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Zwei Gesichter gegen Drachen
InfoIhren neunten Sieg in den letzten zehn Spielen eingefahren haben am Freitag Abend die EC Hannover Indians. Beim klaren 9:3 (1:1,3:2,5:0)-Erfolg gegen Tabellennachzügler EHC Thüringen Erfurt reichten dem Tabellenzweiten der Gruppe Nord 30 starke Minuten, um seinen Fans erstmals 07/08 mehr als sieben eigene Einschüsse zu bieten. Erst im tollen Schlussabschnitt griff gegen sichtlich nachlassende Drachen ein Rädchen ins andere, stimmte auch die spielerische Komponente. Am Sonntag (18.00 Uhr) bei den Eisbären Juniors soll nun ein weiterer Dreipunkte-Erfolg ins Visier genommen werden, um den Vorsprung auf den Verfolger aus Leipzig kurzzeitig wieder auf sechs Zähler ausbauen zu können.

Mit lediglich 14 Feldspielern und insgesamt sechs U21-Akteuren angereist, sollte der heuer erst zehnmal siegreich vom Eis gegangene Gast aus Thüringen für die gastgebenden Hannover Indians, heute und auch in den nächsten zwei Partien unter der Bandenaufsicht von Co-Trainer K. Todd, von der Papierform her eigentlich nicht zum Stolperstein werden. Dementsprechend einseitig verliefen die ersten zehn Minuten vor den Augen der beinahe 2800 Zuschauer. Frühe Stangenschüsse von S. Breiter und B. Phillips (2.,3.), ein frei vor dem starken Drachengoalie K. Fischer auftauchender D. Musial und ein flüssig vorgetragenes erstes Überzahlspiel waren Vorboten des längst überfälligen 1:0, das K. Dolye `erst` in Minute neun sicherstellen konnte, als er den Torsteher der Gäste cool umspielte. Wie aus dem Nichts antwortete der zunächst noch gut im Saft stehende Gast durch einen Schrägschuss S. Corbetts` (10.) und erzwang nur 25 Sekunden nach Hannovers Führung wieder ein Remis, das die Indians bis 20:00 beinahe völlig aus der Bahn warf. Deutlich selbstbewusster zeigte sich das Kellerkind nun insbesondere in der neutralen Zone clever und unterband zunächst weiteren Indiansspielfluss schon im Ansatz, der ECH konnte auch in zwei weiteren Powerplays nicht die eigentlich schon zur ersten Pause erwartete Führung erzielen.

Kaum besser sollte sich der zweite Spielabschnitt aus Indianssicht darstellen. Wie schon beim relativ knappen 6:3-Erfolg im November konnte die optische Überlegenheit nicht 1:1 auf die Anzeigetafel übertragen werden und als der EHC sein erstes Powerplay eiskalt zum 1:2 nutzte (24.), da schwante den Indiansfans angesichts der zeitgleichen Führung der Leipziger gegen Nordprimus Dresden bereits Schlimmes. Zehn Minuten brauchte Hannover, um sich vom Rückstand zu erholen, dann war das fünfte Überzahlspiel des Abends endlich von Erfolg gekrönt, da sich ein Baumgartnerschuss abgefälscht den Weg in den Kasten der Thüringer bahnte (34.). Als nur eine Zeigerumdrehung später R. Huddy gar in Unterzahl nach toller Du-Vorlage das 3:2 erzielen konnte, da schien die Partie vorerst in die erwartete Richtung gelenkt, doch der im zweiten Drittel für seine Verhältnisse wirklich ordentlich mitspielende Gast stellte erneut postwendend auf Remis - ein Vait-Hammer bei 5:3 fand den Weg ins Tor von S. Agricola (37.). Mögen sich die Hannover Indians 07/08 auch immer wieder in kurzen Spielphasen selbst gegen vermeintlich kleine Gegner schwer tun, irgendwie findet das Team immer wieder selbst den Weg in die richtige Richtung. Spätestens mit der 4:3-Führung durch J. Staltmayr, dessen Flachschuss beinahe mit der zweiten Sirene hinter K. Fischer einschlug, war jedem im Stadion klar: noch einmal würde der Gast nicht zurück ins Spiel finden.

