| Vorbericht ECH vs. Blue Devils Weiden |
Nachdem sie am Freitagabend einen Punkt aus der Messestadt Leipzig entführen konnten, möchten die EC Hannover Indians am Sonntag (21.10.2007, 20.00 Uhr) im heimischen Eisstadion am Pferdeturm nachlegen und drei Zähler einfahren. Ein solcher Punktgewinn ist dabei ganz besonders wichtig, gastiert mit den Blue Devils Weiden doch ein Team in Hannover, das mit 21 Punkten in der Tabelle der Eishockey-Oberliga, Gruppe Nord, nur einen Zähler hinter den Indians rangiert. Für den ECH gilt es also, das in Leipzig verbesserte Powerplay weiter fortzusetzen und so die Punkte am Turm zu behalten, damit die ersten beiden Tabellenpositionen weiter in Sichtweite bleiben.
Freilich wird dies ein alles andere als einfaches Unterfangen, denn die Oberpfälzer verfügen über ein junges und zugleich erfahrenes Team, das insbesondere auf den Ausländerpositionen stark besetzt ist. Gallionsfigur ist sicherlich Jan Penk. Der tschechische Verteidiger spielt bereits seit 1999 in Weiden und gehört damit zu den dienstältesten Cracks der Blue Devils. Erst vor dieser Saison stieß hingegen Mike Zbriger zu den Weidenern. Der Kanadier, von den Chicago Hounds aus der United Hockey League kommend, bildet momentan gemeinsam mit dem seit 2006 für die Devils aktiven Finnen Miikka Jäske das torgefährlichste Sturmduo der Gäste. Beide haben nach zwölf Spielen 20 Scorerpunkte auf ihrem Konto (je neun Tore). Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Karl Fournier (CAN) von der University of Moncton (CIS) sorgen sie für die nötigen Treffer zum Erreichen der Play-offs, während der frühere Weißwasseraner Jerry Galway in der Defensive die Fäden in der Hand hält und wie auch Penk wichtige Impulse für den Spielaufbau liefert. Zu den Korsettstangen auf den Ausländerpositionen kommen etliche erfahrene Deutsche wie der frühere Bremerhavener Michael Fendt und die Eigengewächse Stephan Hagn, Sebastian Wolsch und Florian Zellner. Im Verbund mit Lukas Hausmanninger, der in Straubing bereits DEL-Erfahrung sammelte ergibt dies eine gute Mischung aus Jung und Alt, Routine und jugendlichem Elan im Team des neuen Trainers Alex Stein. Dass er auf junge Spieler setzt, die sich in Weiden für höhere Aufgaben empfehlen können, verdeutlich auch ein Blick auf die Abwehr. Dort stehen mit dem Ex-Ratinger Jan-Philipp Priebsch – zuletzt in Kassel aktiv – und dem früheren Bietigheimer Ralf Herbst zwei Akteure auf dem Eis, die trotz ihrer erst 21 Jahre schon in der 2. Bundesliga aktiv waren und nun endgültig den Durchbruch schaffen möchten. Dieses Ziel verfolgt Ex-Indian Tim Schneider (letztes Jahr noch per Wolfsburger Förderlizenz für den ECH auf dem Eis) genauso wie der erst 17 Jahre alte Andreas Gawlik. Der zuletzt für die Berliner Eisbären aktive Youngster gilt als absolutes „Juwel“ unter Deutschlands Verteidigern und kann sich in der Oberpfalz in Ruhe das Rüstzeug für seine weitere Karriere holen. Im Tor vertrauen die in Bestbesetzung antretenden Blue Devils Weiden einem in Hannover bestens Bekannten. Benjamin Voigt fand vor dieser Spielzeit von den Moskitos Essen aus der 2. Bundesliga den Weg in die Oberpfalz und möchte dort zeigen, dass er das Zeug zur dauerhaften Nummer eins hat. Da der 25-jährige Linksfänger diese Aufgabe bislang sehr gut löst, bleibt Back-up Oliver Engmann aus dem Weidener Nachwuchs derzeit meist nur ein Platz auf der Ersatzbank. Die Blue Devils Weiden werden angesichts ihrer ausgeglichenen Besetzung und der Kombination aus Technik und Robustheit den EC Hannover Indians morgen sicherlich alles abverlangen und eine hohe Hürde darstellen. Wenn es den Gastgebern aber gelingt, ihre gegen Leipzig stark verbesserte Powerplay-Quote – bei insgesamt sieben Überzahlsituationen fielen drei der vier Treffer in numerischer Überlegenheit – beizubehalten, sind drei Punkte ein realistisches Ziel. Zumal dann, wenn der ECH wie schon in den letzten Partien und auch beim 4:3-Penaltyerfolg im Hinspiel in Weiden über die volle Spielzeit um jeden Zentimeter Eis kämpft und den Gegner dabei mit einer soliden Defensivleistung nicht zur Entfaltung kommen lässt. Dies ist das erklärte Ziel der Cracks um Kapitän Seppi Staltmayr, die gegen Weiden natürlich auch auf lautstarke Unterstützung der Fans und echte Pferdeturm-Atmosphäre bauen. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 21.10.2007 um 06:27 |
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