| Neustrukturierung der Indians-Führung |
| Die Hannover Indians organisieren die Leitung der Profiabteilung neu. Schon vor Ablauf der letzten Saison trat Geschäftsführer Horst Werk an einen engen Kreis von Sponsoren des Clubs mit der Bitte heran, ihn bei der Neuorganisation der Indians GmbH zu unterstützen. Die positive Entwicklung vor allem bei der Gewinnung von Werbepartnern erfordere eine professionellere Struktur und mehr Köpfe, auf die die immer umfangreicheren Tätigkeiten verteilt werden können. Obwohl den Indians der Aufstieg in die 2. Bundesliga bislang nicht gelungen war, wollte Werk schon frühzeitig ein solides Fundament für den Schritt in die zweithöchste Liga im bezahlten Eishockey schaffen.
Dirk Wroblewski (Direktor Congress Hotel am Stadtpark) nahm sich der Aufgabe an und bildete einen Aufsichtsrat, der mit namhaften Personen besetzt in Kürze seine Tätigkeit aufnehmen wird. Die handelnden Personen wollen die Indians nach der konstituierenden Sitzung in einer Pressekonferenz bekanntgeben. Der Aufsichtsrat soll dabei in das operative Geschäft eingebunden werden und somit die Strukturen schaffen, die sich Werk für „seinen“ ECH gewünscht hat. Auch ein Wechsel auf der Geschäftsführerposition ist damit verbunden. Neuer Geschäftsführer der Indians wird Peter Bertrang, der seit dem Sommer auch stellvertretender Vorsitzender des Stammvereins der Indians ist. Hierdurch soll die Zusammenarbeit der Profis mit dem Nachwuchs weiter gestärkt werden, da sich auch der ideelle Bereich des Vereins durch die zahlreichen Leistungsmannschaften im Nachwuchs vor immer umfangreichere Aufgaben gestellt sieht, bei deren Bewältigung man die Organisationstrukturen der Profis mit nutzen möchte. Werk wollte sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und steht dem Club fortan als Berater zur Seite. Er möchte wieder mehr Zeit haben, um sich für die Gewinnung weiterer Werbepartner bemühen zu können. |
| Autor: ECH - Kommentare (0) - 18.10.2007 um 16:47 |
| Indians unterliegen 1:5 in Rostock |
Die Chance, sich als Verfolger der Dresdner Eislöwen an der Tabellenspitze der Eishockey-Oberliga Nord festzubeißen, haben die EC Hannover Indians am Abend verpasst. Die Niedersachsen unterlagen beim Aufsteiger Rostock Piranhas mit 1:5 (0:2, 1:1, 0:2) und rangieren mit nunmehr 21 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, während die siegreichen Rostocker am ECH vorbei zogen und mit 22 Zählern den zweiten Rang belegen.
Nach einer torlosen Startphase mit guten Möglichkeiten für beide Teams gingen die heimstarken Rostocker, aufgrund ihrer osteuropäischen Prägung technisch beschlagen und äußerst schnell, in der 13. Spielminute durch Karol Bartanus in Führung. Auch in der Folgezeit bestimmte Rostock das Geschehen, die Indians konnten aus ihren wenigen Entlastungsangriffen kein Kapital schlagen. Kaltschnäuziger zeigten sich die Gastgeber nach 19 gespielten Minuten, als Routinier André Grein in Überzahl das 2:0 für die Raubfische gelang. Dies war zugleich auch der Stand nach dem ersten Drittel. Im Mittelabschnitt kamen die Großstadtindianer aus Niedersachsen besser ins Spiel und hatten mehrfach den Anschlusstreffer auf dem Schläger, scheiterten. aber immer wieder am starken Branislav Hippik im Gehäuse des REC. Dennoch suchten die Cracks um Kapitän Seppi Staltmayr weiter ihre Chance, ins Spiel zu kommen und hatten etliche gute Möglichkeiten. Für ihr Engagement belohnt wurden die Indians schließlich in der 33. Spielminute. Peter Baumgartner hatte in Überzahl von der blauen Linie abgezogen und brachte seine Farben mit dem 2:1 wieder ins Spiel. Die Freude bei den Blau-Weiß-Roten und ihren rund 100 mitgereisten Fans in Rostock war jedoch nur von kurzer Dauer. Rund drei Minuten nach dem Anschlusstor – Rostock war in Überzahl und zog wieder sein schnelles und präzises Powerplay auf, traf David Hördler zum 3:1 aus Sicht der Gastgeber und stellte somit den alten Abstand wieder her (36). Mit diesem Tor war die Vorentscheidung zugunsten der Rostocker Piranhas gefallen, und dennoch kämpfte der ECH auch im Schlussabschnitt weiter verbissen um seine Chance, noch einmal ins Spiel zurück zu kommen. Das Aufbäumen sollte aber nicht belohnt werden, denn selbst beste Einschussmöglichkeiten blieben an diesem Abend ungenutzt. Statt dessen machten die Piranhas Martin Ekrt (47.) und Viatscheslav Koubensky (58.) eine Niederlage der EC Hannover Indians perfekt, die aufgrund des über sechzig Minuten kaltschnäuzigeren Rostocker Spiels in Ordnung geht, am Ende aber um ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel. Für die Mannschaft von Trainer Joe West gilt es nun, die Niederlage schnell wegzustecken und unter der Woche im Training die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wenn das Powerplay verbessert werden kann und die Effektivität vor dem gegnerischen Tor wieder erhöht wird, können die Hannover Indians am Freitag (19.10.2007, 20.00 Uhr, Blue Lions Eisarena Leipzig) gestärkt nach Leipzig zu den Blue Lions fahren, wo sie die 4:6-Niederlage aus dem Hinspiel am Pferdeturm wettmachen möchten. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 15.10.2007 um 01:12 |
| Warm-Up Trikots im Verkauf! |
| Ab sofort gibt es die Möglichkeit die diesjährigen "Nostalgie"- Warm-Up Trikots des ECH auch zu erwerben.
Es wird eine limitierte Auflage von nur 100 Stück geben, die in den Verkauf kommt! Alle Trikots sind nur auf Bestellung erhältlich. Diese Bestellung kann entweder über den Online-Shop unter www.ech-merchandising.de oder am Fan-Artikel-Container bei den Heimspielen getätigt werden ! Ist die Menge von 100 Stück erreicht, werden keine weiteren Bestellungen mehr angenommen. Also nicht lange zögern und gleich bestellen! Die Warm-Up Trikots können nur mit Original-Spielernamen und nur in den Grössen L bis XXXL bestellt werden. Jedes dieser nostalgischen Jerseys verfügt über einen Schnürkragen und der Spielername ist auf einem extra Stoffstreifen aufgedruckt, welcher widerum auf das Trikot aufgenäht ist. Die Warm-Ups der Saison 2007/2008 in der bestellbaren Version für die Fans sind komplett werbefrei! Quelle: ECH-Merchandising |
| Autor: ECH-Merchandising - Kommentare (2) - 14.10.2007 um 20:02 |
| Verfolgerduell an der Ostsee |
Nach dem 6:3-Sieg im Freitagsheimspiel gegen Deggendorf Fire steht am Sonntag ein deutlich stärker einzuschätzender Gegner auf dem Spielplan der EC Hannover Indians. Der Eishockey-Oberligist trifft um 19.00 Uhr (Eishalle Schillingallee Rostock) auf die Piranhas des Rostocker EC. Der Aufsteiger rangiert mit 19 Zählern auf dem dritten Rang der Oberliga-Nordgruppe und sitzt dem ECH (21 Punkte) dicht im Nacken. Klar also, dass die Cracks von Trainer Joe West morgen punkten möchten – zum einen, um den Vorsprung auf den Verfolger auszubauen und zum anderen, um selbst am Spitzenreiter Dresdner Eislöwen dranzubleiben.
Freilich hängen die Trauben in Rostock hoch, sind die Piranhas aktuell doch nicht nur bester aller Aufsteiger im Norden, sondern mit der osteuropäischen Ausrichtung von Trainer Sergey Yaschin (früher u.a. bei den Revier Löwen Oberhausen hinter der Bande) auch eine der großen Überraschungen dieser Oberliga-Saison 2007/08. Im Tor vertrauen die Raubfische auf die Fangkünste des Slowaken Branislav Hippik, mit 30 Jahren im besten Eishockey-Alter und im letzten Spieljahr einer der Garanten für den Aufstieg des REC. Neben dem Routinier steht mit dem Berliner Tobias John ein solider zweiter Mann parat, der inzwischen den Sprung vom Talent zum Leistungsträger geschafft hat. Die Defensive des Aufsteigers wird ebenfalls von Spielern aus osteuropäischen Staaten geprägt. Allen voran der Tscheche Pavel Blaha, der Dreh- und Angelpunkt der Hintermannschaft ist. Der frühere Crimmitschauer ist zudem mit 14 Scorerpunkten aus neun Spielen (vier Tore) derzeit drittbester Scorer unter den Oberliga-Verteidigern. Qualitäten im Spielaufbau haben auch Viatscheslav Koubensky und Neuzugang Marian Smerciak, der nach Stationen in der tschechischen und slowakischen Extraliga von den Guildford Flames aus England zu den Piranhas wechselte. Vorrangig mit defensiven Aufgaben betraut sind hingegen der frühere Ratinger Sascha Pelzer, der zweitligaerfahrene Ex-Wolfsburger Christian Franz und Ronny Schneider. Ein besonderes Spiel wird die morgige Begegnung sicherlich für Armin Finkel. Nach holprigem Start in Rostock hat der ehemalige Indianer kontinuierlich ansteigende Form gezeigt und wird als Stammkraft der REC-Defensive gegen seine letztjährigen Teamkameraden besonders motiviert und engagiert zu Werke gehen. Zuletzt gab es in Rostock noch eine Veränderung in der Abwehr, kam doch für den berufsbedingt nach Höchstadt in die Bayernliga zurückgekehrten Daniel Sikorski der ehemalige Neuwieder Nickolas Bovenschen, zuletzt beim Zweitligisten Moskitos Essen unter Vertrag, neu ins Team von Sergey Yaschin. Reichlich Routine findet sich auch in den Angriffsreihen der Piranhas. Mit André Grein – zuletzt ebenfalls in Essen am Puck – unterschrieb vor Saisonbeginn ein Stürmer mit Spielmacherqualitäten an der Ostsee, den Trainer Yaschin schon länger auf seiner Wunschliste hatte. Beide kennen und schätzen sich aus gemeinsamen Tagen bei den Revier Löwen Oberhausen in der Spielzeit 2005/06. In die Rubrik Wunschkandidat ist auch Martin Ekrt einzuordnen. Der Deutsch-Tscheche war zuletzt im österreichischen Mödling (Oberliga) aktiv und sammelte beim Höchstadter EC zwischen 2004 und 2006 viel Erfahrung in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. In den Jahren 1995 und 1996 kam der Center zudem auf 49 DEL-Einsätze für die Nürnberg Ice Tigers. Abgerundet wird Rostocks stark besetzte Defensive durch Karol Bartanus, mit 18 Zählern (sechs Tore) aus neun Saisonspielen aktuell sechsbester Oberliga-Scorer. Gemeinsam mit dem gebürtigen Schwenninger Jens Stramkowski, der für seinen Heimatclub in DEL und 2. Bundesliga spielte und zuletzt beim Zweitliga-Absteiger ESV Kaufbeuren unter Vertrag stand, soll Bartanus – 1997 im NHL Entry Draft von den Boston Bruins in der vierten Runde an Position 81 gezogen – die nötigen Tore erzielen, um den Aufsteiger von der Ostsee in die Play-offs zu führen. Neben diesen Korsettstangen setzt Trainer Yaschin auf zahlreiche junge Spieler wie Paul Stratmann, Benedikt Waldner, Christian Herrmann und Martin Vojcak, die – teilweise aus unteren Ligen kommend wieder Ex-Schweinfurter Waldner – Rostock als Sprungbrett nutzen wollen, um sich für die Oberliga und höhere Klassen zu empfehlen. Vervollständigt wird der Sturm mit einer guten Mischung aus Jung und Alt vom Deutsch-Tschechen Jan Michalek, der nach einigen Jahren im Süden Deutschlands bei den Stuttgart Wizards und Hügelsheim Hornets nun an der Küste heimisch geworden ist und bereits seine vierte Saison in Rostock absolviert. Dies trifft auch auf David Hördler zu. Der frühere Selber hat sich mit 27 Jahren zum unverzichtbaren Bestandteil des Rostocker Angriffs entwickelt und führt die Piranhas heuer als Kapitän auf ihrem Raubzug durch die Oberliga. Alles in allem stellen die Rostock Piranhas für die EC Hannover Indians einen harten Prüfstein dar. Gelingt es den Großstadtindianern jedoch, in der Partie am Sonntag vor dem Tor konsequenter zu agieren als zuletzt gegen Deggendorf, unnötige Aufenthalte in der Kühlbox zu vermeiden und defensiv hochkonzentriert zu agieren, sind dies gute Voraussetzungen, um aus dem ersten Oberliga-Vergleich mit dem Rostocker EC Punkte mit auf die Rückreise nach Niedersachsen zu nehmen. Für alle die nicht mit in Rostock dabei sein können, gibt es wieder den beliebten ECH-Liveticker mit seinen Gewinnspielen in den beiden Drittelpausen. Der ECH-Livticker findet man unter http://www.feuerwasserland.de/ticker/. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 14.10.2007 um 01:00 |
| Hausmannskost gegen biedere Niederbayern |
Den Rückstand auf Nordprimus Dresdner Eislöwen auf drei Zähler verkürzt haben am Abend die EC Hannover Indians - soweit die erfreuliche Nachricht der abendlichen Partie der Pferdetürmler gegen den Deggendorfer SC. Der Unterhaltungswert des 6:3 (1:0,2:0,3:3)-Erfolges gegen das niederbayerische Kellerkind war allerdings überschaubar, die rund 2600 Fans bekamen die bisher mit Abstand niveauschwächste Darbietung 07/08 geboten.
