| Mit Heimniederlage in die Pause |
Erstmals 07/08 gegen einen Südvertreter punktlos und erst zum dritten Male in der Ära J. West daheim ohne Zähler geblieben sind am Sonntag Abend die EC Hannover Indians. In einer spannenden und völlig ausgeglichenen Partie waren es einmal nicht die Indians, die ein Spitz auf Knopf stehendes Spiel kurz vor Schluss für sich entschieden, vielmehr kam der auswärtsstarke und am Pferdeturm schon immer gut aussehende EC Peiting in Minute 57 durch einen Penalty zum 3:2 (2:1,0:1,1:0)-Erfolg. Am Ende zweifellos kein unverdienter Sieg, beide Teams hätten allerdings am Abend Zähler verdient gehabt, so dass eine Overtime die Kräfteverhältnisse auf dem Eis wohl treffender wieder gegeben hätte.
Erneut ohne S. Slaton und R. Thomson antretend war der Start ins Spiel für Hannover schleppend verlaufen. Die beste Defensive des Südens machte vom Eröffnungsbully an klar, dass erst 41 Gegentore in 14 Spielen nicht von ungefähr kamen. Dem zunächst leicht verunsichert auftretenden 19-jährigen Goalie S. Vajs wurde praktisch sämtliche Arbeit durch glänzendes Agieren in der eigenen Zone abgenommen, konsequentes Stören der vier Gästereihen und das geschickte Verengen der Räume im Mitteldrittel taten ein übriges dazu, dass der Gast im ersten Abschnitt unter dem Strich den etwas besseren Eindruck machte. Ein Knallbonbon von P. Baumgartner im zunächst noch gut funktionierenden Powerplay stellte früh auf 1:0 (6.), drei weitere Überzahlspiele verpufften jedoch, so dass ein Elche-Doppelschlag binnen 35 Sekunden in Minute 15 den Spielverlauf zur ersten Pause durchaus korrekt wiedergab. Die Tore von J. Mares und A. Hack aus Nahdistanz waren eine empfindliche Bürde für den zweiten Durchgang. In diesem schaltete Hannover folgerichtig einen Gang hoch und hätte der Partie frühzeitig eine Wende geben können. R. Huddy (22.) und K. Doyle (28.) scheiterten jedoch mit Lattenschüssen, während B. Phillips bei einem break-away in Unterzahl wieder einmal das nötige Abschlussglück fehlte (32.). Das dennoch erzielte 2:2 (26.) war Resultat eines tollen Spielzuges über B. Phillips und D. Meyer, der J. Chamberlain mit einem Querpass vor dem Tor bediente. Bei weiteren Torchancen – insbesondere in einem 100-sekündigen 4:3-Powerplay zum Drittelende – hatten die Indians kein Zielwasser getrunken, mussten aber bei 40:00 trotzdem froh sein nicht sogar hinten zu liegen, da in Durchgang zwei dem ECP fast sechs Minuten Überzahl beschert wurden. Ein guter S. Agricola und mehrere das Tor nur knapp verfehlende Schüsse der Gäste verschonten Hannover jedoch und ließen den ECH heuer bereits zum zehnten Male (!) mit einem Unentschieden in den letzten Abschnitt starten. Dank einer Bilanz von bislang 7:2 Siegen aus solch knappen Partien starteten die Indians mit ihren nur rund 2300 Fans optimistisch in die letzten 20 Minuten. Zwei Teams auf Augenhöhe belauerten sich nun und erhofften den entscheidenden Patzer der Partie jeweils beim Gegner vorzufinden. Während der ECH als Heimteam eine Nuance aktiver erschien und sich im Anschluss an eine erste Topchance durch J. Welke (48.) Dank dreier weiterer Powerplays ein optisches Plus erspielte, verblüffte die Klasse, mit der der ECP defensiv aufwartete. Rund um den knapp 40 Minuten Eiszeit abreißenden M. Vavrusa verriet der Gast 60 Minuten lang aber auch nicht einen Wackler in der eigenen Zone und suchte auch weiterhin – zumeist über den ganz starken J. Mares – sein Heil in eigenen Angriffen. Ausgerechnet dem bis dahin spielerisch überzeugenden Ex-Peitinger R. Huddy sollte dann in der Crunchtime der entscheidende Fehler unterlaufen. Möglicherweise genervt vom zweitbesten Unterzahlspiel der Liga unterlief dem Kanadier an der gegnerischen blauen Linie beim Versuch einen Gegner aussteigen zu lassen der spielentscheidende Puckverlust. Sein Landsmann bei den Elchen, S. Barg, ging in Unterzahl auf und davon, ward regelwidrig am Einschuss gestört, verwandelte aber den folgerichtig verhängten Penalty gegen S. Agricola eiskalt. Ein Bewerbungsvideo des ansonsten unauffälligen ECP-Neuzugangs, der als Topscorer Peitings natürlich ein potentieller Neuzugang am Pferdeturm für 2008/09 ist... Der bereits beim Phillips-Solo in Durchgang zwei im entscheidenden Moment hellwache Gästekeeper wurde dann in den Schlussminuten zum Vater des Triumphs der Mannen von der Peitnach, als K. Doyle alleine vor S. Vajs scheiterte und auch im allerletzten Powerplay kein Vorbeikommen am 19-jährigen war. Mit ihrem Sieg beim Spitzenteam Hannover Indians dürfte der ECP nun auch die letzten Oberligafans auf sich aufmerksam gemacht haben. Bedingt durch eine Partie weniger im Tabellenbild noch nicht ganz vorn auftauchend, hatten die Schlagzeilen 07/08 im Süden bisher lediglich B. Tölz, Klostersee und Freiburg gehört, doch schon das 9:1 gegen Halle am Freitag mit acht deutschen Torschützen hatte aufhorchen lassen – der heutige Sieg nun bietet glänzende Perspektiven. Ist so ein Coup auch nach der Länderspielpause in Rostock möglich? Für den EC Hannover ist die knappe Niederlage ärgerlich, aber kein Beinbruch. Zwar zieht der Hauptkontrahent um Platz eins im Norden, die Dresdner Eislöwen, nun wieder an den Indians vorbei, doch mit Spielen gegen Erfurt (H) und Deggendorf (A) kann der ECH nach der neuntägigen Pause möglicherweise gleich wieder voll durchstarten. Am Willen des Teams heute den Dreipunkteerfolg zu holen gab es am Abend nichts auszusetzen, was fehlte war – wieder einmal – das nötige Glück im Abschluss. So., 4.11.07: Hannover Indians – EC Peiting 2:3 (1:2,1:0,0:1) Tore: 1:0 (6.) Baumgartner 6 5-4, 1:1 (15.) Mares, 1:2 (15.) Hack, 2:2 (28.) Chamberlain 9, 2:3 (57.) Barg (P). Strfm.: ECH 12 – ECP 20 Zusch.: 2267 HSR: Ninkov Top(+): Die Indians im oberen Viertel der Fairplaywertung mit unter 18 Strafminuten im Schnitt? Das gabs – sollte man dies bis ins Frühjahr so durchhalten – als Hannover Indians noch nie. Nach diversen letzten Rängen in dieser Statistik erstaunt die gute Platzierung angesichts der doch stets eng verlaufenden Partien und dem eher kämpferisch-arbeitenden Stil des Teams – J. West hat hier ganze Arbeit geleistet. Flop(-): Null Fortune bei der abendlichen Spielplanansetzung: während man seit April 2006 Freitags stets daheim punktet, muss man als Indiansfan Dienstags, Samstags und Sonntags leider immer mal wieder mit Nullrunden rechnen. Liegts an der dann weniger euphorischen Stimmung auf den Rängen? GWG: S. Barg (57.) Beste Akteure: J. Chamberlain – M. Vavrusa, J. Mares Bes.: - Phänomen A. Hack: in drei Oberligaspielzeiten bringt es der 21-jährige auf zwei eigene Tore, beide erzielt am hannoverschen Pferdeturm, keines davon allerdings gegen R. Kondelik. - Heute hier kein Tor, sonst eine Stärke: im Intervall 56.-60. Spielminute verzeichnet Hannover heuer schon 11 Tore. Zum Vergleich: 06/07 waren es in der gesamten Saison nur 11. ECH: Agricola,(Kondelik) – Morrow,Engel,Staltmayr,Baumgartner,Sondermann,Dahms – Deml,Huddy,Welke,Phillips,Meyer,Chamberlain,Anderson,Doyle,Krull,Rohatsch,Suchomski,Breiter. ECP: Vajs,(Sievers) – Vavrusa,Vogler,Kößl,K.Orr,Hain,Zeck,Schöpf – D.Orr,Barg,Krabbat,Saal,Mares,Guggenmos,Keppeler,Müller,Hack,Rehle,Wichert,Meier. |
| Autor: os - Kommentare (0) - 04.11.2007 um 22:29 |
| Schwere Aufgabe gegen den EC Peiting |
Am morgigen Sonntag (04.11.2007, 19.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) empfangen die EC Hannover Indians den EC Peiting zum Kräftemessen in der Eishockey-Oberliga. Gegen die Bayern, zuletzt mit 9:1 gegen die Saale Bulls des Aufsteigers ESC Halle 04 erfolgreich, tun sich die Großstadtindianer beinahe schon traditionell schwer. Im vergangenen Spieljahr mussten sie eine 3:4-Heimniederlage hinnehmen und sich in Peiting 2:3 nach Penaltyschießen und 2:3 nach regulärer Spielzeit geschlagen geben. Das zweite Heimspiel am Pferdeturm entschied der ECH hingegen 5:3 für sich. Auch wenn über 60 Minuten ein heißer Tanz bevorstehen wird gegen das junge Team von Peitings Coach Alexej „Leos“ Sulak, sind natürlich morgen drei Punkte das erklärte Ziel der Indians.
