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Zuwenig regenerative Energie – Die kanarische Autonomie ist immer noch sehr weit von der Forderung der Europäischen Union entfernt, 32% des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu produzieren. Bis Ende des Jahres sollen immerhin ein Fünftel des Strombedarfs, also 20%, durch Wind- oder Sonnenenergie hergestellt werden. Damit liegt der kanarische Archipel zwar immer noch deutlich hinter den Forderungen der EU, im Vergleich einzelner Regionen in Europa aber auf einer der ersten Plätze. Grund dafür sind aber nicht die Anlagen auf den großen Inseln – das Ergebnis kommt zustande, weil El Hierro in einem groß angelegten Projekt mittlerweile in der Lage ist knapp die Hälfte des Jahresbedarfs an Energie durch Wind-, Sonne- oder Wind herzustellen. Marihuana auf dem Weg in die Legalität – Der Wirkstoff THC soll ähnlich wie in anderen europäischen Ländern bereits geschehen, für medizinische und therapeutische Zwecke in der kanarischen Autonomie freigegeben werden. 130 Clubs und Vereinigungen auf den Kanarischen Inseln unterstützen die Forderung. Betroffene sollen mit einer kontrollierten Legalisierung nicht mehr gezwungen sein, sich in einem illegalen Markt zu bewegen – zusätzlich soll die Qualität von Marihuana durch die Legalisierung messbar werden. Laut verschiedenen Pressemeldungen ist die Mehrheit der Parlamentarier für eine Legalisierung auf Basis therapeutischer Anwendung. Gegen Windkraft auf Fuerteventura – Die Proteste gegen Erdölbohrungen vor den Kanarischen Inseln sind noch nicht lange her, immer wieder sind die Aufkleber „No al Petróleo“ auf Autos noch zu sehen. Gegen regenerative Energiequellen formiert sich jetzt auf Fuerteventura aber eine ähnliche Bewegung. Ihnen sind die Windkraftwerke zu hoch, das Bild der Insel wird zerstört. Geplant sind 11 Windkraftwerke mit einer Höhe von 150 Metern. Ähnliche Windräder stehen bereits auf Gran Canaria und Lanzarote. Auf Fuerteventura könnte es noch dauern, bis die Windräder stehen. In der Vergangenheit sind bereits die Hochspannungsleitungen von RedElectrica an den Gegnern gescheitert. Ähnliches droht jetzt auch den Windgeneratoren. Die Initiative sieht Vögel in Gefahr, die Kinobranche würde wegen der Windräder weniger Filme auf der Insel drehen und der Tourismus ist ebenfalls von den Windkraftwerken betroffen. Wegen der flachen Topografie Fuerteventuras sind die Generatoren von allen Seiten sichtbar. Umweltsteuer für Autovermietungen – Die Initiative geht von der Inselregierung von Teneriffa aus. Diese will für Mietautos eine sogenannte Ökosteuer einführen. Sehr sensibel reagieren Politiker grundsätzlich, wenn es um die heilige Kuh Tourismus auf den Kanarischen Inseln geht. Dementsprechend auch die Reaktion auf den anderen Inseln. Die Autonomieregierung hüllt sich aktuell bei der Forderung nach einer Ökosteuer in Schweigen, die Regierung von Gran Canaria lehnt eine entsprechende Steuer grundsätzlich ab. Der Verband der Mietwagenfirmen zeichnet zum Thema Ökosteuer ein Horrorszenario: sollte die geplante Steuer von drei Euro täglich pro Mietauto kommen, müssten viele Autovermieter schließen. Der Präsident von APECA, dem Verband der Mietwagenfirmen auf den Kanarischen Inseln, verweist auf die sowieso höchste Mehrwertsteuer die Autovermieter seit 2002 zahlen. 13,5% führen Unternehmen für das Vermieten von Fahrzeugen an Touristen an den Fiskus ab. Drei Euro pro Tag pro Mietwagen würde einer Mehrwertsteuer von 22% entsprechen. Die dunkle Seite im Paradies – Die Kanarischen Inseln sind in Sachen Tourismus, dem Wirtschaftsmotor des Archipels top! Danach kommt nicht mehr viel mit dem die Inseln des ewigen Frühlings punkten können. Der Bericht der dem kanarischen Parlament vorliegt hat es in sich: in Sachen Pflege, Bildung, Gesundheit, Reichtum, Forschung, Integration und Arbeitslosigkeit liegt die Autonomie an letzter Stelle im spanienweiten Vergleich. Canarios lesen weniger als alle anderen Spanier, Canarios haben weniger Geld für den Konsum zur Verfügung und es gibt kaum Arbeitsplätze in der Entwicklung und Forschung. Es ist aber auch ein Ungleichgewicht beim Finanzausgleich zu verzeichnen: Während der Zentralstaat in Madrid pro Einwohner in der Autonomie Kantabrien 346 Euro investiert, fließen auf die Kanarischen Inseln nur 130 Euro pro Kopf. Verfasst von Fabian von Dawans (AtlantisFM) https://www.atlantisfm.de/ Quelle: mixradio.eu |
| Autor: mixradio.eu - Kommentare (0) - 24.07.2018 um 18:00 |
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