In den späten 1970er Jahren hatte Deggendorf am hannoverschen Pferdeturm einst mit 10:8 triumphieren können, am Abend reichten jedoch schon zwei, drei Zeigerumdrehungen, um zu erkennen, dass sich dieses Unterfangen fast 19 Jahre später nicht wiederholen lassen würde. Der Gast agierte ängstlich im Spiel nach vorne, ausrechenbar im Mitteldrittel und teilweise konfus in der eigenen Zone, als x-mal die erkämpfte Scheibe postwendend an den ECH zurückübergeben wurde. Wohl viele Oberligateams hätten mit den nur im Abwehrbereich den Beinamen `Fire` verdienenden Deggendorfern schnell kurzen Prozess gemacht - die Indians jedoch bestätigten auch heute zum wiederholten Male, was ein Blick auf die Tabelle verrät: offensiv waren bis heute nur vier Teams weniger durchschlagskräftig als das von der Papierform her eigentlich so gefährlich klingende Pferdeturm-Ensemble. Die alles andere als zahlreichen Chancen gegen den schwachen DSC wurden überdies vergeben, erst ein Malheur von Oldie R. Haider, der in Minute 19 eine Fliege fing, brachte die 1:0-Pausenführung für den ECH. Torschütze M. Dahms freilich freute sich diebisch: der erst heute nach seinem Kieferbruch Anfang September wieder ins Team zurückgekehrte Dauer-Indianer hatte erstmals seit März 2006 getroffen. Hatte der Oberliganeuling in Durchgang eins durch E. Thomassian per Alleingang wenigstens eine faustdicke Gelegenheit auf einen Treffer besessen (4.), so verkam der Mittelabschnitt fast zum völligen Einbahnstraßeneishockey auf den DSC-Kasten. Reihenweise ließen die Indiansakteure dicke Sitzer liegen, war auch das leere Tor für S. Breiter und R. Huddy nicht groß genug. Ständige Unsauberkeiten im Passspiel und zahllose Unkonzentriertheiten zeigten die schwache Tagesform des ECH gegen einen noch harmloseren Gegner auf, der erst gegen Ende des Drittels zu drei, vier Torschüssen kam - R. Kondelik hatte keine große Mühe zu parieren und den Dreitorevorsprung in den Schlussabschnitt zu retten, den sich die Indians Dank sechs Powerplays am Stück mühsamst erarbeitet hatten. Glanz verbreitete das zu langsame und ideenlose Überzahlspiel - jeder `Spielzug` war stets vorhersehbar - aber auch heute nicht. Als E. Thomassian aus dem Nichts in Minute 44 allzu frei auf 3:1 hatte stellen dürfen, war nicht damit zu rechnen gewesen, dass sich die Schlussviertelstunde allzu stimmungsvoll anlassen würde. Dank des 37-jährigen R. Haider im DSC-Kasten jedoch wurde den Indiansfans zumindest am Rande der Partie noch einiges geboten, denn der mit dem inzwischen fünften verschiedenen Gästeteam in Hannover weilende Ex-DEL-Keeper machte in den letzten Minuten gute Miene zum schwachen Spiel, erlaubte zwei weitere Kullertore durch K. Doyle (51.) und J. Staltmayr (56.) und war auch zu weiteren Späßen mit der Nordkurve aufgelegt. Die unnötigen späten Gegentore zum 6:2 (58.) und 6:3 (60.) waren für die Indiansfans somit zu verschmerzen, überdies hatte der einzig gelungene Spielzug des Abends in Unterzahl das zwischenzeitliche 5:1 durch D. Meyer gebracht (53.). Die restlichen Angriffsbemühungen waren wie sooft ein ständiges Aufreiben in Zweikämpfen; schnelle gelungene Kombinationen, die schon in Ansätzen die schwerfälligen DSC-Tanker J. Schinköthe und P. Weinzierl überforderten, fanden so gut wie gar nicht statt, das Zusammenspiel in des Gegners Zone ist nach wie vor deutlich ausbaufähig. Macht dann ein Gegner - Lob an den Gast - auch bei einem 1:3-Rückstand nicht bedingungslos hinten auf, so haben die Hannover Indians 07/08 große Probleme ihr Angriffsspiel aufzuziehen. Dass es trotz dieser Kritik bislang zu 7:2 Siegen gereicht hat ist das positive, was in dieser Saison dennoch überwiegt. Der defensiv heillos überforderte und verunsicherte `Haufen` aus dem Spätherbst 2006 gehört trotz ständiger Personalwechsel im Abwehrbereich der Vergangenheit an - das Zusammenspiel in der ja auch weitgehend neu zusammengewürfelten Offensive wird sich, so ist zu hoffen, mit zunehmender Dauer der Saison noch finden. Schon am Sonntag (19.00 Uhr) bei Verfolger Rostock, in der Vorbereitung den Indians noch knapp unterlegen, wird allerdings eine bessere Gesamtleistung als heute von Nöten sein... Fr.,12.10.2007: Hannover Indians – Deggendorf Fire 6:3 (1:0,2:0,3:3) Tore: 1:0 (19.) Dahms 1, 2:0 (31.) Anderson 3, 3:0 (35.) Doyle 6 5-3, 3:1 (44.) Thomassian, 4:1 (51.) Doyle 7, 5:1 (53.) Meyer 2 4-5, 6:1 (56.) Staltmayr 1, 6:2 (58.) Collingham 5-4, 6:3 (60.) Collingham. Strfm.: ECH 12 +10 f. Welke – DSC 16 Zusch.: 2609 HSR: Vozar GWG: K. Doyle (51.) Beste Akteure: M. Dahms – J. Dowhayko ECH: Kondelik,(Jenike) – Morrow,Sondermann,Staltmayr,Thomson,Baumgartner,Dahms – Chamberlain,Doyle,Welke,Huddy,Suchomski,Phillips,Deml,Meyer,Krull,Anderson,Rohatsch,Breiter. DSC: Haider,(Zitzelsberger) – Schinköthe,Bayer,Landstorfer,Weinzierl,Dowhayko,Saßmannshausen,(Wolfgramm) – Sicinski,Greilinger,Kulzer,Thomassian,Collingham,Endraß,Ruderer,Lupzig,Simbeck. |
| Autor: Oliver Schilling - Kommentare (0) - 13.10.2007 um 12:45 |
| Deggendorf Fire vor Oberliga-Premiere |
| Nach den Blue Lions Leipzig gastiert mit Deggendorf Fire am morgigen Freitag (12.10.2007, 20.00 Uhr) der zweite Aufsteiger in die Eishockey-Oberliga – und der erste aus der Südgruppe – am hannoverschen Pferdeturm. Mit 18 Zählern haben die gastgebenden EC Hannover Indians genau doppelt so viele Punkte auf ihrem Konto wie die Neulinge aus Niederbayern, und dennoch erwartet die Cracks von Trainer Joe West eine schwere Aufgabe. Volle Konzentration über die gesamte Spielzeit wird nötig sein, um die Punkte in Niedersachsen behalten zu können.