Mit einem der jüngsten Torhüter-Dreigestirne der Oberliga belegt der ECP in der Südgruppe mit 24 Zählern aktuell Rang fünf. Nachdem der ursprünglich für den Platz zwischen den Pfosten vorgesehene Tscheche David Adamec die Erwartungen nicht erfüllen konnte und bereits nach wenigen Einsätzen seine Koffer packen musste, vertrauen die Gäste auf zwei Förderlizenz-Torhüter des DEL-Partners Augsburger Panther. Der 19-jährige Stefan Vajs hat nach 10 Einsätzen bei einem Gegentorschnitt von 2,86 pro Spiel bereits einen Shut-out auf seinem Konto, während der 18 Jahre alte Markus Keller nach fünf Partien auf 2,96 Gegentreffer pro Partie kommt (zum Vergleich: ECH-Kultkeeper Roman Kondelik hat nach 11 Matches 2,59 Gegentore pro Spiel vorzuweisen, Sandro Agricola nach vier Einsätzen 3,00). Dritter in der Gilde der jungen Torhüter ist Eigengewächs Nicolas Sievers. Der 20-Jährige war zuletzt Torhüter der Peitinger Bundesliga-Junioren und wird sicher auch im Seniorenbereich die eine oder andere Chance bekommen, sein Talent zu zeigen. Dass die Elche des EC Peiting derzeit mit 41 Gegentreffern den zweitbesten Wert aller Oberliga-Teams aufweisen – lediglich die Dresdner Eislöwen sind mit 32 Gegentoren noch weniger anfällig – ist jedoch nicht nur Verdienst starker Torhüter, sondern auch einer sattelfesten Abwehr. Stützen sind hier insbesondere der vom tschechischen Erstligisten Havirov Panthers gekommene Milos Vavrusa und der auch schon in Landsberg aktive Werner Kößl. Der 29 Jahre alte Linksschütze Vavrusa ist zudem mit 13 Punkten aus 14 Spielen (drei Tore) Peitings zweitbester Defensivscorer. Übertroffen wird er nur noch vom 27-jährigen Werner Kößl, der mit 14 Zählern aus genau so vielen Matches (fünf Tore) derzeit auf Platz zehn der Verteidiger-Scorerwertung der Oberliga rangiert. Wichtiger Mosaikstein der Abwehr ist auch Reiner Hain. Der seit 2005 wieder für seinen Heimatclub aktive Rechtsaußen (war zuvor in Landsberg) wurde in dieser Spielzeit von Coach Leos Sulak zum Verteidiger umgeschult und glänzt seitdem mit viel Routine und Übersicht. Die zeichnet auch Thomas Zeck aus, der mit seiner Erfahrung ein ruhender Pol in der Hintermannschaft ist und ab und an im Powerplay auch offensive Akzente setzen kann. Komplettiert wird der Defensivverbund von Rückkehrer Hubert Schöpf (vom SC Riessersee), Fabian Weyrich, Mario Kögler und Nikolaus Meier. Zudem kann der ECP per Förderlizenz im Bedarfsfall auch auf den früheren Heilbronner Heiko Vogler zurückgreifen, der mittlerweile bei den Augsburger Panthern in der DEL unter Vertrag steht. Eine besondere Art von Familienzusammenführung durfte Doug Orr kürzlich erleben. Peitings stürmender Rechtsaußen spielt seit dem vergangenen Wochenende wieder mit seinem Bruder in einem Team. Als Ersatz für den hinter den Erwartungen zurückbleibenden Kamil Drimal verpflichteten die Gäste aus dem bayerischen Oberland Kyle Orr. Er absolvierte in der vergangenen Spielzeit 14 Partien für die Phoenix Roadrunners aus der nordamerikanischen Minor League ECHL und kam zudem auf 32 Einsätze für die Arizona Sundogs (CHL). Gegen Miesbach, den EHC Klostersee und Halle feierte der 22-jährige Kanadier ein viel versprechendes Debüt im Peitinger Dress und die Verantwortlichen hoffen, dass er der Hintermannschaft noch mehr Stabilität verleihen und zudem für offensive Impulse sorgen kann. Kyle Orrs Vorlagen kann dann beispielsweise Simon Barg verwerten. Der 24-Jährige, zuletzt für die University of Toronto in der College-Liga CIS aktiv, ist mit 25 Punkten (13 Tore) aus 14 Spielen momentan fleißigster Punktesammler der Gäste. Seinen Teil zum Erreichen der Play-offs beitragen will auch Doug Orr. In der vergangenen Spielzeit sammelte der 26 Jahre alte Kanadier für die Rio Grande Valley Killer Bees, Youngstown Steelhounds und Arizona Sundogs – allesamt in der CHL beheimatet – in 33 Matches insgesamt 17 Scorerpunkte (zehn Tore). Bei seinem ersten Europa-Engagement hat sich Doug Orr rasch zum Führungsspieler des EC Peiting entwickelt. Solch eine Rolle fällt auch Jaroslav Mares zu. Der 30-jährige Tscheche kam gemeinsam mit Milos Vavrusa aus Havirov an die Peitnach und verbuchte in der vergangenen Saison in 13 Einsätzen in der 1. Liga Tschechiens vier Punkte (zwei Tore) auf seinem Konto. Neben erfahrenen Kontingentspielern bauen die Elche auch auf eine Reihe routinierter Deutscher, von denen einige den Eishockey-Sport sogar in Peiting erlernt haben. In diese Kategorie fallen beispielsweise Markus Keppeler und Klaus Müller. Anton Saal stammt hingegen aus dem Nachwuchs des SC Riessersee, gehört nach einem Intermezzo beim Zweitligisten Fischtown Pinguins Bremerhaven aber bereits seit 2006 zu den unverzichtbaren Stützen der Peitinger Offensive. Dies gilt auch für Andreas Guggenmos, der in der Saison 2005/06 maßgeblichen Anteil am Aufstieg des EV Landsberg in die 2. Bundesliga hatte und anschließend nach Peiting wechselte. Per Förderlizenz ist zudem noch ein Augsburger Quartett für Peiting spielberechtigt. Daniel Huhn und Christian Wichert waren 2006 Mitglieder der Aufstiegsmannschaft des EV Landsberg 2000, die sich in einer dramatischen Play-off-Serie gegen die EC Hannover Indians durchsetzte, während Daniel Menge zuletzt für die Dresdner Eislöwen die Schlittschuhe schnürte. Komplettiert wird die „Vierer-Bande“ vom 18-jährigen Alexander Rehle aus dem Augsburger Nachwuchs, der in Peiting Spielpraxis sammeln soll und zum 9:1-Erfolg am Freitag gegen Halle einen Treffer beisteuerte. Gemeinsam mit starken Akteuren aus der eigenen Talentschmiede wie Florian Simon und Dominic Krabbat – er hat ebenfalls eine Förderlizenz für Augsburg – kann Peitings Übungsleiter Leos Sulak ein zwar junges Team (Durchschnittsalter: 23,1 Jahre) aufs Eis schicken, das aber im Verbund mit seinen Führungsspielern über die nötige Erfahrung verfügt, um den Weg in die Play-offs erfolgreich beschreiten zu können. Dorthin möchten auch die EC Hannover Indians, die am Sonntag mit dem in Bestbesetzung antretenden ECP eine hohe Hürde überwinden müssen. Gegen das zweitbeste Unterzahlteam der gesamten Oberliga mit einer Penalty-Killing-Quote von 86,67 % wird es für die früheren Peitinger Kyle Doyle, Ryan Huddy und Peter Baumgartner mit ihren Mitspielern schwer werden, das zuletzt immer besser funktionierende Powerplay richtig zur Geltung zu bringen. So gilt es denn, über die gesamte Spielzeit geduldig und diszipliniert aufzutreten und auch bei Fünf gegen Fünf im entscheidenden Moment eiskalt zuzuschlagen. Kann diese Marschroute umgesetzt werden, sind drei Punkte ein realistisches Ziel für die Großstadtindianer aus Niedersachsen. Bei der unter Leitung von Hauptschiedsrichter Stascha Ninkov (TSG Reutlingen) stehenden Partie gegen den EC Peiting müssen die Indians allerdings auf den noch immer verletzten Abwehrspieler Steve Slaton genauso verzichten wie auf Defender Robin Thomson, der mit der deutschen U 19-Nationalmannschaft in Kanada weilt. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 03.11.2007 um 19:00 |
| Sonderzug aktuell |
| Beim morgigen Heimspiel gegen den EC Peiting (04.11.2007, 19.00 Uhr) besteht letztmalig Gelegenheit, sich für einen der beiden zur Wahl stehenden Sonderzüge anzumelden, die die EC Hannover Indians in der Saison 2007/08 bei ihrer Jagd nach Punkten in fremden Oberliga-Stadien unterstützen sollen.
Zur Auswahl stehen zwei Ziele: * Kaufbeuren am 23.12.2007, der Preis beträgt 75,00 Euro inkl. Eintrittskarte * Halle am 18.01.2008, der Preis beträgt 60,00 Euro inkl. Eintrittskarte Derzeit führt Kaufbeuren klar vor Halle. Nach dem morgigen Heimspiel müssen mindestens 200 Anmeldungen vorliegen, damit der Sonderzug weiter geplant werden kann. Der Zug, der bis zum Stichtag die meisten Anmeldungen - mindestens 200 - erhalten hat, geht auf die Strecke. Das Anmeldeverfahren: * Anmeldungen werden entgegengenommen am Fanprojekt-Stand hinter der Osttribüne * Anzahlung: 30,00 Euro * Auch bei einer Anmeldung für beide Züge ist die Anzahlung nur einmal zu leisten Noch fehlen einige Anmeldungen bis zur magischen Zahl von 200. Also nicht mehr lange zögern und anmelden, damit auch dieser ECH-Sonderzug - wie alle anderen in der Geschichte der Indians zuvor - auf die Reise durch Deutschland geschickt werden kann. |
| Autor: Sascha Hartung - Kommentare (0) - 03.11.2007 um 16:16 |
| Indians ab 14 Uhr bei ENGEL ÖFFNEN TÜREN |
Am heutigen Samstag sind die EC Hannover Indians ab 14 Uhr in der Kröpke Passage zum Start der NKR-Aktion ENGEL ÖFFNEN TÜREN zu Gast.
ENGEL ÖFFNEN TÜREN ist eine Aktion des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellen Register (NKR). In der Aktion ENGEL ÖFFNEN TÜREN werden Adventskalender gegen eine Spende von € 10,00 abgegeben, die dem NKR zu Gute kommen und Leben retten können. Hinter jedem Türchen des Kalenders verbergen sich attraktive Preise. Es lohnt sich also doppelt zu spenden und dafür einen ganz besonderen Adventskalender zu erwerben. Quelle: Informationsschreiben |
| Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 03.11.2007 um 11:31 |
| Auch in Grafing drei Punkte für Hannover |
Den vierten Sieg in Folge eingefahren haben am Freitagabend die EC Hannover Indians. Beim EHC Klostersee, dem Überraschungsteam der Südstaffel und mit 31 Zählern ebenfalls auf Platz zwei rangierend, setzte sich der niedersächsische Eishockey-Oberligist in einem hart umkämpften Spiel verdientermaßen 5:3 (1:2, 1:0, 3:1) durch. Somit nehmen die Cracks von Cheftrainer Joe West vor dem Sonntags-Heimspiel am hannoverschen Pferdeturm gegen den EC Peiting (04.11.2007, 19.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) mit 34 Zählern den zweiten Tabellenplatz der Gruppe Nord ein – punktgleich mit Spitzenreiter Piranhas Rostock, der ein Spiel mehr absolviert hat.
Dabei gelang den Hausherren in Grafing bei München der bessere Start. Der EHC Klostersee begann druckvoller und engagierter, logische Folge war die Führung durch Jonathan Hobson in doppelter Überzahl bereits nach vier gespielten Minuten. Auch in der Folgezeit blieben die Grafinger das Spiel bestimmende Team, Hannover fand jedoch etwas besser in die Partie. So erspielten sich die Großstadtindianer ihrerseits erste Möglichkeiten. Eine davon nutzte Geburtstagskind Jan Welke in der elften Spielminute zum Ausgleich. Der am Freitag 28 Jahre alt gewordene ECH-Angreifer verwertete eine Vorlage von Ryan Huddy zum 1:1. Unbeeindruckt vom Gegentreffer blieb der EHC Klostersee in den ersten 20 Minuten weiter die Ton angebende Mannschaft und ging durch den wieselflinken Petr Zajonc in der 16. Spielminute erneut in Führung. Das 1:2 aus Sicht der Indians, das bis zur ersten Drittelpause Bestand hatte, ging aufgrund der höheren Spielanteile für Grafing zu diesem Zeitpunkt in Ordnung. In der Kabine hatte ECH-Coach Joe West offenbar die richtigen Worte an sein Team gerichtet, denn die Indians präsentierten sich in Durchgang zwei wesentlich spritziger, aktiver und engagierter vor dem Tor und in den Zweikämpfen. Da der EHC Klostersee dem in nichts nachstand, entwickelte sich nun eine ausgeglichene Partie mit guten Chancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter – Florian Hochhäuser im Grafinger Gehäuse und Roman Kondelik zwischen den Pfosten der Indians – konnten sich jedoch mehrfach auszeichnen und ließen zunächst keine Treffer zu. Erst nach 36 Minuten durften die Großstadtindianer wieder jubeln. In Unterzahl zeigte sich Kyle Doyle eiskalt und überlistete EHC-Keeper Florian Hochhäuser zum nunmehr verdienten 2:2-Ausgleich. Durch diesen Treffer gewann Hannover mehr und mehr an Sicherheit, konnte im Mittelabschnitt aber nicht mehr nachlegen. Dies gelang erst zu Beginn des letzten Drittels, in das der ECH mit sehr viel Elan und Druck startete. In der 43. Minute traf Jamie Chamberlain zur erstmaligen Hannoveraner Führung und erzielte das 3:2. Kurios die Entstehung des Tores: Der Kanadier wollte von hinter dem Tor passen, die Scheibe sprang Grafings Torhüter Florian Hochhäuser an den Ellenbogen und von dort in die Maschen. Trotz dieses Nackenschlages steckten die Gastgeber nicht auf, blieben vielmehr mit schnell vorgetragenen Angriffen weiter brandgefährlich. Mehrmals musste Roman Kondelik sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Da auch die Indians ihrerseits gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, stand das intensive Match weiter auf des Messers Schneide. In der 51. Spielminute war dann auch der Deutsch-Tscheche in Hannovers Tor machtlos und musste einen Schuss von Florian Saller passieren lassen – 3:3 in der Schlussphase. Dort wogte die Partie weiter hin und her, beide Mannschaften hatten mehrfach den Siegtreffer auf dem Schläger. Gelingen sollte der jedoch den EC Hannover Indians. Nach 57 Zeigerumdrehungen – die Niedersachsen waren in Überzahl – packte Alexander Engel den Hammer aus. Beim fulminanten Schlagschuss des früheren Duisburgers von der blauen Linie gab es für Florian Hochhäuser im Kasten des EHC Klostersee nichts zu halten. Mit dem 4:3 war die Entscheidung zugunsten der Indians gefallen. Zwar setzte Grafings Trainer John Samanski in der Schlussminute alles auf eine Karte und nahm seinen Keeper nach einer Auszeit zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Vielmehr machte Indianer Ryan Huddy per Empty Net Goal zum 5:3 alles klar und beseitigte damit die letzten Zweifel am wichtigen und verdienten Erfolg der EC Hannover Indians, die einmal mehr ihren unbändigen Siegeswillen eindrucksvoll unterstrichen (60.). EHC Klostersee - EC Hannover Indians 3:5 (2:1, 0:1, 1:3) Tore: 1:0 (3:51) Jonathan Hobson (Jared Mudryk, Darren McMillan) 5-3, 1:1 (10:12) Jan Welke (Ryan Huddy, Michael Dahms), 2:1 (16:00) Petr Zajonc (Florian Saller, Vaclav Ruprecht), 2:2 (35:40) Kyle Doyle (Alexander Engel, Jamie Chamberlain) 4-5, 2:3 (42:33) Jamie Chamberlain (Bryan Phillips, Michael Dahms), 3:3 (50:49) Florian Saller (Petr Zajonc, Raymund Nickel), 3:4 (56:27) Alexander Engel (Jan Welke) 5-4, 3:5 (59:14) Ryan Huddy (Jamie Chamberlain) 5-6 ENG Strafminuten: EHC Klostersee 10 + 10 Disziplinarstrafe gegen Oliver Wälde (Check von hinten), EC Hannover Indians 12 Zuschauer: 663 |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (2) - 03.11.2007 um 01:10 |
| Bilder vom Heimspiel gegen Weiden |
| In der ECH-Fotogalerie sind jetzt 46 Bilder vom Match gegen Weiden am Pferdeturm (21.10.2007) verfügbar. |
| Autor: ECH-Fotogalerie - Kommentare (0) - 01.11.2007 um 18:00 |
| Indians gastieren beim Überraschungsteam |
Nach sechs Punkten aus den Matches gegen Kaufbeuren (5:2) und bei den Passau Black Hawks (4:3) möchten die EC Hannover Indians auch am kommenden Wochenende weiter auf der Erfolgsspur bleiben. Zum Auftakt führt den niedersächsischen Eishockey-Oberligisten der Weg am morgigen Freitag nach Grafing bei München, wo der EHC Klostersee beheimatet ist (02.11.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion Grafing, Hauptschiedsrichter ist Christian Oswald vom EV Bad Wörishofen).
