| Klarer Erfolg in Hessen |
| Zu einem ungefährdeten 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)-Sieg über die Roten Teufel des EC Bad Nauheim kamen am Sonntagabend die EC Hannover Indians. Der Eishockey-Oberligist aus Niedersachsen, mit nunmehr 94 Punkten weiterhin Zweiter der Gruppe Nord, hatte die Hessen stets sicher im Griff und bog durch einen Doppelschlag von Goalgetter Jamie Chamberlain – dem Kanadier gelangen seine Saisontore 40 und 41 – bereits im ersten Durchgang auf die Siegerstraße ein. Beinahe hätte sich auch Torhüter Roman Kondelik über seinen ersten Shut-out der Spielzeit 2007/08 freuen dürfen, doch musste der Deutsch-Tscheche fünf Sekunden vor Ende der Partie den Nauheimer Ehrentreffer passieren lassen.
Dies war allenfalls ein kleiner Schönheitsfehler in einem Match, in dem der Erfolg der Indians nie ernsthaft in Gefahr war. Zwar wirkten die Hausherren zu Beginn der Partie frischer, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Ab der zehnten Minute übernahm Hannover zusehends die Kontrolle und kam folgerichtig auch zu Toren. Kurz vor Ende von Durchgang eins war Jamie Chamberlain mit einem Doppelschlag zur Stelle. Zunächst gelang dem Mann mit der Rückennummer 88 das 1:0 in Überzahl (18.), dem knappe dreißig Sekunden vor der ersten Sirene das 2:0 folgen sollte (20.). Im Mitteldrittel plätscherte die an Highlights arme Partie ein wenig vor sich hin. Bad Nauheim kam zwar nach einer knappen halben Stunde durch Alexander Baum in Überzahl zu seiner bis dato besten Gelegenheit, doch der Schuss von der blauen Linie war sichere Beute von Roman Kondelik. Die Indians beschränkten sich ihrerseits auf das Nötigste, um Bad Nauheim in Schach zu halten und spielten kraftsparend. Bei Hannovers Torgelegenheiten stand zudem ein ums andere Mal Teufel-Keeper David Lee Paton im Weg. Etwas mehr Schwung sollte in den letzten 20 Minuten im Match stecken. Hannover drängte nun auf die endgültige Entscheidung und schnürte Bad Nauheim stellenweise in dessen eigener Zone ein. Zwar dauerte es bis zur 50. Minute, doch dann waren die Angriffsbemühungen vom Erfolg gekrönt. Das 3:0 des nimmermüden Sven Breiter beseitigte die letzten Zweifel am verdienten Sieg und spätestens nach dem 4:0 durch David Musial (56.) war die Moral der Gastgeber gebrochen. Dennoch gelang Tobias Schwab in doppelter Überzahl – Michael Dahms drückte ebenso die Strafbank wie Dennis Meyer, der eine Strafe wegen Spielverzögerung gegen Roman Kondelik absaß – fünf Sekunden vor Ende der Partie noch das 4:1 (60.). Mehr als Ergebniskosmetik und das Ende der Hannoveraner Shut-out-Hoffnungen war dies jedoch nicht. Unter dem Strich steht ein klarer Sieg des ECH in Bad Nauheim, der für die Niedersachsen auch in dieser Höhe verdient war. Nach den sechs Punkten vom Wochenende gegen Nauheim und Weiden möchten die Großstadtindianer auch in den kommenden Spielen weiter punkten. Angesichts vermeintlich leichter Gegner wie Erfurt und den Eisbären Juniors Berlin – die Hauptstädter erkämpften heute gegen den Indians-Hauptkonkurrenten um Platz zwei, die Blue Lions Leipzig, bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung einen Punkt – dürfte die Hauptaufgabe von Cheftrainer Joe West darin bestehen, die Konzentration seines Teams hoch zu halten und keine Nachlässigkeiten einziehen zu lassen. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 02.03.2008 um 21:41 |
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