein will, sollte sich beeilen und so schnell wie möglich anmelden.

Abfahrt ist am 28.12.2007 um 7 Uhr Abfahrt am Pferdeturm. Zurück geht es am 29.12.07 nach dem Frühstück.

Da dies die letzte Auswärtsfahrt im Jahr 2007 sein wird, steht die Tour unter dem Motto „Sylvester-Tour“ und entsprechende Getränke dürfen natürlich nicht fehlen und werden von der Glaserei Bosse beigesteuert.

Die Fahrt kostet im 4 Bett Zimmer (incl. Frühstück, Bustransfer und Eintrittskarte) unschlagbare 70,00 € pro Person, im 3 Bett Zimmer (incl. Frühstück, Bustransfer und Eintrittskarte) 75,00 € pro Person, im Doppelzimmer (incl. Frühstück, Bustransfer und Eintrittskarte) 80,00 € pro Person und im Einzelzimmer (incl. Frühstück, Bustransfer und Eintrittskarte) 93,00 €.

Für Frühstück im Hotel fallen zusätzliche 5,00 € an.

Der für kommenden Sonntag geplante Bus zum Spiel nach Erfurt wurde abgesagt. Anzahlungen können am Fanprojektstand beim Heimspiel gegen Bad Tölz zurückgezahlt werden.

Wer sich für die Fahrt Fussballbundesliga Spiel HSV gegen Hannover 96 am 2.2.07 (Abfahrt 10.45 Uhr am Turm) angemeldet hat möchte bitte umgehend die 45 € für Fahrpreis und Eintrittskarte bezahlen!!!

Außerdem werden ab sofort Anmeldungen für alle Fahrten bis zum Ende der Hauptrunde angenommen.

Anmeldungen am Fanprojektstand gegen eine Anzahlung von 20,00 € pro Person. Gestartet wird ab 30 Personen. Mitfahren lohnt sich, da jede 8.Fahrt im Bus, dank der Sponsoren Bayernstad´l, Glaserei Bosse und der VGH Vertretung Wöste, ist Gratis ist!!!
Autor: Sascha Hartung - Kommentare (0) - 29.11.2007 um 03:07

Bilder von der ECH-Weihnachtsparty
In der ECH-Fotogalerie sind jetzt 111 Bilder von der ECH-Weihnachtsparty online!
Autor: ECH-Fotogalerie - Kommentare (0) - 28.11.2007 um 21:01

Spielbeginn bei Eisbären vorverlegt!
Der Spielbeginn der Auswärtspartie der EC Hannover Indians bei den Eisbären Berlin Juniors am Sonntag, 16.12.2007 im Wellblechpalast Berlin-Hohenschönhausen wurde von 18:00 Uhr auf 14:30 Uhr vorverlegt.
Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 28.11.2007 um 16:43

Aufholjagd in Halle erneut nicht belohnt
InfoDie von den EC Hannover Indians sehnlich erhoffte Rückkehr auf die Erfolgsspur blieb am Dienstagabend aus. Zwar machte der niedersächsische Eishockey-Oberligist aus dem zwischenzeitlichen 1:4 bei den Saale Bulls Halle ein 4:4, musste sich den heimstarken Sachsen-Anhaltinern dann aber noch 4:6 (1:2, 2:2, 1:2) geschlagen geben. Dennoch macht die einmal mehr unbändige Moral des West-Teams Mut für das Kräftemessen mit Süd-Spitzenreiter Tölzer Löwen am Freitag (30.11.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover), bei dem die Großstadtindianer bis an ihre Leistungsgrenzen gehen werden, um wieder wichtige Punkte einzufahren.


Wie schon in Deggendorf und Miesbach wurden die EC Hannover Indians auch bei ihrem Dienstags-Gastspiel in Halle kalt erwischt. Bereits in der zweiten Spielminute überlistete Martin Miklik Roman Kondelik im Hannoveraner Gehäuse zur Führung für die Gastgeber. Die Indians zeigten sich davon allerdings wenig beeindruckt und erspielten sich ihrerseits gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Diese blieben jedoch ungenutzt und wie so oft im Eishockey sollte sich die Abschlussschwäche rächen. So auch in Spielminute 14, als Halles Robert Vavroch das 2:0 für die Saale Bulls gelang. Kurz danach brachte Kyle Doyle den ECH jedoch wieder ins Spiel, denn nach 18 Minuten verkürzte der Topscorer im Powerplay auf 1:2. Dies war zugleich auch der knappe Rückstand, den Hannover mit in die erste Pause nehmen musste.


