| ECH sinnt gegen Halle auf Revanche |
| Ein ostdeutsches Wochenende beschert der Spielplan der Eishockey-Oberliga den EC Hannover Indians am Freitag und Sonntag. Zum Auftakt trifft der Rangdritte der Nord-Staffel, mit 64 Zählern punktgleich mit den zweitplatzierten Blue Lions aus Leipzig, morgen auf die Saale Bulls des Aufsteigers ESC Halle 04 (18.01.2008, 20.00 Uhr, EissportHALLE am Gimritzer Damm. Schiedsrichter ist Carsten Lenhart von der Darmstädter TSG 1846 e.V.). Am Sonntag gastiert mit den Dresdner Eislöwen dann der Tabellenführer der Gruppe Nord am Pferdeturm.
Dabei schon nicht mehr im ECH-Dress auflaufen wird Robert Suchomski. Der gebürtige Pole mit deutschem Pass wurde am Pferdeturm nie richtig heimisch und wird möglicherweise schon bald für einen neuen Club spielen. „Es gibt bereits konkrete Gespräche. Wir versuchen, Robert zu helfen, damit er einen neuen Verein findet“, sagt Joe West. Doch der Indians-Cheftrainer kann auch mit positiven Meldungen vom Personalsektor aufwarten. So bekommt die Defensive der Großstadtindianer in Person von Tobias Stolikowski Verstärkung. Der ehemalige Dresdner, den die Indians am Donnerstag unter Vertrag nahmen, soll schon gegen Halle sein Debüt für die Niedersachsen geben und mit dafür sorgen, dass die Defensive die nötige Stabilität an den Tag legt, um in Sachsen-Anhalt Platz zwei zurück erobern zu können. Überhaupt wird auf die Indianer morgen Schwerstarbeit zukommen, um die bislang schwarze Serie gegen Halle – das Hinspiel im November ging 4:6 verloren und auch am Pferdeturm unterlag der ECH am zweiten Weihnachtstag 4:5 nach Penaltyschießen – zu beenden. Der neue Coach der Saale Bulls, Rob Torgler, kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen, in dem starke Individualisten und harte Arbeiter eine homogene Truppe ergeben. Im Sturm baut der Aufsteiger vor allem auf die Treffer von Robert Vavroch und Benjamin Thiede. Der 34 Jahre Tscheche Vavroch ist mit 38 Zählern (14 Tore) aus 35 Matches Topscorer seines Teams, während der 26-jährige Ex-Weisswasseraner Thiede mit 18 Treffern aus 36 Partien die Rolle des Torjägers inne hat. Unterstützt wird das Duo vor allem vom zuletzt beim EV Füssen aktiven Alexander Rusch, der auch bei seinen vorherigen Engagements in Ravensburg, Landshut, Garmisch-Partenkirchen, Crimmitschau und Wilhelmshaven stets seinen Torriecher bewiesen hat. In der laufenden Spielzeit gelangen dem Deutsch-Kasachen bereits 27 Scorerpunkte (15 Tore), die ihn nach 36 Spielen zum drittbesten Scorer des Nord-Sechsten (39 Punkte) machen. Darüber hinaus stehen mit Milan Kubis und Martin Miklik – früher u.a. für Dresden bzw. Ravensburg aktiv – weitere etablierte Oberliga-Cracks im Aufgebot des ESC, die Halle mit ihren Toren zum Klassenerhalt führen sollen. Neben diesen Routiniers schenkt Rob Torgler auch etlichen Youngsters Vertrauen, die es wie Matthias Schubert oder der Ex-Stuttgarter Arthur Gross mit guten Leistungen zurückzahlen und mehr als bloße Entlastung für die Leistungsträger sind. Leitfigur in der Defensive ist der Ex-Dresdner Jan Schertz, der mit seiner langjährigen Erfahrung aus DEL und 1. Bundesliga (Eisbären Berlin und Berlin Capitals) einen unverzichtbaren Bestandteil der Hallenser Hintermannschaft darstellt und im Verbund mit dem Ex-Heilbronner Lukas Zatopek auch Impulse für das Spiel nach vorne liefern kann. Vervollständigt wird die Abwehr vom früheren Crimmitschauer Pavel Weiß, dem zuletzt angeschlagenen Ales Dvorak (2002/03 für die EA Kempten in der Oberliga aktiv) und Kevin Kern, der aus Freiburg an die Saale wechselte. Fürs Tor der Saale Bulls stehen mit Lukas Smolka, der früher ebenfalls schon für Freiburg gespielt hat, und dem Ex-Bietigheimer Tim Schnelle zwei Akteure parat, die an guten Tagen Spiele im Alleingang gewinnen können, jedoch nicht immer konstante Leistungen abrufen. Genau daran gilt es für die EC Hannover Indians morgen anzuknüpfen und die herausgespielten Torchancen eiskalt zu verwerten. Wenn es den Cracks um Kapitän Seppi Staltmayr dann noch gelingt, unnötige Strafzeiten zu vermeiden und kompromisslos in den Zweikämpfen zu agieren, liegen gute Voraussetzungen vor, die negative Bilanz gegen die voraussichtlich nahezu in Bestbesetzung antretenden Saale Bulls Halle – lediglich der 1992/93 für den EC Hannover in der 2. Bundesliga aktive Deutsch-Pole Jedrzej Kasperczyk fällt mit einer Handverletzung definitiv aus – durch einen Punktgewinn freundlicher zu gestalten. |
| Autor: Niki Jaklitsch - Kommentare (0) - 18.01.2008 um 10:37 |
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