<-- Zurück zu den Nachrichten
Starkes Powerplay als Basis
InfoDie Starbulls Rosenheim am Abend sicher beherrscht haben die EC Hannover Indians. Durch den 6:2 (2:1,2:0,2:1)-Erfolg gegen die Oberbayern rutschte der Gastgeber in der Nordstaffel wieder um einen Tabellenplatz nach oben, viel wichtiger war für die über 2700 Fans am Abend aber der Fakt, dass das eigene Team endlich wieder einmal 60 Minuten überzeugend auftrat und zugleich auch noch die volle Punktzahl einfahren durfte. Gegen die bis auf den tadellosen Schlussmann O. Häusler allerdings auch restlos enttäuschenden Starbulls waren in der Schlussphase sogar Großchancen en masse für einen Kantersieg vorhanden, nach Saisontor Nr. 100 durch J. Chamberlain konnte allerdings nur mehr J. Anderson den Endstand fixieren. Mit einer ähnlich guten Leistung dürfte auch der nicht einfache Gang am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Eisbären Juniors aus Berlin zu stemmen sein.

Erwartungsgemäß ohne eine komplette starting six (Kondelik – Dahms/Staltmayr – Welke/Phillips/Deml) mussten die Hannover Indians am Abend versuchen die letzten Negativerlebnisse gegen die bislang so auswärtsstarken (9:5 Siege) Rosenheimer vergessen zu machen. Dabei helfen sollten eine charakterstarke Leistung des noch enger zusammen rückenden Teams, eine sichere Defensive und ein Blick in die Historie – denn der letzte Sieg des Traditionsclub am Pferdeturm datierte aus dem Jahre 1995, als der Starbulls-Keeper noch K. Friesen hieß.
Eine von Hannover zunächst engagiert, noch aber sichtbar verunsichert gestaltete Anfangsphase, sah den Gast zunächst mit 2:0 an Torschüssen vorn, doch klingeln sollte es erstmals hinter Bulls-Torhüter O. Häusler, der bei der ersten Indianschance überhaupt gegen den Schuß aus Nahdistanz von J. Anderson keine Abwehrmöglichkeit besaß – zuvor hatte R. Huddy sich entschlossen ins Drittel gearbeitet und K. Du seine Klasse gezeigt, als er trotz seiner geringen Masse nicht von der Scheibe zu trennen war und Anderson prima bediente (7.). Von jetzt auf gleich war Hannover im Spiel angekommen und zelebrierte tolles Angriffshockey; als den Fans angesichts von vier vergebenen Topchancen (spektakulärste Szene der Pfostenschuss von R. Huddy (9.)) hintereinander schon Schlimmes schwante, konnte K. Doyle im Powerplay einen Hammer von P. Baumgartner ins Netz verlängern und hochverdient auf 2:0 stellen (13.), doch Überzahl ist eine Disziplin, die die Rosenheimer Topreihe um Hilger/Smith/Snowden ebenfalls im Schlaf beherrscht: das erste von zwei 5:3-Powerplays brachte die Gäste Dank Oldie Hilger aus dem Nichts wieder ins Spiel, die zweite Gelegenheit „killten“ die Indians jedoch bravourös und gingen somit völlig verdient mit einer Führung zum ersten Pausentee.

Die sicher agierende Hintermannschaft um den wieder einmal in die Defensive zurückbeorderten F. Krull war auch im zweiten Durchgang die Basis für ein weiterhin überlegen geführtes Spiel der Indianer. Zwar enttäuschten am Abend insbesondere die Reihen eins und zwei der Oberbayern, gefielen lediglich die Vorstöße der jungen S. Stiebinger und S. Wenzel, doch bedenkt man das abendliche Durchschnittsalter der Indiansabwehr von 21,7 Jahren vor dem 20-jährigen Schlussmann S. Agricola, der die letzten durchwachsenen Leistungen eindrucksvoll abschüttelte und von Beginn an sehr sicher wirkte, so kann das Kompliment an die Hannover Indians nicht groß genug ausfallen. Insbesondere F. Krull war wieder einmal sofort defensiv präsent und lieferte wie selbstverständlich die Vorlagen zu den Toren drei und vier, als zunächst D. Meyer einen 3:1-Konter per Flachschuss nutzte (23.) und anschließend K. Du sein erstes Indianstor in Überzahl glückte (36.). Ein vergebener Alleingang von R. Suchomski war eine der wenigen weiteren Chancen, bis hierher stimmte am Abend endlich einmal die Effizienz vor dem Tor.