Den Rot-Weißen gelingt es unter der Regie von Präsident Alexander Stolberg seit Jahren konstant, mit einem engen finanziellen Rahmen starke Mannschaften aufs Eis zu schicken, die für die eine oder andere Überraschung sorgen können und regelmäßig um den Einzug in die Play-offs mitkämpfen. So auch in der Spielzeit 2007/08, in der sich die Cracks von Trainer John Samanski hinter Spitzenreiter EC Bad Tölz mit 31 Zählern derzeit auf Platz zwei der Oberliga-Gruppe Süd festgebissen haben und damit neben Rostock sicher zu den großen Überraschungen der noch jungen Saison gehören. Zwei Faktoren sind hauptsächlich ausschlaggebend für den Klosterseer Erfolg: Die große Talentschmiede, aus der immer wieder starke Akteure des eigenen Nachwuchses nachrücken, die dann zu Leistungsträgern in der Oberliga werden. Zum anderen die Tatsache, dass das Team im Laufe der vergangenen Jahre nur auf wenigen Positionen umgebaut wurde und so sehr eingespielt ist. Dies gilt auch für die Torhüterposition, wo Florian Hochhäuser bereits seit 1999 seiner Tätigkeit für die Grafinger nachgeht. Der 29-Jährige hat seine Schulterverletzung vom Dezember letzten Jahres, die das frühzeitige Saison-Aus bedeutete, komplett weggesteckt und gehört mit zu den Garanten für den starken Auftritt des EHCK. Ein Blick auf die Statistik untermauert Hochhäusers Stärke, ist er doch mit einem Gegentorschnitt von 2,28 pro Partie derzeit zweitbester Torhüter der gesamten Oberliga. Hinter dem Routinier steht mit Patrick Ashton, per Förderlizenz vom ERC Ingolstadt für den morgigen Indians-Gegner spielberechtigt, ein junger Keeper bereit, der in der Oberliga bedenkenlos eingesetzt werden kann. Der Deutsch-Kanadier spielte zuletzt 2005/06 für den EV Landsberg in der dritthöchsten deutschen Spielklasse und hatte dort als Entlastung für Dennis Endras großen Anteil am späteren Aufstieg der Lechstädter. In David Heymann vom DNL-Team der Star Bulls Rosenheim lauert zudem ein junges Talent auf seine Chance, die er sicher auch bekommen wird. Da EHC-Cheftrainer Samanski im Bedarfsfall per Förderlizenz auch noch auf den Landshuter Josef Mayer zurückgreifen kann, sind die Grafinger zwischen den Pfosten insgesamt sehr gut besetzt. Dies trifft in der aktuellen Spielzeit auch auf die Abwehr der Süddeutschen zu. Agierte Klostersee 2006/07 noch mit bis zu drei „umfunktionierten“ Stürmern in der Hintermannschaft, legten die Verantwortlichen heuer Wert darauf, gestandene Defensivkräfte hinzuzugewinnen. Dies ist insbesondere mit Alexander Schuster gelungen. Der 32 Jahre alte Routinier, in der abgelaufenen Spielzeit einer der Publikumslieblinge am Pferdeturm, wollte wieder in die Nähe seiner in München lebenden Familie und nimmt nun in Grafing eine tragende Rolle ein. Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Darren McMillan von Wichita Thunder (CHL) sorgt der Rechtsschütze vor allem für mehr Stabilität in der Hintermannschaft und die Absicherung des eigenen Tores. So kann Vaclav Ruprecht, der seine achte Spielzeit in Diensten der Rot-Weißen bestreitet, sein Offensivpotential voll ausschöpfen. Gemeinsam mit Darren McMillan (Zwölf Scorerpunkte, davon drei Tore) ist der Tscheche derzeit punktbester Verteidiger des EHC Klostersee (Zehn Zähler, davon zwei Treffer). Vorrangig defensive Aufgaben nehmen hingegen Rückkehrer Rudi Lorenz vom TEV Miesbach und der junge Sebastian Gumplinger aus Landshut wahr, der mit einer Förderlizenz auch für den Zweitligisten EHC München spielberechtigt ist. Die gelungene Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan, Offensivkraft und Defensivstabilität in der Grafinger Abwehr komplettieren Raymond Nickel und Bernd Rische, die bereits seit 1997 bzw. 1998 ohne Unterbrechung im Seniorenbereich für ihren Heimatclub auflaufen. Eingespielt sind auch die Angriffsreihen des EHCK, von denen insbesondere die Formation um Petr Zajonc und die Saller-Brüder Florian und Michael der Indians-Abwehr höchste Aufmerksamkeit abverlangen dürfte. In der vergangenen Spielzeit markierte das Trio gemeinsam 186 Scorerpunkte. Dabei hatte der trotz seiner mittlerweile 37 Jahre noch immer pfeilschnelle Tscheche Petr Zajonc – er spielt seit 1999 für die Rot-Weißen – mit 41 Treffern die Rolle des Torjägers inne, während der auch schon für den Zweitligisten Fischtown Pinguins Bremerhaven aktive Florian Saller mit 46 Vorlagen eher für die Vorbereitung der Tore zuständig war. Eine nahezu ausgeglichene Bilanz (22 Tore und 27 Vorlagen in 49 Spielen) wies hingegen Michael Saller auf, mit 21 Jahren der Youngster dieser Sturmreihe. Der aktuelle Topscorer des EHC Klostersee ist jedoch im nominell zweiten Angriff zu finden. Jared Mudryk, vor der abgelaufenen Spielzeit vom Neusser EV aus der Regionalliga NRW nach Süddeutschland gewechselt, ist inzwischen endgültig in der Oberliga angekommen. Mit 13 Toren und 13 Vorlagen aus 15 Saisonspielen rangiert der 24-jährige Kanadier momentan auf Rang neun der ligaweiten Top-Scorer-Statistik. Gemeinsam mit Mittelstürmer Jonathan Hobson von den Lubbock Cotton Kings, die ebenfalls in der nordamerikanischen Minor League CHL aktiv sind, und dem früheren Ratinger Oliver Wälde soll Mudryk die ohnehin hohe Durchschlagskraft des EHCK-Angriffs weiter erhöhen. Mit Johannes Wieser und Uli Drechsler stehen Grafings Coach John Samanski zudem etablierte deutsche Stürmer zur Verfügung, die ebenfalls für etliche Scorerpunkte gut sind und weitere Variationsmöglichkeiten eröffnen. Komplettiert werden die Angriffsreihen von Cori Sicorschi und dem Ex-Füssener Valentin Scharpf, der mit 19 Jahren als großes Talent gilt und nach acht Scorerpunkten im Vorjahr in seiner zweiten Spielzeit für den EHC Klostersee einen weiteren Sprung nach vorne machen möchte. Mit Sebastian Bonner und Max Rosic stehen zudem zwei Youngster aus der vereinseigenen Talentschmiede bereit, die darauf warten, in der Oberliga Spielpraxis sammeln zu können. In Anbetracht des ausgeglichen besetzten Kaders und des großen Offensivpotentials des morgen in Bestbesetzung auflaufenden EHC Klostersee steht den EC Hannover Indians eine hohe Hürde bevor. Die Großstadtindianer müssen vor allem defensiv über die gesamte Spielzeit hellwach sein, um die Kreise von Zajonc und Co. entscheidend stören zu können. So gilt es dann, unnötige Strafzeiten zu vermeiden und geduldig auf eigene Chancen zu warten. Können die Cracks um Ryan Huddy und Kyle Doyle diese Möglichkeiten dann konsequent verwerten, bestehen gute Chancen auf einen Fortbestand der Erfolgsserie des ECH gegen den EHC Klostersee. In der vergangenen Spielzeit behielten die Niedersachsen in vier Vergleichen vier Mal die Oberhand (5:4 n.P., 4:3, 8:4, 6:5 n.V.) und natürlich möchten die Indians – ohne den Langzeitverletzten Steve Slaton und den mit der deutschen U 19 in Kanada weilenden Robin Thomson – auch morgen in Bayern Punkte einfahren. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 01.11.2007 um 16:07 |
| Last-Minute-Sieg bringt Platz 1 |
Buchstäblich in letzter Minute die Tabellenspitze der Eishockey-Oberliga, Gruppe Nord, erklommen haben am Sonntagabend die EC Hannover Indians. Erst drei Sekunden vor Ende der Partie beim bayerischen Aufsteiger Passau Black Hawks fiel die Entscheidung zugunsten der Niedersachsen, die nach dem 4:3 (2:1, 1:1, 1:1)-Erfolg und den gleichzeitigen Niederlagen Rostocks und Dresdens erstmals in dieser Saison mindestens bis Dienstag den Platz an der Sonne einnehmen.