Damit dieses Ziel erreicht wird, muss der ECH einem Deggendorfer Akteur besondere Aufmerksamkeit schenken: Thomas Greilinger. Der 26 Jahre alte Ex-Nationalspieler, mit 1,84 Metern Körpergröße und 108 Kilogramm Kampfgewicht nicht nur auf dem Eis eine imposante Erscheinung, zählt zu den spektakulärsten Spielern der Liga und ist Dreh- und Angelpunkt im Angriff des Aufsteigers. Im vergangenen Jahr hatte der in Deggendorf geborene Greilinger, der in seiner Karriere auch schon 216 DEL-Spiele für München, Schwenningen, Nürnberg und Mannheim absolvierte, mit 98 Scorerpunkten in 37 Spielen (51 Tore) maßgeblichen Anteil an der Bayernliga-Vizemeisterschaft und dem Aufstieg von Fire. Nachdem der Rechtsschütze seine langwierige Knieverletzung nun offenbar auskuriert hat, gelang ihm der Sprung zurück in die Oberliga problemlos, wie 16 Zähler (neun Tore) in acht Spielen in der Saison 2007/08 belegen. Neben Greilinger baut Deggendorfs Coach Günter Eisenhut vor allem auf die Routine von John Sicinski. Der kanadische Center war in der Saison 2004/05 als Kapitän der Stuttgart Wizards schon einmal am Pferdeturm zu Gast und fand anschließend über die Bundesliga-Station EHC München den Weg nach Niederbayern, wo er in seine zweite Saison geht. Dritter Leistungsträger im Angriff ist Thomas Kulzer, der mit den Straubing Tigers ebenfalls schon reichlich Erfahrung in höheren Ligen gesammelt hat und zuletzt bei Fire vor allem für die nötigen Tore verantwortlich zeichnete. Für die nötigen Treffer zu sorgen, auf diesen einfachen Nenner lässt sich auch die Aufgabe der beiden US-Boys Tom Collingham und Eric Thomassian bringen, die beide aus der NCAA nach Deggendorf wechselten. Beide haben den Sprung in die deutsche Oberliga gut geschafft. Collingham ist nach Thomas Greilinger mit neun Punkten (drei Tore) aus acht Spielen zweitbester Deggendorfer Scorer, während Thomassian sieben Zähler (drei Treffer) auf seinem Konto stehen hat. Ein Wiedersehen feiert Eric Thomassian am Pferdeturm übrigens mit Neu-Indianer Thomas Morrow. Beide gingen in der vergangen Spielzeit noch gemeinsam für Boston University aufs Eis. Neben seinen Routiniers kann Fire-Coach Günter Eisenhut eine ganze Reihe junger Nachwuchstalente ins Rennen schicken, die – oft aus der eigenen Talentschmiede – langsam an die Oberliga und höhere Aufgaben heran geführt werden sollen. Am hochkarätigsten ist hier sicherlich der Ex-Tölzer Michael Endraß. Der aktuelle U 20-Nationalspieler schaffte bei seinem letzten Engagement an der Isar in 58 Partien 19 Scorerpunkte (sechs Tore) und gehört in Deggendorf trotz seiner erst 19 Jahre bereits zu den Leadern. Gemeinsam mit dem 18-Jährigen Markus Ruderer und Daniel Lupzig – er wird in Kürze volljährig – erhielt Endraß eine Förderlizenz vom Deggendorfer DEL-Partner Krefeld Pinguine. Komplettiert werden die Angriffsreihen des Deggendorfer SC von Michael Winnerl (hat nach einem Kreuzbandriss das Training wieder aufgenommen und wird gegen die Indians nicht auflaufen, Alexander Sterz, Dominik Retzer und Markus Simbeck. Der 31 Jahre alte Haudegen war in der abgelaufenen Spielzeit mit 24 Treffern in 37 Bayernliga-Partien drittbester Torschütze von Fire. Über viel Erfahrung verfügt auch Jan Schinköthe. Der Rückkehrer aus Bad Tölz spielt bereits zum dritten Mal in seiner Karriere in Deggendorf (1993-96 bei den Deggendorf Flames in der Oberliga Süd bzw. Hacker-Pschorr-Liga und 2001/02 nochmals für die Flames in der mittlerweile eingleisigen Oberliga) und soll mit seiner Routine das junge Team führen. Zudem verfügt der Linksschütze mit aktuell neun Scorerpunkten auf seinem Konto (zwei Tore) auch über beachtliches Offensivpotential für Spielaufbau und Powerplay. Um Jan „Schinken“ Schinköthe versammeln sich mit Manuel Bayer (früher u.a. für die Bayreuth Tigers am Puck) und dem bereits in Heilbronn, Bad Nauheim und beim EHC Klostersee aktiven Johannes Saßmannshausen junge Cracks mit Potential und Oberliga-Erfahrung, die sich in Deutschlands dritthöchster Spielklasse nun endgültig durchbeißen möchten. Mit diesem Ziel hat auch Jamie Dowhayko die Reise nach Europa angetreten. Der 24-jährige kanadische Verteidiger war zuletzt für die University of Manitoba in der College-Liga CIS aktiv und verleiht seit vier Spieltagen der Deggendorfer Hintermannschaft weitere Stabilität. Somit haben die Gäste vier Kontingentstellen besetzt und können im Bedarfsfall noch einmal nachlegen. Die Routiniers Philipp Weinzierl – er sammelte bei den Flames ebenfalls schon Oberliga-Erfahrung – und Patrick Landstorfer, der bei den Regensburger Eisbären sogar schon in der 2. Bundesliga im Einsatz war, komplettieren gemeinsam mit den Youngsters Karl-Heinrich Stern, Nico Wolfgramm und Roman Schreyer den Defensivverbund des Aufsteigers. Auch zwischen den Pfosten blieben Deggendorfs Verantwortliche ihrer Maxime treu, jungen Talenten erfahrene Kräfte zur Seite zu stellen. So hütet mit Reinhard Haider ein Mann das Gehäuse, der zuletzt in Miesbach konstant gute Leistungen abrief und zuvor in Weiden, Regensburg und Freiburg zu den stärksten Goalies der jeweiligen Ligen bis hinauf in die 2. Bundesliga gehörte. Mit den Augsburger Panthern sammelte der 37 Jahre alte Linksfänger sogar DEL-Erfahrung, absolvierte er in der Spielzeit 1994/95 doch 33 Partien in der Eliteklasse für die Fuggerstädter. Angesichts dieser beeindruckenden Laufbahn ist es wenig verwunderlich, dass die beiden jungen Eigengewächse Alexander Zitzelsberger und der erst 16 Jahre alte Marco Feiertag derzeit wenig Aussichten auf Einsätze haben. So gilt es derzeit für das Duo, sich im Training als Alternative anzubieten und fleißig vom Routinier Haider zu lernen – damit im Fall der Fälle ein verlässlicher Back-up parat steht. Die Gäste von Deggendorf Fire sind vor allem im Sturm hochkarätig besetzt, nicht nur dank Thomas Greilinger. So gilt es für die Indians (ohne Alexander Engel, der seinen Muskelfaserriss auskuriert, aber möglicherweise mit Kurzeinsätzen von Michael Dahms nach überstandenem Kieferbruch), in der Abwehr über die volle Spielzeit hoch konzentriert und kompromisslos zu Werke zu gehen. Keine einfache Aufgabe, zumal der Aufsteiger aus Hannoveraner Sicht ein völlig unbeschriebenes Blatt darstellt. Beide Teams standen sich in ihrer Clubgeschichte noch nie gegenüber. Drei Punkte sind natürlich das erklärte Ziel der Akteure um Kapitän Seppi Staltmayr, nicht nur um die Vergleichsbilanz gegen Deggendorf positiv zu eröffnen, sondern vor allem, um Nord-Spitzenreiter Dresden weiter auf den Fersen zu bleiben. Kann der ECH das Tempo stets hoch halten, unnötige Strafzeiten vermeiden und die herausgearbeiteten Torchancen konsequent verwerten, wäre alles andere als ein Erfolg der Großstadtindianer eine Überraschung. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 12.10.2007 um 01:45 |
| Oskar Jernström verlässt die Indians |
| Der, eigentlich bis November befristete, Probevertrag mit dem schwedischen Verteidiger Oscar Jernström wurde in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst.
"Menschlich ist es schade, weil Oscar sehr gut in die Mannschaft passte. Leider war er jedoch nicht wesentlich stärker, als meine jungen deutschen Spieler in der Mannschaft.", so Trainer Joe West. Durch die Vertragsauflösung fallen nun auch keine Abgeben in den Reindl-Pool für die EC Hannover Indians an. Jernström war in der Vorbereitung der Indians für den verletzten US-Amerikaner Steve Slaton mit einem Probevertrag bis zur Deutschland-Cup Pause im November verpflichtet worden. |
| Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 11.10.2007 um 13:12 |
| Indians erkämpfen Punkt in Dresden |
Unbeeindruckt vom Fehlen ihrer Defensivkräfte Alexander Engel, Michael Dahms, Steve Slaton, Christopher Schadewaldt und Oskar Jernström haben die EC Hannover Indians beim Tabellenführer der Gruppe Nord der Eishockey-Oberliga einen wichtigen Punkt erkämpft. Nach intensiven 62 Minuten unterlagen die Schützlinge von Trainer Joe West den Dresdner Eislöwen erst in der Verlängerung mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) und bewiesen dabei einmal mehr tolle Moral und großen Kampfgeist.
Vor 3.175 Besuchern in der neuen Eisarena Dresden – darunter etwa 50 Hannoveraner – erwischten die Hausherren den besseren Start. Nach einem ungenutzten Indians-Powerplay waren die Eislöwen in der achten Spielminute kaum komplett, als Routinier Petr Hruby einen Rebound zum 1:0 für Dresden verwertete, das bislang in drei Auftritten vor heimischem Publikum erst einen Gegentreffer kassiert hatte. Hannover ließ sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen und lauerte – gestützt auf eine trotz der Ausfälle sattelfeste Defensive und einen starken Roman Kondelik zwischen den Pfosten – weiter geduldig auf seine Chancen. Die Geduld sollte sich nach 13 Minuten auszahlen, als Goalgetter Ryan Huddy nach schöner Vorarbeit von Bryan Phillips zum Ausgleich traf: 1:1. Fortan entwickelte sich eine Partie mit wenigen Torszenen, beide Teams setzen vornehmlich auf eine sichere Abwehr. Tauchte dennoch einmal ein Dresdener vor dem Gehäuse des ECH auf, war Roman Kondelik stets auf dem Posten und hielt seine Truppe im Spiel. Gleiches Bild auch auf der anderen Seite: Dresden stand defensiv gut, wenn sich ein Indian durchtanken konnte, parierte Michal Marik sicher. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die erste Pause. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Indians nach einer Strafe gegen Dresden in Überzahl die bis dato beste Gelegenheit, selbst in Führung zu gehen. Trotz guter Ansätze gelang dies jedoch nicht, vielmehr war wieder Dresden am Zug. Abermals war es Petr Hruby, der bei vier gegen vier seine Farben nach 25 gespielten Minuten wieder in Front brachte. Nach gut einer halben Stunde musste Dresden seinen Torhüter wechseln und Norbert Pascha ging für Michal Marik zwischen die Pfosten. Der Slowake hatte im ersten Durchgang einen strammen Schuss von Indianer Robert Suchomski nur mit der Maske abwehren können und wurde nach Spielende mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Trotzdem hatte Dresden die Partie weiter im Griff, doch auch die Indians kamen zu guten Gelegenheiten. Zunächst konnten sie Norbert Pascha im Gehäuse der Eislöwen jedoch nicht überwinden. Dies sollte erst in der 36. Minute gelingen, als zwei Dresdner auf der Strafbank schmorten und der ECH in doppelter Überzahl erfolgreich war: Nach einem schönen „Hammer“ von Peter Baumgartner von der blauen Linie hielt Josiah Anderson den Schläger hin und fälschte für Löwen-Goalie Norbert Pascha unhaltbar ab – 2:2, zugleich auch der Stand nach 40 gespielten Minuten. Der Ausgleich ging bis dahin in Ordnung, denn die dezimierten Indians boten dem Spitzenreiter einen tollen Kampf und setzten die Marschroute ihres Trainers Joe West, der vor allem diszipliniertes und defensiv stabiles Auftreten gefordert hatte, sehr gut um. Bei den herausgespielten Chancen zeigten sich die Indianer wie schon in den letzten Spielen zudem kaltschnäuzig und effektiv, so dass ein spannender Schlussabschnitt garantiert war. Zu Beginn der letzten 20 Minuten hätte Dresden alles klar machen können, doch zeigten sich die Elbstädter zu verspielt und wollten die Scheibe regelrecht ins Tor tragen. Die Abwehr der Indians mit Roman Kondelik war jedoch hellwach und ließ zunächst keinen weiteren Treffer zu. Nun entwickelte sich eine ansehnliche Partie mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch auch der ECH konnte seine Chancen nicht nutzen. Die besten Aussichten, selbst auf die Siegerstraße einbiegen zu können, hatten die Großstadtindianer ab der 54. Minute: In doppelter Überzahl gelangen jedoch nur einige gefährliche Aktionen, aber kein Torerfolg. Dennoch setzte dies nochmals neue Kräfte bei leidenschaftlich und aufopferungsvoll kämpfenden Indians frei, hatten sie in den letzten drei Minuten doch noch drei Hochkaräter auf ihrer Seite. Sowohl Torschütze Ryan Huddy als auch Jan Welke mit einem Schlenzer und Sven Breiter fanden bei ihren Schussversuchen jedoch in Norbert Pascha und der aufmerksamen Dresdner Hintermannschaft ihre Meister. So wurde ein intensives Spiel zweier starker Mannschaften in der Verlängerung entschieden. Dort hatte Dresden das nötige Glück auf seiner Seite. So konnten die Eislöwen durch Routinier Petr Hruby, der mit seinem dritten Tor an diesem Abend seine starke Leistung krönte, in der 62. Spielminute das 3:2 erzielen und den Zusatzpunkt einfahren. Dennoch können die EC Hannover Indians mit ihrem Gastspiel an der Elbe sehr zufrieden sein, haben sie doch einmal mehr großen Einsatz und Kampfgeist gezeigt. Da zudem die Defensiv-Marschroute von Trainer Joe West trotz des Verteidiger-Mangels – so half beispielsweise Fabian Krull in der Abwehr aus – sehr gut umgesetzt wurde, darf der Punkt, mit dem die Indianer die Rückreise nach Niedersachsen antreten, auf alle Fälle als verdientermaßen gewonnener Zähler gewertet werden. Zumal einer, der vorher nicht unbedingt eingeplant werden konnte und dadurch in der Endabrechnung noch umso wertvoller werden könnte. Tore: 1:0 (7:24) Petr Hruby (David Cermak, Roman Weilert), 1:1 (12:02) Ryan Huddy (Bryan Phillips, Dennis Meyer), 2:1 (24:42) Petr Hruby (Tobias Stolikowski, David Cermak) 4-4, 2:2 (35:59) Josiah Anderson (Peter Baumgartner, Kyle Doyle) 5-3, 3:2 (61:51) Petr Hruby (Petr Skora, Marcel Linke) 4-4 Strafminuten: Dresden 20 + 10 Disziplinarstrafe gegen Jason Lundmark (Check gegen Kopf oder Nackenbereich), EC Hannover Indians 12 Zuschauer: 3.175 Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:27 |
| Vorbericht Dresden vs. ECH |
Am neunten Spieltag der Eishockey-Oberliga messen sich die EC Hannover Indians zum zweiten Mal mit einem Spitzenreiter. Im Vergleich zum überraschenden 2:1 beim EC Bad Tölz vor fünf Tagen stehen die Schützlinge von Coach Joe West am Sonntag (07.10.2007, 18.00 Uhr, Eisarena Dresden) beim Nord-Tabellenführer Dresdner Eislöwen aber vor einer nochmals schwereren Aufgabe: Nicht nur, dass mit Alexander Engel nach seiner Verletzung aus der Partie gegen Füssen (die Kernspintomographie zur genauen Diagnose soll am Montag erfolgen) ein Schlüsselspieler in der Abwehr ausfällt. In ihrer neuen Halle haben die Eislöwen, die nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die sofortige Rückkehr dorthin als Saisonziel ausgegeben haben, bislang noch kein Spiel verloren – und dabei erst einen Gegentreffer kassiert.
