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Indians erkämpfen Punkt in Dresden
InfoUnbeeindruckt vom Fehlen ihrer Defensivkräfte Alexander Engel, Michael Dahms, Steve Slaton, Christopher Schadewaldt und Oskar Jernström haben die EC Hannover Indians beim Tabellenführer der Gruppe Nord der Eishockey-Oberliga einen wichtigen Punkt erkämpft. Nach intensiven 62 Minuten unterlagen die Schützlinge von Trainer Joe West den Dresdner Eislöwen erst in der Verlängerung mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) und bewiesen dabei einmal mehr tolle Moral und großen Kampfgeist.


Vor 3.175 Besuchern in der neuen Eisarena Dresden – darunter etwa 50 Hannoveraner – erwischten die Hausherren den besseren Start. Nach einem ungenutzten Indians-Powerplay waren die Eislöwen in der achten Spielminute kaum komplett, als Routinier Petr Hruby einen Rebound zum 1:0 für Dresden verwertete, das bislang in drei Auftritten vor heimischem Publikum erst einen Gegentreffer kassiert hatte.

Hannover ließ sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen und lauerte – gestützt auf eine trotz der Ausfälle sattelfeste Defensive und einen starken Roman Kondelik zwischen den Pfosten – weiter geduldig auf seine Chancen. Die Geduld sollte sich nach 13 Minuten auszahlen, als Goalgetter Ryan Huddy nach schöner Vorarbeit von Bryan Phillips zum Ausgleich traf: 1:1.

Fortan entwickelte sich eine Partie mit wenigen Torszenen, beide Teams setzen vornehmlich auf eine sichere Abwehr. Tauchte dennoch einmal ein Dresdener vor dem Gehäuse des ECH auf, war Roman Kondelik stets auf dem Posten und hielt seine Truppe im Spiel. Gleiches Bild auch auf der anderen Seite: Dresden stand defensiv gut, wenn sich ein Indian durchtanken konnte, parierte Michal Marik sicher. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die erste Pause.


Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Indians nach einer Strafe gegen Dresden in Überzahl die bis dato beste Gelegenheit, selbst in Führung zu gehen. Trotz guter Ansätze gelang dies jedoch nicht, vielmehr war wieder Dresden am Zug. Abermals war es Petr Hruby, der bei vier gegen vier seine Farben nach 25 gespielten Minuten wieder in Front brachte.

Nach gut einer halben Stunde musste Dresden seinen Torhüter wechseln und Norbert Pascha ging für Michal Marik zwischen die Pfosten. Der Slowake hatte im ersten Durchgang einen strammen Schuss von Indianer Robert Suchomski nur mit der Maske abwehren können und wurde nach Spielende mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Trotzdem hatte Dresden die Partie weiter im Griff, doch auch die Indians kamen zu guten Gelegenheiten. Zunächst konnten sie Norbert Pascha im Gehäuse der Eislöwen jedoch nicht überwinden. Dies sollte erst in der 36. Minute gelingen, als zwei Dresdner auf der Strafbank schmorten und der ECH in doppelter Überzahl erfolgreich war: Nach einem schönen „Hammer“ von Peter Baumgartner von der blauen Linie hielt Josiah Anderson den Schläger hin und fälschte für Löwen-Goalie Norbert Pascha unhaltbar ab – 2:2, zugleich auch der Stand nach 40 gespielten Minuten.


Der Ausgleich ging bis dahin in Ordnung, denn die dezimierten Indians boten dem Spitzenreiter einen tollen Kampf und setzten die Marschroute ihres Trainers Joe West, der vor allem diszipliniertes und defensiv stabiles Auftreten gefordert hatte, sehr gut um. Bei den herausgespielten Chancen zeigten sich die Indianer wie schon in den letzten Spielen zudem kaltschnäuzig und effektiv, so dass ein spannender Schlussabschnitt garantiert war.


Zu Beginn der letzten 20 Minuten hätte Dresden alles klar machen können, doch zeigten sich die Elbstädter zu verspielt und wollten die Scheibe regelrecht ins Tor tragen. Die Abwehr der Indians mit Roman Kondelik war jedoch hellwach und ließ zunächst keinen weiteren Treffer zu.

Nun entwickelte sich eine ansehnliche Partie mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch auch der ECH konnte seine Chancen nicht nutzen. Die besten Aussichten, selbst auf die Siegerstraße einbiegen zu können, hatten die Großstadtindianer ab der 54. Minute: In doppelter Überzahl gelangen jedoch nur einige gefährliche Aktionen, aber kein Torerfolg. Dennoch setzte dies nochmals neue Kräfte bei leidenschaftlich und aufopferungsvoll kämpfenden Indians frei, hatten sie in den letzten drei Minuten doch noch drei Hochkaräter auf ihrer Seite. Sowohl Torschütze Ryan Huddy als auch Jan Welke mit einem Schlenzer und Sven Breiter fanden bei ihren Schussversuchen jedoch in Norbert Pascha und der aufmerksamen Dresdner Hintermannschaft ihre Meister.


So wurde ein intensives Spiel zweier starker Mannschaften in der Verlängerung entschieden. Dort hatte Dresden das nötige Glück auf seiner Seite. So konnten die Eislöwen durch Routinier Petr Hruby, der mit seinem dritten Tor an diesem Abend seine starke Leistung krönte, in der 62. Spielminute das 3:2 erzielen und den Zusatzpunkt einfahren.



Dennoch können die EC Hannover Indians mit ihrem Gastspiel an der Elbe sehr zufrieden sein, haben sie doch einmal mehr großen Einsatz und Kampfgeist gezeigt. Da zudem die Defensiv-Marschroute von Trainer Joe West trotz des Verteidiger-Mangels – so half beispielsweise Fabian Krull in der Abwehr aus – sehr gut umgesetzt wurde, darf der Punkt, mit dem die Indianer die Rückreise nach Niedersachsen antreten, auf alle Fälle als verdientermaßen gewonnener Zähler gewertet werden. Zumal einer, der vorher nicht unbedingt eingeplant werden konnte und dadurch in der Endabrechnung noch umso wertvoller werden könnte.

Tore: 1:0 (7:24) Petr Hruby (David Cermak, Roman Weilert), 1:1 (12:02) Ryan Huddy (Bryan Phillips, Dennis Meyer), 2:1 (24:42) Petr Hruby (Tobias Stolikowski, David Cermak) 4-4, 2:2 (35:59) Josiah Anderson (Peter Baumgartner, Kyle Doyle) 5-3, 3:2 (61:51) Petr Hruby (Petr Skora, Marcel Linke) 4-4

Strafminuten: Dresden 20 + 10 Disziplinarstrafe gegen Jason Lundmark (Check gegen Kopf oder Nackenbereich), EC Hannover Indians 12

Zuschauer: 3.175
Quelle: ECH-Liveticker
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:27

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