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Waldbrand Gran Canaria – Update Nachdem die Einsatzkräfte gestern Abend gemeldet hatten, den Waldbrand unter Kontrolle zu haben, ist die Situation aktuell wieder prekär. Starker Wind hat in der Nacht dafür gesorgt das bereits eingedämmte Brandherde rund um Cruz de Tejeda wieder ausgebrochen sind. 2.700 Hektar Natur haben die Flammen bisher zerstört, Die Feuerfront ist über 20 Kilometer lang. 800 Personen mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden, mehrere Dörfer in den Bergregionen Gran Canarias sind evakuiert, der Aussichtspunkt Parador de Tejeda ist komplett zerstört. Weiterhin gesperrt ist die GC-150, andere betroffene Straßen werden von der Guardia Civil je nach Notwendigkeit temporär geschlossen. Die Einsatzkräfte hoffen heute auf Regen. Besorgniserregend ist der Wind, der mit bis zu 90 Stundenkilometer über die Brandherde fegt und die Löscharbeiten erschwert. In Los Llanos de la Pez wird eine Anwohnerin vermisst, auch dort ist ein Brandherd wieder ausgebrochen. Die Inselregierung hat die Bevölkerung aufgefordert, die betroffenen Gebiete zu meiden. Schaulustige hatten gestern die Löscharbeiten erschwert, als sie sich unnötig in Gefahr gebracht hatten um mit ihren Handy Fotos von den Bränden zu machen. Zentrum für Meeressäuger – Fuerteventura ist in diesen Tagen Treffpunkt für Meeresforscher von drei Kontinenten. 15 Jahre nach der Tragödie, bei der nach einer Wehrübung der spanischen Marine mehrere dutzend Meeressäuger tot gestrandet sind, gibt es auf Fuerteventura ein Forum zu dem Thema. Die Forscher sind überzeugt, das der Tod der Wale durch den massiven Einsatz von Sonarsystemen auf den Militärschiffen ausgelöst worden ist. Die Sonarwellen stören die Sinnesorgane der Meeressäuger, schnelles Auftauchen ist die Folge. Dabei erleiden die Tiere ähnliche Symptome wie Taucher die aus der Meerestiefe zu schnell auftauchen. Im Zuge des Forums soll bei Pajara auf Fuerteventura, dem Strand der am intensivsten betroffen war, als die Meeressäuger an die Küsten gespült worden sind, eine Gedenktafel aufgestellt werden. Am 24. September 2002 verendeten an den Küsten von Lanzarote und Fuerteventura 16 Meeressäuger während der Marineübung NEOTAPON. Hitzewelle hat Folgen für 80 Personen – 17 Mal ist seit dem 1. Juni wegen der heißen Temperaturen eine Alarmstufe auf den Kanarischen Inseln ausgegeben worden. Ausgelöst vor allem durch das Wetterphänomen Calima, das für hohen Feinstaubanteil in der Luft und für Temperaturen von bis zu 40 Grad sorgt. Insgesamt sind seit dem 1. Juni 80 Personen auf den Kanarischen Inseln wegen den Folgen der Hitzewelle behandelt worden. Darunter vor allem ältere Menschen über 60 Jahre und Kinder. Nur zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die häufigsten Symptome sind Schwindel und Dehydrierung. Ausgelöst durch die heißen Temperaturen und zuwenig Flüssigkeit. Aktuell meldet das spanische Wetterinstitut sinkende Temperaturen. Die letzte Hitzewelle, die sieben Tage angedauert hat, ist erstmal vorbei. Seguridad Social meldet Rekordmitgliederzahl – Auf Lanzarote gibt es so viele Mitglieder in der Sozialversicherung wie seit 10 Jahren nicht mehr. Rund 53.000 Personen verfügen aktuell über einen Arbeitsvertrag. Die meisten Mitglieder sind mit rund 19.000 Mitgliedern in der Gemeinde Arrecife gemeldet. Dazu kommen auf Lanzarote noch mal rund 10.000 Selbständige, so genannte Autonomos. Seit 2007 waren noch nie so viele Arbeitskräfte auf Lanzarote gemeldet. 42.000 Personen sind in der Kategorie allgemein angemeldet, 580 Personen im Bereich der Fischerei, 550 als Hausangestellte und 184 Personen im Bereich Landwirtschaft. Weiterhin kein Dialog beim Referendum – Festnahmen, Hausdurchsuchungen, beschlagnahmte Stimmzettel – von Dialog sind Zentralregierung und Regionalregierung nach den Aktionen der letzten Tage weit entfernt. Katalonien will über ein Referendum am 1. Oktober über die Loslösung von Spanien abstimmen. Die Zentralregierung hat das Referendum als unrechtmäßig erklärt. Zwar hat die Zentralregierung in Madrid die bevorstehende Wahl, nach den Festnahmen und Hausdurchsuchungen als „logistisch endgültig deaktiviert“ erklärt. Die Regionalregierung in Katalonien will aber von dem Wahltermin am 1. Oktober weiterhin nicht abrücken. In Spanien sorgt „Artículo 155“ dieser Tage für heiße Diskussionen. Die paar Zeilen, fast eine Kopie von Artikel 37 des deutschen Grundgesetzes, erlauben es der Zentralregierung, in einer Region einzugreifen, deren Machthaber gegen Bestimmungen des Grundgesetzes verstoßen. Notfalls mit Einschränkungen der Befugnisse und mit Gewalt. Nachdem Madrid bereits erklärt hat, keine Option für den 1. Oktober auszuschließen, schließen Experten Polizeigewalt zum Referendum nicht mehr aus. Quelle: Mix Radio |
| Autor: Mix Radio - Kommentare (0) - 23.09.2017 um 09:56 |
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