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| Was passiert eigentlich mit den Flüchtlingen die in Booten auf die Kanarischen Inseln kommen?
Die Frage stellen sich immer wieder Menschen, besonders aus Deutschland, denn man ist es ja gewohnt von der eigenen Regierung veralbert zu werden und glaubt vermutlich, dass dies überall auf der Welt so sein könnte. Auf den Kanarischen Inseln gilt wie in ganz Spanien eine besondere Regelung, wenn Flüchtlinge illegal einreisen entscheidet zunächst ein Gericht darüber was mit den Flüchtlingen passiert. In vielen Fällen werden die Menschen in ein CIE überstellt, das sind Internierungslager auf den Kanaren und auf dem Festland, in denen die Menschen darauf vorbereitet werden wieder in Ihre Länder geschickt zu werden. Auf Gran Canaria gibt es das CIE Baranco Seco, es ist ein altes Militärgefängnis aus der Franco-Diktatur, welches dazu umfunktioniert wurde. Ein herrschaftliches Gebäude eigentlich, es steht aber in der Kritik. Ein Hauptproblem ist, dass es eben aus eine Zeit der Diktatur stammt und alle Symbole dieser Zeit eigentlich verschwinden sollten. Das es nun als Lager für Flüchtlinge dient sehen viele als unangebracht an. Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelhafte medizinische Versorgung, so steht nur von montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr nur ein Arzt zur Verfügung. In Zentren auf dem Festland sind es meist 14 Stunden jeden Tag die Woche. Dies allerdings liegt am Geld, der spanische Staat stellt für Gran Canaria jährlich rund 40.000 Euro ab, hingegen bekommen die Internierungslager auf dem Festland rund 200.000 Euro im Jahr, hier besteht also Handlungsbedarf. Der schlimmste Vorwurf ist aber, dass hier Flüchtlinge teils 60 Monate und länger auf die Abschiebung warten. Eine unnötige Zeit im Gefängnis, was auch dazu führt das Menschenrechtler sagen, hier werden unschuldige ohne Anklage im Gefängnis gehalten. Das sei so auch nicht korrekt und müsse aufhören. Im Schnitt sitzen in dem CIE im Baranco Seco um die 150 Flüchtlinge, die Gesamtkapazität ist mit 168 Personen angegeben. Letztendlich gibt es kein Allheilmittel für das Thema „Umgang mit Flüchtlingen“, auf der einen Seite muss klar sein, dass illegale Handlungen nicht akzeptabel sind, dazu zählt auch die illegale Einwanderung, auf der anderen Seite ist aber auch humanitäre Hilfe erforderlich. Diese Zwickmühle ist für keinen Staat der Welt einfach zu lösen. Für Gran Canria ist zu wünschen, dass die Flüchtlinge nicht so lange im CIE sitzen, denn das hat kein Mensch, der um sein Leben kämpft verdient. ![]() Quelle: Hallo Gran Canaria |
| Autor: Hallo Gran Canaria - Kommentare (0) - 17.07.2019 um 08:01 |
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