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| Wasser, Lebensgrundlage für den Mensch
Wasser hat die Geschichte Gran Canaria geprägt. Auf der einen Seite war Gran Canaria vor ein paar Hundert Jahren noch ein Wasserparadies mit ganzjährigen Bächen und Flüssen, dichtem Lorbeerwald und einem Grundwasserspiegel mehrere Hundert Meter höher als heute. Der menschliche Einfluß hat das Wasser abgegraben. Immer wieder jedoch wurden neue Wege beschritten um noch größere Mengen Wasser zur Verfügung zu stellen. Vom 16. bis zum 17. Jahrhundert regnete es noch sehr stark auf Gran Canaria und die Bevölkerungsdichte war niedrig. Nur in den Dürreperioden, die durch die radikale Abholzung der Wälder zum Teil mit verursacht wurde, gab es Anordnungen zur Einsparung. Die Bevölkerung auf Gran Canaria wuchs und damit der Kampf ums Wasser. In der Neuzeit hat sich das Wasserproblem auf Gran Canaria aus ökologischer Sicht verschärft, wird aber von uns nicht mehr so wahrgenommen, da immer Wasser aus der Leitung kommt. Das alte Problem bleibt, Wasserrecourcen fördern, speichern und verteilen. Die meisten Quellen werden für die Bewässerung der Landwirtschaft genutzt, die mit guter Qualität auch für die Trinkwasserversorgung geeignet ist. Die Ausbeutung des Grundwassers durch Brunnen, die Pozos genannt werden, ist eine ebenfalls bemerkenswerte Methode. Diese Brunnen können bis zu 500m tief sein. Dieses Wasser wird für die einheimische Landwirtschaft genutzt und kämpft, wie oben erwähnt, mit dem Abfall des Grundwasserspiegels und mit der darausfolgenden Verbrackung des Brunnenwassers. Der Grundwasserspiegel liegt mittlerweile unter dem Meeresspiegel. Damit die Plantagenbesitzer und Bauern weiterhin ihre Felder bewässern zu können, wurden Stauseen gebaut, die aber ein größes Problem darstellen, wenn es in der Regenzeit zu wenig Wasser von oben gibt. Dann müssen die Bauern und Plantagenbesitzer auf das Trinkwasser zurück greifen. Wie stellt man täglich riesige Mengen Trinkwasser her? Über 300 Meeresentsalzungsanlagen sorgen auf den Kanaren täglich für den Trinkwasserbedarf. Wie funktioniert das? In Auffangbecken wird Meerwasser eingepumpt und wird vereinfacht ausgedrückt erst einmal durch den Basaltfelsen und mit Sand grob gefiltert. Die eigentliche Entsalzung funktioniert mit dem Prinzip der Umkehrosmose. Das Meerwasser wird durch mehrere Filtertanks geführt und schlussendlich mit Wasserdruck mit einem nicht zu unterschätzenden Kraftaufwand mit Hochdruckpumpen von ursprünglich 4 bar auf 60 bis 70 bar erhöht. Nur so kann die Umkehrosmose überhaupt funktionieren. In Druckrohren, in denen sich Membrane befinden, wird nun die Salzkonzentration von ca. 45 Prozent des Meerwassers auf Trinkwasserqualität reduziert, während der Rest (55%) an das Meer zurück gegeben wird. Aktuelle Zahlen: 100 Liter Trinkwasser pro Kopfverbrauch auf Gran Canaria! Der Umgang mit Trinkwasser Wir alle wollen den Wasserhahn aufdrehen können, duschen und uns waschen, wir bewässern Gärten, Hotelanlagen und Golfplätze. Ohne Meerwasserentsalzungsanlagen wäre das nicht möglich. Nur dadurch, dass es möglich ist, sollten wir uns nicht dazu verleiten lassen, Wasser zu verschwenden. Gerade auf einer Insel. Dessen sollte man sich bewusst sein. Beim Zähneputzen Wasser abdrehen. Vielleicht etwas bewusster und kürzer duschen. Handtücher nicht jeden Tag wechseln. Oder Restwasser aus einer Trinkwasserflasche nicht einfach wegschütten, nur weil es etwas lauwarm geworden ist. Der bewusste Umgang mit Wasser kann uns alle etwas lehren.
![]() Quelle: Hallo Gran Canaria |
| Autor: Hallo Gran Canaria - Kommentare (0) - 31.10.2019 um 13:53 |
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