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Meldung vom 12.3.2020 Karneval abgesagt – Der Karnevalsumzug in Maspalomas auf Gran Canaria, die Cabalgata, ist abgesagt. In den Gemeinden Telde, Mogán und Agaete sind die gleichen Entscheidungen getroffen worden. Der Karneval in Tinajo auf Lanzarote ist ebenfalls gestrichen. Alle Fußballspiele im Amateurbereich finden bis auf weiteres nicht statt. Präventive Maßnahmen um die Ausbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen. Gestern ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Patienten auf den Kanarischen Inseln um sieben auf insgesamt 28 gestiegen. Die Zentralregierung hat mit einem neuen Gesetz die unter Quarantäne stehenden Arbeitnehmer geschützt, ihr Zustand gilt ab sofort als arbeitsunfähig und somit als krankgeschrieben. Grundsätzlich wird empfohlen Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern zu meiden. Reisen sollten, wenn nicht notwendig, vermieden werden. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wird nicht empfohlen. Kontakte sollten auf ein Minimum reduziert werden. Grundsätzlich gilt: Hygiene kann vor Ansteckung schützen. Diese Empfehlungen hat die spanische Ärztekammer ausgesprochen um die Ausbreitung des Covid-19 Virus einzudämmen. Am Samstag treffen sich die Gesundheitsminister aller spanischen Autonomien um über weitere Schritte im Kampf gegen das Coronavirus zu beraten. Landwirtschaft ruft zum Streik – 20.000 Bauern demonstrieren für faire Preise. Am Donnerstag hat der Landwirtschaftssektor auf den Kanarischen zum Streik aufgerufen. Die Bauern fordern landesweit für ein Ende des Preisdrucks durch die großen Supermarktketten. In allen Regionen in Spanien haben sich die Landwirte mit Demonstrationen organisiert. In der kanarischen Autonomie findet die Bewegung auf Teneriffa statt. Mit dem Verkauf von Landwirtschaftsprodukten unterhalb der Preisgrenze soll Schluss sein, Zahlungsziele von 30 Tagen sollen die Obergrenze bilden und Mengenrabatte darf es nicht mehr geben. Mit diesen drei Forderungen beginnt die erste Streikwelle der Landwirte. Aktuell produziert der Landwirtschaftssektor unterhalb der Rentabilität und kann nur mit Subventionen aus staatlicher Hand am Leben gehalten werden. Mehr Geld für Wetten – Canarios geben 69% mehr Geld für Sportwetten aus als noch vor einem Jahr. Auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote haben die Wettbüros 74 Millionen Euro eingenommen, 30 Millionen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Verloren hat dagegen das Lotteriesystem Quiniela mit Verlusten von 62%. In 37 Lokalen haben Canarios von Januar bis September so viel Geld bei Sportwetten eingesetzt wie noch nie zuvor. Ein Trend der sich in ganz Spanien fortsetzt – In der Region Madrid sind bei Sportwetten 422 Millionen Euro eingesetzt worden, im Baskenland waren es 400 Millionen Euro. Bevölkerungswachstum – Auf den Kanarischen Inseln werden laut einem Bericht des spanischen Statistikamtes im Jahr 2033 2.5 Millionen Menschen wohnen. 17,2% mehr als heute. Grund dafür wird in erster Linie Migration sein. Pro 1.000 Einwohner werden es bis 2033 168 mehr Zuwanderer als Auswanderer sein. Das entspricht rund 30.000 Bürgern mehr pro Jahr. Überhaupt steigt die Bevölkerungszahl in Spanien in den kommenden Jahren bis 2033 auf 49 Millionen an. Ein Viertel wird über 65 Jahre alt sein. Auch Spanienweit ist es die Migration, die für den Bevölkerungszuwachs in erster Linie verantwortlich ist. Die Geburtenrate ist auch in Spanien rückläufig und wird es laut den Hochrechnungen des spanischen Statistikamtes auch in den kommenden Jahren bleiben. Alle Betten belegt – Die Kanarischen Inseln stehen bei der Versorgung von pflegebedürftigen Patienten vor dem nächsten Kollaps im Gesundheitssystem. Auf Gran Canaria und Teneriffa sind alle der insgesamt 1.400 Betten für ältere Patienten mit Pflegestufe belegt. Die Plätze in den Pflegeheimen ebenfalls. Damit stehen die Notaufnahmen in den Krankhäusern, die sowieso bereits wegen der Grippewelle überlaufen sind, vor einem unlösbaren Problem. In erster Linie sind älter Menschen betroffen – ihre Zahl hat zwischen 2007 und 2018 um 7% auf dem Archipel zugenommen. In den meisten Fällen ist nur eine einfache Pflege notwendig, die aber von den betroffenen Familien nicht gewährleistet werden kann. Die Regionalregierung will kurzfristig reagieren und private Pflegedienste aktivieren, die Kosten dafür sollen aus Steuergeldern aufgewendet werden. Verfasst von Fabian von Dawans (AtlantisFM) https://www.atlantisfm.de/ Quelle: mixradio.eu |
| Autor: mixradio.eu - Kommentare (0) - 12.03.2020 um 17:30 |
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