| Aktuelle Meldungen - Nachrichten für die Kanarischen Inseln |
Lokalnachrichten - Mix Radio 10.04.2017
Touristen gerettet – Zweimal waren die Rettungskräfte gestern auf Gran Canaria im Einsatz. Gegen 14 Uhr ist gestern Mittag eine 26 Jahre alte Frau auf dem Wanderweg bei Tejeda am Mirador de Nublo abgerutscht und hatte sich am Bein verletzt. Kurz vor 18 Uhr ist ein 45-jähriger bei Barranco de los Cernícalos bei Telde abgestürzt. Auch er konnte wegen einer Verletzung am Bein den Weg aus eigener Kraft nicht mehr fortsetzen. Beide Urlauber wurden per Krankenwagen ins Doktor Negrín Krankenhaus nach Las Palmas gebracht und werden dort behandelt. Leiche geborgen – Der seit Samstag auf Teneriffa vermisste 21-jährige ist ertrunken. Gestern konnte seine Leiche zwischen dem Playa Las Gaviotas und dem Playa Las Teresitas aus dem Meer geborgen werden. Am Samstag waren das 21 Jahre alte Opfer und sein 28 Jahre alter Freund an der Felsküste zwischen den beiden Stränden ins Meer gefallen. Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes konnte mit Hilfe eines Jet Skis den 28 Jahre alten Mann retten. Ein Rettungshubschrauber und ein Boot der Küstenwache haben vergeblich versucht den 21 Jahre alten Mann lebend aus dem Wasser zu bergen. Hoher Wellengang und starke Strömungsverhältnisse an der Stelle die als El Sifón oder Punta de Òrganos bekannt ist, hatten eine Rettung unmöglich gemacht. Zu Hause eine Macht – Mit 4:1 hat der UD Las Palmas im eigenen Stadion Betis Sevilla geschlagen. Dabei präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Setién mit der gewohnten Heimstärke. Ganz anders als in den beiden Auswärtsspielen an den vergangenen beiden Spieltagen waren die Gran Canarios von der ersten Minute an präsent. Für den UD Las Palmas trafen gestern Gómez, Boateng, Viera und Jesé. Mit dem Sieg und den drei Punkten hat der UD Las Palmas den Klassenerhalt in der ersten spanischen Liga bereits rein mathematisch geschafft. Sieben Spieltage vor Ende der Saison verfügen die Gelb Blauen über 38 Punkte. Fehlende Transparenz –Jedes Jahr untersucht die Federación Canaria de Municipios, kurz FECAM, die Tätigkeiten der einzelnen kanarischen Gemeinden auf ihre Transparenz hin. In diesem Jahr deklariert die FECAM 12 der 88 Gemeinden auf den Kanarischen Inseln als völlig untransparent. Granadilla de Abona, La Oliva, Pajara, Santa Brígida, El Paso, Garafía, Puntagorda, Puntallana, Los Silos, Tazacorte, Tijarafe und La Victoria haben auf den Fragebogen der FECAM überhaupt nicht geantwortet. Alle sieben Inselregierungen und die Regionalregierung haben den Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt. Die Situation wirft nicht nur Fragen auf, sondern hat auch Konsequenzen: Nach dem geltenden Transparenzgesetz sind die Gemeinden dazu verpflichtet den Fragebogen der unabhängigen Kommission FECAM auszufüllen. Außerdem hat die FECAM die Frist in diesem Jahr dreimal verlängert und die säumigen Gemeinden jeweils informiert. Der Zeitaufwand, um den Transparenzfragebogen ordnungsgemäß auszufüllen, beträgt nach Angaben der FECAM 15 Minuten. Immerhin haben in diesem Jahr deutlich mehr kanarische Gemeinden an der Befragung teilgenommen. Im Jahr zuvor hielten es zwei Drittel der Gemeinden auf dem Archipel für nicht nötig den Fragebogen auszufüllen. Seit zwei Jahren werden spanienweit die Gemeinden und Regierungen auf ihre Transparenz hin untersucht. Lebensmittel nicht an Bedürftige verteilt – Mitarbeiter der Gemeinde von Arona auf Teneriffa haben mehrere Tonnen Lebensmittel in den Umkleidekabinen einer Sportanlage entdeckt. Die Lebensmittel wurden bereits 2010, während der spanischen Wirtschaftskrise von der Europäischen Union nach Teneriffa geliefert. Die Sportanlage stand über Jahre leer, als die Gemeindemitarbeiter jetzt die Umkleidekabinen für die Nutzung geöffnet haben, wurden sie überrascht. Mehl, Reis und Nudeln, original verpackt auf Palletten, das Haltbarkeitsdatum seit sechs Jahren abgelaufen. Bisher ist noch nicht klar, wer für den Fall verantwortlich ist. Die Gemeinde will spätestens Ende der Woche einen Untersuchungsbericht vorlegen. Fest steht, das die Lebensmittel 2010 nach Teneriffa geliefert worden sind, um Bedürftige während der intensiven Wirtschaftskrise zu helfen. Dort sind diese Grundnahrungsmittel aber nie angekommen, sondern in einer Umkleidekabine auf einer Sportanlage verdorben. Museum zum Völkermord – Ein Mitglied der Partido Nacionalista Canario fordert im kanarischen Parlament ein eigenes Museum zum Genozid der Guanchen, der Ureinwohner des kanarischen Archipels. Damit eröffnet Juan Manuel García Ramos eine delikate Debatte. Vor rund 500 Jahren sind die Kanarischen Inseln gewaltsam von den Spaniern erobert und missioniert worden. In den Geschichtsbüchern erscheint die „Konquista“ allerdings bis heute nur als Randnotiz. Den Guanchen fehlt dafür der Ruhm und die Bekanntheit der Inkas, Mayas und Azteken. In Mittel- und Südamerika ist der spanische Eroberungskrieg ausreichend untersucht. Moderne Untersuchungsmethoden zeigen aber das weiterhin rund 40% der kanarischen Bevölkerung Vorfahren unter den Guanchen haben. Die Ergebnisse werden von den Bevölkerungsmerkmalen untermauert: unverhältnismäßig viele Canarios sind groß, blond und hellhäutig. Merkmale, die auch andere Berberstämme in ihren Rückzugsgegenden aufweisen. Mit der Einrichtung eines Museums soll der Grundstein für eine lückenlose Aufklärung in der Geschichte der Kanarischen Inseln und seinen Ureinwohnern gelegt werden. Mit der Einrichtung sollen sich Historiker dann intensiv mit der Geschichte des Genozids der Guanchen und der Eroberung der Kanarischen Inseln beschäftigen. Quelle: Mix Radio |
| Autor: Mix Radio - Kommentare (0) - 10.04.2017 um 11:40 |
Es sind momentan noch keine Kommentare zu dieser News vorhanden! |