Durchgang zwei begann wie das erste Drittel – denkbar schlecht für die Indians. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es erneut der Hallenser Martin Miklik, der für seine Farben einen Zwei-Tore-Abstand herstellte. Kurz danach erhöhte Robert Vavroch abermals, so dass sich der ECH binnen kurzer Zeit einem Drei-Tore-Rückstand gegenübersah (22./23.). Nach diesem Doppelschlag nahm Joe West, Cheftrainer der Großstadtindianer, eine Auszeit und brachte für Torhüter Roman Kondelik Sandro Agricola ins Spiel. Diese Maßnahme sollte ihre Wirkung als Weckruf nicht verfehlen, denn die Gäste gingen nun wesentlich engagierter zu Werke. Lohn der verstärkten Angriffsbemühungen war nach 28 Zeigerumdrehungen das 2:4 durch Josiah Anderson. Damit witterten die Indians Morgenluft und kamen so zu etlichen guten Torchancen. Nachdem Jamie Chamberlain in der 31. Minute den dritten Indians-Treffer erzielt hatte, war Hannover wieder im Spiel und endgültig tonangebend. Doch trotz etlicher hochkarätiger Möglichkeiten konnten die Niedersachsen Halles Keeper Tim Schnelle im Mitteldrittel nicht zum Ausgleich überwinden. Da auch Sandro Agricola stets auf dem Posten war, etliche „Big Saves“ verbuchte und im Zusammenspiel mit einer nunmehr aufmerksameren Abwehr eine starke Partie lieferte, fielen in den zweiten 20 Minuten keine weiteren Tore mehr.


So sollte es bis zur 44. Minute dauern, ehe Bryan Phillips der zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente Ausgleich für die EC Hannover Indians gelang. In der Folgezeit drängten beide Teams auf die Entscheidung und hatten hochkarätige Möglichkeiten, beide Torhüter – Tim Schnelle im Gehäuse der Saale Bulls Halle und Sandro Agricola auf Seiten des ECH – konnten sich jedoch mehrfach auszeichnen. So fiel die Entscheidung erst kurz vor Schluss. Gerade hatte Hannover ein Powerplay mit etlichen Chancen zum Siegtreffer ungenutzt gelassen, als Halles Martin Miklik in einer unübersichtlichen Situation vor dem Hannoveraner Gehäuse am schnellsten reagierte. Der Slowake gab dem Puck die entscheidende Richtungsänderung, so dass die Hartgummischeibe in Zeitlupe am machtlosen Sandro Agricola vorbei ins Gehäuse rutschte. Mit dem 5:4 – Mikliks drittem Treffer – war Halle auf die Siegerstraße eingebogen. Die Indians versuchten zwar alles, um noch zum Ausgleich zu kommen, nahmen sogar den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch die tolle Moral wurde in der hektischen Schlussphase nicht belohnt. Vielmehr setzte Saale Bull Pavel Weiss mit einem Empty Net Goal zum halleschen 6:4 51 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt um eine lange Zeit umkämpfte Partie, in der die EC Hannover Indians aufgrund ihres engagierten Auftretens durchaus einen Punkt verdient gehabt hätten.


So ärgerlich die Niederlage für Joe West und seine Cracks letztlich war, bleibt sie zumindest in der Tabelle ohne negative Folgen. Da die Rostocker Piranhas beim krisengeschüttelten EHC Thüringen zeitgleich 1:2 verloren, rangieren die Indianer mit 41 Zählern vor dem Match gegen Süd-Primus Bad Tölz am Freitag auf Platz drei, punktgleich mit dem Zweiten Rostock (die Dresdner Eislöwen, am Abend 3:6 in Freiburg unterlegen, sind mit 46 Punkten nach wie vor Spitzenreiter im Norden).


Für die EC Hannover Indians gilt es nun, die richtigen Schlüsse aus der Niederlage zu ziehen, die Konzentration insbesondere in den Startphase deutlich zu erhöhen und die Chancenverwertung zu verbessern. So soll die nach wie vor unbändige Moral des Teams dann auch in Zählbares umgemünzt werden – am besten natürlich schon am Freitag gegen die Tölzer Löwen.



ESC Halle 04 Saale Bulls – EC Hannover Indians 6:4 (2:1, 2:2, 2:1)
Tore: 1:0 (01:05) Martin Miklik (Ales Dvorak), 2:0 (14:34) Robert Vavroch (Ales Dvorak, Lukas Zatopek) 5-4, 2:1 (17:16) Kyle Doyle (Seppi Staltmayr, Peter Baumgartner) 5-4, 3:1 (21:52) Martin Miklik (Jan Schertz) 4-4, 4:1 (22:18) Robert Vavroch (Jan Schertz, Ales Dvorak) 4-4, 4:2 (27:04) Josiah Anderson (Fabian Krull, Seppi Staltmayr), 4:3 (30:26) Jamie Chamberlain (Alexander Engel, Kyle Doyle), 4:4 (43:37) Bryan Phillips (Ryan Huddy, Jamie Chamberlain), 5:4 (58:37) Martin Miklik (Lukas Zatopek, Robert Vavroch), 6:4 (59:09) Pavel Weiss 5-6 ENG

Strafminuten: ESC Halle 04 Saale Bulls 18, EC Hannover Indians 14
Zuschauer: 590
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 27.11.2007 um 22:53

Bilder vom Heimspiel gegen Rostock
In der ECH-Fotogalerie sind jetzt 83 Bilder vom Spiel gegen Rostock online!
Autor: ECH-Fotogalerie - Kommentare (0) - 27.11.2007 um 01:50

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