Und in der Tat: vom Eröffnungsbully des letzten Drittels weg schaltete der ECH noch einmal spielend einen Gang hoch und stürzte den bemitleidenswerten EHC nun von einer Verlegenheit in die andere. Unter der Regie von K. Doyle und D. Musial erhöhte Hannover den Druck quasi minütlich und konnte den Fans doch noch einige schön herausgespielte Tore präsentieren. Nach dem spektakulären 5:3 des quirligen S. Breiter (46.), machte Fischer alsbald Platz für den 19-jährigen M. Otte, der schon nach acht Sekunden Eiszeit gegen den aufgerückten A. Engel hinter sich greifen musste – D. Musial hatte wie beim 5:3 erneut zentimetergenau aufgelegt. Weitere Erfolgserlebnisse für R. Huddy (200. Saisontor, nachdem der Kanadier ja auch schon Jubiläumstor Nr. 2000 erzielt hatte), D. Meyer und K. Du schlossen sich beinahe im Minutentakt an, den zehnten Gegentreffer wusste der Gast, der vier Minuten vor Schluss nach einem Check von J. Anderson (der Deutsch-Kanadier erhielt für anschließendes Reklamieren seine dritte Zehn-Minuten-Strafe und fehlt damit am Sonntag in Berlin) auch noch Defensivtalent S. Hofmann verlor, immerhin zu verhindern.

Fazit: wieder einmal haben die Hannover Indians im Schlussdrittel noch eine Schippe drauf gelegt. Nur einmal in den letzten neun Spielen ging somit ein finaler Spielabschnitt an den Gegner, der ECH wirkt läuferisch und physisch schon jetzt absolut bereit für die anstehenden Play-Offs. Kann man jetzt noch immer wieder auftretende Leistungsschwankungen innerhalb der 60 Minuten abstellen und entscheidende Kleinigkeiten (z. B. zum x-ten Mal 07/08 ein Gegentor in Unterzahl gefangen, da der Puck nicht entschieden genug aus dem Drittel geschlagen wurde) noch verbessern, so müsste einem selbst vor einem `Pre-Play-Off-Spiel` in Leipzig am 16.3. nicht bange sein, es würde dieses vielmehr zu den Hannover Indians 07/08 passen, deren Motto heuer bereits mehr als einmal lautete: einfach geht nicht.
Den Gästen aus Thüringen bleiben wieder einmal lediglich tröstende Worte: schaut man auf den Kader und bedenkt man die bereits seit Herbst in Erfurt vorherrschenden Probleme, so sind 31 Punkte gar nicht einmal so schlecht. Es ist bewundernswert, dass die Drachen Woche für Woche wieder für ihre Verhältnisse gute Leistungen bringen und sich dabei trotz mangelnder Konkurrenzfähigkeit immer sportlich und fair verkaufen. Den Erfurter Eishockeyfans (auch heute waren wieder gut 15 Anhänger mitgereist) ist zu wünschen, dass der Spielbetrieb auch 08/09 auf annehmbaren Niveau weiterläuft.


Fr.,7.3.08:
Hannover Indians – EHC Thüringen Erfurt
9:3
(1:1,3:2,5:0)

Tore: 1:0 (9.) Doyle 30, 1:1 (10.) Corbett, 1:2 (24.) Wright 5-4, 2:2 (34.) Baumgartner 15 5-4, 3:2 (35.) Huddy 21 4-5, 3:3 (37.) Vait 5-3, 4:3 (40.) Staltmayr 5, 5:3 (46.) Breiter 8, 6:3 (48.) Engel 9, 7:3 (51.) Huddy 22, 8:3 (52.) Meyer 10 5-4, 9:3 (53.) Du 4.

Strfm.: ECH 18 +10 f. Anderson – EHC 18

Zusch.: 2794

HSR: Zupp

GWG: J. Staltmayr (40.)

Beste Akteure: K. Doyle, D. Musial – S. Buchwieser, K. Hopp

Bes.: ab 48. Min. M. Otte für K. Fischer


ECH: Agricola,(Kondelik) – Morrow,Baumgartner,Staltmayr,Stolikowski,Dahms,Engel,Sondermann,Thomson – Phillips,Doyle,Deml,Breiter,Meyer,Musial,Huddy,Du,Anderson,Krull,Rohatsch.

EHC: K.Fischer,M.Otte –
Vait,Hofmann,Wright,Basse,Dimitrovici – Nesrsta,Marak,Buchwieser,Corbett,Müller,Hopp,C.Fischer,Zander,Kämmerer.
Autor: os - Kommentare (3) - 07.03.2008 um 23:56

Kommentare

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