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InfoLokalnachrichten Mix Radio vom Freitag den 13.3.2020

Coronavirus-Update – Tagelang ist die Situation beobachtet worden, gestern überschlugen sich die Entscheidungen weltweit. Das erste sichtbare Ergebnis auf den Kanarischen Inseln waren leere Supermarktregale, wer in der Apotheke nach Desinfektionsmittel fragt wird auf die Warteliste gesetzt. Kreuzfahrtschiffe legen bis zum 27. März nicht mehr in kanarischen Häfen an. Die Fluggesellschaft Norwegian entlässt vorrübergehend die Hälfte ihrer Angestellten wegen dem Einreisestopp von europäischen Staatsbürgern in die USA. 4.000 Flüge sind gestrichen, Flugziele auf dem Archipel und Europa sind davon betroffen. Marokko hat jeglichen Schiffs- und Flugverkehr nach Spanien eingestellt. In einem Kommentar hat der ZDF-Chefredakteur Peter Frey gestern Abend auf die aktuelle Lage reagiert. Es gehen jetzt nicht um Schuldzuweisungen wer wann zu wenig getan hat. Wir brauchen die Bereitschaft, das Leben zu verlangsamen, um die Überforderung unseres Gesundheitswesens zu verhindern. Corona ist eine Seuche die die ganze Welt plagt, deren Verbreitung Medien quasi live in die ganze Welt übertragen – das gab es noch nicht in der Geschichte der Menschheit. Das ist elementar, existentiell und macht Angst. Es ist eine Prüfung – für jeden Einzelnen, für das offene Europa, für die Welt. Was wir jetzt wissen: Kindisches Auf-andere-zeigen wie der amerikanische Präsident Trump es vormacht, hilft nicht. Das ist die plumpe Show eines nervösen Wahlkämpfers. Dass Populisten die Schuld immer bei anderen suchen, dass sie zu spalten versuchen, jetzt Europa und Großbritannien, ist nicht neu. Aber im Fall Corona ist es besonders widerwärtig. In Spanien bleiben bis auf Weiteres Kindergärten und Schulen geschlossen. Betroffen sind rund 400.000 Kinder und Jugendliche. Besuche in Krankenhäusern sollen auf ein Minimum eingeschränkt werden. Heute Morgen kommt die Meldung der kanarischen Supermarktketten genau zu rechten Zeit: Lebensmittel stehen mehr als ausreichend zur Verfügung. Die Logistikplattformen auf den Kanarischen Inseln sind voll. Das Problem ist aktuell die Regale in der gleichen Geschwindigkeit wieder aufzufüllen, wie die Produkte abverkauft werden. Auf den Kanarischen Inseln gibt es heute 46 Patienten die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Fünf Patienten konnten bis gestern nach einer Covid-19 Erkrankung wieder als geheilt entlassen werden.

Lanzarote Top bewertet – Mit einem Ergebnis von 8,85 von 10 Punkten ist Lanzarote von den Besuchern im Vergleich der acht Kanarischen Inseln in 2019 am Besten bewertet worden. Die Hauptargumente: Klima, Sicherheit und Ruhe. Ein Drittel der Touristen im letzten Jahr hatten ein All-Inklusive Angebot gebucht. 40% haben ihren Urlaub in einem Vier-Sterne oder Fünf-Sterne Hotel verbracht. Bei den über 16-jährigen hat die Umfrage ergeben, dass sie in der Vergangenheit bereits mindestens einmal auf einer anderen Kanarischen Insel Urlaub gemacht haben. Gebucht haben alle Befragten ihren Urlaub im Durchschnitt mindestens drei Monate vorher.

Erster nachhaltiger Hafen Spaniens – La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria wird der erste nachhaltige Hafen Spaniens. Das geht aus einem Projekt von Hispania Petroleum hervor. Ein eigenes Stromkraftwerk soll für den Hauptstadthafen von Gran Canaria ausreichend Energie liefern, um die Schiffe im Hafen zu versorgen. Bisher lassen diese ihre Motoren auch im Hafen laufen um sich mit Strom selbst zu versorgen. Das Stromkraftwerk soll mit Gas betrieben 70 Megawatt Energie erzeugen und die Emissionswerte die bisher im Hafen gemessen werden auf ein Minimum senken. In einer Übergangsphase sollen ältere Schiffe noch die Möglichkeit erhalten, selbst Energie im Hafen zu produzieren. Ab 2023 müssen in La Luz alle Frachter ihre Motoren abstellen und sich über sogenanntes „Cold Ironing“ mit der zur Verfügung gestellten emissionsfreien Energiequelle verbinden. Die durch die Verbrennung von Schweröl betriebenen Schiffe, darunter auch Kreuzfahrtriesen, machen einen ganz erheblichen Teil der Luftverschmutzung in Las Palmas aus.

Zu wenig Schutz der EU-Außengrenze – Das SIVE-Radarsystem funktioniert nicht zuverlässig, drei der vier verfügbaren Patrouillen-Boote der Guardia Civil für die Region Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote sind nicht einsatzbereit. Keine gute Bilanz für den Schutz der EU-Außengrenze und im Kampf gegen illegale Einwanderung ein eher zahnloser Tiger. Von drei Helikoptern ist nur einer einsatzbereit. Von den Radarstationen, die in ihrer Gesamtheit bisher noch nie funktioniert haben, sind auf Lanzarote nur zwei von vier einsatzbereit, auf Fuerteventura arbeiten nur drei von fünf Radarstationen ordnungsgemäß. Geplant war, auch mit Hilfe von EU-Geldern, die Außengrenze der Europäischen Union lückenlos zu überwachen. Dieser Zustand konnte bis heute nicht hergestellt werden.

1.477 Euro Einkommen im Durchschnitt – Der Durchschnittslohn liegt auf den Kanarischen Inseln bei 1.477 Euro. Die Zahlen stammen aus Dezember 2019. Hundert Euro über der Region Extremadura, wo Arbeitnehmer am schlechtesten verdienen. Madrid und Pais Vasco sind weiterhin die beiden spanischen Autonomien in denen Arbeitnehmer im Schnitt am besten bezahlt werden. 1.990 Euro verdienen Angestellte im Durchschnitt pro Monat in diesen beiden Regionen Spaniens. Spanienweit bleibt es bei einem Trend zu mehr Kaufkraft und mehr Konsum – in allen Regionen wird mehr verdient als noch vor 12 Monaten.

Verfasst von Fabian von Dawans (AtlantisFM)
https://www.atlantisfm.de/
Quelle: mixradio.eu
Autor: mixradio.eu - Kommentare (0) - 13.03.2020 um 12:28

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