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InfoLokalnachrichten Mix Radio vom 3.3.2020


Mehr Badeunfälle – 12 tödliche Badeunfälle auf den Kanarischen Inseln in den ersten beiden Monaten des Jahres, drei mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Insgesamt gab es im Januar und Februar 44 Badeunfälle, 12 endeten tödlich. 70% wären vermeidbar gewesen, mehr als zwei Drittel fanden an Stränden und in Situationen statt, in denen mit der roten Flagge am Strand die Gefahr sichtbar war. Weiterhin sind es in erster Linie Männer, die die Gefahren des Atlantiks unterschätzen. Zwei Drittel der Opfer stammen aus dem Ausland und waren im Urlaub auf dem Archipel, in der Hauptsache stammen sie aus Deutschland.

Überfüllte Notaufnahmen – 259 Patienten haben gestern in kanarischen Krankenhäusern auf ein Bett gewartet. Das Personal in verschiedenen Notaufnahmen hat bereits den Notstand verkündet. Calima, Karneval, Grippe und Unklarheit in Sachen Corona Virus sorgen in diesem Jahr für den Kollaps in Krankenhäusern auf dem Archipel. Es ist keine neue Situation – jedes Jahr um diese Zeit zum Karneval sind die Notaufnahmen auf den Inseln überfüllt. So schlimm wie dieses Jahr war es aber seit langem nicht mehr. Diese Situation ist in erster Linie dem neuen Virus geschuldet und der Unsicherheit von Bürgern, Personal und Ärzten. Die Situation ist auf allen Inseln ähnlich – rund um die Notaufnahme stehen alle Gänge voll mit Betten, alle Behandlungsräume sind überfüllt, zusätzlich warten rund 250 Patienten auf die Verlegung in andere Stationen.

15.000 warten auf Pflege – Auf den Kanarischen Inseln warten 15.000 pflegebedürftige Personen auf einen Platz oder auf Personal um die Versorgung zu Hause zu gewährleisten. Die Zahlen stammen aus einem Bericht den die Zentralregierung in Auftrag gegeben hat. Die Möglichkeit für Betroffene Pflegehilfe zu erhalten liegt auf dem Archipel nur bei 50% im Vergleich zu anderen Autonomien. Dazu hat die Regionalregierung seit rund einem Jahr keine Fälle mehr bearbeitet um die Warteliste nicht noch länger zu machen. 129 Millionen Euro investiert die Regierung auf den Kanarischen Inseln jedes Jahr in die Versorgung von Pflegebedürftigen. Dem Bericht zu Folge ist das Doppelte notwendig, um der Anforderung gerecht zu werden. Pro einer Millionen Euro werden 32,3 Arbeitsplätze im Pflegebereich geschaffen. Aktuell arbeiten in diesem Sektor 5.100 Personen. Notwendig wären dem Bericht zu Folge mindestens 10.000 Arbeitsplätze.

TÜV auf La Graciosa – Die technische Inspektion von Fahrzeugen wird auf La Graciosa in diesen Tagen zum ersten Mal von einem Privatunternehmen durchgeführt. Nachdem die Regierung einen dauerhaften TÜV auf der achten Insel abgelehnt hat, weil weniger als 5.000 Einwohner auf La Graciosa gemeldet sind, hatten die Bürger geklagt. Die Regierung zahlt rund 200.000 Euro für den Transport der mobilen Prüfeinrichtung, für die Kosten vor Ort muss das Unternehmen Applus Iteuve Technology selbst aufkommen. Die technische Einrichtung ist in zwei Überseecontainern untergebracht, geprüft werden die Fahrzeuge auf La Graciosa seit gestern. Geplant sind bis 2021 noch weitere fünf TÜV Termine auf La Graciosa um den Zustand der Fahrzeuge auf der achten Insel zu überprüfen.

Neues Übergangslager für Migranten – Auf den Kanarischen Inseln gibt es ab sofort drei Einrichtungen um Flüchtlinge übergangsweise aufzunehmen. Die ehemalige Justizvollzugsanstalt bei Santa Cruz de Tenerife, eine ehemalige Herberge bei Tegueste und das Militärkrankenhaus bei Las Palmas auf Gran Canaria. Die Suche nach einer Unterbringung hatte sich in den letzten beiden Monaten zugespitzt, nachdem insgesamt fast 1.200 Flüchtlinge den Archipel in Booten erreicht haben, darunter viele Frauen und Kinder. Immer wieder mussten Sporthallen und andere Versammlungsräume kurzfristig zweckentfremdet werden, um die Flüchtlinge unterzubringen. Mit den drei zusätzlichen Einrichtungen steht aktuell ausreichend Platz zur Verfügung um auf weitere Flüchtlingswellen reagieren zu können.

Verfasst von Fabian von Dawans (AtlantisFM)
https://www.atlantisfm.de/
Quelle: mixradio.eu
Autor: mixradio.eu - Kommentare (0) - 04.03.2020 um 08:00

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