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Vorbericht EC Bad Tölz vs. ECH
InfoRunde 48 Stunden nach der 4:6-Niederlage gegen starke Blue Lions Leipzig bekommen es die EC Hannover Indians erneut mit Löwen zu tun. Am morgigen Dienstag (02.10.2007, 19.30 Uhr, Hacker-Pschorr-Arena Bad Tölz) misst sich der Eishockey-Oberligist aus Niedersachsens Metropole allerdings in südlichen Gefilden mit Raubtieren, steht doch das Gastspiel beim EC Bad Tölz an, seines Zeichens Spitzenreiter der Süd-Division der Oberliga. Um im Isarwinkel wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren zu können, wird es auch darauf ankommen, die Kreise des Tölzer Top-Trios Yanick Dubé, Travis James Mulock und Florian Zeller entscheidend zu stören.


Natürlich besteht der EC Bad Tölz nicht nur aus der „Zaubermaus“ Yanick Dubé, Vorbereiter T.J. Mulock und Arbeitsbiene Florian Zeller, doch haben diese drei mit 52 Scorerpunkten aus bislang sechs absolvierten Partien maßgeblichen Anteil am Spitzenreiter-Status der Isarwinkler. Noch ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit thront die Mannschaft von Trainer Axel Kammerer im Süden auf dem Platz an der Sonne. Um den Frankokanadier Dubé als Leader, der zuletzt bei den Augsburger Panthern in der DEL aktiv war und nun wieder an seiner alten Wirkungsstätte spielt, wo er zwischen 1999 und 2003 schon einmal die Fans in der 2. Bundesliga verzückte, wurde eine starke Truppe aufgebaut.

Heuer soll es mit der Rückkehr eben dahin klappen. Dazu wurde der Kader, traditionell aus dem eigenen Nachwuchs gut bestückt, geschickt verstärkt, um dem jugendlichen Elan die nötige Routine zur Seite zu stellen. Reichlich Erfahrung bringt etwa Florian Zeller mit, der in Bad Tölz das Eishockey-Einmaleins erlernte und zuletzt für den Zweitligisten EHC München stürmte, nach der kurzzeitig finanziell unsicheren Zukunft der Landeshauptstädter aus Bayern aber wieder in die Nähe seiner Familie ziehen wollte und in Tölz anheuerte. Für die Verantwortlichen um Trainer Kammerer ein Glücksfall, war damit die aktuell stärkste Angriffsreihe der Oberliga doch fast komplett. Dritter Mann im Bunde ist Travis James Mulock, der 2006 nach der Insolvenz der Ratinger Ice Aliens zum ECT wechselte, dort in 41 Partien 50 Scorerpunkte (21 Treffer) sammelte und auch heuer seine Torgefahr schon häufig unter Beweis gestellt hat.

Im Stile einer echten Spitzenmannschaft sind die Tölzer Löwen aber auch auf den hinteren Positionen in der Angriffsabteilung stark besetzt, um ausgeglichene Formationen aufs Eis schicken zu können. Eine Führungsrolle hat hierbei sicherlich Terry Campbell inne. Der mittlerweile 39-Jährige sammelte in Ingolstadt, Iserlohn und Essen reichlich DEL-Erfahrung und spielte zuletzt mit dem SC Bietigheim-Bissingen dort, wo der EC Bad Tölz am Ende der Saison 2007/08 angekommen sein will: in der 2. Bundesliga. Von der Routine des Deutsch-Kanadiers sollen zahlreiche Talente profitieren, die langsam zu Leistungsträgern reifen, allen voran Marcel Waldowsky. Der wieselflinke Linksaußen war im vergangenen Spieljahr bei den Blue Devils Weiden die große Entdeckung und mit 52 Scorerpunkten (29 Tore) aus 50 Partien treffsicherster Youngster. Nun soll und will der 22-Jährige mit seiner Kaltschnäuzigkeit im Abschluss einen wesentlichen Teil zur Umsetzung der von Axel Kammerer formulierten Vorgabe beitragen: „Unser Ziel ist der Aufstieg“, macht der frühere Kasseler DEL-Spieler unmissverständlich klar.

Die Tölzer Mannschaft scheint auch stark genug, denn mit dem routinierten Christian Urban, dem trotz seiner erst 21 Jahre sehr abgeklärt agierenden Michael Baindl und vor allem Christoph Fischhaber stehen weitere Talente bereit, die bereits zeigten, dass sie das Zeug für höhere Aufgaben haben.

Vervollständigt wird die „Abteilung Attacke“ vom Ex-Heilbronner Martin Melchert, der im letzten Jahr auch zwei DEL-Partien für Augsburg absolvierte, Youngster Adrian Albanese sowie den Junioren Martin Leismüller und Daniel Mötsch. Last but not least läuft mit dem 21 Jahre alten Franz Mangold noch ein weiterer Akteur auf, der wie Florian Zeller im vergangenen Jahr beim Zweitligisten EHC München dem Puck nachjagte.