Maßgeblichen Anteil am schwer erkämpften, aber verdienten, Sieg hatte Sandro Agricola. Der junge Keeper bot als Vertreter von Roman Kondelik eine gute Leistung zwischen den Pfosten des ECH und hielt seine Farben insbesondere im Schlussdrittel mit etlichen Glanzparaden im Spiel. Zu Beginn des Matches vor 710 Zuschauern im Passauer IceGate waren die Indians trotz der langen Anreise die aktivere Mannschaft. Mit schnell vorgetragenen Spielzügen kamen sie immer wieder zu guten Möglichkeiten, fanden zunächst aber in Passaus slowakischem Torhüter-Neuzugang Jozef Ondrejka ihren Meister. Erst in der sechsten Spielminute war es Sebastian Deml, der mit seinem zweiten Wochenendtreffer die Führung für den ECH erzielte. Hannover agierte nun weiter konzentriert und kontrollierte Spiel und Gegner. Passau kam lediglich zu einzelnen Entlastungsangriffen, die allesamt sichere Beute von Sandro Agricola waren. Kaltschnäuziger im Abschluss zeigten sich die Großstadtindianer, für die Alexander Engel nach 17 gespielten Minuten in Überzahl auf 2:0 erhöhte. Wie schon in den Spielen zuvor fanden die Indians nach dem Tor jedoch nicht schnell genug wieder die nötige Konzentration und kassierten – Spiegelbild der Partie gegen Kaufbeuren – kurz darauf den ersten Gegentreffer. Passaus Goalgetter Janne Kujala überlistete Sandro Agricola und verkürzte auf 2:1, das zugleich auch den Stand nach 20 Minuten bedeutete (19.). Hatten die Gäste aus Niedersachsen im ersten Durchgang etliche weitere Chancen ungenutzt gelassen, das Ergebnis deutlicher zu gestalten, zeigten sie sich am Anfang des Mitteldrittels vor Passaus Tor wieder konsequenter. Folgerichtig gelang Jamie Chamberlain – wiederum in Überzahl – nach 25 Zeigerumdrehungen das 3:1. Wer nun jedoch mit der Vorentscheidung zugunsten Hannovers gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Vielmehr steckte Passau nicht auf und erhöhte den Druck. Da die Indians ihrerseits nun nicht mehr so konsequent in die Zweikämpfe gingen wie in Durchgang eins und den Gegner dadurch immer weiter aufbauten, war der neuerliche Anschlusstreffer zum 3:2 durch Black Hawk Janne Kujala (32.) die logische Folge. Dieser Treffer hatte bei den Innstädtern neue Energien geweckt, denn Passau drängte nun mit Macht auf den Ausgleich, den Sandro Agricola zwischen den Pfosten des ECH mit etlichen Glanzparaden zunächst aber noch verhindern konnte. So nahm Hannover den knappen Vorsprung mit zum zweiten Pausentee. Auch im Schlussabschnitt bestimmte Passau zunächst das Geschehen, starte Angriff um Angriff auf Hannovers Gehäuse, ohne jedoch erfolgreich zu sein. Um den wütend anrennenden Hausherren den Wind aus den Segeln zu nehmen, nahm Joe West nach 48 Spielminuten eine Auszeit. Doch auch dieser Schachzug von Hannovers Coach konnte den Passauer Ausgleich nicht verhindern. In der 54. Spielminute sorgte Christian Setz für das zu diesem Zeitpunkt leistungsgerechte 3:3. Offenbar hatte dieses Tor die richtige Signalwirkung, denn Hannover schaltete nun noch einmal einen Gang nach oben. Die Indians kamen zu etlichen guten Chancen, scheiterten aber beispielsweise durch Dennis Meyer am Pfosten des Gehäuses der Black Hawks. Als bereits alles auf die Verlängerung hindeutete, fasste sich Alexander Engel ein Herz und zog von der blauen Linie ab. Seinen Schuss durch Freund und Feind fälschte Verteidiger-Hüne Thomas Morrow unhaltbar für Passaus Goalie Jozef Ondrejka ab. Damit war drei Sekunden vor Spielende das 4:3 und ein neuerlicher dreifacher Punktgewinn perfekt, der die Indians auf Rang eins der Oberliga-Gruppe Nord katapultiert, da Dresden zeitgleich 2:4 in Halle verlor und Rostock beim 2:5 in Bad Tölz ebenfalls den Kürzeren zog. Sicher wäre beim kampfstarken Aufsteiger in Passau ob der Spielanteile auch eine Punkteteilung in Ordnung gegangen, doch zeigt der Erfolg in letzter Sekunde auch eindrucksvoll die Stärke der EC Hannover Indians 2007/08: Gestützt auf eine gute konditionelle Verfassung gelingt es den Cracks von Trainer Joe West immer wieder, enge Matches gerade in der Schlussphase zu ihren Gunsten zu entscheiden. Dies unterstreicht die tolle Moral, den Kampfgeist und Siegeswillen – Faktoren, die im Laufe der Spielzeit noch zu ganz großen Trümpfen werden könnten. Am kommenden Freitag gilt es nun für die Großstadtindianer, beim Süd-Überraschungsteam EHC Klostersee mit einer konzentrierten Leistung weiter nachzulegen (02.11.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion Grafing), bevor am Sonntag der EC Peiting am Pferdeturm in Hannover gastiert (04.11.2007, 19.00 Uhr). Ehe es aber am nächsten Wochenende wieder um Punkte geht, steht erst einmal der nächste Fan-Stammtisch der EC Hannover Indians auf dem Programm. Wie bereits angekündigt ist die komplette Mannschaft des ECH mit Trainern und Betreuern am morgigen Montag, 29.10.2007, gemeinsam mit der neuen Führungscrew um Geschäftsführer Peter Bertrang ab 19.30 Uhr zu Gast in Lehner’s Wirtshaus in der Altstadt. EHF Passau Black Hawks – EC Hannover Indians 3:4 (1:2, 1:1, 1:1) Tore: 0:1 (5:15) Sebastian Deml (Jan Welke, Ryan Huddy), 0:2 (16:48) Alexander Engel (Ryan Huddy) 5-4, 1:2 (18:41) Janne Kujala (Jaroslav Majer, Andreas Popp), 1:3 (24:30) Jamie Chamberlain (Jan Welke, Kyle Doyle) 5-4, 2:3 (31:38) Janne Kujala (Alexander Gantschnig, Kevin Steiger), 3:3 (53:31) Christian Setz (Alexander Popp), 3:4 (59:57) Thomas Morrow (Alexander Engel, Kyle Doyle) Strafminuten: Passau 12, Hannover 6 Zuschauer: 710 |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 28.10.2007 um 22:34 |
| ECH will Siegesserie in Passau ausbauen |
| Nach dem freitäglichen 5:2-Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren möchten die EC Hannover Indians am Sonntag (28.10.2007, 18.30 Uhr, IceGate Passau) nachlegen und beim bayerischen Aufsteiger EHF Passau Black Hawks drei Punkte entführen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Eishockey-Oberligist aus Niedersachsen trotz der langen Anreise über die gesamte Spielzeit körperlich und geistig voll präsent sein und darf vor allem die momentan mit elf Zählern auf dem vorletzten Platz der Südgruppe rangierenden Black Hawks nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Die Gastgeber haben in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Nach souveränem Durchmarsch durch Landes- und Bayernliga begann vor der Spielzeit 2007/08 eine neue Ära für den erst 1999 gegründeten und seit 2003 im Spielbetrieb befindlichen Club. Nach dem – gemeinsam mit Derby-Rivale Deggendorf Fire – realisierten Aufstieg in die Oberliga möchten sich die Innstädter dort etablieren und dafür sorgen, dass das erste Jahr in Deutschlands dritthöchster Spielklasse nicht das letzte wird. Dazu setzt Trainer Otto Keresztes auf Korsettstangen, mit denen er in der Saison 2001/02 beim damaligen Oberligisten SC Mittelrhein-Neuwied teilweise noch selbst auf dem Eis gestanden hat. Vladimir Gomov soll gemeinsam mit dem Slowaken Jaroslav Majer für die nötigen Tore sorgen. Ergänzt wird diese „Neuwied-Connection“ von Janne Kujala. Der 25-jährige Finne sorgte bereits 2004/05 gemeinsam mit Gomov und Majer in Neuwied für Furore und kam in der vergangenen Saison in 52 Spielen auf 67 Oberliga-Scorerpunkte (32 Tore), zuerst für die Ratinger Ice Aliens und nach deren Insolvenz für die Starbulls Rosenheim. Vierter im Bunde der Ex-Neuwieder ist Defender Mike Muller, der den Indians aus den Play-offs gegen Ravensburg noch in lebhafter Erinnerung ist. In Oberschwaben hatte er mit 51 Zählern (14 Tore) aus 57 Saisonspielen maßgeblichen Anteil am Aufstieg des EVR, doch bei seinem neuen Club sucht der Amerikaner momentan noch nach seiner Form. Dennoch stellt er gemeinsam mit dem kürzlich aus Frankreich nachverpflichteten Miroslav Dvorak, der zwischen 2001 und 2003 auch schon für den ERSC Amberg in Deutschland spielte, und dem früheren Dresdener Richard Tischler die erfahrensten Kräfte in Passaus Hintermannschaft. So wird auch gleich ein großes Manko des Aufsteigers sichtbar, ist die Last doch auf relativ wenige Akteure mit Oberliga-Erfahrung verteilt. Um Muller und Co. scharen sich zahlreiche junge Spieler, die in der Bayernliga Leistungsträger waren, aufgrund des höheren Tempos in der Oberliga aber noch mit Anpassungsschwierigkeiten kämpfen. So etwa der frühere Erdinger Daniel Zollo oder auch Abwehrspieler Kevin Steiger, der vor der Saison aus Landshut kam und einer von insgesamt neun Förderlizenzspielern aus der Dreihelmenstadt im Passauer Kader ist. Zudem mussten die Hawks ihre Hintermannschaft bereits zwei Mal umbauen. Der erst vor der Saison verpflichtete rumänische Nationalverteidiger Istvan Nagy konnte die Erwartungen nicht erfüllen und brach seine Zelte nach wenigen Wochen wieder ab, während Routinier Rainer Schuster zwar als Leistungsträger eingeplant war, aufgrund anhaltender Kniebeschwerden im Alter von 37 Jahren jedoch die Schlittschuhe an den Nagel hängen musste. Der aus Stationen in Deggendorf, Dresden und Haßfurt mit reichlich Oberliga-Erfahrung aufwartende Linksschütze fungiert ab sofort als Teammanager der Passauer. In dieser Funktion steht er derzeit vor der schweren Aufgabe, die Torhüterposition des Aufsteigers endlich adäquat zu besetzen. Andreas Gegenfurtner, der im letzten Jahr zwei Spiele für den EC Peiting absolvierte und ansonsten Back-up in Straubing und München war, gehört zwar zu den hoffnungsvollsten Goalietalenten der Liga, hat mit 23 Jahren jedoch noch nicht genügend Spielpraxis erhalten, um in den Augen der Passauer Verantwortlichen dauerhaft als Nummer eins fungieren zu können. Diese Aufgabe sollte zunächst Vladimir Eremeev übernehmen. Der 20-Jährige Russe von Junost Minsk erhielt vom weißrussischen Verband jedoch keine Freigabe und konnte nicht nach Deutschland wechseln. Als Alternative überzeugte im Probetraining und bei seinen ersten Punktspieleinsätzen der zuletzt bei den Nijmegen Emperors in den Niederlanden tätige Tommi Niemelä. Der 24 Jahre alte Finne musste sich kürzlich jedoch einer Bandscheibenoperation unterziehen und wird seinem Team somit rund vier Wochen fehlen. Gegen den ECH wird daher mit Jozef Ondrejka von HK VTJ Piestany aus der 1. Liga der Slowakei (entspricht der 2. Bundesliga in Deutschland) ein Torhüter debütieren, in den der Aufsteiger große Hoffnungen setzt. „Er hat im Probetraining überzeugt. Ihn zeichnen gute Reflexe und aktives Spiel aus. Jetzt muss er nur noch gut halten“, wünscht sich Teammanager Schuster ein gelungenes Debüt gegen die Hannover Indians. Dagegen haben Seppi Staltmayr, Jamie Chamberlain und Co. natürlich etwas einzuwenden, wollen sie doch ihrerseits Punkte mit auf die Rückreise nehmen. Damit dies gelingt, müssen vor allem die Kreise des Trios Janne Kujala, Vladimir Gomov und Jaroslav Majer entscheidend gestört werden. Gemeinsam mit dem früheren Erdinger Alexander Gantschnig – derzeit bester Vorlagengeber der Black Hawks – und dem früheren Straubinger Christian Setz vereinen die drei Ex-Neuwieder die Hauptlast des Tore schießens auf sich. Die Routiniers führen zahlreiche junge Akteure wie den zuletzt in Bad Nauheim aktiven Andreas Popp oder Philipp Michel und Daniel Möhle, die zum Kontingent der Landshuter Förderlizenzspieler zählen und in Passau die Chance erhalten, sich in der Oberliga durchzubeißen. Während es für Passau also vorrangig darum geht, sich in der Oberliga zu behaupten, verfolgen die EC Hannover Indians höhere Ziele. Auf dem Weg in die Play-offs möchten die – bis auf ihren Langzeitverletzten Steve Slaton voraussichtlich vollzählig antretenden – Großstadtindianer auch in Passau punkten. Damit die fraglos größere individuelle Klasse auch erfolgreich zum Tragen kommt, muss der ECH über die gesamte Dauer der Partie kompromisslos in den Zweikämpfen und konsequent vor dem gegnerischen Tor agieren. Werden unnötige Strafzeiten dann noch vermieden, wäre im Verbund mit dem zuletzt aufsteigende Tendenz zeigenden Powerplay alles andere als ein Sieg Hannovers eine faustdicke Überraschung. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 27.10.2007 um 21:00 |
| Starkes Powerplay entzaubert plumpen ESV |
Mit einem rundum überzeugenden Auftritt die Punkte am heimischen Pferdeturm behalten haben am Freitag Abend die EC Hannover Indians. Beim 5:2 (2:1,2:1,1:0)-Erfolg gegen den bereits zu DEL-Zeiten sportlich stets geschlagen heimreisenden Gast aus Kaufbeuren war der ECH stets Herr im eigenen Hause, wirbelte die bisher so sattelfeste Joker-Abwehr mit zunehmender Spielzeit immer mehr durcheinander und könnte mit einem weiteren Sonntagserfolg in Passau auch tabellarisch einen Sprung nach vorne machen.