Entscheidenden Anteil daran hat Michal Marik. Der 32-jährige Slowake, vor der Saison von Stjernen Hockey aus Norwegen an die Elbe gewechselt, hat sich nach einer durchwachsenen Vorbereitung zum absolut verlässlichen Rückhalt entwickelt und nach acht Spielen bereits zwei Shut-outs auf seinem Konto. Auch der Gegentorschnitt des Linksfängers (1,85 bei 454 gespielten Minuten) ist beachtlich, doch kann hier „Kultkeeper“ Roman Kondelik im Dress des ECH sogar einen noch besseren Wert (1,77 nach fünf Spielen und 305 Minuten) vorweisen. Hinter Neuzugang Marik steht mit Norbert Pascha ein Akteur bereit, der mit 26 Jahren im besten Eishockey-Alter ist und seine Oberliga-Tauglichkeit nicht nur in Dresden, sondern auch schon für die Bayreuth Tigers unter Beweis gestellt hat. Dieses Duo dürfte wohl das ausgeglichenste Torhütergespann der gesamten Oberliga bilden. Eine gute Mischung aus Routine und Jugend hat Dresdens neuer Trainer Marian Hurtik, zuletzt zwei Jahre lang beim Bayernligisten ESV Königsbrunn an der Bande, in den 1980er-Jahren aber auch schon bei den damaligen Zweitbundesligisten Augsburger EV und EC Bad Nauheim, auch in der Abwehr zur Verfügung. Um junge Cracks wie den Kanadier Jason Lundmark – mit der Empfehlung von 31 Punkten (14 Tore) vom EC Peiting als Mann für den Spielaufbau gekommen und derzeit wieder viertbester Oberliga-Verteidiger – und den früheren Heilbronner Andreas Maier tummeln sich mit Marcel Linke, dem einzigen aus dem letzten Jahr verbliebenen Abwehrspieler, und Roman Weilert als zweitem Ex-Heilbronner in der Dresdener Defensive auch erfahrene Cracks. In diese Kategorie fällt sicherlich auch Martin Zajac. Der slowakische Neuzugang ist zwar erst 25 Jahre alt, spielte bislang aber stets in der Extraliga, der höchsten Liga seines Heimatlandes. In der abgelaufenen Spielzeit kam er dabei für HK 36 Skalica auf 58 Einsätze mit 24 Scorerpunkten (9 Tore) und 133 Strafminuten. Aufgrund seines harten, platzierten Schusses nimmt der Linksschütze insbesondere im Dresdner Powerplay eine Schlüsselposition ein. Als sechster Mann der hochkarätigen, aber zahlenmäßig dünn besetzten Eislöwen-Defensive war der Ex-Kaufbeurer Martin Hamann vorgesehen. Da das 98-Kilo-Kraftpaket aufgrund eines Bauchmuskelrisses länger ausfällt, wechselte kürzlich Tobias Stolikowski nach Sachsen, der in der vergangenen Saison noch bei den Heilbronner Falken unter Vertrag stand nun wieder mit seinen ehemaligen Teamkollegen Weilert und Maier zusammen spielt. Ihr gutes Zusammenspiel ist auch die große Stärke der nominell ersten Angriffsreihe der Eislöwen mit David Musial, Petr Sikora und Markus Guggemos. Während Musial bereits im letzten Jahr das Dresdner Trikot trug und in der 2. Bundesliga auf 29 Scorerpunkte (17 Tore) in 38 Partien kam, kehrt mit Petr Sikora ein Routinier an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Tscheche war bereits zwischen 2001 und 2006 an der Elbe am Puck und hatte im vergangenen Spieljahr mit 86 Scorerpunkten aus 54 Partien maßgeblichen Anteil an der starken Saison des Oberligisten SC Riessersee, die mit dem Nachrücker-Platz in die 2. Bundesliga gekrönt wurde. 69 Vorlagen unterstreichen dabei Sikoras Qualitäten als Vorbereiter und Spielgestalter. In der laufenden Spielzeit ist der 36-Jährige mit aktuell 17 Zählern Dresdens bester Punktesammler und viertbester Oberliga-Scorer. Dritter Mann in der Topformation der Eislöwen ist mit Markus Guggemos ein Akteur, der für Kassel und Wolfsburg zwischen 2000 und 2002 sowie 2003/04 bereits 179 DEL-Spiele absolviert hat und in der vergangenen Saison für Wolfsburg und Essen in der 2. Bundesliga aufs Eis ging. Der 25-Jährige zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus, kann er doch sowohl in Abwehr wie auch Angriff eingesetzt werden. Auch die übrigen Dresdener Angreifer bürgen für Qualität, Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Insbesondere in den Special Teams sind die Eislöwen derzeit fast eine Klasse für sich. 35,90 Prozent Erfolgsquote im Powerplay bedeuten klaren Abstand auf das zweitbeste Powerplay-Team aus Bad Tölz (30,00 Prozent) und auch die Unterzahl-Quote von 93,44 Prozent spricht eine deutliche Sprache – der ESV Kaufbeuren als Zweitplatzierter hat mit 89,66 Prozent knapp vier Punkte weniger vorzuweisen und die EC Hannover Indians rangieren mit genau 88 Prozent auf dem vierten Platz. Die starken Über- und Unterzahl-Formationen sind auch ein Verdienst der Routiniers Petr Hruby und Pavel Vit, die für Stabilität sorgen. Beide kamen 2002 nach Dresden, Hruby war von 2005 bis 2007 auch für die damaligen Regionalligisten und heutigen Oberliga-Konkurrenten aus Halle und Rostock aktiv und kehrte in der vergangenen Saison zurück zu den Eislöwen. Für Tore soll außerdem der Ex-Füssener Kevin Gardner sorgen, der mit 30 Toren und 49 Assists in ebenso vielen Spielen hierfür exzellente Referenzen mitbringt und in der laufenden Saison bereits 13 Punkte (ein Treffer) gesammelt hat. Über viel offensives Potential verfügt auch Ex-Indian Markus Rohde, der nach zwei Spielzeiten am Pferdeturm in Dresden eine neue Herausforderung suchte und bislang fünf Scorerpunkte für seinen neuen Club sammeln konnte (drei Tore). Eher als Vorbereiter fungiert hingegen Routinier David Cermak. Der 36 Jahre alte Deutsch-Tscheche ging im letzten Jahr noch für den ehemaligen Ligakonkurrenten Eisbären Regensburg in der 2. Bundesliga auf Punktejagd und kam dort in 54 Partien zu 27 Zählern (9 Tore). Von seiner Erfahrung und seinem starken Bullyspiel erhoffen sich die Dresdner Verantwortlichen wichtige Impulse, zumal er in der laufenden Spielzeit schon wieder neun Punkte (acht Assists) auf seinem Konto hat. Komplettiert werden Dresdens Angriffsreihen vom früheren Selber Kilian Glück, der mit 1,86 Meter Körpergröße und 88 Kilogramm Gewicht für körperbetontes Spiel prädestiniert ist, und dem zuletzt für Kassel in der 2. Bundesliga aktiven Adriano Carciola, jüngerer Bruder des Neu-Düsseldorfers Fabio Carciola. Mit dem früheren Berliner Eisbären-Junior Jiri Mikesz und Erik Pipp von den Junioren des ESV Kaufbeuren haben zudem zwei junge Talente die Chance, in Dresden Oberliga-Luft in einem Spitzenteam zu schnuppern und sich in den Vordergrund zu spielen. Ein ganzes Oberliga-Jahr hat hingegen Michael Schmerda bereits hinter sich, der in der abgelaufenen Spielzeit 49 Matches für die Eislöwen bestritt, dabei fünf Punkte (drei Tore) für sich verbuchte und die Sturmreihen vervollständigt. Nach überstandener Schulterverletzung will der in Zürich geborene Angreifer, der aus Freiburgs Nachwuchs stammt, möglichst schnell wieder auf Vorjahres-Niveau kommen und ein wichtiger Mosaikstein im Aufstiegspuzzle von Löwenbändiger Marian Hurtik werden. Auch wenn Dresden nur einen verhältnismäßig kleinen Kader zur Verfügung hat, gehört er doch zum Besten, was die Oberliga derzeit bieten kann. So spricht denn auch die Statistik eine klare Sprache, haben die Eislöwen in bislang acht Spielen doch erst zwei Zähler abgeben müssen (bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen in Weiden am vergangenen Wochenende). Die Indians treten – ohne Alexander Engel und nochmals mit dem Kasseler Förderlizenz-Goalie Adam Ondraschek als Back-up – als absoluter Außenseiter die Reise nach Sachsen an. So können Seppi Staltmayr und Co. befreit aufspielen und versuchen, über ihren unbändigen Kampfgeist und Willen, der den ECH 2007/08 bislang so auszeichnet, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Ein Punktgewinn wäre sicherlich auch Balsam auf die Eishockey-Seele am Pferdeturm, war das letzte Aufeinandertreffen beider Teams doch hochdramatisch: Im Play-off-Halbfinale 2005 gewann Hannover die Partien eins und zwei (5:4 und 3:2 n.P.). Die anschließenden Matchballe ließ das Überraschungsteam 2004/05 jedoch ungenutzt, stattdessen bog Dresden mit drei Siegen (3:1, 3:2, 5:1) die Serie um und sicherte sich den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Am Sonntag wäre also eine gute Gelegenheit für die momentan auf Tabellenplatz zwei rangierenden EC Hannover Indians, die jüngeren Statistiken gegen die Dresdner Eislöwen mit einem Punktgewinn deutlich freundlicher zu gestalten. Für alle Fans, die nicht mit zum Topspiel nach Sachsen fahren können, berichtet der ECH-Liveticker (www.ech-liveticker.de) live und ausführlich mit allen Toren und wichtigen News aus der Elbstadt. Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:26 |
| Heimsieg gegen Füssen |
Ihre Startbilanz auf 6:1 Siege ausgebaut und somit wieder Tabellenrang zwei in der Nordgruppe erobert haben am Freitag Abend die EC Hannover Indians. Dank einer Leistungssteigerung in den letzten zehn Spielminuten konnte der Gastgeber auch im vierten Heimvergleich mit dem EV Füssen die Oberhand behalten – zum wiederholten Male aber war es 07/08 nur ein hauchdünner Erfolg, wie schon die Gesamttordifferenz von +9 bislang beweist. Am Ende mussten einem die 60 Minuten lang offensiv beeindruckenden Leoparden sogar ein wenig Leid tun, mindestens einen Zähler hätten sich die Allgäuer verdient gehabt.
