| Spiel binnen 14 Sekunden gedreht |
| Einen im Kampf um Platz zwei der Eishockey-Oberliga Nord enorm wichtigen Sieg eingefahren haben am Freitagabend die EC Hannover Indians. Nachdem sie zur Hälfte der Partie noch 0:2 zurückgelegen hatten, gewannen die Schützlinge von Cheftrainer Joe West bei den Saale Bulls Halle noch 3:2 (0:1, 1:1, 2:0). Die entscheidenden Treffer gelangen den Großstadtindianern dabei in Minute 49 innerhalb von 14 Sekunden durch Sebastian Deml und Kyle Doyle. Vor dem Heim-Hit gegen Spitzenreiter Dresdner Eislöwen am Sonntag (20.01.2008, 19.00 Uhr, Eisstadion am Pferdeturm Hannover) rangiert der ECH damit noch immer auf Rang drei, weist mit 67 Punkten aber genauso viele Zähler auf die wie die zweitplatzierten Blue Lions Leipzig.
Mit Sebastian Deml, Ryan Huddy und Roman Kondelik, die sich aus dem ECH-Lazarett wieder fit gemeldet hatten, und Neuzugang Tobias Stolikowski begannen die Indians in Halle engagiert und kamen bereits in den ersten Minuten zu guten Gelegenheiten. Wie schon häufiger in dieser Saison agierten die Hannoveraner vor dem Tor aber nicht kaltschnäuzig genug. Ein Musterbeispiel in Sachen Chancenverwertung war hingegen der ESC Halle 04, der in seinem zweiten Powerplay nur 17 Sekunden brauchte, um in Führung zu gehen (11.). Gegen den abgefälschten Schlagschuss von Ales Dvorak war Roman Kondelik im Gehäuse des ECH ohne Abwehrchance. In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Spiel mit guten Gelegenheiten auf beiden Seiten, wobei Halle etwas zielstrebiger agierte, ein ums andere Mal aber am gut aufgelegten Roman Kondelik scheiterte. Auch die Indians hatten weitere gute Möglichkeiten, verbuchten unter anderem einen Pfostenknaller, konnten den Ausgleich in Durchgang eins aber nicht mehr erzielen. Im Mittelabschnitt ein ähnliches Bild. Hannover zeigte schöne Spielzüge und kam so zu guten Chancen, suchte aber zu selten den direkten Abschluss zum Tor. Halle hebelte mit überfallartigen Angriffen immer wieder die Hintermannschaft des ECH aus, konnte daraus zunächst aber kein Kapital schlagen. Nach 27 gespielten Minuten musste Hannover allerdings das 0:2 durch die Saale Bulls hinnehmen. Nach einem Missverständnis in der Indians-Hintermannschaft lag der Puck völlig frei vor Alexander Zille und der Hallenser Alexander Zille hatte keine Mühe, den Treffer zu erzielen. Danach zeigten sich die Indianer verunsichert, zahlreiche Fehlpässe schlichen sich in den Spielaufbau. Dennoch kämpfte der ECH verbissen um seine Chance, ins Match zurückzukommen. Lohn dieses Engagements war der 1:2-Anschlusstreffer durch Kyle Doyle (33.). Dieses Tor setzte neue Kräfte frei und der ECH kam nun immer besser ins Spiel und erarbeitete sich zahlreiche gute Chancen. Noch fehlte es vor dem Hallenser Gehäuse allerdings an der nötigen Effektivität, so dass den Niedersachsen in Durchgang zwei kein weiterer Treffer gelang und der knappe Rückstand in den Schlussabschnitt mitgenommen werden musste. Auch das Schlussdrittel bot ein schnelles, offenes Spiel der beiden Teams. Halle suchte nun die Entscheidung und hatte mit zahlreichen Rebounds gleich mehrfach den Sieg auf dem Schläger, verzweifelte aber immer wieder am glänzend reagierenden Roman Kondelik. In der 48. Minute k der mit einem spektakulären Save in der 48. Minute den Puck in letzter Sekunde kratzte der Hexer mit einem spektakulären Save den Puck in letzter Sekunde von der Linie und hielt die Indians so weiter im Spiel. Waren die Gäste aus Niedersachsen zuvor leichtfertigst mit ihren Chancen umgegangen, präsentierten sie sich nun in der entscheidenden Phase hellwach. 49 Minuten waren gespielt, als erst Sebastian Deml der 2:2-Ausgleich gelang und nur 14 Sekunden war Kyle Doyle im rechten Moment zur Stelle, schaltete nach einem Abpraller von Halles Goalie Lukas Smolka am schnellsten und erzielte aus kurzer Distanz den nicht unverdienten 3:2-Führungstreffer für Hannover. Halle zeigte sich davon jedoch keinesfalls geschockt, rannte weiter an und hatte etliche gute Chancen, bei denen Roman Kondelik mehrmals in höchster Not klären musste. Überhaupt zeigten sich die Indians nun in der Abwehr sehr engagiert, gingen beherzt in die Zweikämpfe und hielten Halle so gut in Schach. Auch in den hektischen beiden Schlussminuten, als zwei Hannoveraner die Strafbank drückten, Halles Coach Rob Torgler seinen Keeper Lukas Smolka zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis beorderte und so mit Sechs gegen Drei den Ausgleich erzwingen wollte, behielten die bravourös kämpfenden Indians die Nerven und belohnten sich mit dem wichtigen Sieg – gestützt auf einen starken Roman Kondelik – selbst für ihr Engagement und ihren unbändigen Kampfgeist. ESC Halle 04 Saale Bulls – EC Hannover Indians 2:3 1:0 (10:40) Ales Dvorak (Alexander Rusch, Jedrzej Kasperczyk) 5-4, 2:0 (26:04) Alexander Zille (Matthias Schubert), 2:1 (32:41) Kyle Doyle (Ryan Huddy, Josiah Anderson), 2:2 (48:45) Sebastian Deml (Dennis Meyer, Fabian Krull), 2:3 (48:59) Kyle Doyle (Peter Baumgartner, Josiah Anderson) Strafminuten: Halle 24, Hannover 20 Zuschauer: 871 |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 19.01.2008 um 16:38 |
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