| Drei Punkte in Berlin angepeilt |
| Nach dem letztlich deutlichen 9:3 am Freitagabend gegen die Black Dragons Thüringen aus Erfurt steht für den Eishockey-Oberligisten EC Hannover Indians am morgigen Sonntag (09.03.2008, 18.00 Uhr, Wellblechpalast Berlin-Hohenschönhausen) das zweite Gastspiel der Saison 2007/08 bei den Eisbären Juniors Berlin an. Mit einem Sieg in der Bundeshauptstadt wollen die Niedersachsen den zweiten Tabellenplatz in der Gruppe Nord (97 Punkte) weiter vor dem großen Rivalen Blue Lions Leipzig verteidigen, der am Sonntag spielfrei hat.
Freilich wird die Partie beim Nachwuchsteam des DEL-Clubs Eisbären Berlin, bei der Kent Todd anstelle des gesperrten Joe West die Indians coachen wird, keine einfache Aufgabe. Beinahe schon traditionell tun sich die Großstadtindianer gegen die „kleinen“ Eisbären schwer und konnten sich bis auf das 5:1 im zweiten Match am Pferdeturm jeweils nur knapp durchsetzen. Beim ersten Auftritt vor eigenem Publikum gewann der ECH 3:2 nach Verlängerung, in Berlin mussten die Indians ins Penaltyschießen, um den 2:1-Erfolg perfekt zu machen. Berlins Coach Derek Mayer, lange Jahre selbst als Abwehrspieler in der DEL aktiv und bei den Eisbären noch immer Kultstatus genießend, stellt seine jungen Spieler sehr gut ein und legt Wert auf eine starke Defensive. Garanten hierfür sind – neben den soliden Goalies Tobias Güttner und Etienne Renkewitz – vor allem die Verteidiger Felix Thomas und Gregor Stein. Letzterer sammelte bei seinem Heimatclub Freiburger Wölfe 2005/06 bereits Zweitligaerfahrung und ist daher trotz seiner erst 19 Jahre eine wichtige Stütze seines Teams. Ob er gegen die Indians mitwirken kann, ist allerdings fraglich, laboriert er momentan doch an einer Knieprellung. Ebenfalls nicht sicher ist das Mitwirken von Defender Benjamin Hüfner (Bänderdehnung im Knöchel). Auch im Sturm finden sich zahlreiche junge Cracks aus der Berliner Talentschmiede, für die die Oberliga aber kein Neuland mehr ist: Hierzu gehören etwa Bruce Becker (mit 37 Punkten in 45 Partien Topscorer der Juniors), Marius Garten (sein Einsatz ist aufgrund von Herzbeschwerden allerdings fraglich), Patrick Geiger, Alexander Oblinger und Markus Ziesche. Kein Akteur des Quintetts ist älter als 22 Jahre und hat dennoch schon reichlich Erfahrung in Deutschlands dritthöchster Spielklasse gesammelt. Vervollständigt wird das Team der Eisbären von zahlreichen weiteren einheimischen Cracks, die – wie René Bielke – teilweise auch noch in der DNL zum Einsatz kommen. Ausländische Akteure sucht man im Team des Tabellenvorletzten (39 Punkte) hingegen vergeblich, da hierfür nicht die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Gegen die Indians ebenfalls voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen wird – allerdings verletzungsbedingt – Steven Rupprich. Ob der Stürmer mit seiner Schulterverletzung das morgige Match absolvieren kann, dürfte sich erst kurzfristig entscheiden. Doch auch ohne Kontingentspieler und als dezimiertes Team werden die stets sehr defensiv und körperbetont agierenden Eisbären Juniors den Indians alles abverlangen. Für die Cracks vom Pferdeturm, die auf den gesperrten Josiah Anderson verzichten müssen – noch unklar ist zudem der Einsatz des an einer Viruserkrankung leidenden Toptorjägers Jamie Chamberlain – gilt es daher, den Kampf anzunehmen und wie schon gegen Erfurt vor allem geduldig zu spielen. Legen Kyle Doyle und Co. dann noch die nötige Disziplin an den Tag und nutzen im entscheidenden Moment ihre Torchancen gegen das schwächste Powerplay-Team der Liga (Erfolgsquote derzeit nur 10,86 %), sind alle Voraussetzungen erfüllt, um auch aus Berlin wichtige Punkte mit auf die Rückreise nehmen zu können (Hauptschiedsrichter der Partie ist Sven Fischer vom Hamburger SV). |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 08.03.2008 um 20:31 |
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