Ohne O. Jernström und C. Schadewaldt wieder mit nur drei Verteidigerpärchen operierend wollte Hannover gegen den zuletzt defensiv wenig erbaulichen Traditionsverein aus Füssen den Rückenwind des Überraschungscoups vom Dienstag in Bad Tölz nutzen, doch ebenso wie Hannover noch vor drei Tagen als Konsequenz auf sechs Einschüsse gegen Leipzig vermehrt die Defensive im Auge gehabt hatte, war auch der Gast am Abend zunächst darauf aus hinten fehlerlos zu bleiben. Somit wurde dem ECH durch waches und konzentriertes Agieren - im Notfall wurde die Scheibe ins Icing geschlagen - die Luft aus der Anfangsoffensive genommen und selbst alsbald gezeigt, dass schnelles Konterspiel auch im Allgäu beherrscht wird. Angetrieben von den am Abend alles überragenden Kontingentangreifern der Leoparden ging bereits Abschnitt eins `nach Punkten` an den Gast, der ein klares Plus an guten Einschusschancen hatte und mit schnellen Kombinationen im ECH-Drittel immer wieder für Überraschungsmomente sorgte. Das Tor freilich hatten die Indians erzielt, die als Heimmannschaft vielleicht eine Nuance dominanter auftraten, im Angriffsdrittel aber nicht gut zusammen spielten – bis auf Minute 15, als R. Suchomski im Doppelpass mit R. Huddy für das 1:0 gesorgt hatte. Im zweiten Drittel sollten sich die Tendenzen des ersten Abschnitts dann auch in Zahlen ausdrücken – binnen drei Minuten stellten die Allgäuer durch G. Festerling im Nachschuss und R. Bezshchasnyy im Powerplay nach Bandenrebound auf 1:2 und hätten weitere Tore folgen lassen müssen, doch erwies sich R. Kondelik bei drei, vier glasklaren EVF-Chancen als Spielverderber, während Gegenüber C. Krüger weiterhin ein solider Auftritt genügte um seine Farben in Front zu halten; zumeist ward dem Torhüter die Arbeit bereits von seinen Vorderleuten - körperlich hier ganz toll arbeitend: C. Krötz und F. Bindl - abgenommen oder der letzte Indianspass ging ins Nichts; dass Abwehrchef N. Anderson für 10 Minuten fehlte fiel nicht ins Gewicht. So drohte bei 40:00 ein empfindlicher Rückstand, doch wie schon im Heimspiel gegen Freiburg zog sich das Indiansteam charakterstark nach einem herben Rückschlag - A. Engel musste nach einem Zweikampf, den HSR Györgyicze als nicht ahndenswert erachtete, mit der Trage vom Eis gebracht werden - selbst aus dem Tief und ließ noch in Minute 40 das 2:2 folgen, als R. Huddy per Handgelenksschuss sehenswert unters Tordach traf. Das glückliche Unentschieden zur zweiten Pause hatte den ECH offensichtlich gerade im rechten Moment `geweckt`. Angetrieben von der heute endlich einmal wieder lauten und leidenschaftlichen Kulisse gelang auch im Schlussdrittel in des Gegners Zone längst nicht alles, doch mit Biss konnte der weiterhin spielerisch bessere Kontrahent nun regelrecht niedergerungen werden. Auf K. Doyles` Strahl in den rechten Torwinkel hatte der EVF durch den - wenn wie heute in Spiellaune, dann ungemein schwer zu bremsenden - Ex-Internationalen R. Bezshchasnyy noch die passende Antwort zum 3:3 (45.) parat, doch aufgeheizt durch manch umstrittene Entscheidung des HSR trug die nun hektische Atmosphäre dazu bei, dass das 4:3 durch den eben von der Strafbank kommenden J. Chamberlain (53.) bereits der game-winner Hannovers war, dem ein Pfostenschuss B. Phillips` (54.) und die endgültige Entscheidung durch D. Meyer folgten (56.), der sich vor seinem Doppelpass mit F. Krull mit einem sehenswerten Move ins EVF-Drittel gespielt hatte. Für kurze Zeit hatte der Gast die Übersicht in dem offenen Spiel verloren und wurde dafür gnadenlos bestraft; dass man bis zur Schlusssirene eifrig weiter durch des Gegners Zone wirbelte und R. Kondelik auch in den letzten 20 Minuten ordentlich forderte verkommt am Ende in der Rubrik `mangelnde Effizienz` - trotzdem machte der Auftritt der Leoparden am Abend Spaß. Die nur 15 Feldspieler waren ein mehr als ebenbürtiger Gegner und boten eine Leistung, die zum Schielen auf die Top-4 im Süden berechtigt. In den nächsten Spielen gilt es nun für die Allgäuer eine solche Leistung auch einmal zu konservieren und konstant abzurufen, in den letzten Jahren stets das große Manko. Neueinkauf G. Festerling freilich könnte sich noch als sehr wertvoll erweisen, denn im Verbund mit E. Nadeau wirbelte der Kanadier heute durchs Indiansdrittel, dass es eine wahre Freude war. Die Hannover Indians reisen am Sonntag zum Nordostschlager nach Dresden, wo die heimischen Eislöwen nicht nur den Indiansaufstiegstraum `05 mit einem 5:1 in Spiel 5 beendeten, sondern als bisheriges Ligatopteam auch mit bislang 19:1 Heimtoren auf den langjährigen Weggefährten warten werden... Fr.,6.10.07: Hannover Indians – Füssen Leopards 5:3 (1:0,1:2,3:1) Tore: 1:0 (15.) Suchomski 2, 1:1 (25.) Festerling, 1:2 (28.) Bezshchasnyy 5-4, 2:2 (40.) Huddy 5 4-4, 3:2 (44.) Doyle 5 3-3, 3:3 (46.) Bezshchasnyy, 4:3 (53.) Chamberlain 2 5-4, 5:3 (56.) Meyer 1. Strfm.: ECH 18 – EVF 18 +10 f. Anderson Zusch.: 2827 HSR: Györgyicze Top(+): Pferdeturmfeeling wie einst im Mai – Fans und Team als Einheit zum Sieg Flop(-): Ganz klar die Verletzung von A. Engel GWG: J. Chamberlain (53.) Beste Akteure: R. Kondelik, T. Morrow – R. Bezshchasnyy Bes.: - Ein Heimtreffer bei 3:3 - darauf hatten ECH-Fans lange warten müssen, letztmals in der `guten alten Vor-DEL-Zweitligazeit` hatte es das gegeben: beim 4:5 gegen Essen-West am 10.12.1993 hatte es beim 1:1 Maroste (Schirmer/Ledock) geheißen - Freitagsheimspiel = Punktegarantie? Seit dem vergebenen Matchball zum Aufstieg gegen den EV Landsberg im April 2006 (0:3) gabs am Freitag daheim immer Zählbares ECH: Kondelik,(Ondruschka) – Morrow,Engel,Staltmayr,Thomson,Sondermann,Baumgartner – Anderson,Rohatsch,Breiter,Chamberlain,Doyle,Welke,Huddy,Suchomski,Phillips,Deml,Meyer,Krull. EVF: Krüger,(Irrgang) – Anderson,Bindl,Virta,Krötz,Wartosch,Wurm – Nadeau,Festerling,Fiedler,Bezshchasnyy,Naumann,Häfele,Ziegler,Vaitl,Wagner. Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Oliver Schilling - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:25 |
| Es fährt ein Zug... |
| Natürlich nicht nach Nirgendwo, sondern nach Kaufbeuren (23.12.2007) oder Halle (18.01.2008). Da beide Ziele sehr attraktiv sind und somit eine eindeutige Festlegung nicht so ohne weiteres möglich war, können nun die Fans der EC Hannover Indians entscheiden, wohin der Indianer-Express 2007/08 rollen soll.
Und so geht's: Bis zum Heimspiel gegen den EC Peiting (04.11.2007) müssen für einen der beiden Züge mindestens 200 Anmeldungen vorliegen. Es wird nur ein Zug auf die Strecke geschickt. Stattfinden wird derjenige, für den am Stichtag im November die meisten - mindestens also 200 - Anmeldungen vorliegen. Die Kosten für den Zug nach Halle belaufen sich pro Person inkl. Eintrittskarte auf 60,00 Euro, der Zug nach Kaufbeuren schlägt pro Mitfahrer mit 75,00 Euro zu Buche, natürlich ebenfalls inkl. Eintrittskarte. Anmeldungen sind ab dem morgigen Heimspiel gegen den EV Füssen am Stand des Fan-Projekts hinter der Osttribüne am Pferdeturm möglich. Dabei wird eine Anzahlung von 30,00 Euro fällig. Wer möchte, kann sich natürlich auch für beide Fahrten anmelden, die Anzahlung ist nur einmal zu leisten. Also: Auf geht's, Indianer! Entscheidet Euch schnell, meldet Euch an und bringt so Euren Wunsch-Sonderzug auf die Strecke. |
| Autor: Sascha Hartung - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:24 |
| Vorbericht Dresden vs. ECH |
Drei Tage nach dem überraschenden 2:1-Erfolg beim Süd-Spitzenreiter EC Bad Tölz bekommen es die EC Hannover Indians am morgigen Freitag (05.10.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) erneut mit einem Oberliga-Vertreter aus dem Süden der Republik zu tun. Zu Gast in Niedersachsens Metropole sind die EV Füssen Leopards, gegen die Jan Welke und Co. nachlegen und drei Zähler auf heimischem Eis einfahren möchten.
Auch wenn nach sieben absolvierten Spielen nur zwei Siege und insgesamt neun Zähler auf dem Konto des Teams von Neu-Trainer Dave Rich stehen, darf der Allgäuer Traditionsclub, der seit 1949 15 nationale Meistertitel einfahren konnte (den letzten 1973) einfahren konnte, keinesfalls auf die vermeintlich leichte Schulter genommen werden. Vielmehr müssen die EC Hannover Indians gerade auch gegen Teams aus unteren Tabellenregionen hoch konzentriert zu Werke gehen. Zumal dann, wenn – wie im Falle des EV Füssen – ein durchweg gut besetzter Kontrahent auf dem Eis am Pferdeturm gastiert. Im Tor bauen die Verantwortlichen des EVF schon seit 1999 auf den früheren Weißwasseraner André Irrgang, der an guten Tagen Spiele im Alleingang gewinnen kann. Neu zum Team stieß mit Beginn dieser Saison Christian Krüger. Der 24-Jährige stammt aus der Füssener Talentschmiede und wird sich nach Stationen in Schwenningen und Bietigheim (2. Bundesliga) sowie beim DEL-Club Hamburg Freezers sicher nicht ausschließlich mit der Rolle des Back-ups begnügen, sondern gemeinsam mit Irrgang für ein solides Duo bürgen. Vermutlich nur sporadisch zum Einsatz kommen dürfte hingegen Jennifer Harß. Die 20 Jahre alte Linksfängerin durchlief in Füssen alle Nachwuchsteams und kann nun in der Oberliga zeigen, dass auf sie bei Bedarf Verlass ist. In der Abwehr galt es für Coach Dave Rich und Sportdirektor Franz-Josef Baader, den Abgang von Top-Defender Jeff White zum EHC Freiburg adäquat zu kompensieren. Dies scheint mit der Verpflichtung von Henri Virta gelungen zu sein. Der jüngere Bruder des nun ebenfalls für Freiburg verteidigenden Ex-Weideners Turo Virta kam von KooVee Tampere aus Finnland an den Kobelhang nach Füssen und ist nach sieben absolvierten Spielen mit 13 Zählern zweitbester Defender der Oberliga. Zehn Assists unterstreichen dabei deutlich Virtas Qualitäten im Spielaufbau. Ebenfalls viel für die Offensive leistet der zweite Kontingentspieler in Füssens Hintermannschaft, Nick Anderson. Der aus der ECHL von den Las Vegas Wranglers gekommene Rechtsschütze rangiert mit zwei Toren und sieben Vorlagen nach sieben Spielen auf dem fünften Platz der Verteidiger-Scorerliste der gesamten Oberliga. Leitwölfe in der jungen Füssener Truppe sind sicher der bereits seit 1996 das EVF-Trikot tragende Robert Scharpf und Markus Wartosch, der neben dem Engagement bei seinem Heimatclub auch schon in Stuttgart und Memmingen Oberliga-Erfahrung gesammelt hat. Mit Leonhard Prantl (Einsatz am Freitag fraglich), Armin Wurm und Michael Hemmerle haben hingegen drei ganz junge Akteure – Hemmerle, der Älteste des Trios, ist 20 Jahre alt – aus dem eigenen Junioren-Team die Chance, sich für die Oberliga zu empfehlen. Den „Sprung nach oben“ bereits geschafft haben Florian Bindl, Christian Krötz und Florian Neumayer, die seit 2005 für den EVF auflaufen und aus der Hintermannschaft der Leoparden nicht mehr wegzudenken sind. Ein ganz besonderes Auge sollte Hannovers Abwehr indes auf den Neu-Füssener Garrett Festerling haben. Der Topscorer des WHL-Teams Regina Pats (22 Tore und 51 Vorlagen in 67 Partien) ersetzt seit dem vergangenen Wochenende den aus Sicht des Füssener Managements enttäuschenden Jason Weitzel (vor Vertragsauflösung ein Tor und vier Vorlagen in ebenso vielen Oberliga-Spielen), der erst zu Saisonbeginn von der University of Regina nach Füssen gekommen war. Welches Potential Festerling hat, deutete der Mittelstürmer bei seinem zweiten Einsatz für den EVF gegen den EHC Klostersee an. Zum 8:7-Erfolg nach Verlängerung steuerte der 21-Jährige am Dienstagabend drei Treffer bei, darunter das Game Winning Goal. Beim Debüt im Füssener Trikot konnte Festerling die Niederlage seines neuen Clubs am Sonntag in Berlin zwar nicht verhindern (2:3 n.P.), aber immerhin