Dem Auftritt der Allgäuer war am Pferdeturm mit Spannung entgegen geblickt worden. Nach einem eher bescheidenen Auftritt am letzten Sonntag gegen die Blue Devils aus Weiden galten die Chancen gegen den ESVK vor Spielbeginn als etwa gleich verteilt, was das erste Drittel zunächst noch untermauern sollte. Zwar war der Gastgeber von Beginn an eine Nuance aktiver als die ganz auf Konter spekulierenden Joker, doch waren Tormöglichkeiten zunächst rar, wenn man von Minute 5 absieht, als R. Huddy`s Karusselfahrt mit dem am Abend völlig neben sich stehenden L. Velebny noch nicht von Erfolg gekrönt war. Die sechs baumlangen Allgäuer Defender konnten zunächst durch gutes Stellungsspiel in der eigenen Zone dem Tempospiel Hannovers noch Paroli bieten, lagen nach rund zehn Minuten allerdings trotzdem mit 0:1 zurück, da J. Welke im Powerplay genau in den Giebel gezielt hatte. Der junge dritte ESVK-Block um S. Endrass hatte nur eine Zeigerumdrehung bereits die richtige Antwort parat, als A. Althenn einen Nachschuss per Rückhand verwandeln konnte – der zu diesem Zeitpunkt gar nicht einmal unverdiente Ausgleich und für die Fans gleichbedeutend mit dem ersten Pausentee, denn 07/08 hatte der ECH bislang nie mehr als ein Tor im Auftaktdrittel erzielt. Die 20. Minute sollte diese Bilanz jedoch ad acta legen und eindrucksvoll aufzeigen, dass am Abend Tempo über Masse siegen würde. Der teilweise wieder spektakulär aufspielende Kanadier R. Huddy spielte S. Deml wunderbar frei und dem in der Vorbereitung so starken Ex-Miesbacher gelang mit seinem ersten Saisontor doch noch die wichtige Pausenführung. Abschnitt zwei, bislang mit sieben Unentschieden in zwölf Saisonspielen meist eher unspektakulär verlaufen, sollte die Waage bereits deutlich pro Hannover kippen lassen, das ständige Anrennen der vier Indianreihen gegen nur drei ESVK-Blöcke und teilweise schlichtweg dumme Strafen nahmen die Gäste praktisch völlig aus dem Spiel. Gleich sechs Überzahlspiele durften die Indians im Mittelabschnitt aufziehen, waren aber auch dazwischen in den wenigen Phasen bei 5:5 das deutlich aktivere Team – was fehlte war das erlösende 3:1, denn klarste Chancen fanden wieder einmal nicht den Weg in den Kasten des vorzüglich haltenden Youngster-Keepers M. Fous. Als selbst ein Alleingang von R. Huddy keinen Torerfolg brachte schwante den Indiansfans Böses, doch mit zwei genutzten Powerplays konnte der ECH spät im Drittel doch noch davonziehen. Zunächst traf J. Chamberlain per Rückhand (37.), anschließend nahm P. Baumgartner den nach der erneut prompten Antwort zum 3:2 (B. McLeod fiel die Scheibe im Slot vor die Füsse – 38.) wieder frohlockenden Jokern mit einem herrlichen Hammer von der blauen Linie (39.) bereits sämtlichen Kampfeswillen für den Schlussabschnitt. Anstelle wütender ESVK-Angriffe bekam die Kulisse nämlich auch in den letzten 20 Minuten fast ausschließlich dominante Indians zu sehen, während den Allgäuern trotz vier Offensivausländern die ganz große Klasse im Angriffsspiel fehlte. Mit toller Arbeit im eigenen Drittel leitete der ECH nun eine Vielzahl an Schnellangriffen gegen die oftmals zu langsam agierende Kaufbeurer Hintermannschaft ein, lediglich der 20-jährige Filius von Ex-BL-Keeper C. Fous stemmte sich den Indians erfolgreich entgegen. Bei einer erneut tollen PP-Kombination Hannovers Mitte des Schlussdrittels war allerdings auch der junge Deutsch-Tscheche im ESVK-Kasten machtlos – J. Chamberlain erzielte aus spitzem Winkel seinen zweiten Tagestreffer und auch bereits den Endstand, denn R. Huddy`s Schmankerl-Drehschuss aus vollem Lauf sicherte Fous genau auf der Torlinie und auch die in der Schlussphase mit reichlich Eiszeit bedachte Reihe um S. Breiter fand nicht mehr den Weg ins Tor, veranlasste den sichtlich genervten Joker R. Paule lediglich noch zu einer närrischen 2+10-Minuten-Strafe, was das Hauptübel des ESVK am Abend dokumentierte: solange man weg von der Strafbank blieb war man im Spiel, doch ab dem zweiten Abschnitt häuften sich die Besuche in der Kühlbox, prompt kippte die Partie zugunsten von Hannover, das auch im Schlussdrittel kaum mehr als drei, vier Jokerchancen zu überstehen hatte, Ex-Indian J. Webb blieb gar völlig unauffällig, war in keinster Weise der dominante Faktor seiner Reihe, so wie man es noch 06/07 kannte. Fazit: mit einer engagierten, temporeichen und teilweise auch spielstarken Vorstellung ließen die Hannover Indians den Kaufbeurern am Abend keine Chance. Lediglich die inzwischen postwendend nach eigenen Toren kassierten Gegentreffer sieben und acht durch Unkonzentriertheiten boten einen Anlass zur Kritik, ansonsten stand man defensiv äußerst sicher und konnte zudem erstmals seit der 9:1-Playoff-Gala gegen Ravensburg wieder mehr als drei Powerplaytore in einer Partie erzielen. Nimmt man nun den Trip zum bislang noch nicht recht in der Oberliga angekommenen Neuling Passau am Sonntag zum Start des zweiten Saisonviertels nicht auf die leichte Schulter, so ist schon in 48 Stunden das Erklimmen von Tabellenrang 2 möglich, wenn die Rostocker Piranhas in Bad Tölz patzen sollten... Fr.,26.10.07: Hannover Indians – ESV Kaufbeuren 5:2 (2:1,2:1,1:0) Tore: 1:0 (10.) Welke 2 5-4, 1:1 (11.) Althenn, 2:1 (20.) Deml 1, 3:1 (37.) Chamberlain 5 5-4, 3:2 (38.) Mc Leod, 4:2 (39.) Baumgartner 5 5-4, 5:2 (49.) Chamberlain 6 5-4. Strfm.: ECH 8 – ESVK 22 +10 f. Paule Zusch.: 2563 HSR: Krüger Top(+): Taktisch agierten die Joker bei weitem nicht so geschickt wie in der Vorwoche die Blue Devils aus Weiden – die Zuschauer konnten sich somit über ein temporeiches Spiel mit nur wenigen Unterbrechungen freuen. Schon nach 2h 10m war die Partie beendet. Flop(-): Einziger Kritikpunkt kann an diesem Abend die Zuschauerzahl sein. Keine 2600 Fans an einem Freitagabend gegen einen attraktiven Gegner – gegenüber dem Oktober im Vorjahr hat man somit momentan noch einmal rund 200 Fans im Schnitt weniger zu beklagen. Freilich ein Phänomen, dass sich 07/08 deutschlandweit durch fast alle Ligen zieht. GWG: J. Chamberlain (37.) Beste Akteure: R. Thomson, J. Chamberlain – M. Fous Bes.: - erstmals 07/08 alle drei Drittel einer Partie gewonnen - Powerplayexperten: J. Chamberlain (vier von sechs Toren in Überzahl) und P. Baumgartner (4/5) - Häufig 1:0: in neun von 13 Partien erzielte Hannover das erste Tor des Spiels ECH: Kondelik,(Agricola) – Engel,Morrow,Thomson,Staltmayr,Dahms,Baumgartner,Sondermann – Deml,Huddy,Welke,Meyer,Chamberlain,Phillips,Anderson,Doyle,Krull,Rohatsch,Suchomski,Breiter. ESVK: Fous,(Baader) – Paule,Seifert,Velebny,Pufal,Aßner,Schmelcher – McFeeters,McLeod,Rau,Webb,Schury,Robert,Kerber,Endrass,Althenn,Mayer. |
| Autor: os - Kommentare (0) - 26.10.2007 um 23:46 |
| Indians konstituieren Aufsichtsrat |
| Wie angekündigt hat sich gestern der neue Aufsichtsrat der EC Hannover Indians-GmbH zu einer ersten konstituierenden Sitzung zusammengefunden. Das Treffen in der Red Harmony Suite in der 18. Etage des Congress Hotels am Stadtpark ergab die Berufung der folgenden Mitglieder:
Dr. Marlena Robin-Winn (Vorsitzende des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Registers, NKR); Johannes Hennigfeld (Geschäftsführer Courtyard by Marriott Hannover Maschsee), Olaf Bock (Verkaufs- und Marketingleiter Audizentrum Hannover) und Paul Burkhard Schneider (Leiter Büro für internationale Angelegenheiten der Landeshauptstadt Hannover). Zum Sprecher des Aufsichtsrates wurde Dirk Wroblewski (Direktor Congress Hotel am Stadtpark) bestimmt, der sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden zeigte: „Wir konnten uns schnell über die Art und Weise der zukünftigen Mitarbeit verständigen und bereits in erste Sachfragen einsteigen. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates nimmt sich in beratender Funktion eines bestimmten Geschäftsfeldes an.“ Zur Stellvertreterin von Dirk Wroblewski wurde Marlena Robin-Winn gewählt. |
| Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 26.10.2007 um 17:22 |
| Wiedersehen mit dem ESV Kaufbeuren |
| Über elf Jahre ist es her, dass sich Eishockey-Teams aus Hannover und Kaufbeuren in einem Pflichtspiel am Pferdeturm gegenüberstanden. Nach dem 6:2-Erfolg des EC Hannover gegen die Kaufbeurer Adler am 12. Januar 1996 – noch in der DEL – treffen beide Mannschaften am morgigen Freitag (26.10.2007, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) wieder aufeinander. Die EC Hannover Indians, Tabellendritter der Eishockey-Oberliga, Gruppe Nord, empfangen die Buron Joker des ESV Kaufbeuren zum Kräftemessen (Schiedsrichter der Partie ist Michael Krüger vom ERV Dinslakener Kobras). Die Allgäuer belegen mit 22 Punkten momentan Platz vier der Süd-Gruppe der Oberliga.
