| Grosser Kampf mit kleinem Team |
| Einen großen Kampf mit einem kleinen Team boten die EC Hannover Indians bei ihrem Freitagsgastspiel beim EHC Freiburg. Zwar unterlag die Mannschaft von Trainer Joe West im Breisgau mit 3:5 (1:2, 2:1, 0:2), konnte aber trotzdem auf ganzer Linie überzeugen.
Mit nur 14 Feldspielern (6 Verteidiger, 8 Stürmer) musste Joe West gegen ein kompletten 22-Mann Kader aus Freiburg auflaufen und gab als Devise „sicher aus der Verteidigung spielen“ aus. Dieses Konzept ging nach noch nicht einmal 3 Minuten auf, als Sven Breiter über die linke Seite einen gefährlichen Konter fahren konnte, Freiburgs Torhüter Glaser zwar abwehren konnte, die Scheibe aber zu Dennis Meyer kam der Jamie Chamberlain ins Spiel brachte, der zur 1:0 Führung verwandeln konnte. Diese Führung hielt aber leider nicht lange. Denn bereits in der 5. Minute konnte Petr Bares in Überzahl (Torschütze Chamberlain saß auf der Strafbank) für die Gastgeber ausgleichen und Milan Liebsch in der 7. Spielminute sogar die Führung erzielen. Wer nun aber dachte, dass die Indians sang und klanglos untergehen würden, sah sich arg getäuscht. Aus der sicheren Defensive kam die Mannschaft aus Hannover über den Kampf ins Spiel und hätte eigentlich noch vor der Pause den Ausgleich verdient. Dieser gelang dann Josiah Anderson zu Beginn des zweiten Spielabschnitts, als er einen Freiburger Verteidigungsfehler nach einem schönen Zuspiel von Kevin Du in der 22. Minute zum Ausgleich nutzte. In der 33. Spielminute konnten die ECH-Spieler dann sogar wieder in Führung gehen – und das sogar verdient. Kevin Du brachte in Überzahl Kapitän Seppi Staltmayr ins Spiel, der Blitzschnell schaltete und Peter Baumgartner sah, der die Scheibe aus kurzer Distanz vorbei an Freiburgs Torhüter Glaser unter dem Jubel der gut 200 mitgereisten Fans aus Hannover im Netz unterbringen konnte. Doch wie bereits nach der 1:0 Führung der Indians, konnten die Freiburger den Führungstreffer postwendend mit dem Ausgleich zum 3:3 durch Milan Liebsch beantworten, der in der 34. Minute mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Ausgleich erzielen konnte. Im Schlussabschnitt konnten die Indians das Spiel lange Zeit offen gestalten und es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit einem offenen Schlagabtausch. Doch in der 54. Minute waren die tapfer kämpfenden Krieger, nebst Torhüter Sandro Agricola (der zudem zum Spieler des Abends gewählt wurde), machtlos, als Karhula mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie die 4:3 Führung erzielen konnte. Als Trainer Joe West auf ein Bully in der Freiburger Angriffszone hoffte, um Sandro Agricola zu Gunsten eines 6. Feldspielers vom Eis zu nehmen, konterten die Freiburger die Mannschaft vom Pferdeturm eiskalt aus und konnten in der 59. Minute durch Billich zum 5:3 Endstand treffen. Dennoch muss man den Hut vor dieser starken Leistung der EC Hannover Indians ziehen. Denn mit Kyle Doyle und Fabian Krull fielen zwei weitere Akteure aus dem Angriffszentrum aus. Zwar konnte Trainer Joe West in der Verteidigung wieder auf Youngstar Robin Thomson zurückgreifen, aber man merkte dem jungen Verteidiger, trotz einer gewohnt soliden Leistung, an, dass er nach überstandener Grippe noch nicht bei 100 % seines Leistungsvermögens angelangt ist. Mit dieser Leistung jedoch, sollte am Sonntag (19 Uhr – Eisstadion am Pferdeturm) gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim ein Erfolgserlebnis für die Mannschaft um Trainer Joe West und Kapitän Seppi Staltmayr drin sein. |
| Autor: Torsten Gadegast - Kommentare (0) - 29.12.2007 um 06:39 |
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