| ECH peilt gegen Nauheim drei Punkte an |
| Am morgigen Sonntag (27.01.2008, 19.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover, Schiedsrichter ist Sven Fischer vom Hamburger SV) trifft der Eishockey-Oberligist EC Hannover Indians vor heimischer Kulisse auf die Roten Teufel des EC Bad Nauheim. Nach der Niederlage am Freitag in Weiden möchten die Großstadtindianer gegen die Hessen dreifach punkten, um als aktueller Dritter der Gruppe Nord (70 Punkte) weiterhin im Rennen um den zweiten Tabellenplatz zu bleiben.
Bei den Kurstädtern aus Hessen, die die Indians in dieser Saison bereits zwei Mal besiegten (5:2 und 7:3), drehte sich das Personalkarussell in den letzten Wochen auf Hochtouren. Für den nach Dresden abgewanderten Angreifer Jason Deleurme, mit 50 Punkten noch immer ECN-Topscorer, verpflichtete Trainer Fred Carroll – er löste kürzlich Michael Eckert hinter der Bande ab – den Kanadier Kevin Lavallee aus dem niederländischen Groningen. Der 22-jährige Angreifer feierte in Deutschland einen Einstand nach Maß und hat nach vier Spielen bereits elf Scorerpunkte (sechs Tore) erzielt. Doch nicht nur auf diesen Crack wird die Indians-Abwehr morgen ein aufmerksames Auge haben müssen, auch Jeff Golby und Brett Hammond haben mit 34 bzw. 31 Zählern aus je 35 Matches ihre Torgefährlichkeit bereits bewiesen. Zudem kann Coach Carroll, der 1999/00 noch als Spieler für die Indians in der Oberliga aktiv war, auf etliche Deutsche mit Scoring-Potential zurück greifen. Allen voran Sebastian Lehmann, der nach seinem Wechsel aus Hannover nach Bad Nauheim offenbar den Spaß am Tore schießen entdeckt hat. Nach 37 Matches kommt der 22-Jährige – des Öfteren auch in der ersten Angriffsformation der Teufel im Einsatz – auf 17 Tore und insgesamt 32 Scorerpunkte. Vervollständigt wird die Nauheimer Offensive von Mathias Baldys, Dennis Cardona und Jan Barta, der auch schon für den Höchstadter EC in der Oberliga spielte. Zudem geben die Roten Teufel etlichen Youngsters aus dem eigenen Nachwuchs die Chance, sich in Deutschlands dritthöchster Spielklasse zu präsentieren und durchzubeißen. Hierzu zählen etwa Max-Levin Frank, Mario Willkom oder Fabian Saulite. Bereits im Dezember stieß Tobias Schwab von den Kassel Huskies zu den Kurstädtern, der in der Offensive weitere Variationsmöglichkeiten eröffnet. Nach acht Spielen hat der 22-Jährige bereits fünf Treffer und zwei Vorlagen für seinen neuen Arbeitgeber erzielt. Bislang letzte Transferaktivität für die Abteilung Attacke war in der letzten Woche die Verpflichtung von Erik Pipp. Das Eigengewächs ging zuletzt für die Dresdner Eislöwen auf Torejagd und spielte davor beim ESV Kaufbeuren in der 2. Bundesliga. Auch in der Abwehr erhielt der Siebte der Nordgruppe (32 Zähler) noch einmal Zuwachs. Vom holländischen Ehrendivisionär Grizzlies Groningen wechselte – wie Kevin Lavallee – der Schwede Jonas Carlenius in die Kurstadt. In seinen ersten Einsätzen für Bad Nauheim verlieh der 25-Jährige der Hintermannschaft viel Stabilität und überzeugte an der Seite des Routiniers Oliver Bernhardt (zuletzt Eisbären Regensburg) als solider Verteidiger. Weitere Eckpfeiler der Defensive sind der Kanadier Mat Ponto, dessen Einsatz morgen allerdings fraglich ist, die Krefelder Förderlizenzspieler André Mangold und Sinan Akdag sowie Ex-Indian Keven Gall. Mit Pascal Jessberger kommt zudem ein Eigengewächs aus der Talentschmiede der Roten Teufel regelmäßig zum Einsatz. Die Reise nach Hannover hingegen nicht mit antreten wird Alexander Baum. Der im Vorjahr bis zur Insolvenz noch für die Ratinger Ice Aliens aktive 25-Jährige laboriert an einer Bänderverletzung im Knie und fällt rund vier Wochen aus. Einem deutschen Duo vertraut der EC Bad Nauheim im Tor. Mit dem im Vorjahr noch für den Zweitligisten EV Landsberg 2000 spielenden Torsten Schmitt und dem DEL-erfahrenen David Lee Paton hat Trainer Fred Carroll zwei routinierte Keeper zur Verfügung. Der in Hannover geborene Paton trug zwischen 2002 und 2004 52-mal das Trikot der Iserlohn Roosters und bildet gemeinsam mit Schmitt ein solides Gespann, aus dem keine klare Nummer eins heraussticht. Um die Punkte am morgigen Abend in Hannover behalten zu können, müssen die Indians – noch ohne Neuzugang David Musial – vor allem im Abschluss konsequenter und zielstrebiger agieren als zuletzt. Gegen das zweitschlechteste Unterzahlteam der gesamten Oberliga – die Roten Teufel weisen lediglich einen Erfolgsquote von 75,42 % aus, unterboten nur noch von den Black Dragons Thüringen – wird auch viel von der Durchschlagskraft des Powerplays abhängen. Wenn es den Schützlingen von Trainer Joe West dann noch gelingt, unnötige Strafzeiten zu vermeiden, bestehen gute Aussichten auf einen erfolgreichen Eishockey-Abend am Pferdeturm. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 26.01.2008 um 20:03 |
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