Nicht nur die Tabellenstände ähneln sich – die Indians haben als Nord-Dritter drei Zähler mehr auf ihrem Konto –, beide Clubs verfolgen in der Spielzeit 2007/08 ähnliche Ziele. Ein Play-off-Platz soll auf alle Fälle herausspringen, doch genau wie in Hannover hätte auch im Allgäu sicherlich niemand etwas dagegen, wenn am Ende einer langen Spielzeit der Sprung in die 2. Bundesliga gelänge. Darauf arbeitet Kaufbeurens neuer Coach Maurizio Mansi, der als Spieler zwischen 1996 und 1998 reichlich DEL-Erfahrung im Allgäu sammelte, zielstrebig hin. Dazu hat der 42-jährige Italo-Kanadier eine Mannschaft zusammengestellt, in der die Mischung aus erfahrenen Kräften und aufstrebenden jungen Talenten stimmt. Mit unbändigem Einsatz und kompromisslosem Zweikampfverhalten wollen und werden die Buron Joker sicherlich noch so manchem technisch besseren Team in der Oberliga das Leben schwer machen. Im Tor setzen die Allgäuer in Person von Christian Baader auf einen alten Bekannten. Der 29-Jährige, durch Engagements in Kassel und Düsseldorf DEL-erfahren, gehörte in der vergangenen Spielzeit trotz des Kaufbeurer Abstiegs aus der 2. Bundesliga – in der Play-down-Serie gegen Crimmitschau unterlag der ESVK 3:4 – zu den Lichtblicken und Leistungsträgern. Heuer erhält der Linksfänger durch Martin Fous starke Unterstützung. Der Deutsch-Tscheche von den Junioren des HC Zlin gilt als großes Talent und wird sein Können sicher häufiger unter Beweis stellen dürfen. Dabei kann er sich auf starke Vorderleute verlassen, denn die Abwehr ist – dies verdeutlicht ein Blick auf die Statistik – das Prunkstück der Gäste aus Süddeutschland. Ganze 32 Gegentore mussten sie in zwölf Spielen hinnehmen, die wenigsten der Gruppe Süd und Platz drei der gesamten Oberliga. Maßgeblichen Anteil daran haben mit dem Ex-Landsberger Andreas Pufal und Rückkehrer Robert Paule (kam aus Freiburg wieder an die Wertach) deutsche Akteure, die auch schon in der 2. Bundesliga ihren Mann gestanden haben. Gemeinsam mit dem früheren Münchner Malte Seifert und Youngster Christoph Aßner bürgen sie für solide Defensivarbeit und konsequentes Aufräumen vor dem eigenen Tor. Für die offensiven Akzente im Abwehrverbund der Joker ist Lubos Velebny zuständig. Der slowakische Hüne (1,88 m, 97 kg) mit Nordamerika-Erfahrung in Kalamazoo hat den Sprung aus seinem Heimatland, wo er zuletzt für den Extraligisten HKm Zvolen auflief, wie erwartet problemlos geschafft. Mit 14 Punkten aus zwölf Spielen belegt der 25-Jährige aktuell Rang sechs der oberligaweiten Verteidiger-Scorerwertung. Um die Hintermannschaft zu komplettieren, kann Kaufbeuren mit einem großen Pfund wuchern. Aus dem Team des aktuellen deutschen Juniorenmeisters drängen – wie auch im Sturm – immer wieder Talente nach oben. So werden sicher auch Andreas Neumann oder Mario Kozlovsky ihre Chance erhalten, sich in der dritthöchsten deutschen Spielklasse zu beweisen. Gestützt auf eine starke Defensive schicken die Gäste vier Kontingentspieler im Sturm ins Rennen. Allen voran Jordan Webb, der vor der Saison aus Hannover von seinem sportlichen Leiter aus Landsberger Zeiten, Klaus Habermann, nach Kaufbeuren gelotst wurde. Habermann ist 2007/08 in dieser Funktion im Allgäu tätig und hat dem ESVK einen Glücksgriff beschert. Mit 19 Punkten aus zwölf Spielen (sieben Tore) ist die ehemalige Nummer 81 des ECH momentan zweitbester Scorer in Kaufbeuren. Besser ist nur noch Rob McFeeters mit 23 Zählern (zehn Treffer) in ebenfalls zwölf Partien. Der 28-jährige Kanadier spielte zuletzt für die Fresno Falcons in der ECHL und hat sich bei seinem ersten Europa-Engagement rasch zum Leistungsträger entwickelt. Korsettstangen sind auch Benjamin McLeod von der University of Ottawa (CIS) und Jonathan Robert, den es von den Rio Grande Valley Killer Bees aus der CHL ins Allgäu verschlug. Während McLeod mit 13 Vorlagen (17 Scorerpunkte) aus zwölf Matches als Vorbereiter brilliert, besticht Robert durch seine Allroundfähigkeiten, wie seine persönliche Bilanz von 14 Punkten in zwölf Spielen, darunter sechs Tore, verdeutlicht. Unumstrittener Leader der am Freitag voraussichtlich in Bestbesetzung auflaufenden Buron Joker aus Kaufbeuren ist aber Thorsten Rau. Das mittlerweile 35 Jahre alte Eigengewächs und Urgestein ist mit seiner u.a. auch in Trier, Ulm, Heilbronn und Crimmitschau gesammelten Profi-Erfahrung seit der Rückkehr zu seinem Heimatclub 2002 Integrationsfigur und Vorbild für die Youngster des ESVK. Zudem erweist sich der Linksaußen als konstant produktiv und hat in der laufenden Spielzeit schon acht Tore erzielt. Insgesamt 18 Scorerpunkte bescheren dem Routinier damit momentan Rang drei in der teaminternen Scorerwertung. Scoring-Potential bringen auch der Ex-Tölzer Stefan Endraß und der zuletzt für Landsberg auflaufende Daniel Schury ins Kaufbeurer Team. Gemeinsam mit jungen Akteuren wie Robert Mayer oder Alexander Althenn und etlichen weiteren deutschen Juniorenmeistern ergibt das für Coach Maurizio Mansi eine ausgeglichene Kaufbeurer Truppe, die für jeden Gegner schwer auszurechnen ist. So steht denn auch den EC Hannover Indians am Freitag eine interessante, aber schwere Aufgabe bevor. Gegen das viertbeste Powerplay-Team der Liga, das ansonsten aus Hannoveraner Sicht ein unbeschriebenes Blatt ist, wird es für die Niedersachsen vor allem darum gehen, über die gesamte Spielzeit konzentriert in der Defensive zu arbeiten und unnötige Strafen zu vermeiden. Gelingt es Ryan Huddy, Kyle Doyle und Co. dann noch, die herausgespielten Torchancen endlich auch konsequent zu verwerten, bestehen gute Chancen, in der Neuauflage des Duells zweier Traditionsclubs drei wichtige Punkte am Pferdeturm zu behalten. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 25.10.2007 um 13:04 |
| Fan-Stammtisch in Lehner's Wirtshaus |
| Am kommenden Montag, 29.10.2007, 19.30 Uhr, findet der nächste Fan-Stammtisch der EC Hannover Indians statt. In Lehner's Wirtshaus in der Altstadt (Knochenhauerstraße 36) wird dabei die gesamte Mannschaft mit Trainern und Betreuern allen Interessierten in lockerer Atmosphäre Rede und Antwort stehen. Mit dabei ist auch die neue Führungscrew um Geschäftsführer Peter Bertrang.
Die EC Hannover Indians GmbH freut sich auf zahlreiches Erscheinen und einen offenen, konstruktiven und interessanten Gedankenaustausch zwischen Fans, Mannschaft und Verantwortlichen. |
| Autor: EC Hannover Indians - Kommentare (0) - 24.10.2007 um 11:19 |
| Bilder aus Leipzig |
| In der ECH-Fotogalerie sind jetzt 56 Bilder vom Spiel in Leipzig (19.10.2007) online |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 23.10.2007 um 23:20 |
| Sonderzug-News |
| Die Weihnachtszeit wirft ihre Schatten voraus - und damit auch der erste von zwei möglichen Sonderzügen, mit denen die Fans der EC Hannover Indians die Möglichkeit haben, ihr Team beim Kampf um Punkte in fremden Stadien der Eishockey-Oberliga zu unterstützen.
Da die Anmeldungen bislang nur schleppend eintrudeln, weisen wir nochmals darauf hin, dass heuer die ECH-Fans entscheiden, wohin das Donnerross mit den tapferen Kriegern rollen soll. Zur Auswahl stehen zwei Ziele: - Kaufbeuren am 23.12.2007 zum Preis von 75,00 Euro inkl. Eintrittskarte - Halle am 18.01.2008 zum Preis von 60,00 Euro inkl. Eintrittskarte Das Anmeldeverfahren: - Eine Anmeldung kann erfolgen bis zum Heimspiel gegen Peiting am 04.11.2007 am Fanprojekt-Stand hinter der Osttribüne - Anzahlung: 30,00 Euro - Auch bei einer Anmeldung für beide Züge ist die Anzahlung nur einmal zu leisten - bis zum Peiting-Heimspiel müssen sich mindestens 200 Leute für einen Zug angemeldet haben, sonst wird es in der Saison 2007/08 keinen Sonderzug geben! Es gewinnt das Ziel, das die meisten Anmeldungen bekommen hat Noch ist reichlich Luft bis zur magischen Zahl von 200 Anmeldungen. Also, Indianer: zögert nicht lange und meldet Euch an. Ob Kontrastprogramm zum Weihnachtsstress im Allgäu oder familienfreundlicher Kurztrip zum Aufsteiger nach Halle, für jeden ist das passende Angebot dabei. Zusätzlich zum geplanten Sonderzug bietet Sascha "Bomber" Hartung auch wieder Busfahrten zu den Auswärtsspielen an (Anmeldungen ebenfalls am Fanprojekt-Stand). Bis Jahresende sind einige Touren geplant. Zwei-Tages-Tour nach Freiburg am 28.12.2007: - Einzelzimmer: 93,00 Euro / ermäßigt 91,00 Euro - Doppelzimmer: 80,00 Euro / ermäßigt 78,00 Euro - 3-Bett-Zimmer: 75,00 Euro / ermäßigt 73,00 Euro - 4-Bett-Zimmer 70,00 Euro / ermäßigt 68,00 - Übernachtung im Village Hotel in Freiburg - Preise inkl. Übernachtung/Frühstück, Eintrittskarte und Bustransfers - Abfahrt am Pferdeturm: 28.12.2007, 07.00 Uhr - Rückfahrt ab Freiburg: 29.12.2007, nach dem Frühstück - nur noch 10 Plätze frei! (bei großer Nachfrage kann die Buskapazität erhöht werden) Die restlichen Fahrten im Jahr 2007 November - Freitag, 02.11.2007, nach Grafing zum EHC Klostersee, Preise: 50,00 Euro / 46,00 Euro, Abfahrt: 10 Uhr - Freitag, 16.11.2007, nach Deggendorf, Preise: 50,00 Euro / 48,00 Euro, Abfahrt: 10 Uhr - Freitag, 23.11.2007, nach Miesbach, Preise:50,00 Euro / 47,00 Euro, Abfahrt: 9 Uhr - Dienstag, 27.11.2007, nach Halle, Preise:30,00 Euro / 27,00, Abfahrt: 13.30 Uhr Dezember: - Sonntag, 02.12.2007, nach Erfurt, Preise:30,00 Euro / 28,00 Euro, Abfahrt: 12.30 Uhr - Sonntag, 09.12.2007, nach Füssen, Preise:45,00 Euro / 42,00 Euro, Abfahrt: 8 Uhr - Sonntag, 16.12.2007, nach Berlin, Preise:30,00 Euro / 26,00 Euro, Abfahrt: 12.30 Uhr Alle Preise inkl. Eintrittskarte, in Klammern ermäßigte Preise. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 23.10.2007 um 20:34 |
| 10 Minuten Eishockey reichen |
Mit den Blue Devils aus Weiden einen direkten Tabellenkontrahenten bezwungen und sich zusammen mit Dresden und Rostock etwas abgesetzt haben am Sonntag Abend die EC Hannover Indians. Die Darbietung beim 3:2 (1:1,0:0,2:1)-Sieg gegen die Oberpfälzer war allerdings nur ergebnismässig ein Schritt nach vorn, 50 Minuten lang waren nurmehr knapp 2100 Fans geradezu erschrocken gewesen vom geringen Unterhaltungswert der Partie, die zwar Einsatz, Kampf und Arbeit, praktisch aber überhaupt keine spielerischen Elemente zu bieten gehabt hatte.
