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Sturm, Regen und Kälte – In Las Palmas auf Gran Canaria hat sich das Unwetter gestern konzentriert. Straßen stehen unter Wasser, der Sturm hat Palmen, Telekomunikations- und Strommasten umgerissen. Der Karneval ist abgesagt worden. Die Inselregierung hat eine Pressemitteilung veröffentlicht und die Bürger aufgefordert, die Fassaden und Balkone ihrer Häuser zu kontrollieren und alle losen Gegenstände zu entfernen. Auf Ausflüge und Camping sollte bis zur Wetterbesserung verzichtet werden. Lkws und andere Fahrzeuge mit großer Angriffsfläche für den Sturm sollen in Garagen verbleiben und nach Möglichkeit nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Fluggäste sind aufgefordert sich frühzeitig über veränderte Abflugzeiten zu informieren. Heute gilt an allen Küsten Alarmstufe Orange, die Wellenhöhe liegt bei bis zu sechs Metern, die Windgeschwindigkeit bei bis zu 100 Kilometer pro Stunde.

Die Hälfte des Leitungswassers ist weg – Auf Lanzarote sind im letzten Jahr 25,5 Millionen Tonnen Meerwasser entsalzt worden. So viel wie noch nie in der Geschichte der Insel. In Rechnung gestellt worden sind von Canal Gestion aber nur 13,87 Millionen Kubikmeter. 11,58 Millionen Kubikmeter tauchen in der Abrechnung nicht auf, weil sie auf dem Weg zu den Verbrauchern aus undichten Leitungen in die Erde geflossen sind. Immerhin ist das aktuelle Ergebnis mit 45% Verlust besser als in der Vergangenheit – Die Ergebnisse des Wasserversorger lagen auch schon bei bis zu 55% Verlust. Seit Jahren arbeitet Canal Gestion an der Verbesserung des Wassernetztes, in Arrecife sind die bereits Arbeiten abgeschlossen. Im kommenden Jahr soll der Verlust laut Canal Gestion nur noch bei 40% liegen.

Flüchtlingsboot am Strand von Maspalomas – Die drei Immigranten sind von der Polizei bereits noch in der Nacht festgenommen worden. Sie waren mit nasser Kleidung, ohne Passdokumente aber mit zwei Mobiltelefonen in der Nähe des Golfplatzes aufgegriffen worden. Das Flüchtlingsboot ist vom SIVE Radarsystems vor dem Strand von Maspalomas auf Gran Canaria erfasst worden. Alle drei stammen aus Marokko und sind in einem guten gesundheitlichen Zustand. Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben die Flüchtlinge erstversorgt.

Keine Einigung bei Ferienvermietung –Issac Castellano, Tourismusminister, hat gestern in Santa Cruz auf Teneriffa auf einer Pressekonferenz Journalisten Antworten zum Stand des neuen Gesetzes gegeben. Einen fertigen Gesetzesentwurf zur Ferienvermietung gibt es weiterhin nicht. Das Thema ist laut Castellano zu komplex um es alleine in Regierungskreisen in ein Gesetz zu verwandeln. Dafür sei die Situation auf den sieben Inseln zu unterschiedlich – während auf Lanzarote Residenten monatelang nach freien Mietobjekten suchen und das Angebot an Ferienwohnung groß ist, bietet Fuerteventura ausreichend Wohnungen für Residenten. In Las Palmas auf Gran Canaria hat die Gemeinde im Alleingang durchgegriffen und alle Ferienwohnungen ohne Genehmigung als illegal erklärt. Gegen dieses Gesetz wird aber bereits von Betroffenen geklagt. Grundsätzlich ist auch noch nicht geklärt wann eine Wohnung als Ferienwohnung deklariert wird – reicht eine Vermietung an zwei unterschiedliche Mieter pro Jahr dafür aus, gilt ein Einfamilienhaus in dem Zimmer vermietet werden als Urlaubsvermietung. Castellano will eine Arbeitsgruppe einrichten, an der sowohl Regierung als auch Verbände und Wirtschaftsvertreter teilnehmen um ein flexibles Gesetz zu schaffen, das sich unterschiedlichen Situationen auf den sieben Inseln anpasst.

Keine Handhabe gegen Bohrungen zwischen Kanaren und Marokko – Das italienische Energieunternehmen ENI, besser bekannt als AGIP, sucht auf dem Meeresgrund auf marokkanischer Seite nach Erdöl und Erdgas, 50 Kilometer von der Seegrenze zum Archipel. Die Italiener sind optimistisch Erdgas und Erdöl dort zu finden, wo REPSOL und Tangier Petroleum 2014 gescheitert sind. Gestern ist im kanarischen Parlament dazu diskutiert worden. Die Partei Podemos kritisiert die aktuelle politische Situation, weil die Bohrungen im Gewässer der West Sahara stattfinden – ein Gebiet das zur Demokratischen Arabischen Republik Sahara gehört, das von rund 50 Staaten weltweit anerkannt wird. Marokko beansprucht dieses Gebiet aber politisch für sich. Der Konflikt hält bis heute an. Der Außenminister der kanarischen Regierung, Alfonso Dastis, hat gestern erklärt, dass es weder politisch noch wirtschaftlich möglich ist, die Bohrungen nach Erdöl auf marokkanischer Seite zu unterbinden.

Verfasst von Fabian von Dawans (AtlantisFM)
https://www.atlantisfm.de/
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Quelle: mixradio.eu
Autor: Mix Radio - Kommentare (0) - 08.02.2018 um 18:00

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