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Aufholjagd in Halle erneut nicht belohnt
InfoDie von den EC Hannover Indians sehnlich erhoffte Rückkehr auf die Erfolgsspur blieb am Dienstagabend aus. Zwar machte der niedersächsische Eishockey-Oberligist aus dem zwischenzeitlichen 1:4 bei den Saale Bulls Halle ein 4:4, musste sich den heimstarken Sachsen-Anhaltinern dann aber noch 4:6 (1:2, 2:2, 1:2) geschlagen geben. Dennoch macht die einmal mehr unbändige Moral des West-Teams Mut für das Kräftemessen mit Süd-Spitzenreiter Tölzer Löwen am Freitag (30.11.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover), bei dem die Großstadtindianer bis an ihre Leistungsgrenzen gehen werden, um wieder wichtige Punkte einzufahren.


Wie schon in Deggendorf und Miesbach wurden die EC Hannover Indians auch bei ihrem Dienstags-Gastspiel in Halle kalt erwischt. Bereits in der zweiten Spielminute überlistete Martin Miklik Roman Kondelik im Hannoveraner Gehäuse zur Führung für die Gastgeber. Die Indians zeigten sich davon allerdings wenig beeindruckt und erspielten sich ihrerseits gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Diese blieben jedoch ungenutzt und wie so oft im Eishockey sollte sich die Abschlussschwäche rächen. So auch in Spielminute 14, als Halles Robert Vavroch das 2:0 für die Saale Bulls gelang. Kurz danach brachte Kyle Doyle den ECH jedoch wieder ins Spiel, denn nach 18 Minuten verkürzte der Topscorer im Powerplay auf 1:2. Dies war zugleich auch der knappe Rückstand, den Hannover mit in die erste Pause nehmen musste.


Durchgang zwei begann wie das erste Drittel – denkbar schlecht für die Indians. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es erneut der Hallenser Martin Miklik, der für seine Farben einen Zwei-Tore-Abstand herstellte. Kurz danach erhöhte Robert Vavroch abermals, so dass sich der ECH binnen kurzer Zeit einem Drei-Tore-Rückstand gegenübersah (22./23.). Nach diesem Doppelschlag nahm Joe West, Cheftrainer der Großstadtindianer, eine Auszeit und brachte für Torhüter Roman Kondelik Sandro Agricola ins Spiel. Diese Maßnahme sollte ihre Wirkung als Weckruf nicht verfehlen, denn die Gäste gingen nun wesentlich engagierter zu Werke. Lohn der verstärkten Angriffsbemühungen war nach 28 Zeigerumdrehungen das 2:4 durch Josiah Anderson. Damit witterten die Indians Morgenluft und kamen so zu etlichen guten Torchancen. Nachdem Jamie Chamberlain in der 31. Minute den dritten Indians-Treffer erzielt hatte, war Hannover wieder im Spiel und endgültig tonangebend. Doch trotz etlicher hochkarätiger Möglichkeiten konnten die Niedersachsen Halles Keeper Tim Schnelle im Mitteldrittel nicht zum Ausgleich überwinden. Da auch Sandro Agricola stets auf dem Posten war, etliche „Big Saves“ verbuchte und im Zusammenspiel mit einer nunmehr aufmerksameren Abwehr eine starke Partie lieferte, fielen in den zweiten 20 Minuten keine weiteren Tore mehr.


So sollte es bis zur 44. Minute dauern, ehe Bryan Phillips der zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente Ausgleich für die EC Hannover Indians gelang. In der Folgezeit drängten beide Teams auf die Entscheidung und hatten hochkarätige Möglichkeiten, beide Torhüter – Tim Schnelle im Gehäuse der Saale Bulls Halle und Sandro Agricola auf Seiten des ECH – konnten sich jedoch mehrfach auszeichnen. So fiel die Entscheidung erst kurz vor Schluss. Gerade hatte Hannover ein Powerplay mit etlichen Chancen zum Siegtreffer ungenutzt gelassen, als Halles Martin Miklik in einer unübersichtlichen Situation vor dem Hannoveraner Gehäuse am schnellsten reagierte. Der Slowake gab dem Puck die entscheidende Richtungsänderung, so dass die Hartgummischeibe in Zeitlupe am machtlosen Sandro Agricola vorbei ins Gehäuse rutschte. Mit dem 5:4 – Mikliks drittem Treffer – war Halle auf die Siegerstraße eingebogen. Die Indians versuchten zwar alles, um noch zum Ausgleich zu kommen, nahmen sogar den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch die tolle Moral wurde in der hektischen Schlussphase nicht belohnt. Vielmehr setzte Saale Bull Pavel Weiss mit einem Empty Net Goal zum halleschen 6:4 51 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt um eine lange Zeit umkämpfte Partie, in der die EC Hannover Indians aufgrund ihres engagierten Auftretens durchaus einen Punkt verdient gehabt hätten.


So ärgerlich die Niederlage für Joe West und seine Cracks letztlich war, bleibt sie zumindest in der Tabelle ohne negative Folgen. Da die Rostocker Piranhas beim krisengeschüttelten EHC Thüringen zeitgleich 1:2 verloren, rangieren die Indianer mit 41 Zählern vor dem Match gegen Süd-Primus Bad Tölz am Freitag auf Platz drei, punktgleich mit dem Zweiten Rostock (die Dresdner Eislöwen, am Abend 3:6 in Freiburg unterlegen, sind mit 46 Punkten nach wie vor Spitzenreiter im Norden).


Für die EC Hannover Indians gilt es nun, die richtigen Schlüsse aus der Niederlage zu ziehen, die Konzentration insbesondere in den Startphase deutlich zu erhöhen und die Chancenverwertung zu verbessern. So soll die nach wie vor unbändige Moral des Teams dann auch in Zählbares umgemünzt werden – am besten natürlich schon am Freitag gegen die Tölzer Löwen.



ESC Halle 04 Saale Bulls – EC Hannover Indians 6:4 (2:1, 2:2, 2:1)
Tore: 1:0 (01:05) Martin Miklik (Ales Dvorak), 2:0 (14:34) Robert Vavroch (Ales Dvorak, Lukas Zatopek) 5-4, 2:1 (17:16) Kyle Doyle (Seppi Staltmayr, Peter Baumgartner) 5-4, 3:1 (21:52) Martin Miklik (Jan Schertz) 4-4, 4:1 (22:18) Robert Vavroch (Jan Schertz, Ales Dvorak) 4-4, 4:2 (27:04) Josiah Anderson (Fabian Krull, Seppi Staltmayr), 4:3 (30:26) Jamie Chamberlain (Alexander Engel, Kyle Doyle), 4:4 (43:37) Bryan Phillips (Ryan Huddy, Jamie Chamberlain), 5:4 (58:37) Martin Miklik (Lukas Zatopek, Robert Vavroch), 6:4 (59:09) Pavel Weiss 5-6 ENG

Strafminuten: ESC Halle 04 Saale Bulls 18, EC Hannover Indians 14
Zuschauer: 590
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 27.11.2007 um 22:53

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