Mit den bereits aus dem Leipzigspiel bekannten neu zusammen gesetzten Angriffsreihen waren funktionierende Automatismen und spielerische Schmankerl vom ECH am heutigen Abend kaum erwartet worden, dass es allerdings nur so wenig zu sehen geben würde überraschte die Fans, die nach dem Deggendorfheimspiel einen neuen Unterhaltungstiefpunkt geboten bekamen. Zwar zeigte sich Hannover in Abschnitt eins optisch leicht überlegen und hatte ein leichtes Chancenplus, dies resultierte jedoch eher aus Rebounds oder Zufallsaktionen denn aus herauskombinierten Möglichkeiten; allerdings war Blue Devils Keeper B. Voigt hierdurch ebenso wenig in Verlegenheit zu bringen wie durch hannoversche Powerplaysituationen, denen es am Abend bereits an der Basis, dem Gewinn der gegnerischen blauen Linie, mangelte. Somit entsprang das 1:0 einer tollen Einzelaktion von K. Doyle, der in Unterzahl eine Dahms-Befreiung aufnehmen und im Fallen unter Voigt hindurch versenken konnte (20.). Ein tip-in S. Wolsch`s brachte keine 35 Sekunden später dennoch ein Unentschieden zur ersten Pause, der solide Kondelik-Vertreter S. Agricola war ohne jede Abwehrchance. Der zweite Abschnitt dauerte quälend lange 20 Minuten und brachte die Weidener im Endeffekt um Zählbares, da sie die sich hier bietenden Konterchancen gegen völlig verunsichert auftretende Indians nicht gut zu Ende spielten. Dafür agierte man aber defensiv recht sicher und profitierte bei zwei 2:1-Situationen Hannovers davon, dass der Torabschluss der Pferdetürmler weiterhin eine von mehreren Großbaustellen bleibt. Mit einem blitzschnell ausgenutzten 5:3-Powerplay zu Beginn des Schlussabschnitts (42.) bogen die keineswegs überragend aufspielenden Teufel dann früh auf die vermeintliche Siegerstrasse ein, hatten bis zehn Minuten vor Schluss kaum brenzlige Situationen zu überstehen, doch mit dem 2:2-Ausgleich im Powerplay von D. Meyer, der ein Huddy-Zuspiel über B. Voigt in die kurze Ecke beförderte (52.), ging noch einmal ein Ruck durchs Indiansspiel, wurden die Zuspiele durch das Erfolgserlebnis plötzlich präziser, versprangen die Scheiben nicht mehr wie von Geisterhand geführt. Da allen Offensivaktionen aber auch weiterhin trotz famosem Arbeitspensum ein rechtes Konzept zu fehlen schien, durfte sich der Gast beinahe in seiner siebten Overtime im 13. Saisonspiel wähnen, erst die beiden auffälligsten Indiansakteure kreierten in Minute 60 schmerzhaft für die Oberpfälzer den glücklichen ECH-winner, als J. Welke`s Zuspiel von hinter dem Tor direkt beim zentral lauernden R. Huddy landete und der Kanadier sich eiskalt zeigte – 58 Sekunden vor Schluss stand es 3:2 und auch die Herausnahme B. Voigt`s sollte den Blue Devils nicht mehr zu einem Zähler in Hannover verhelfen. Fazit: weite Strecken der letzten vier Begegnungen können nicht dem entsprechen, was der Kader der EC Hannover Indians zu leisten im Stande sein müsste. Zwar sprangen trotz nur wenig erbaulichen Auftritten sieben Punkte heraus, stimmt die Gesamtbilanz von 8:4-Siegen durchaus, doch das Torverhältnis von +7 verrät bereits, dass ausnahmslos alle Erfolge Arbeitssiege waren, dass die Dominanz eines Gegners noch nicht geleistet werden kann. Müssen sich Hannovers Fans auch in den nächsten Wochen auf kampfbetontes und teilweise nur wenig ansehnliches Arbeitshockey einstellen oder wird die voranschreitende Saison spielerische Fortschritte bringen? Dem Auftritt am kommenden Freitag gegen Kaufbeuren darf man mit Spannung entgegen sehen... So.,21.10.07: Hannover Indians – Blue Devils Weiden 3:2 (1:1,0:0,2:1) Tore: 1:0 (20.) Doyle 9 4-5, 1:1 (20.) Wolsch 5-4, 1:2 (42.) Wolsch 5-3, 2:2 (52.) Meyer 3 5-4, 3:2 (60.) Huddy 7. Strfm.: ECH 12 – BDW 12 Zusch.: 2163 HSR: Györgyicze Top(+)/Flop(-): Wer gewinnt hat recht, so lautet ein altes Sprichwort aus dem Sport. Und die Hannover Indians finden momentan sehr oft noch `irgendwie` einen Weg zum Sieg. Dieser Fakt, die tolle Moral, auf Nackenschläge 07/08 fast umgehend mit Toren reagieren zu können und der ehrliche Jubel der Indiansakteure nach einem Duselsieg wie heute, das sind Punkte, die optimistisch in die Zukunft blicken lassen. Für einige Fans freilich dürfte es gerne etwas weniger Kampf, dafür etwas mehr spielerische Raffinesse sein. GWG: R. Huddy (60.) Beste Akteure: J. Welke – A. Gawlik, S. Wolsch ECH: Agricola,(Kondelik) – Engel,Morrow,Staltmayr,Thomson,Dahms,Baumgartner – Deml,Huddy,Welke,Meyer,Chamberlain,Phillips,Anderson,Doyle,Krull,Rohatsch,Suchomski,Breiter. BDW: Voigt,(Engmann) – Priebsch,Penk,Gawlik,Galway,Schneider,Herbst – Jäske,Fournier,Schreier,Hausmanninger,Zbriger,Wolsch,Zellner,Fendt,Hagn. |
| Autor: Oliver Schilling - Kommentare (0) - 21.10.2007 um 23:40 |
| Vorbericht ECH vs. Blue Devils Weiden |
Nachdem sie am Freitagabend einen Punkt aus der Messestadt Leipzig entführen konnten, möchten die EC Hannover Indians am Sonntag (21.10.2007, 20.00 Uhr) im heimischen Eisstadion am Pferdeturm nachlegen und drei Zähler einfahren. Ein solcher Punktgewinn ist dabei ganz besonders wichtig, gastiert mit den Blue Devils Weiden doch ein Team in Hannover, das mit 21 Punkten in der Tabelle der Eishockey-Oberliga, Gruppe Nord, nur einen Zähler hinter den Indians rangiert. Für den ECH gilt es also, das in Leipzig verbesserte Powerplay weiter fortzusetzen und so die Punkte am Turm zu behalten, damit die ersten beiden Tabellenpositionen weiter in Sichtweite bleiben.
Freilich wird dies ein alles andere als einfaches Unterfangen, denn die Oberpfälzer verfügen über ein junges und zugleich erfahrenes Team, das insbesondere auf den Ausländerpositionen stark besetzt ist. Gallionsfigur ist sicherlich Jan Penk. Der tschechische Verteidiger spielt bereits seit 1999 in Weiden und gehört damit zu den dienstältesten Cracks der Blue Devils. Erst vor dieser Saison stieß hingegen Mike Zbriger zu den Weidenern. Der Kanadier, von den Chicago Hounds aus der United Hockey League kommend, bildet momentan gemeinsam mit dem seit 2006 für die Devils aktiven Finnen Miikka Jäske das torgefährlichste Sturmduo der Gäste. Beide haben nach zwölf Spielen 20 Scorerpunkte auf ihrem Konto (je neun Tore). Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Karl Fournier (CAN) von der University of Moncton (CIS) sorgen sie für die nötigen Treffer zum Erreichen der Play-offs, während der frühere Weißwasseraner Jerry Galway in der Defensive die Fäden in der Hand hält und wie auch Penk wichtige Impulse für den Spielaufbau liefert. Zu den Korsettstangen auf den Ausländerpositionen kommen etliche erfahrene Deutsche wie der frühere Bremerhavener Michael Fendt und die Eigengewächse Stephan Hagn, Sebastian Wolsch und Florian Zellner. Im Verbund mit Lukas Hausmanninger, der in Straubing bereits DEL-Erfahrung sammelte ergibt dies eine gute Mischung aus Jung und Alt, Routine und jugendlichem Elan im Team des neuen Trainers Alex Stein. Dass er auf junge Spieler setzt, die sich in Weiden für höhere Aufgaben empfehlen können, verdeutlich auch ein Blick auf die Abwehr. Dort stehen mit dem Ex-Ratinger Jan-Philipp Priebsch – zuletzt in Kassel aktiv – und dem früheren Bietigheimer Ralf Herbst zwei Akteure auf dem Eis, die trotz ihrer erst 21 Jahre schon in der 2. Bundesliga aktiv waren und nun endgültig den Durchbruch schaffen möchten. Dieses Ziel verfolgt Ex-Indian Tim Schneider (letztes Jahr noch per Wolfsburger Förderlizenz für den ECH auf dem Eis) genauso wie der erst 17 Jahre alte Andreas Gawlik. Der zuletzt für die Berliner Eisbären aktive Youngster gilt als absolutes „Juwel“ unter Deutschlands Verteidigern und kann sich in der Oberpfalz in Ruhe das Rüstzeug für seine weitere Karriere holen. Im Tor vertrauen die in Bestbesetzung antretenden Blue Devils Weiden einem in Hannover bestens Bekannten. Benjamin Voigt fand vor dieser Spielzeit von den Moskitos Essen aus der 2. Bundesliga den Weg in die Oberpfalz und möchte dort zeigen, dass er das Zeug zur dauerhaften Nummer eins hat. Da der 25-jährige Linksfänger diese Aufgabe bislang sehr gut löst, bleibt Back-up Oliver Engmann aus dem Weidener Nachwuchs derzeit meist nur ein Platz auf der Ersatzbank. Die Blue Devils Weiden werden angesichts ihrer ausgeglichenen Besetzung und der Kombination aus Technik und Robustheit den EC Hannover Indians morgen sicherlich alles abverlangen und eine hohe Hürde darstellen. Wenn es den Gastgebern aber gelingt, ihre gegen Leipzig stark verbesserte Powerplay-Quote – bei insgesamt sieben Überzahlsituationen fielen drei der vier Treffer in numerischer Überlegenheit – beizubehalten, sind drei Punkte ein realistisches Ziel. Zumal dann, wenn der ECH wie schon in den letzten Partien und auch beim 4:3-Penaltyerfolg im Hinspiel in Weiden über die volle Spielzeit um jeden Zentimeter Eis kämpft und den Gegner dabei mit einer soliden Defensivleistung nicht zur Entfaltung kommen lässt. Dies ist das erklärte Ziel der Cracks um Kapitän Seppi Staltmayr, die gegen Weiden natürlich auch auf lautstarke Unterstützung der Fans und echte Pferdeturm-Atmosphäre bauen. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 21.10.2007 um 06:27 |
| Penalty-Niederlage in Leipzig |
Verdientermaßen einen Punkt von den Blue Lions Leipzig entführt haben am Freitagabend die EC Hannover Indians trotz der 4:5 (1:1, 1:1, 2:2)-Niederlage nach Penaltyschießen.