Dies sollte sich im Schlussabschnitt jedoch noch ändern, denn nach dem nächsten Powerplaytor von J. Chamberlain, der spektakulär aus spitzem Winkel in den Giebel traf (43.), spielten sich in der Starbulls-Defense wiederholt Wild-West-Szenen ab. Im steten Bemühen um den 5:2-Anschluß rannten die Rosenheimer beinahe minütlich in nun stets blitzschnell vorgetragene Indianskonter. Soli von S. Breiter, K. Doyle und K. Du, Schüsse aus Nahdistanz von R. Huddy, J. Chamberlain und erneut Du – sämtliche „Sitzer“ endeten bei Gäste-Keeper O. Häusler, der seinen Starbulls ein Debakel ersparte und sogar noch einmal selbst jubeln durfte, als erneut die SBR-Altstars im Powerplay verkürzen konnten (52.).
Den sehenswerten Schlusspunkt setzte allerdings folgerichtig Hannover, als J. Anderson mit einem DEL-reifen Handgelenksschlenzer fast von der blauen Linie genau in den Winkel traf (56.), was die endlich wieder einmal feiernde Indiansanhängerschaft singend registrierte.

Fazit: mit einer tadellosen Vorstellung haben die Hannover Indians die Starbulls Rosenheim verdient geschlagen. Dabei besaß der Kader trotz nur noch 15 Feldspielern am Abend immer noch die größere Qualität als jener der Oberbayern, die ihrerseits allerdings lange Zeit auch nur auf drei Reihen zurückgriffen. Die heuer erneut so unbequem zu spielenden Eisbären Juniors werden am Sonntag erneut eine ähnliche Leistung abfordern, erneut wird es dabei auf die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ankommen, denn die Hauptstädter sind defensiv 07/08 eine ganze Klasse stärker als in den Vorjahren.
Die Starbulls Rosenheim werden sich am Sonntag nicht noch einmal dermaßen harmlos präsentieren, sich defensiv wieder sortieren und für die Joker aus Kaufbeuren ein ernster Konkurrent sein. Schließlich haben die Oberbayern heuer regelmäßig nach schwachen Spielen zumeist sofort charakterstark geantwortet.


Fr.,14.12.07:
Hannover Indians – Starbulls Rosenheim
6:2
(2:1,2:0,2:1)

Tore: 1:0 (7.) Anderson 7, 2:0 (13.) Doyle 18 5-4, 2:1 (18.) Hilger 5-3, 3:1 (23.) Meyer 6, 4:1 (36.) Du 1 5-4, 5:1 (43.) Chamberlain 18 5-4, 5:2 (52.) Smith 5-4, 6:2 (56.) Anderson 8.

Strfm.: ECH 12 – SBR 10

Zusch.: 2726

HSR: Fischer

Top(+): Eine geschlossene Mannschaftsleistung, an der auch Reihe drei um den engagierten Leader D. Meyer ihren Anteil hatte. Das Konterspiel im Schlussdrittel spielte den Indians perfekt in die Karten, doch auch zuvor stimmte die Leistung offensiv endlich auch einmal bei 5:5, wo mit Kindergartenabwehr ein eindrucksvolles 3:0 erspielt wurde.

Flop(-): Allenfalls die vergebenen Torchancen im Schlussabschnitt, das hier gegangene hohe Tempo könnte den kleinen Kader in nur 39 Stunden überdies noch teuer zu stehen kommen.

GWG: D. Meyer (23.)

Beste Akteure: S. Agricola, F. Krull – O. Häusler

Bes.:
- Ende der Serie für den Ironman: nach 113 Pflichtspielen am Stück fehlte Indianskapitän J. Staltmayr heute erstmals. Verletzt passen müssen hatte der 27-jährige zuletzt gar vor über zweieinhalb Jahren
- zum zweiten Mal 07/08 alle drei Spieldrittel gewonnen
- in den letzten neun Partien immer mindestens ein Powerplaytor erzielt


ECH: Agricola,(Jenike) – Morrow,Krull,Engel,Thomson,Baumgartner,Sondermann – Chamberlain,Doyle,Breiter,Huddy,Du,Anderson,Rohatsch,Meyer,Suchomski.

SBR: Häusler,(Haase) – Dalmao,Rohner,Gegenfurtner,P.Senger,Metcalf,Peters – Hilger,Smith,Snowden,Gottwald,Schneider,Kofler,Wenzel,Stiebinger,Weismann,Schütz,Bucheli.
Autor: os - Kommentare (0) - 14.12.2007 um 23:32

Kommentare


Es sind momentan noch keine Kommentare zu dieser News vorhanden!


Kommentar zu dieser News abgeben:
Name:
Email:
Spamschutz: spam
Nachricht: ;-( :-D 8-O X-( :-| 8-) ;-) :-) :-(



Will auch eine kostenlose Newsseite haben :-)