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28.11.2019 - Lokalnachrichten Mix Radio
Skandal im spanischen Fernsehen – Gegen den Fernsehsender Telecinco, die Produktionsfirma Zeppelin TV und Mediaset España wird ermittelt. Grund ist eine mutmaßliche Vergewaltigung einer Teilnehmerin vor laufenden Kameras bei der spanischen Version von Big Brother. Der Vorfall hat sich im November 2017 abgespielt. Es gibt Videoaufnahmen in denen das Opfer von Redakteuren der Sendung aufgefordert wird über das Geschehene stillschweigen zu bewahren. Mehrere Unternehmen und Sponsoren haben bereits ihre finanziellen Budgets aus der Sendung zurückgezogen. Telecinco sieht sich im Internet auf allen sozialen Netzwerken mit einem regelrechten Shitstorm konfrontiert. Verschiedenen Presseberichten, darunter El Mundo, El País und ABC, berichten das das Opfer mit den Aufnahmen ihrer eigenen Vergewaltigung konfrontiert worden ist – alleine ohne psychologische Unterstützung. Bereits vor 12 Monaten hatte das spanische Institut für Frauenrechte von der spanischen Wettbewerbsbehörde CNMC eine Untersuchung wegen des Vorfalls gefordert. Reagiert worden ist deswegen nicht. Erst als der öffentliche Aufschrei über Facebook, Twitter und Co unüberhörbar wurde, kommt der Fall ins Rollen. Die Aktien von Mediaset, zu dem der Sender Telecinco gehört, sind bereits deutlich gefallen. Bei den Ermittlungen wird auch die Sendelizenz von Telecinco zur Disposition stehen. Kein Ende der Flüchtlingswelle – Drei Flüchtlingsboote sind gestern Nachmittag im Süden von Gran Canaria gesichtet worden. An Bord befanden sich insgesamt 88 Flüchtlinge aus Afrika, unter ihnen 49 Männer und 31 Frauen, sechs davon schwanger und acht Babys. Die Boote sind von Dakhla in Marokko aus in See gestochen, die Flüchtlinge waren zwischen 48 und 72 Stunden unterwegs. Alle Flüchtlinge sind in den Hafen von Arguineguin gebracht und dort von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden. Wenn ein Plus trotzdem ein Minus bedeutet – Die kanarische Wirtschaft wird im kommenden Jahr in eine Rezession eintreten. Zwischen Juli und September dieses Jahr ist die Wirtschaft in der Autonomie nur um 0.2% gewachsen. Ein positives Ergebnis, es reicht aber in unserem Wirtschaftssystem für einen Aufschwung nicht aus. Experten gehen davon aus das die Zahl der Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln auch im kommenden Jahr bei über 20% bleiben wird. In dem Bericht wird sowohl die Wirtschaft als auch die Politik in die Pflicht genommen – nur mit privaten und öffentlichen Investitionen kann das Brutto Inlandsprodukt angekurbelt werden. Gestern haben sich in Santa Cruz de Tenerife Unternehmer und Politiker zum Zukunftsgipfel der CEOE getroffen, der Vereinigung der spanischen Unternehmer – das Fazit des Gipfels: Vertrauen in die eigene Wirtschaft wird für mehr Investitionen und zum Abbau von Arbeitslosigkeit führen. Erdwärme für Energiegewinnung – Es gibt bisher kein Kraftwerk auf den Kanarischen Inseln, dass die Energie unter dem Archipel nutzt. Der größte Lavakanal der Welt verläuft unter den Kanarischen Inseln entlang bis nach Ägypten. Wie intensiv diese Energie ist, zeigt sich im Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote. Genutzt wird sie bisher für die Energiegewinnung nicht. Das Institut Involcan untersucht auf Gran Canaria mehr als 2.000 Punkte auf der Insel um eine stabile Energieversorgung durch Erdwärme zu prüfen. Das Ergebnis wird untersucht und soll in den kommenden Monaten präsentiert werden. Studenten aus acht Ländern führen die Studie für Involcan durch, von der Inselregierung Gran Canarias finanziert. Wieviel Energie unterhalb der Inseln schlummert, wird den Urlaubern im Tourismuszentrum Timanfaya auf Lanzarote täglich präsentiert: Im Restaurant des Besucherzentrums gibt es einen riesigen Grill, der nur durch die heiße Luft aus der Tiefe eines Vulkanschlotes betrieben wird. 500.000 Arbeitsplätze zu Weihnachten – Laut dem Zeitarbeitsunternehmen Randstad werden zum Vorweihnachtsgeschäft in Spanien rund 500.000 Arbeitsplätze geschaffen. Auf den Kanarischen Inseln gibt es in dieser Zeit rund 29.000 Arbeitsverträge, zeitlich befristet. Das sind 12% mehr als in der Vorweihnachtszeit 2018. Damit zeigt der Einzelhandel auf dem Archipel den größten Anstieg nach den Balearen und ist von einem Konsumrückgang wie in anderen Regionen in Spanien noch weit entfernt. Spanienweit wird mit rund 500.000 zeitlich befristeten Arbeitsverträgen in der Vorweihnachtszeit gerechnet. Verfasst von Fabian von Dawans (AtlantisFM) https://www.atlantisfm.de/ Quelle: mixradio.eu |
| Autor: mixradio.eu - Kommentare (0) - 28.11.2019 um 18:00 |
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