Dabei wäre für den Eishockey-Oberligisten aus Niedersachsen noch mehr drin gewesen, doch wurde die tolle Aufholjagd der Großstadtindianer nicht belohnt. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit gelang Kyle Doyle der Ausgleich und in der Verlängerung hatte Ryan Huddy bei einem Penalty den Sieg auf dem Schläger. Da der Kanadier jedoch nicht verwandeln konnte, fiel die Entscheidung erst im Shoot-out, wo Leipzig das Glück am Ende auf seiner Seite hatte. Schon in den 65 Minuten zuvor wurde den Zuschauern in der Leipziger Blue Lions Eisarena – darunter etwa 80 ECH-Anhänger – ein spannendes, intensives Oberliga-Eishockeyspiel mit vielen Torszenen geboten. Bereits im ersten Powerplay brachte der wieder genesene Alexander Engel die Gäste aus Niedersachsen mit einem satten Schuss in Front, Jamie Chamberlain hatte noch leicht abgefälscht (8.). In der Folgezeit entwickelte sich eine rasante Partie mit guten Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst durften die Fans der Blue Lions jubeln, als Kasper Kenig in Überzahl das 1:1 für die Gastgeber gelang (15.). Das leistungsgerechte Unentschieden war auch Stand nach den ersten 20 Minuten. Im Mittelabschnitt wogte die Partie weiter hin und her. Es gab gute Chancen auf beiden Seiten, Treffer fielen in den ersten zehn Minuten jedoch nicht, da die Torhüter auf dem Posten waren. Erst in der 32. Minute überlistete Leipzigs Routinier Esbjörn Hofverberg Roman Kondelik zum 2:1 für die Blue Lions. Davon zeigte sich Hannover aber gänzlich unbeeindruckt. Im direkten Gegenzug – nur acht Sekunden später – gelang Jamie Chamberlain das 2:2 (32.). Nun witterten die Indians Morgenluft und drängten auf die abermalige Führung. Diese gelang Thomas Morrow nach schöner Vorarbeit von Alexander Engel und Jamie Chamberlain zwei Minuten vor Drittelende (38.). Wer nun jedoch gedacht hatte, die Indians würden den knappen Vorsprung mit ins letzte Drittel nehmen können, sah sich getäuscht. Denn auch Leipzig hatte aus seiner Sicht nochmals die richtige Antwort parat. 28 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels gelang Lars Hoffmann der 3:3-Ausgleich (40.). Ein Ergebnis, das nach zwei Dritteln vollauf in Ordnung ging, waren die Spielanteile doch gleichmäßig verteilt und konnte sich kein Team entscheidende Vorteile verschaffen. Auch im Schlussabschnitt schenkten sich beide Mannschaften nicht viel, kamen zu guten Möglichkeiten. Insbesondere ab der 50. Minute hatten die Indians einige Male den Sieg auf dem Schläger, konnten aus ihren Möglichkeiten aber kein Kapital schlagen. Dieses Pech im Abschluss sollte sich rächen, denn Daniel Bartell erzielte nach 58 Zeigerumdrehungen die 4:3-Führung für die Blue Lions Leipzig. Damit schienen die EC Hannover Indians um den Lohn ihres bis dato an den Tag Einsatzes gebracht worden zu sein, doch einmal mehr zeigten die Großstadtindianer, was sie in dieser Spielzeit besonders auszeichnet: unbändigen Kampfgeist. 54 Sekunden, nachdem Leipzig auf die Siegerstraße eingebogen schien, war ECH-Angreifer Kyle Doyle zur Stelle und markierte den 4:4-Ausgleich (59.). An diesem Stand änderte sich in der regulären Spielzeit nichts mehr, so dass der Sieger in einer Extraschicht ermittelt werden musste. Nachdem Ryan Huddy bei seinem Penalty in der Verlängerung erfolglos geblieben war, fiel die Entscheidung im Penaltyschießen. Hier war Leipzigs Michael Henk der letztlich erfolgreiche Schütze und sicherte seinem Team den Zusatzpunkt, während auf Seiten der EC Hannover Indians alle Akteure bis auf K. Doyle scheiterten. Dennoch haben die Blau-Weiß-Roten eine starke Leistung gezeigt, die optimistisch stimmt fürs nächste Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden. Anpfiff am hannoverschen Pferdeturm ist am Sonntag, 21.10.2007, aufgrund des Heimspiels von Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg erst um 20.00 Uhr. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 20.10.2007 um 01:00 |
| Vielen Dank! |
| Liebe Fans,
nach der offiziellen Mitteilung möchte ich mich auch noch mit einem persönlichen Wort an Euch wenden. Bei den Indians bewegt sich etwas. Wir haben in den letzten Tagen eine Umstrukturierung in Gang gesetzt, die notwendig war, um den vielfältigen Anforderungen, die der Profibetrieb an uns alle stellt, begegnen zu können. Wir alle – die geschäftliche und sportliche Leitung der Indians, der Stammverein mit Vorstand und Mitgliedern, alle Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer – haben in den letzten Jahren viel erreicht. Die Indians sind auf einem positiven Weg. Daran habt Ihr, die Fans natürlich einen maßgeblichen Anteil, denn ohne Eure Unterstützung wäre alle Arbeit vergeblich gewesen. Um diesen positiven Weg mit Euch und für Euch weiterführen zu können, hat sich bei mir schon lange die Erkenntnis durchgesetzt, dass wir die Strukturen ändern und uns professioneller aufstellen müssen. In allen großen Clubs gibt es Gremien aus mehreren Personen, die wichtige Teile der geschäftlichen Tätigkeit bearbeiten. Uns ist es gelungen, einige Hannoveraner aus verantwortungsvollen Stellen mit unterschiedlichen Kompetenzen hierfür zu gewinnen, die sich zukünftig für die Indians einsetzen werden. Die hohe Affinität des zukünftigen Aufsichtsrates zum Eishockey am Pferdeturm und die Begeisterung, die diese Leute mitbringen werden, ist nicht zuletzt Euch zu verdanken, da Ihr für diese einmalige Stimmung am Pferdeturm verantwortlich seid, die bei so vielen Leuten ebendiese Begeisterung auslöst. Gleichzeitig hat sich bei mir auch der Wunsch durchgesetzt, dass ich mich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen möchte. Ich möchte mich wieder mehr um die Betreuung unserer Werbepartner kümmern, die – das sage ich ganz offen – ein wenig unter dem Anfall der täglichen Aufgaben gelitten hat. Der Pferdeturm braucht seine Partner dringend und die Sponsoren haben die bestmögliche Betreuung verdient und die soll auf diesem Wege wieder gewährleistet sein. Ich bin sicher, dass Ihr für meine Entscheidung Verständnis habt. Mein Nachfolger auf der Position des Geschäftsführers genießt mein absolutes Vertrauen, er wird die Aufgabe mit dem gleichen Engagement und dem gleichen Herzblut angehen, wie ich es getan habe. Er verdient auch Eure vollste Unterstützung, so wie Ihr mir sie habt zuteil werden lassen. Darum bitte ich Euch. Für die Hilfe und den Zuspruch - auch schwierigen Situationen - durch Euch, möchte ich mich herzlich bedanken. Lasst uns gemeinsam den erfolgreichen Weg, auf dem die Indians sind weitergehen. Wir sehen uns am Sonntag beim Spiel gegen Weiden. Euer Horst Werk |
| Autor: Horst Werk - Kommentare (0) - 18.10.2007 um 19:42 |
| Vorbericht Leipzig Blue Lions vs. ECH |
Nach der deutlichen 1:5-Niederlage vom vergangenen Sonntag bei den Rostocker Piranhas bekommen es die EC Hannover Indians zum Auftakt des Wochenendes erneut mit einem Team aus Ostdeutschland zu tun und sinnen dabei auf Wiedergutmachung. Der Eishockey-Oberligist aus Niedersachsen gastiert am morgigen Freitag (19.10.2007, 20.00 Uhr, Blue Lions Eisarena Leipzig) beim Aufsteiger Blue Lions Leipzig. Ein Punktgewinn in Sachsen wäre für die Cracks vom hannoverschen Pferdeturm doppelt wertvoll: Zum einen, um nach dem verlorenen Rostock-Match neues Selbstvertrauen zu tanken und die Tabellenspitze der Oberliga-Gruppe Nord nicht aus den Augen zu verlieren und auf der anderen Seite auch, um die Scharte der 4:6-Hinspielniederlage gegen Leipzig Ende September wettzumachen.
Um den Plan erfolgreich in die Tat umsetzen zu können, müssen die Großstadtindianer morgen Abend (Hauptschiedsrichter der Partie ist Ulpi Sicorschi vom EHC Waldkraiburg) vor allem im Powerplay schneller, ideenreicher und konsequenter agieren als zuletzt. Zu statisch präsentierte sich das Überzahlspiel, war für die Gegner zu leicht auszurechnen. Zudem gilt es starken, international geprägten Leipziger Kader von Trainer Zdenek Travnicek (die Kontingentstellen sind mit Slowaken, Tschechen, Schweden und Finnen besetzt) vor allem drei Spieler im Auge zu behalten und deren Kreise entscheidend zu stören. Das finnische Sturm-Brüderpaar Max und Kasper Kenig begeistert die Leipziger Fans vor allem mit seiner Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit und gehört so zu den treffsichersten Akteuren der Oberliga. Dies gilt auch für den früheren Berliner Patrick Czajka, dem im Hinspiel ein Hattrick im Schlussabschnitt gelang und der mit neun Treffern in zehn Partien momentan Leipzigs gefährlichster Angreifer ist. Weitere Leistungsträger in der Offensive sind Lars Hoffmann und Florian Eichelkraut. Auf den langfristigen Ausfall von Routinier Hendrik Bärschneider (Knieverletzung) haben die Verantwortlichen der Blue Lions nochmals reagiert und kürzlich doppelt auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Nachdem der frühere Ravensburger Josef „Beppi“ Eckmair nicht überzeugen konnte, wechselte per Förderlizenz der Deutsch-Lette Maris Kruminsch vom Zweitligisten Moskitos Essen nach Leipzig. Ergänzt werden die Sturmreihen zudem durch Nikolai Varianov aus Füssen. Der Russe durchlief alle Nachwuchsmannschaften des Traditionsclubs aus dem Allgäu, fällt seit der Abschaffung des Status’ „Eishockey-Deutscher“ jedoch unter das Ausländerkontingent und kam daher in Füssen nur zu zwei Einsätzen, als die etatmäßigen Kontingentspieler verletzt waren. In Leipzig möchte der Sohn von EVF-Urgestein Nikolai Varianov senior sich nach Erhalt seines deutschen Passes endgültig durchbeißen und zeigen, dass er das Zeug zum Leistungsträger in der Oberliga hat. Sein Debüt wird Varianov junior vermutlich am Freitag gegen die Indians, dann möglicherweise noch als Ausländer, geben. Den Beweis seiner Oberliga-Tauglichkeit würde sicher auch Patrick Weigant gerne antreten. Der frühere Geretsrieder befindet sich nach einer Schulter-OP derzeit jedoch noch in der Reha. So ist das zweite Brüderpaar im Dienste der Blue Lions Leipzig derzeit nicht vollständig, muss Marc Weigant alleine auf Torejagd gehen. Doch nicht nur Neuzugänge gibt es für die Blue Lions zu vermelden, es gilt auch, Abgänge zu kompensieren. So schloss sich der erst vor der Saison gekommene Marcel Hermle wieder seinem Ex-Club ECC Preussen Berlin in der Regionalliga Nord-Ost an, während Sebastian Kastner zukünftig für den Bayernligisten TSV Peißenberg aufs Eis geht. In der Abwehr baut Löwenbändiger Zdenek Travnicek vor allem auf die Routine von Ex-Indian Ron Gaudet, dessen Qualitäten im Aufbauspiel unbestritten sind. Unterstützung erhält der Haudegen vom früheren Crimmitschauer Esbjörn Hofverberg (Schweden), der trotz seiner nur 1,66 Meter Körpergröße über ein tolles Auge für den freien Mitspieler verfügt. Ebenfalls offensive Akzente setzt der Slowake Jozef Potac, im vergangenen Jahr in der Regionalliga Nord-Ost im Trikot der Harzer Wölfe noch punktbester Verteidiger. Vorrangig defensive Aufgaben haben hingegen Andreas Felsch, Jens Müller und der DEL-erfahrene Markus Witting (früher in Krefeld am Puck). Mit einer Bänderverletzung für unbestimmte Zeit noch außer Gefecht ist hingegen Youngster Sebastian Meindl, der vor der Saison aus Weiden den Weg nach Leipzig gefunden hatte. Dauerhaft nicht mehr zum Abwehrverbund des Aufsteigers zählt indes Sebastian Geißler, der kürzlich zum Nord-Ost-Regionalligisten ECC Preussen Berlin wechselte. Zwischen den Pfosten setzen die Blue Lions auf ein eingespieltes Duo ohne echte Nummer eins. Der Tscheche Jan Pospisil war im vergangenen Winter einer der Toptorhüter in der Regionalliga Nord-Ost, hat nun aber in U 20-Nationalkeeper Sebastian Staudt aus Bremerhaven starke Konkurrenz bekommen, die auf viele Einsätze lauert. Alles in Allem wartet in der Alten Messehalle 6 ein schwerer Gegner auf die EC Hannover Indians. Noch unsicher ist derzeit das Mitwirken von Alexander Engel, der am vergangenen Wochenende seinen Muskelfaserriss aus dem Spiel gegen Füssen auskurierte. Ein Einsatz des Verteidigers dürfte sich erst kurzfristig entscheiden. Doch egal, ob der frühere Duisburger mitwirken kann oder nicht, die Marschroute der EC Hannover Indians ist klar: mit verbessertem Überzahlspiel, der nötigen Abgeklärtheit vor dem Tor und einer kämpferischen Defensivleistung, die Leipzigs Techniker nicht zur Entfaltung kommen lässt, wollen die Cracks um Kapitän Seppi Staltmayr einen Sieg mit zurück nach Hannover bringen. So können sie sich eine gute Ausgangsposition für das Rest-Wochenende mit dem Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden verschaffen. Für alle Fans, die nicht mit den Großstadtindianern gen Leipzig reisen, bericht der ECH-Liveticker auf http://www.ech-liveticker.de morgen wieder mit allen Toren, News und Infos live vom Oberliga-Spiel zwischen den Blue Lions Leipzig und den EC Hannover Indians. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 18.10.2007 um 19:40 |