einen Assist für sich verbuchen. Zum offenbar äußerst treffsicheren Neuzugang gesellen sich etliche Routiniers, die seit Jahren in der Oberliga zuverlässig Punkte sammeln. Allen voran Kapitän Eric Nadeau, 2004 aus Kempten in den Königswinkel gekommen und seitdem in den teaminternen Statistiken stets ganz oben zu finden. Aktuell rangiert der 33 Jahre alte Franko-Kanadier, dessen Einsatz am Freitag allerdings fraglich ist, mit 14 Punkten (sieben Tore) aus fünf bestrittenen Matches auf dem sechsten Platz der Oberliga-Scorerliste. Unterstützung erhält Nadeau vor allem vom technisch beschlagenen Ukrainer Ruslan Bezshchasnyy, der seit 2002 in schöner Regelmäßigkeit die gegnerischen Abwehrreihen schwindlig spielt und neben seiner Schnelligkeit auch über einen ausgeprägten Torriecher verfügt Den entwickelt derzeit auch Eigengewächs Florian Häfele, der in seiner zweiten Saison in der Oberliga aktuell in sieben Spielen bereits sechs Mal getroffen hat. Mit dem früheren Ravensburger Andrej Naumann verfügen die Leoparden über einen weiteren Spieler osteuropäischer Schule mit Scoring Touch. Die bislang fünf Assists des Deutsch-Russen belegen seine Stärken in der Vorbereitung von Toren. In Florian Vaitl, der aus dem Füssener Nachwuchs stammt, in Kaufbeuren aber auch schon Zweitliga-Erfahrung gesammelt hat, hat Coach Dave Rich einen weiteren vielseitigen Angreifer zur Verfügung, der sowohl als Torschütze wie auch Vorbereiter überzeugt und dem Kader der Gäste die nötige Tiefe verleiht. Dies tut auch Tom Fiedler, der bei den Berliner Eisbären seine Karriere begann, nach einigen DEL-Einsätzen 2003/04 hauptsächlich für das Oberliga-Team der Juniors auflief und zuletzt für den Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau spielte. Bei der Rückkehr in die Oberliga möchte der bullige 22-Jährige nun zeigen, dass mehr in ihm steckt als zuletzt gezeigt (in Crimmitschau sammelte er zehn Scorerpunkte, davon drei Tore, in 58 Spielen) und sich endgültig für höhere Aufgaben empfehlen. Denselben Anspruch haben langfristig sicher auch die Youngsters Thomas Hemmerle, Johannes Mayr, Tim Richter, Raphael Rohwedder, Raphael Minelli und Markus Wagner, die in der vergangenen Spielzeit allesamt noch für Füssens Bundesliga-Junioren aufliefen und nun behutsam an Deutschlands dritthöchste Spielklasse herangeführt werden sollen. Komplettiert wird die Offensivabteilung der stark auf die ausländischen Leistungsträger angewiesenen Allgäuer von Rückkehrer Matthias Ziegler (aus Memmingen), der bereits zwischen 2001 und 2006 für seinen Heimatclub in der Oberliga auflief. Der Einsatz des Rechtsaußen gegen die Hannover Indians ist morgen verletzungsbedingt allerdings noch fraglich. In der Warteschleife befindet sich derzeit auch Nikolai Varianov junior. Der Center mit Gardemaßen (1,86 Meter, 99 Kilogramm), in der abgelaufenen Spielzeit mit 47 Punkten (22 Treffer) viertbester Leoparden-Scorer und Sohn von EVF-Urgeisten Nikolai Varianov (absolvierte zwischen 1994 und 2001 299 Partien mit 408 Scorerpunkten für die Allgäuer) sollte im Team der Leopards eine Schlüsselrolle übernehmen. Statt dessen ist der frühere Höchstädter derzeit überzähliger Ausländer, da er – in Russland geboren – zwar jahrelang im Füssener Nachwuchs aktiv war, nach der Abschaffung des Status’ Eishockey-Deutscher aber als Kontingentspieler zählt. Sollte EVF-Kapitän Eric Nadeau gegen die Indians passen müssen, dürfte Varianov auflaufen, andernfalls bleibt ihm wohl nur die Tribüne. Doch egal ob mit oder ohne Nikolai Varianov junior, der EV Füssen wird am Freitag einen harten Prüfstein für die EC Hannover Indians darstellen. Die Niedersachsen müssen morgen (Schiedsrichter der Partie ist Levente Györgyicze vom EHC Troisdorf) über die gesamte Spielzeit hoch konzentriert zu Werke gehen und im Abschluss weiterhin so konsequent und kaltschnäuzig sein wie zuletzt in Bad Tölz. Kann diese Vorgabe umgesetzt werden, liegen drei Zähler und damit der weitere Ausbau der seit der Saison 2006/07 makellosen ECH-Bilanz von vier Siegen in vier Spielen gegen Füssen (7:3 und 5:2 in Füssen, 5:2 und 4:1 auf heimischem Eis) auf alle Fälle in Reichweite. Seine Premiere im Trikot der Indians feiert am Freitag Adam Ondraschek. Der 21 Jahre alte Torhüter vom Förderlizenzpartner Kassel Huskies aus der 2. Bundesliga wird am Wochenende den erkrankten Sandro Agricola als Back-up hinter Roman Kondelik vertreten. Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:23 |
| Strafe gegen West ausgesetzt |
| Gute Nachrichten für die Indians: Die Strafe gegen Trainer Joe West (8 Spiele Sperre) wird bis zur Deutschland-Cup-Pause ausgesetzt. Dies teilte der Vorsitzende des DEB-Sportgerichts Dr. Jörg Boulanger Indians Anwalt Wolfram Cech am Donnerstag telefonisch mit. West darf ab sofort wieder an der Bande coachen.
Der Vorfall, der zur Sperre führte soll dann im November in einer Beweisaufnahme geklärt werden. Die Indians vertreten die Ansicht, dass die der Spieldauerdisziplinarstrafe vorangehende 2-Minuten Strafe ohne ausreichenden Grund ausgesprochen wurde. Dies wäre jedoch als Voraussetzung für die anschließende Spieldauerstrafe erforderlich gewesen, unabhängig davon, ob auch Gründe für diese vorgelegen haben, was von Seiten der Indians ebenfalls bestritten wird. Boulanger meinte, die Verhandlung sollte aus Kostengründen in Hannover stattfinden. Beim Heimspiel gegen Füssen (Freitag, 20 Uhr) wird ein neuer Torwart auf der Indians-Bank sitzen. Da Back-Up Goalie Sandro Agricola krankheitsbedingt ausfallen wird, erhalten die Indians mit Adam Ondraschek vom Förderlizenzpartner Kassel Huskies Unterstützung. Ondraschek wird auch zum Spitzenspiel am Sonntag in Dresden der zweite Torwart hinter Roman Kondelik sein. |
| Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:22 |
| „Dreier“ im Krimi für die Indians |
Ein erstes Ausrufezeichen gesetzt haben am Dienstagabend die EC Hannover Indians in der Eishockey-Oberliga. Beim Spitzenreiter der Südgruppe, dem EC Bad Tölz, triumphierten die Niedersachsen mit 2:1 (0:0, 0:0, 2:1) und unterstrichen damit einmal mehr ihren unbändigen Siegeswillen. 58 Minuten lang hatten sich zwei gleichwertige Teams einen intensiven Schlagabtausch geliefert, ehe sich der ECH in den Schlussminuten hellwach zeigte, den Tölzer Führungstreffer bravourös wegsteckte und mit einem Doppelschlag durch Kyle Doyle und Ryan Huddy doch noch verdientermaßen drei Zähler mit auf die lange Rückreise nach Norddeutschland nehmen konnte.
Mehr als 1.500 Zuschauer in der schmucken Bad Tölzer Hacker-Pschorr-Arena, darunter rund 20 Hannoveraner, bekamen von Beginn eine hochklassige Partie geboten. Die Indians, bei denen Ken Latta den gesperrten Joe West als Coach an der Bande vertrat, starteten bissig und engagiert, wollten die Niederlage gegen Leipzig vom ersten Bully weg vergessen machen. So kamen die Großstadtindianer schon zum Auftakt zu etlichen guten Möglichkeiten, scheiterten aber immer wieder am gut reagierenden Thomas Ower im Gehäuse der Löwen. Gleiches Bild auf der anderen Seite: Roman Kondelik im Tor des ECH zeichnete sich während der ersten Minuten ebenfalls mehrfach aus, vor allem gegen den Tölzer Paradesturm mit Yanick Dubé, Florian Zeller und Travis James Mulock. Überhaupt agierten die Indians sehr clever, störten früh und entschlossen und ließen Bad Tölz somit wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Diese starke Defensivleistung war einer der Gründe, warum Joe West seinem Team auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie ein „fast perfektes Auswärtsspiel“ attestierte. Konnten sich die Tölzer Löwen doch einmal vors Hannoveraner Gehäuse kämpfen, stand darin mit Roman Kondelik ein Mann, der mit unglaublichen Reflexen an diesem Abend eine „Wand“ war. Brenzlig wurde es für den ECH meist bei Überzahlspielen der Löwen. Die Gastgeber ließen die Scheibe gut laufen, das bis dato treffsicherste Powerplay der Liga offenbarte aber eine große Schwäche an diesem Abend: Bad Tölz agierte zu kompliziert, spielte lieber einen Pass zu viel statt den direkten Abschluss zu suchen. Da Hannover zudem sehr engagiert im Penalty Killing agierte und seine Stärke darin einmal mehr untermauerte – die Unterzahlquote liegt jetzt bei 88,10 % und ist die viertbeste der Liga – ging die schnelle Partie torlos in die erste Pause. Auch im zweiten Abschnitt erspielten sich beide Teams hochkarätige Chancen, die beiden Torhüter – sowohl der junge Thomas Ower im Gehäuse des ECT als auch Routinier Roman Kondelik auf Seiten der Indians – zogen den Stürmern mit teilweise spektakulären Saves jedoch reihenweise den Zahn. Dass das Match trotz der fehlenden Tore keineswegs langweilig verlief, war großer Verdienst beider Clubs. Mit unermüdlichem Einsatz und hartem, aber stets fairem Körperspiel trugen sie wesentlich zu einer Oberliga-Partie auf hohem Niveau bei. Seinen Anteil daran hatte auch Schiedsrichter Fröschle, der das Match unauffällig und souverän leitete. Gegen Ende von Durchgang zwei erhöhte Bad Tölz das Tempo und die Indians sahen sich in kurzer Folge mehreren so genannten „Hundertprozentigen“ für die Isarwinkler gegenüber. Egal, ob bei Eins gegen Eins oder aus der Drehung aus spitzem Winkel. Was auch immer der Tabellenführer der Südgruppe probierte, stets blieb Roman Kondelik im Verbund mit seiner vor allem bei Nachschüssen sehr aufmerksamen Defensive Sieger. Und mit jedem abgewehrten Schuss, jedem gewonnen Zweikampf und jedem erfolgreich im Aufbau unterbundenen Tölzer Angriff wuchs die Sicherheit und das Selbstvertrauen der Cracks aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. So starteten die Indians denn auch mit breiter Brust in den Schlussabschnitt, konnten gleich zu Beginn eine rund 90-sekündige Überzahl trotz guter Ansätze aber leider nicht verwerten. So warteten die Indianer weiterhin aus einer sicheren Abwehr heraus geduldig auf ihre Chancen, ohne Bad Tölz allzu viel Raum zu gewähren. Insbesondere die Tölzer Topformation um Zeller, Dubé und Mulock wurde von den Indianern gut in Schach gehalten. Dass Bad Tölz in seinen Angriffen dennoch stets brandgefährlich blieb, lag am hohen Tempo, das die Isarwinkler gingen. Dem stand freilich Hannover in nichts nach, so dass die Partie auch im Schlussabschnitt hin und her wogte. Wieder erspielten sich sowohl ECT als auch ECH gute Möglichkeiten zur Führung, wieder war bei Ower und Kondelik jeweils Endstation. Die beste Chance, ihrerseits den Sack zuzumachen, hatten die EC Hannover Indians in der 50. Spielminute, als kurz hintereinander zwei Tölzer „Buam“ auf die Strafbank wanderten. Im anschließenden Powerplay lief die Scheibe gut, auch von der blauen Linie wurde geschossen, doch der Puck fand leider nicht den Weg ins Tor. Kaum war Tölz wieder komplett, drängten die Hausherren dann selbst auf den Siegtreffer – und wie: Angriff um Angriff rollte aufs Hannoveraner Gehäuse, doch Roman Kondelik rettete mehrmals in höchster Not und hielt seine Farben mit etlichen „Big Saves“ im Spiel. So deutete vieles auf die Verlängerung hin, doch es sollte noch mal eng werden für den ECH. In der 57. Minute zog Tölz nach einer Strafe wieder sein Überzahlspiel auf, die Scheibe lief schnell und sicher – und fand in Jean-Phillipe Morin einen dankbaren Abnehmer. Der Defender hämmerte den Puck doch noch in die Maschen – 1:0 für den EC Bad Tölz (58.). Die Führung der Hausherren war aufgrund der Drangphase in den vorausgegangenen Minuten verdient und für die Indians sah es so aus, als seien sie um den Lohn ihres großen Engagements gebracht worden. Doch weit gefehlt, denn in den anschließenden zweieinhalb Minuten bis