Während im Tölzer Angriff also gewaltiges Potential schlummert, das die Löwen auch regelmäßig abrufen, könnte sich die Abwehr des im letzten Jahr noch im Playoff-Halbfinale an den Heilbronner Falken gescheiterten Altmeisters als Achillesferse erweisen. Nur sechs Verteidiger hat Coach Axel Kammerer zur Verfügung, andererseits mit noch zwei offenen Ausländerlizenzen – nachdem auch Yanick Dubé seit dem Sommer als Deutscher spielt – noch reichlich Handlungsspielraum.

Und der Stamm an Defensivkräften ist durchaus beachtlich. Allen voran der Pole Adam Borzecki, der als „Quarterback“ im Powerplay mit seiner Treffsicherheit maßgeblichen Anteil an der Überzahl-Erfolgsquote von 31,91 Prozent hat, der aktuell zweitbesten der gesamten Liga. Offensive Unterstützung erhält Borzecki von Jean-Phillipe Morin, der von den Belfast Giants aus Großbritannien in den Isarwinkel wechselte und den Platz des nach Deggendorf zurückgekehrten Routiniers Jan Schinköthe einnimmt. Zweiter Neuer im Defensivverbund ist Roman Göldner von den Blue Devils Weiden. Der nur 1,78 Meter große Linksschütze geht keinem Zweikampf aus dem Weg, wie auch seine 176 Strafminuten aus der Saison 2006/07 belegen.

Vervollständigt wird die Tölzer Hintermannschaft vom früheren Rosenheimer Michael Bergmann, mit 21 Punkten in der letzten Saison drittbester Tölzer Defender, sowie den Eigengewächsen Michael Pfaff und Florian Kirschbauer.


Sie alle wollen dafür sorgen, dass auf Thomas Ower, neu aus Weiden zum Kader gestoßen, möglichst wenig Arbeit zukommt. Der 21-Jährige mit Zweitliga-Erfahrung (stand zwischen 2003 und 2005 in 21 Spielen für die Schwenninger Wild Wings zwischen den Pfosten) war im vergangenen Jahr einer der Shootingstars beim Viertelfinalgegner der Löwen und komplettiert nun das Weidener Trio in Tölz mit Roman Göldner und Marcel Waldowsky. Im Isarwinkel genießt der Linksfänger vollstes Vertrauen, muss aber auch den soliden, freilich nicht immer ganz unumstrittenen Marko Suvelo vergessen machen. Dies gelingt ihm bis dato jedoch sehr gut und für den Fall der Fälle hat der ECT auch noch Reserven: Back-up Markus Maier kam im letzten Jahr zwar nur zu fünf Einsätzen, agierte dabei aber stets solide. Dritte im Torhüter-Bunde ist Viona Harrer. Die 20 Jahre alte Junioren-Nationaltorhüterin ist mit einer Doppellizenz für die Bundesliga-Damen des EHC Memmingen ausgestattet und wird im Bedarfsfall sicher auch in der Oberliga „ihren Mann stehen.“


Morgen treffen die EC Hannover Indians also auf eine in allen Mannschaftsteilen hochkarätig besetzte, technisch versierte und körperlich robuste Mannschaft des EC Bad Tölz. Während die Löwen zuletzt beim EHC Freiburg einen 4:3-Sieg feierten, gilt es für die Großstadtindianer nach der Leipzig-Niederlage wieder in die Erfolgsspur zu finden. Dazu wird es in Bayern vor allem darum gehen, die Räume eng zu machen, diszipliniert zu spielen und Geduld zu zeigen. Kommt dann noch im entscheidenden Moment die nötige Kaltschnäuzigkeit hinzu, können die voraussichtlich ebenso wie der EC Bad Tölz komplett antretenden Niedersachsen beim Favoriten sicher für eine Überraschung sorgen.

Wünschenswert wäre ein Erfolg auch mit Blick auf die bisherige Oberliga-Bilanz gegen Bad Tölz, weist diese doch in den letzten vier Partien nur einen Sieg – ein 3:2 am heimischen Pferdeturm im März 2007 – auf, während die Gastgeber des morgigen Duells in den übrigen drei Partien mit 3:2 und 4:2 vor heimischer Kulisse siegten und sogar 6:1 am Pferdeturm triumphierten.


Für alle Fans der EC Hannover Indians, die nicht nach Bad Tölz fahren, gibt es im ECH-Liveticker unter http://www.ech-liveticker.de morgen wieder alle Tore, Strafen, News und Infos rund um das Gastspiel der Indianer in Bad Tölz.

Außerdem im Ticker: Zwei Gewinnspiele mit Preisen von Lehner’s Wirtshaus in der Altstadt und von Otto’s Sportspub am Altenbekener Damm.
Quelle: ECH-Liveticker
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 10.10.2007 um 23:18

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