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Erdbeben: Involcan erstellt eine Risikokarte für Teneriffa
Kanarische Inseln - -Präsident Pedro Martín (re) und der Involcan-Direktor Nemesio Pérez (li) bei der Pressekonferenz Foto: CABTF
Erste Messungen wurden in La Laguna durchgeführt
Fünfzehn Wissenschaftler des Vulkanologischen Instituts der Kanaren (Involcan) haben in den letzten Monaten im Rahmen des Projekts „TFsismozon“ intensiv an der Ausarbeitung einer Erdbeben-Risikokarte für die Insel gearbeitet. Dafür wurden unter anderem zwischen Juni und August 2019 an 453 ausgesuchten Stellen im Stadtkern von La Laguna und in unmittelbarer Umgebung diverse Messungen und Tests vorgenommen, um unter anderem das Auftreten seismischer Geräusche festzustellen.
Das Ergebnis dieser Untersuchungen wurde jetzt im Beisein von Cabildo-Präsident Pedro Martín und La Lagunas Bürgermeister Luis Yeray Guitérrez den Medien vorgestellt.
„Es darf nicht vergessen werden, dass wir auf Vulkaninseln leben. Wir müssen nicht alarmiert sein, sollten jedoch achtsam bleiben und das Verhältnis zwischen Vulkanaktivität und einer entsprechenden Vorbeugung wahren“, erklärte Martín. Bei den Messungen in La Laguna handelt es sich nach Worten des Inselpräsidenten um ein Pilotprojekt, denn nach und nach soll das gesamte Inselgebiet getestet werden, um eine möglichst genaue Erdbeben-Risikokarte für die Insel erstellen zu können.
Yeray Gutiérrez seinerseits betonte, es gäbe keinerlei Anlass zur Beunruhigung. „Derartige Untersuchungen sind einfach notwendig, um neue Kenntnisse zu erlangen und für den Fall eines Erdbebens Präventionsmaßnahmen ausarbeiten zu können. Dass die Wahl, mit den Tests zu beginnen, auf La Laguna fiel, begründete er mit dem Hinweis, die Universitätsstadt sei von ihrer Lage und geologischen Bedingungen her gesehen sozusagen der „Diamant in der Krone“ Teneriffas. Deswegen sei es durchaus angemessen, die Messungen hier zu starten. Die Stadt liege auf mehreren Schichten lakustrischer Ablagerungen, was den Tests sehr zuträglich sei. Die Forschungsstudie, die im vergangenen Jahr in La Laguna durchgeführt wurde, sei in der Form weltweit bislang einmalig. Noch nie sei so „detailliert und rigoros“ vorgegangen worden.

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Quelle: www.wochenblatt.es
Autor: wochenblatt.es - Kommentare (0) - 25.02.2020 um 17:33

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