Spielende dürfte jedem der 1.544 Zuschauer klar geworden sein, warum das am Pferdeturm so beliebte „Indians geben niemals auf“ nicht nur ein Fangesang ist, sondern in der Saison 2007/08 vom ECH wirklich gelebt wird. Die Großstadtindianer zeigten sich nach dem Gegentor keinesfalls geschockt, sondern schlugen eiskalt zurück. Zunächst jedoch nahm Ken Latta eine Auszeit: „Das war Taktik. Ich habe gesehen, wie Axel Kammerer seine Jungs nach dem Tor angefeuert hat und wollte ihm den Wind aus den Segeln nehmen“ erzählte der Deutsch-Kanadier mit einem verschmitzten Lächeln auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Lattas Schachzug gelang. Das anschließende Bully entschieden die Hannoveraner für sich. Jan Welke zog vors Tölzer Gehäuse, seinen Schuss konnte Thomas Ower parieren. Die Defensive der Löwen bekam den Abpraller jedoch nicht in den Griff, so lag der Puck frei vor Ower. Kyle Doyle bedankte sich und drosch die Scheibe aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich ins Netz (59.). Wäre ein Punkt für den ECH beim Spitzenreiter im Süden schon ein großer Erfolg gewesen, sollte es noch besser kommen. In der Schlussminute leistete sich die sonst sehr souverän agierende Tölzer Hintermannschaft einen groben Patzer, als Torschütze Jean-Phillipe Morin als „letzter Mann“ vor dem eigenen Tor den Puck vertändelte. Ryan Huddy spritzte dazwischen, lief allein auf Ower zu und verlud den Löwen-Keeper mit einem sehenswerten Rückhand-Schlenzer zum 2:1 für den ECH. Zwar mussten die Gäste in den Schlusssekunden noch mal eine Unterzahl überstehen, doch die Auszeit von ECT-Trainer von Axel Kammerer blieb letztlich ohne Wirkung, gelang den Tölzern der Ausgleich doch nicht mehr. Stattdessen durften sich die engagierten, stets hoch konzentrierten und konsequenten Hannover Indians nach einer Energieleistung über drei enorm wichtige Zähler freuen – nicht nur fürs eigene Punktekonto, sondern auch fürs Selbstvertrauen. So bilanzierte denn auch Trainer Joe West nach der Partie zufrieden: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat ein fast perfektes Auswärtsspiel geboten. Es war unheimlich schwer, hier zu gewinnen, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Tölzer Topspieler gut im Griff gehabt. Der Sieg war verdient“, meinte West. Für die Indians gilt es nun, den Rückenwind aus der Partie in Bad Tölz mitzunehmen und im Heimspiel gegen den EV Füssen am Freitag (05.10.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) nachzulegen. Mit einem Sieg könnten sich die Cracks um Kapitän Seppi Staltmayr nämlich an der Spitze der Oberliga-Gruppe Nord in Schlagdistanz zum Tabellenersten Dresdner Eislöwen festsetzen. Tore: 1:0 (57:22) Jean-Phillipe Morin (Terry Campbell, Adam Borzecki) 5-4, 1:1 (57:34) Kyle Doyle (Jan Welke, Alexander Engel), 1:2 (59:01) Ryan Huddy Strafminuten: EC Bad Tölz 10, EC Hannover Indians 14 + 10 Disziplinarstrafe gegen Josiah Anderson (Check von hinten) Zuschauer: 1.544 Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:21 |
| Vorbericht EC Bad Tölz vs. ECH |
Runde 48 Stunden nach der 4:6-Niederlage gegen starke Blue Lions Leipzig bekommen es die EC Hannover Indians erneut mit Löwen zu tun. Am morgigen Dienstag (02.10.2007, 19.30 Uhr, Hacker-Pschorr-Arena Bad Tölz) misst sich der Eishockey-Oberligist aus Niedersachsens Metropole allerdings in südlichen Gefilden mit Raubtieren, steht doch das Gastspiel beim EC Bad Tölz an, seines Zeichens Spitzenreiter der Süd-Division der Oberliga. Um im Isarwinkel wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren zu können, wird es auch darauf ankommen, die Kreise des Tölzer Top-Trios Yanick Dubé, Travis James Mulock und Florian Zeller entscheidend zu stören.
Natürlich besteht der EC Bad Tölz nicht nur aus der „Zaubermaus“ Yanick Dubé, Vorbereiter T.J. Mulock und Arbeitsbiene Florian Zeller, doch haben diese drei mit 52 Scorerpunkten aus bislang sechs absolvierten Partien maßgeblichen Anteil am Spitzenreiter-Status der Isarwinkler. Noch ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit thront die Mannschaft von Trainer Axel Kammerer im Süden auf dem Platz an der Sonne. Um den Frankokanadier Dubé als Leader, der zuletzt bei den Augsburger Panthern in der DEL aktiv war und nun wieder an seiner alten Wirkungsstätte spielt, wo er zwischen 1999 und 2003 schon einmal die Fans in der 2. Bundesliga verzückte, wurde eine starke Truppe aufgebaut. Heuer soll es mit der Rückkehr eben dahin klappen. Dazu wurde der Kader, traditionell aus dem eigenen Nachwuchs gut bestückt, geschickt verstärkt, um dem jugendlichen Elan die nötige Routine zur Seite zu stellen. Reichlich Erfahrung bringt etwa Florian Zeller mit, der in Bad Tölz das Eishockey-Einmaleins erlernte und zuletzt für den Zweitligisten EHC München stürmte, nach der kurzzeitig finanziell unsicheren Zukunft der Landeshauptstädter aus Bayern aber wieder in die Nähe seiner Familie ziehen wollte und in Tölz anheuerte. Für die Verantwortlichen um Trainer Kammerer ein Glücksfall, war damit die aktuell stärkste Angriffsreihe der Oberliga doch fast komplett. Dritter Mann im Bunde ist Travis James Mulock, der 2006 nach der Insolvenz der Ratinger Ice Aliens zum ECT wechselte, dort in 41 Partien 50 Scorerpunkte (21 Treffer) sammelte und auch heuer seine Torgefahr schon häufig unter Beweis gestellt hat. Im Stile einer echten Spitzenmannschaft sind die Tölzer Löwen aber auch auf den hinteren Positionen in der Angriffsabteilung stark besetzt, um ausgeglichene Formationen aufs Eis schicken zu können. Eine Führungsrolle hat hierbei sicherlich Terry Campbell inne. Der mittlerweile 39-Jährige sammelte in Ingolstadt, Iserlohn und Essen reichlich DEL-Erfahrung und spielte zuletzt mit dem SC Bietigheim-Bissingen dort, wo der EC Bad Tölz am Ende der Saison 2007/08 angekommen sein will: in der 2. Bundesliga. Von der Routine des Deutsch-Kanadiers sollen zahlreiche Talente profitieren, die langsam zu Leistungsträgern reifen, allen voran Marcel Waldowsky. Der wieselflinke Linksaußen war im vergangenen Spieljahr bei den Blue Devils Weiden die große Entdeckung und mit 52 Scorerpunkten (29 Tore) aus 50 Partien treffsicherster Youngster. Nun soll und will der 22-Jährige mit seiner Kaltschnäuzigkeit im Abschluss einen wesentlichen Teil zur Umsetzung der von Axel Kammerer formulierten Vorgabe beitragen: „Unser Ziel ist der Aufstieg“, macht der frühere Kasseler DEL-Spieler unmissverständlich klar. Die Tölzer Mannschaft scheint auch stark genug, denn mit dem routinierten Christian Urban, dem trotz seiner erst 21 Jahre sehr abgeklärt agierenden Michael Baindl und vor allem Christoph Fischhaber stehen weitere Talente bereit, die bereits zeigten, dass sie das Zeug für höhere Aufgaben haben. Vervollständigt wird die „Abteilung Attacke“ vom Ex-Heilbronner Martin Melchert, der im letzten Jahr auch zwei DEL-Partien für Augsburg absolvierte, Youngster Adrian Albanese sowie den Junioren Martin Leismüller und Daniel Mötsch. Last but not least läuft mit dem 21 Jahre alten Franz Mangold noch ein weiterer Akteur auf, der wie Florian Zeller im vergangenen Jahr beim Zweitligisten EHC München dem Puck nachjagte. Während im Tölzer Angriff also gewaltiges Potential schlummert, das die Löwen auch regelmäßig abrufen, könnte sich die Abwehr des im letzten Jahr noch im Playoff-Halbfinale an den Heilbronner Falken gescheiterten Altmeisters als Achillesferse erweisen. Nur sechs Verteidiger hat Coach Axel Kammerer zur Verfügung, andererseits mit noch zwei offenen Ausländerlizenzen – nachdem auch Yanick Dubé seit dem Sommer als Deutscher spielt – noch reichlich Handlungsspielraum. Und der Stamm an Defensivkräften ist durchaus beachtlich. Allen voran der Pole Adam Borzecki, der als „Quarterback“ im Powerplay mit seiner Treffsicherheit maßgeblichen Anteil an der Überzahl-Erfolgsquote von 31,91 Prozent hat, der aktuell zweitbesten der gesamten Liga. Offensive Unterstützung erhält Borzecki von Jean-Phillipe Morin, der von den Belfast Giants aus Großbritannien in den Isarwinkel wechselte und den Platz des nach Deggendorf zurückgekehrten Routiniers Jan Schinköthe einnimmt. Zweiter Neuer im Defensivverbund ist Roman Göldner von den Blue Devils Weiden. Der nur 1,78 Meter große Linksschütze geht keinem Zweikampf aus dem Weg, wie auch seine 176 Strafminuten aus der Saison 2006/07 belegen. Vervollständigt wird die Tölzer Hintermannschaft vom früheren Rosenheimer Michael Bergmann, mit 21 Punkten in der letzten Saison drittbester Tölzer Defender, sowie den Eigengewächsen Michael Pfaff und Florian Kirschbauer. Sie alle wollen dafür sorgen, dass auf Thomas Ower, neu aus Weiden zum Kader gestoßen, möglichst wenig Arbeit zukommt. Der 21-Jährige mit Zweitliga-Erfahrung (stand zwischen 2003 und 2005 in 21 Spielen für die Schwenninger Wild Wings zwischen den Pfosten) war im vergangenen Jahr einer der Shootingstars beim Viertelfinalgegner der Löwen und komplettiert nun das Weidener Trio in Tölz mit Roman Göldner und Marcel Waldowsky. Im Isarwinkel genießt der Linksfänger vollstes Vertrauen, muss aber auch den soliden, freilich nicht immer ganz unumstrittenen Marko Suvelo vergessen machen. Dies gelingt ihm bis dato jedoch sehr gut und für den Fall der Fälle hat der ECT auch noch Reserven: Back-up Markus Maier kam im letzten Jahr zwar nur zu fünf Einsätzen, agierte dabei aber stets solide. Dritte im Torhüter-Bunde ist Viona Harrer. Die 20 Jahre alte Junioren-Nationaltorhüterin ist mit einer Doppellizenz für die Bundesliga-Damen des EHC Memmingen ausgestattet und wird im Bedarfsfall sicher auch in der Oberliga „ihren Mann stehen.“ Morgen treffen die EC Hannover Indians also auf eine in allen Mannschaftsteilen hochkarätig besetzte, technisch versierte und körperlich robuste Mannschaft des EC Bad Tölz. Während die Löwen zuletzt beim EHC Freiburg einen 4:3-Sieg feierten, gilt es für die Großstadtindianer nach der Leipzig-Niederlage wieder in die Erfolgsspur zu finden. Dazu wird es in Bayern vor allem darum gehen, die Räume eng zu machen, diszipliniert zu spielen und Geduld zu zeigen. Kommt dann noch im entscheidenden Moment die nötige Kaltschnäuzigkeit hinzu, können die voraussichtlich ebenso wie der EC Bad Tölz komplett antretenden Niedersachsen beim Favoriten sicher für eine Überraschung sorgen. Wünschenswert wäre ein Erfolg auch mit Blick auf die bisherige Oberliga-Bilanz gegen Bad Tölz, weist diese doch in den letzten vier Partien nur einen Sieg – ein 3:2 am heimischen Pferdeturm im März 2007 – auf, während die Gastgeber des morgigen Duells in den übrigen drei Partien mit 3:2 und 4:2 vor heimischer Kulisse siegten und sogar 6:1 am Pferdeturm triumphierten. Für alle Fans der EC Hannover Indians, die nicht nach Bad Tölz fahren, gibt es im ECH-Liveticker unter http://www.ech-liveticker.de morgen wieder alle Tore, Strafen, News und Infos rund um das Gastspiel der Indianer in Bad Tölz. Außerdem im Ticker: Zwei Gewinnspiele mit Preisen von Lehner’s Wirtshaus in der Altstadt und von Otto’s Sportspub am Altenbekener Damm. Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:18 |
| Stillstand - aber kein Rückschritt |
Mit einer unglaublich charakterstarken Leistung als erste Mannschaft 2007 einen `Dreier` vom hannoverschen Pferdeturm entführt haben am Sonntag Abend die Blue Lions aus Leipzig. Beim 6:4-Triumph in Niedersachsen zeigte sich der letztjährige Regionalliga Nord/Ost-Champion wie schon am Freitag gegen Rostock (6:6 nach 4:6) als toller `Comebacker` und verkraftete insgesamt drei Rückstände um zwei Minuten vor Schluss mit der ersten eigenen Führung eiskalt auf die Siegerstrasse einzubiegen.
