| Indians empfangen Saale-Bulls aus Halle |
| Nach dem wichtigen 5:2-Erfolg am Dienstag gegen die Blue Lions Leipzig bekommen es die EC Hannover Indians zum Auftakt des Wochenendes in der Eishockey-Oberliga Nord erneut mit einem ostdeutschen Team zu tun. Am Freitag (22.02.2008, 20.00) gastiert der Aufsteiger ESC Halle 04 Saale Bulls im Eisstadion am Pferdeturm in Hannover, wo die Indians im vierten Duell mit den Sachsen-Anhaltinern den zweiten Sieg einfahren möchten. Bislang behielt Halle 6:4 und 5:4 n.P. die Oberhand, einmal setzte sich der ECH 3:2 durch.
Damit das derzeit 85 Zähler umfassende Punktekonto der Großstadtindianer weiter aufgestockt und Platz zwei gefestigt werden kann, bedarf es gegen Halle einer ähnlich engagierten und konzentrierten Leistung wie gegen Leipzig. Stützen des osteuropäisch geprägten Teams sind vor allem die Stürmer Robert Vavroch – mit 44 Punkten (18 Treffer) aus 43 Matches Topscorer der Bullen -, der Ex-Ravensburger Martin Miklik und der durch Deutschland-Stationen in Füssen, Ravensburg, Landshut, Garmisch-Partenkirchen, Wilhelmshaven und Crimmitschau mit reichlich Erfahrung – auch in der 2. Bundesliga – aufwartende Alexander Rusch. Hinzu kommt mit dem früheren Weißwasseraner Benjamin Thiede ein deutscher Akteur, der jüngst beim All Star Game in Crimmitschau nicht nur als schnellster Skater der Skills Competition geehrt wurde, sondern mit bislang 20 Toren in 44 Spielen auch schon ausgeprägten Torriecher bewiesen hat. Über Torinstinkt verfügt auch Milan Kubis, doch steht sich der technisch beschlagene Tscheche mitunter mit massiven Disziplinlosigkeiten selbst im Weg. So gelang es dem Ex-Dresdner in einem Match gegen Freiburg, gleich zwei Spieldauerdisziplinarstrafen zu kassieren. Auch dieser Umstand erklärt, warum der 34-Jährige bereits 228 Strafminuten gesammelt hat und damit mit Abstand „bösester Bube“ der gesamten Oberliga ist. In der Verteidigung baut ESC-Coach Rob Torgler, der sein Team mit modernen sportwissenschaftlichen Methoden wie kontinuierlicher Pulsüberwachung während der Spiele optimal auf den Kampf um den Klassenerhalt vorbereiten möchte, vor allem auf die Routine von Jan Schertz. Der Ex-DEL- und Nationalspieler, der über ein Jahrzehnt lang - mit einem Intermezzo beim Heilbronner EC - bei Dynamo bzw. den Eisbären Berlin quasi zum Inventar gehörte und anschließend – von 2002 bis 2004 in der Oberliga – auch für den Stadtrivalen Capitals auflief, bildet gemeinsam mit dem Ex-Heilbronner Lukas Zatopek eine wichtige Achse in der Hintermannschaft. Unterstützung erhält das Duo vom Ex-Kemptener Ales Dvorak und Pavel Weiß, der in Rostock, Dresden, Crimmitschau und Herne schon reichlich Deutschland-Erfahrung bis in die 2. Bundesliga gesammelt hat. Darüber hinaus setzen die Bulls auch auf junge Cracks wie den früheren Bayreuther Kai Schmitz oder den Ex-Freiburger Kevin Kern, die sich in der Oberliga endgültig etablieren wollen. Zwischen den Pfosten hat der ehemalige Freiburger Lukas Smolka gegenüber dem früheren Bietigheimer Tim Schnelle, der in Iserlohn auch schon DEL-Erfahrung gesammelt hat, meist leicht die Nase vorn. An guten Tagen können beide Spiele gewinnen, doch kämpfen sie mit fehlender Konstanz, so dass man durchaus gespannt sein darf, wer gegen den ECH letztlich im Tor des Tabellensechsten (51 Punkte) steht. In Anbetracht des unangenehmen Gegners, gegen den sich Hannover in dieser Saison meist sehr schwer getan hat, müssen die Indians auch gegen Halle bis an ihre Leistungsgrenze gehen, um ihre Siegesserie weiter fortsetzen zu können. Wenn es ihnen gelingt, gegen die in Bestbesetzung antretenden Hallenser die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss an den Tag zu legen und darüber hinaus noch defensiv so solide und diszipliniert wie gegen Leipzig aufzutreten, hat das Team von Headcoach Joe West – voraussichtlich vollzählig bis auf die Langzeitverletzten Jan Welke und Steve Slaton – alle Voraussetzungen geschaffen, auch die Freitagspartie am Pferdeturm zu einer erfolgreichen werden zu lassen (Schiedsrichter ist Zsolt Heffler vom ERV Dinslakener Kobras). Da durch den Streik der Üstra heute keine Busse und Bahnen fahren werden, setzt Herbert Müllerchen von allen Abfahrtspunkten der Stadtbahnen um 18 Uhr Shuttle-Busse ein, die die Fans an den Ersatzhaltestellen der Strassenbahnlinien aufnehmen, damit das Auto zu hause bleiben kann. Mitgenommen wird jeder, der sich als Indiansfan deutlich zu erkennen gibt oder eine Eintrittskarte für das heutige Spiel hat. Nachfolgend alle Abfahrtszeiten- und orte der Shuttle-Busse: Nachfolgend die Startpunkte der einzelnen Busshuttles: Linie 1 ab Langenhagen 18.00 Uhr bis Werderstr., dann direkt Eisstadion Linie 6 ab Nordhafen 18.00 Uhr bis Klagesmarkt, dann direkt Eisstadion Linie 4 ab Garbsen 18.00 Uhr bis Königsworther Platz, dann direkt Eisstadion Linie 10 ab Ahlem 18.00 Uhr bis ZOB, dann direkt Eisstadion Linie 9 ab Empelde 18.00 Uhr bis Waterloo, dann direkt Eisstadion Linie 7 ab Mühlenberg 18.00 Uhr bis Waterloo über Aegi, dann direkt Eisstadion Linie 1 ab Rethen 18.00 Uhr über Laatzen bis Aegi, dann direkt Eisstadion Linie 5 ab Anderten 18.00 Uhr nach Misburg Meyers Garten 18.10 Uhr über Berckusenstr., dann direkt Eisstadion Linie 3 ab Altwarmbüchen 18.00 Uhr bis Lister Platz, dann direkt Eisstadion Auch für die Rückfahrt ist gesorgt: Ab 23:30 Uhr werden die Shuttle-Busse dann vom Eisstadion am Pferdeturm wieder die jeweiligen Endhaltestellen der Stadtbahnen anfahren. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 22.02.2008 um 00:51 |
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