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Gipfeltreffen am Pferdeturm
Nach dem ungefährdeten sonntäglichen 7:1 bei den Piranhas Rostock steht für die EC Hannover Indians und ihre Fans am morgigen Dienstag (19.02.2008, 20.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) ein echtes Schlagerspiel auf dem Programm. Vor heimischer Kulisse empfangen die Großstadtindianer, mit 82 Punkten momentan Zweiter der Eishockey-Oberliga Nord, den Dritten Blue Lions Leipzig (80 Zähler) zum „Showdown“ um Platz zwei und das damit verbundene Heimrecht im Play-off-Viertelfinale (Schiedsrichter der Partieist Levente Györgyicze vom EHC Troisdorf).


Schwerstarbeit wird dabei insbesondere auf Roman Kondelik – der Hexer gab jüngst seine Zusage für eine weitere Spielzeit am Pferdeturm – und die Defensive der Indians zukommen, stellen die Leipziger mit 202 Treffern aus 42 Spielen doch den zweigefährlichsten Angriff der gesamten Oberliga (übertroffen nur noch vom EV Füssen). Maßgeblichen Anteil daran hat das finnische Brüderpaar Max und Kasper Kenig. Die beiden Stürmer kommen bislang auf 144 Scorerpunkte, wobei der 24 Jahre alte Max mit 56 Assists (42 Spiele) als Vorbereiter glänzt, während sein zwei Jahre älterer Bruder Kasper mit 37 Treffern in 40 Matches über einen ausgeprägten Torriecher verfügt. Doch auch hinter seinem Traumduo kann sich Leipzigs Coach Zdenek Travnicek auf starke Angreifer verlassen. Die beiden Ex-Berliner Patrick Czajka und Lars Hoffmann beispielsweise hatten mit drei Toren und vier Assists maßgeblichen Anteil am Leipziger 6:4-Erfolg im Hinspiel am Pferdeturm im September. Auch den zweiten Vergleich mit dem Regionalliga-Aufsteiger konnten die Indians in dieser Saison nicht für sich entscheiden. Im Oktober 2007 unterlagen die Schützlinge von Trainer Joe West in Leipzig 4:5 nach Penaltyschießen.


Nicht nur diese beiden Ergebnisse machen deutlich, dass den Indians morgen eine schwere Aufgabe bevorsteht, die sie aber – im Hinblick auf Platz zwei und um die bislang schwarze Serie gegen Leipzig aufzuhellen – erfolgreich lösen wollen. Damit dieses Unterfangen gelingen kann, gilt es für den ECH – wieder mit Rückkehrer Kyle Doyle – geduldig zu spielen, der Strafbank fernzubleiben und die sicher nicht im Übermaß vorhandenen Chancen konsequent zu verwerten. Hierzu muss freilich auch die stabile Leipziger Defensive geknackt werden, die mit Esbjörn Hofverberg, früher lange Jahre in Crimmitschau in der 2. Bundesliga am Puck, und Ex-Indian Ron Gaudet zwei erfahrene Haudegen vorweisen kann. Hinzu kommen mit Andreas Felsch und Markus Witting weitere Routiniers, von denen letzterer in Krefeld sogar schon DEL-Erfahrung gesammelt hat. Die Kontingentstellen in der Abwehr nehmen neben dem Schweden Hofverberg die Slowaken Michal Roahcik und Jozef Potac ein. Der Ex-Braunlager Potac wird seinem Team morgen allerdings fehlen, da er am Freitag beim 4:1 seiner Löwen in Erfurt eine Matchstrafe erhielt.


Im Tor hat derzeit U 20-Nationalkeeper Sebastian Staudt, der vor der Saison aus Bremerhaven in die ostdeutsche Messestadt kam, meist die Nase gegenüber dem Tschechen Jan Pospisil vorn. Insgesamt verfügen die Blue Lions über ein hochkarätiges Gespann zwischen den Pfosten, das den Angreifern der Indians einiges abverlangen wird.


Auch wenn es alles andere als einfach werden wird, sind natürlich drei Punkte das erklärte Ziel der Hausherren. Gerade im Endspurt um die Play-off-Plätze kommt der morgigen Partie entscheidende Bedeutung zu und so werden die EC Hannover Indians – gestützt auf die auch am ungewohnten Dienstagabend sicher für typische Pferdeturm-Stimmung sorgende Kulisse – bis an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus gehen, um die Blue Lions Leipzig im dritten Anlauf erstmals in die Schranken zu weisen.
Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 18.02.2008 um 22:09

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