Die Hannover Indians kassierten erstmals seit Februar 2004 wieder daheim einen `Schlussdritteleinbruch` mit mindestens vier Gegentoren, der am Ende den Sieg und Tabellenplatz zwei kostete, waren aber Teilnehmer an einem hochunterhaltsamen Eishockeyspiel, in dem beide Teams 60 Minuten lang hohes Tempo gingen und gnadenlos offensiv agierten. Mit vier kompletten Angriffs- und Abwehrreihen hatte der ECH am Abend genau einen Block mehr aufzubieten als der vermeintliche Underdog aus Sachsen, welcher genau 15 Feldspieler aufs Eis bringen konnte. Umso überraschter dürften die meisten Zuschauer darüber gewesen sein, mit welcher Selbstverständlichkeit der Gast von der ersten Minute an mitspielte, teilweise gar euphorisch stürmte und somit schon das erste Drittel zu einem Leckerbissen für Eishockeyfans gestaltete. Die früh führenden Indians - R. Huddy hatte aus halblinker Position einen tollen Handgelenksschuss genau in den Giebel gesetzt (4.) – sahen schnell ein, dass sie heute beinahe gegen eine Kopie ihrer eigenen Spielweise zu agieren hatten. Nach dem umgehenden Lions-Ausgleich durch F. Eichelkraut zeigten sich die Gäste defensiv so stark wie es die Papierform aussagt, gaben kaum die eigene blaue Linie preis und konterten den ECH immer wieder flink aus – teilweise freilich zu ungestüm, denn nicht selten überliefen schon im Gegenzug die Indians ihrerseits die zu offensiv denkenden Löwenverteidiger, so dass vor beiden Toren einiges geboten war. Hier zeigte sich insbesondere Leipzig-Keeper J. Pospisil als Unterhaltungskünstler, da er drei, vier Hochkaräter entschärfen konnte, während er bei vermeintlich `leichten` Aktionen mehrmals wackelte. Mit dem 19-jährigen S. Staudt für Pospisil sahen sich die Gäste zu Beginn des zweiten Drittels für gleich 92 Sekunden in einer 3:5-Unterzahl, das Powerplay der Indians jedoch verlief viel zu statisch und langsam, so dass nur ein einziger Schuss dabei herumkam. Auch eine weitere Überzahl kurz darauf überzeugte nur wenig, der Puck allerdings lag im Leipziger Gehäuse – J. Welke hatte aus Nahdistanz einen Staudt-Rebound eingenetzt (25.). Nach dem sich noch in der gleichen Minute anschließenden 3:1 durch M. Rohatsch, der den Löwen-Keeper schön ausgezockt hatte, dauerte es allerdings wieder nur Sekunden bis der Gast unbeeindruckt antwortete und durch P. Czajka auf 3:2 stellte (26.) – die Auszeit Z. Travniceks nach dem 1:3 hatte scheinbar gefruchtet. Der restliche Abschnitt sah ein Chancenplus für Hannover, doch die Leipziger Gefährlichkeit bei Kontern blieb beeindruckend, allerdings zeigte sich der Gast mehr als einmal eine Idee zu verspielt, anstatt den direkten Weg zum Tor zu suchen. Die Kenig-Brüder, bislang Schrecken der Oberligaabwehrreihen, beschränkten sich bis hierher auf spektakuläre Moves und tolle Puckbehandlung, Effizienz ging von ihnen jedoch keine aus, auch nicht im Powerplay, welches vom Tempo her freilich trotzdem in einer anderen Liga spielte, als das des ECH. Der Schlussabschnitt begann mit einem Paukenschlag. Kaum hatte der Gast durch P. Czajka, der im Zusammenspiel mit L. Hoffmann - vor der Saison 06/07 in Hannover im Probetraining noch gescheitert - heute die Aufgabe des Scorers übernahm, auf 3:3 gestellt (43.), da zeigten die Lions ihre einzige Defensivschwäche des Abends, als E. Hofverberg – schon vor elf Jahren noch gegen Jungwirth, Wittbrock und co. Gast am Pferdeturm, insgesamt die zwölfte Saison in Deutschland aktiv – unbedrängt die Scheibe führend umfiel und K. Doyle somit das 4:3 ermöglichte (44.). Der Genickschlag für Leipzig? Mitnichten, mit einem erneuten Blitzkonter brachte schon Minute 45 den erneuten Ausgleich, als J. Anderson einen Risikoschuss auf den Kasten genommen hatte, der Puck von der Bande zu einem Lion prallte und es nur Sekunden dauerte, bis erneut Czajka eiskalt blieb. Die folgenden zehn Minuten stürmten beide Teams weiter mit offenem Visier, allerdings zeigte sich der Gast insgesamt in der eigenen Zone unglaublich stellungssicher und gestattete Hannover kaum noch `Sitzer`, die eigenen Konter wirkten stets eine Idee gefährlicher – der übliche Vorteil einer Auswärtsmannschaft in einer engen Partie. Zwar konnte der ECH zwei weitere Unterzahlsituationen gegen die stärkste Powerplaymannschaft der Liga bravourös überstehen, ein weiterer Blitzkonter über die verwaiste rechte Abwehrseite der Indians brachte allerdings das `Aus` im heutigen Spiel. Über D. Bartell und den überragenden L. Hoffmann gelangte die Scheibe zu J. Potac und der Slowake ließ S. Agricola, am Abend solider Vertreter für R. Kondelik, aus spitzem Winkel alt aussehen – das 4:5 und gleichzeitig der game-winner, da Hannover auch ein sechster Feldspieler nicht mehr half, im Gegenteil: in Koproduktion ließen die Kenig-Brüder den Puck drei Sekunden vor Schluss in den ECH-Kasten trudeln, die Überraschung war perfekt. Fazit: die Blue Lions Leipzig waren stark erwartet worden. Dass sie allerdings mit nur drei Reihen zu vier Toren im Schlussabschnitt gegen die bislang so sattelfeste Indiansdefensive würden kommen können, damit war nicht zu rechnen gewesen. Eine späte Genugtuung für die Eichelkraut, Czajka, Hoffmann und co., deren Oberligatauglichkeit in Berlin immer wieder angezweifelt worden war und die heute wie selbstverständlich in die Bresche sprangen, als die Kenig-Brüder einmal abgemeldet waren. Die auf dem Papier ehedem überzeugende Abwehr und defensiv-taktisch geschicktes Verhalten durch die Instruktionen des einstigen Meisterverteidigers aus München ergänzten am Abend das Gesamtpaket Blue Lions, denen am Freitag in Weiden und auch in der Saison 07/08 insgesamt einiges zugetraut werden darf – eine komplette Angriffsreihe fehlte heute verletzt und weitere Verstärkungen sind durchaus im Gespräch. Die Hannover Indians zeigten sich am Abend engagiert wie eh und je, hatten aber offensiv im Schlussdrittel zu wenige gute Szenen, dazu stimmte zweimal bei Blitzkontern der Gäste das Stellungsspiel in der Rückwärtsbewegung nicht. Die noch nicht 100%ige Abstimmung der Abwehrpärchen Baumgartner/Schadewaldt, bzw. Engel/Morrow mag dazu beigetragen haben, trotz allem muss beiden Neuzugängen eine solide Leistung bescheinigt werden. Die Dienstagspartie in B. Tölz, wo es im Vorjahr in zwei gutklassigen Auftritten 2:3 und 2:4 aus Indianssicht geheißen hatte, wird den ECH wieder einen Schritt nach vorne bringen. Der Weg, den man 07/08 eingeschlagen hat stimmt, etwaige Schlaglöcher – ehedem eingeplant – werden das Team nicht aus der Bahn werfen... So.,30.9.2007: Hannover Indians – Blue Lions Leipzig 4:6 (1:1,2:1,1:4) Tore: 1:0 (4.) Huddy 3 4-4, 1:1 (4.) Eichelkraut 4-4, 2:1 (25.) Welke 1 5-4, 3:1 (25.) Rohatsch 1, 3:2 (26.) Czajka, 3:3 (43.) Czajka, 4:3 (44.) Doyle 3, 4:4 (45.) Czajka, 4:5 (58.) Potac, 4:6 (60.) M. Kenig 5-6. Strfm.: ECH 14 – BLL 16 Zusch.: 2512 HSR: Lenhart Top(+): Ganz klar das Unterzahlspiel der Indians: 100% heute, 88,2% insgesamt, hier passt es bislang Flop(-): Höchste Heimniederlage seit zehneinhalb Monaten, erst das zweite Mal in der Ära West daheim punktlos GWG: J. Potac (58.) Beste Akteure: R. Huddy – L. Hoffmann, P. Czajka ECH: Agricola,(Kondelik) – Engel,Morrow,Baumgartner,Schadewaldt,Thomson,Staltmayr,Jernström,Sondermann – Chamberlain,Doyle,Krull,Welke,Suchomski,Phillips,Huddy,Meyer,Deml,Anderson,Rohatsch,Breiter. BLL: Pospisil(ab 21.Staudt) – Müller,Potac,Hofverberg,Witting,Gaudet,Felsch – K.Kenig,M.Kenig,M.Weigant,Czajka,Hoffmann,Bartell,Henk,Eichelkraut,Grimm. Quelle: ECH-Liveticker |
| Autor: Oliver Schilling - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:16 |