| Unspektakulärer Arbeitssieg |
Ein zehnminütiger Zwischenspurt hat den EC Hannover Indians am Abend gereicht, um gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim auch im dritten Saisonvergleich siegreich das Eis zu verlassen. In einem über weite Strecken wenig ansehnlichen Oberligaspiel gewann der Gastgeber am Ende mit 6:3 (2:1,4:0,0:2) und eroberte sich den heiß umkämpften zweiten Tabellenplatz von den Blue Lions Leipzig zurück, die am Abend spielfrei waren. Zwischen der 25. und 35. Minute ließen vier Indianstore in Folge die etwa 2250 Zuschauer frohlocken und vom höchsten Saisonsieg 07/08 träumen, bevor der Gast den Schlussabschnitt noch für Ergebniskosmetik zu nutzen wusste.
Nach einer über 58 Minuten gutklassigen Vorstellung der Roten Teufel am Freitag Abend gegen den Indianskontrahenten aus der Messestadt hatte Gästecoach F. Carroll beim Gastspiel an alter Wirkungsstätte trotz personeller Probleme im Defensivbereich sich auch für den Sonntag verhaltene Hoffnung auf Zählbares im Auswärtsspiel gemacht. Und als S. Lehmann schon nach 64 Sekunden Indianskeeper R. Kondelik zum 0:1 überwinden konnte, da schien der Traum von einer Überraschung auch Gestalt anzunehmen. Doch obwohl der ECH am Abend insbesondere in Abschnitt eins eine äußerst bescheidene Leistung zeigte, war ein Punktgewinn eigentlich nie im Bereich des Möglichen. Auch ohne große spielerische Klasse reichten Hannover ein symptomatischerweise klassisch hineingearbeitetes 1:1 (J. Chamberlain/ 8.) und eine im eigenen Powerplay nur wenig abgestimmte Defensivabsicherung der Hessen, um bei 20:00 doch schon mit 2:1 vorne zu liegen, da R. Huddy in Unterzahl alleine vor D.-L. Paton eiskalt blieb. Mehr als der Spielverlauf interessierte die Zuschauer zum ersten Pausentee somit auch vielmehr die Frage, wie schlimm die Verletzung des nach rund zehn Minuten ausgeschiedenen D. Meyer wohl sein möge, der zuletzt starke Center wurde in der Folge von M. Rohatsch ersetzt. Im zweiten Abschnitt verschärfte der Gastgeber dann vom Wiederbeginn weg das Tempo und kam gegen nun teilweise erschreckende Defizite offenbarende Nauheimer auch binnen kürzester Zeit zu Erfolgserlebnissen. Ein tip-in im Powerplay von J. Anderson (26.), ein `Tor des Willens` durch K. Dolye, der trotz Foul an sich den Treffer regelrecht erzwang (28.), ein wiederum schlimmer Teufel-Patzer bei eigenem Powerplay an der eigenen blauen Linie durch Neu-Kurstädter J. Carlenius, den J. Chamberlain im Nachsetzen bestrafte (30.) und ein erneutes Überzahltor durch einen Staltmayr-Rebound (35.) stellten die Partie bei weiteren Chancen völlig zurecht auf 6:1, während der Gast im gesamten Drittel wohlmeinend zu drei, vier Möglichkeiten gekommen war. Eine von F. Carroll anberaumte Auszeit zur Mitte der Partie hatte nicht im Geringsten gefruchtet. Indiansfans, die sich angesichts des schwachen Gegners im Schlussabschnitt auf weitere tolle Indiansszenen gefreut hatten, sollten im nur noch wenig unterhaltsamen finalen Durchgang enttäuscht werden. Vorne reichte es lediglich noch zu einer Handvoll Möglichkeiten, die bei D.-L. Paton oder am Pfosten endeten, hinten wurden überdies noch zwei vermeidbare Gegentore gefangen, als T. Schwab aus Nahdistanz und K. Jasik nach kuriosem Bandenrebound die Partie wieder einmal `nur` 6:3 für Hannover enden ließen. Ein Dutzend Iserlohner Fans, die aus alter Verbundenheit das hannoversche Team für 60 Minuten unterstützten, sorgte Dank guter Laune und kreativen Gesängen wenigstens dafür, dass die Kulisse am Pferdeturm nicht vollends einnickte; glücklicherweise endet die Serie an Sonntagsheimspielen für die Hannover Indians bereits am kommenden Sonntag, wenn die Eisbären Juniors zu Gast sein werden. Dann, und auch bereits 48 Stunden zuvor in Erfurt, werden sich die Angriffsreihen des ECH mit B. Phillips und D. Musial qualitativ noch einmal deutlich aufgepeppt zeigen – es wird dann gelten, sich langsam aber sicher einzuspielen für die heiße Saisonschlussphase. So., 27.1.08: Hannover Indians – Rote Teufel Bad Nauheim 6:3 (2:1,4:0,0:2) Tore: 0:1 (2.) Lehmann, 1:1 (8.) Chamberlain 31, 2:1 (19.) Huddy 17 4-5, 3:1 (26.) Anderson 16 5-4, 4:1 (28.) Doyle 23 6-5, 5:1 (30.) Chamberlain 32 4-5, 6:1 (35.) Staltmayr 4 5-4, 6:2 (52.) Schwab, 6:3 (58.) Jasik. Strfm.: ECH 8 – RTN 12 Zusch.: 2245 HSR: Fischer GWG: K. Doyle (28.) Beste Akteure: K. Doyle – B. Hammond Bes.: von 3.-9. Minute Agricola für Kondelik ECH: Kondelik,Agricola – Staltmayr,Stolikowski,Engel,Baumgartner,Morrow,Dahms,Sondermann – Huddy,Doyle,Anderson,Chamberlain,Du,Breiter,Krull,Meyer,Deml,Rohatsch. RTN: Paton,(Schmitt) – Bernhardt,Carlenius,Gall,Cardona,Jeßberger,Hammond – Schwab,Baldys,Lavallee,Pipp,Jasik,Lehmann,Willkomm,Barta,Saulite. |
| Autor: os - Kommentare (0) - 27.01.2008 um 22:26 |
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